Selbst solche
Meldungen regen mich zwar auf, wundern tue ich mich bei diesem seltsamen Land aber nicht mehr.
Die baden-württembergische SPD hatte am Donnerstag in einem Antrag an die Landesregierung eine Überprüfung der Schulen der Pius-Brüder in Haslach und Riedlingen gefordert. Nach ihrer Meinung sind die Ansichten der Vereinigung nicht mit dem Erziehungs- und Bildungsauftrag für staatlich anerkannte Schulen im Land vereinbar. Angesichts der Äußerungen der Pius-Gemeinde müsse befürchtet werden, dass die Bruderschaft «grundlegende Wertvorstellungen des Grundgesetzes nicht teile», hieß es.
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Der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (CDU) hat eine Überwachung der beiden Schulen der Pius-Bruderschaft im Land abgelehnt. «Es liegt nichts auf dem Tisch, was ein solches Vorgehen rechtfertigen würde», sagte Rech am Freitag in Stuttgart.
Da wo der mörderische Nazi-Richter Filbinger vom Ministerpräsidenten Oettinger bei seiner Beerdigung fast zum Heiligen gemacht wurde, anstatt dass man ihn wie einen Hund verscharrt hätte, da wundert man sich nicht mehr. In einem Land, wo eine Stiftung dieses Mordrichters, nämlich das Studienzentrum Weikersheim e.V., dessen Gedankengut und Gesinnung noch immer hochhält, da wundert mich einfach nichts mehr.
Da ist die Leugnung des Holocaust eben etwas völlig Normales - wie die Ermordung eines anderen Soldaten in Gefangenschaft und im Namen des Hitlerfaschismus ja auch normal ist. Heribert Rech ist ein Innenmister der CDU in solch einem Land und noch nie hat er sich auch nur mit einem Wort von Filbinger oder Oettinger distanziert.
Für ihn macht das Leugnen des Holocausts eben nichts, es ist für ihn kein Grund, die Schulen der Holocaustleugner auch nur mal kurz zu beobachten. Auf dem Auge ist Rech wie ganz Baden-Württemberg blind. Aber so etwas von blind. Ginge es um Gewerkschaften, Linke oder Kommunisten, dann wäre auf Heribert Rech und Oettinger Verlass. Da sind sie hart. Aber die braune Ursuppe, die interessiert sie nicht. Wer kackt schon ins eigene Bett.
Kein Grund zur Verwunderung. Baden-Württemberg und die CDU in vielen anderen Bundesländern sind halt so.
Geschichtliche Traumata brechen eben wieder auf, wenn sie nicht wirklich verarbeitet- und die Ursachen verstanden worden sind.
Leider helfen da aber auch nicht die Pillen der Pharmalobby- sie gehören zu dieser gesellschaftlichen Krankheit.
Andrej Lobaczewski,Sebastian Haffner und Wolfgang Eggert lassen grüßen.
Woher kommt eigentlich dieser Mistfelder?
Besser is wohl ich trink noch eins!
Schämen Sie sich!
Aber sie haben recht. Ein Hund hätte eine würdevollere Beerdigung verdient als Filbinger.
Schämen Sie sich!
markus wendelstein ist wohl unbekannt, dass vor allem die Faschisten menschenverachtend waren. Deshalb empfehle ich, Nachhilfe in diversen Gedenkstätten zu nehmen oder ein paar allerletzte Zeitzeugen zu befragen!
Man darf aber bei solchen Arschlöchern wie einem Filbinger nicht die Herren Arschlöcher Alliierte vergessen, wie die Tommys, die ihn postum 1946 wieder als Richter einsetzten!
Ansonsten ist das Ländle wirklich etwas "anders". Allein der Stammführer Oettinger sieht aus wie eine lebend gewordene alemannische Fastnachtmaske und spricht natürlich auch so (ich meine extra nicht den Dialekt, sondern das geschnitzte und abgehackte). Eben ein hölzerner Clown! Man muss u mdiesen Mann immer Angst haben, dass er nicht wie Glas zerbricht, so abgeschreckt gehärtet wirkt der. Was war da noch das Kleverle (Späth) für ein Schlitzohr! Selbst wie der Oettinger aussieht, so hatte der Vorgänger wenigstens den dazu passenden Namen!
Klar, die können alles - nur nichts Rechtes.
Jesus hätte solche Pharisäer einfach aus dem Tempel gejagt!
"Auf dem Auge ist Rech wie ganz Baden-Württemberg blind." Aha.
Mich regt das Gleiche auf, wie Dich - und noch mehr dazu. Auch das, was Karli Cämpoff anspricht, diese fürchterlichen, nicht einmal sonderlich kreativen Geisteshaltungen, pietistisch und sonstwie fromm, in denen sich ein ewig vorgestriger, gehobener Stand seine eigenen Kirchen zurechtbastelt, und die schwarzbräunliche Brühe auch jede Chance bekommt, darüber zu schwappen.
Tja, und nun muss ich mich outen: Ich bin da geboren, direkt mittendrin im Schwabenland, und da aufgewachsen. Der Nordschwarzwald wurde meine Wahlheimat, aber es ist trotzdem oft schrecklich. Dennoch muss mit diesen Menschen gelebt werden, es gibt keine anderen.
Das bedeutet, sich nicht irritieren zu lassen, und immer wieder auf diese Diskrepanzen hinzuweisen, und dagegen anzugehen - auch dann noch, wenn man davon etwas ermüdet wird mit der Zeit.
Es ist wie überall: Es gibt keine - landestypisch - bösartigen Leute, nur gute, merkwürdige, und schlechte Menschen. Die Verteilung variiert wohl manchmal. Filbinger war das Letzte, Oettinger ist es jetzt. Es ist auch klar, dass sich eben in gewissen Parteien manche Leute gehäuft finden. Wo die SPD schon als superlinks gilt, da ist eben Hopfen und Malz verloren - und auch der Begriff dafür, was rechts ist, faschistisch, verschwimmt dann irgendwo im bräunlichen Nebel.
'http://www.antifaschistische-aktion.net/spip.php?page=antifa&id_breve=37&design=1'
Muss ich mich jetzt auch schämen ?
Solche Zitate wie:
'Auf dem Auge ist Rech wie ganz Baden-Württemberg blind' bringen einen auch nicht weiter.
Trotzdem bringt es nichts wütend zu sein, da deren Ende ist eh schon besiegelt ist.
Ich wünsche Denen höchstens noch einen guten Abflug.
Warum sollte man sich auch mit Tatsachen aufhalten, wenn sich doch so schön unfundierte Hetze verbreiten läßt.
Zum Kotzen!
Die Stiftung Weikersheim ist auch ein eingetragener Verein. Aber vor allem ist sie das Zentrum der äußerten Rechten in der CDU/CSU. Wer dort verankert ist, steht jeder Demokratie feindlich gegenüber, auch wenn er das nicht zugibt.
Hast du mich verstanden. Der Dreck ist erkannt.