Das Sparprogramm sieht eine Reduzierung der Ausgaben für die Reinigungsdienste vor. Sie arbeiten dann nur noch 2 Tage die Woche, statt - wie zuvor- 5 Tage. - Die Reinigungskräfte werden also zur Kurzarbeit verdonnert und das, obwohl sie sowieso schon unterbezahlt sind. Die Stadt Hildesheim würde somit etwa jährlich 150.000 Euro einsparen. Ob die Rechnung aufgeht, wenn sie statt der Reinigungskräfte mehr Ausgaben über Sozialämter und ARGE haben?
An den Lernverlust der Schüler und Schülerinnen denkt scheinbar niemand.
Gerade in Niedersachsen beginnt dies wohl zur Regel zu werden. Als nützlich könnte sich hier allerdings der Dienst der Hausmeister³ erweisen. Unter der Obhut des Hausmeisters wären dann auch wieder die Lehrer entlastet. Nur lernen ... lernen tun die Schüler so auch nichts, und ob sich dadurch das Sozialverhalten verbessert, sei dahingestellt.
Fakt ist, dass Schulen als allererstes eine Aufgabe haben, die nun wirklich nichts mit Reinigungskräften zu tun hat. Sie haben einen Lehrauftrag, und diesem wird durch kuriose Sparmaßnahmen nicht gedient - das Gegenteil ist der Fall.
Will man sich aber für die Zukunft willige Reinigungskräfte heranziehen, hätten diese ihre Ausbildung zumindest umsonst gehabt - das wäre dann eine sehr effektive Sparmaßnahme gewesen. Vielleicht wird das ja dann auch in der Pisa-Studie mitberücksichtigt. Dann hätte Niedersachsen wohl deutlich bessere Chancen, auf Platz 1. zu kommen.
Frei nach dem obigen Motto könnte man sich dann auch davon trennen, ständig für das Guthalten von nationalsozialistischen Sozialvorgaben gemaßregelt zu werden - eben für das Motto "Damals war doch auch nicht alles schlecht". Schließlich sorgen Konjunkturpakete eben auch für Arbeitskräfte, z.B. beim
Bau und Ausbau von Reichsautobahnen (s.a.
Deutsches Reich im Anmarsch), Sportzentren und dem Ausbau oder der Sanierung von Gemeinschaftseinrichtungen. Und die 1-Euro-Jobs sind doch sowieso schon in die Kategorie "Sklavenarbeit" einzuordnen - also, was soll's?
Halt's Maul - putz und arbeite jetzt, denn Putzen und Arbeiten macht die Politiker reich und andere abhängig!
Kinderarbeit zum Erhalt und Ausweitung von Hartz IV-Empfängern wird ab sofort wieder erlaubt! Auf geht's ...
An die Besen, fertig, los!

Foto: “Diakonie Freistatt” - Kinder arbeiten für die evangelische Kirche im Moor bei Diepholz/Niedersachsen (bis 1972); Quelle:
Schlaege.com
Informationen:
¹
so-zi-al.myblog.de
²
Netzeitung.de
³
Zusätzliche Lehrkräfte und die verschwiegenen Probleme
"In der DDR war nicht alles schlecht", sollen Schüler nun selbst den Besen schwingen.
Kinder, lasst euch nicht verarschen!
Generell gilt: man mißtraue vorsichtshalber allem, was in Deutschland als Familienförderung daher kommt. Sollte doch mal was Positives dahinter stecken, dann werden wir es schon merken.
Ich hol an der Stelle mal etwas aus.
Ich habe die letzten beiden Schuljahre vor langer, langer Zeit auf einer für mich sehr guten Privatschule verbracht. Jo - als ich hinkam, dachte ich auch erst - ich hätte einen an der Waffel - alle Schüler hatten jeden Tag ca 30 min Pflichtdienst - sprich die Schule sauberzuhalten.
Diese Schule war insgesamt sehr sauber - jeder hat sich überlegt, ob er Dreck macht und sich damit mit einem Klassenkamaraden anlegt. Von daher doch schonmal nicht falsch.
Der Hintergrund - Privatschulen kosten den einzelnen Geld und da auf diesem Weg keine Extrakosten entstanden und da 30 min ja nun wirklich nicht die Welt sind, haben wir auch alle brav mitgemacht. Dafür konnten sich halt auch Leute mit nicht so dickem Geldbeutel den Besuch der doch recht angesehenen Schule leisten.
Dafür hatten wir engagierte Lehrer, die nicht mit Klingeln die Kreide fallen liessen und auch wirklich bemüht waren, dass wir den Stoff verstanden und einen guten Abschluss bekamen. Meine Freundin blieb an einer staatlichen Schule - der Unterschied? 1,5 Notenstufen bzw. 5 Punkte Unterschied im Abizeugnis, die ich mich steigern konnte.
....jetzt zum ABER....
Meine Geschichte ist für eine engagierte Privatschule - bei staatlichen Schulen wird nur gespart und nicht das gesparte in die bessere Bildung gesteckt.
Und dafür werden dann wieder ein paar, wenn auch schlecht bezahlte, Stellen eingespart.... und da ist einer der Punkte, die man kritisch sehen muss.
Achja - die Schule steht im Westen G und "leider" gibt es inzwischen Putzfrauen und deutlich schlechter motivierte Schüler...
...und unsere Lehrer haben die Tafel selber gewischt. Alles eine Frage des miteinanders.
Nicht zu vergessen die sanitären Einrichtungen: schliesslich ist es zwingend erforderlich, dass jeden Tag die Toiletten gereinigt werden.
Oder meint die Politik, dass es keine Krankheiten auf den Toiletten zu übertragen gibt? Wie war das noch mit den Papillon - Viren (um aktuell zu bleiben), der ja Gebärmutterhalskrebs verursachen soll?
Gelten denn nicht mehr die Gefahren einer Pandemie, wie vom Robert - Koch Institut so oft und viel beschworen?
Btw.: Thnx. HeKaTe für diesen guten Artikel.