Weltwirtschaftskrise - Im Märzen der Obama die Beutel aufmacht
Im Grunde genommen ist es einfach nur noch lächerlich. Fannie Mae hat bisher 59 Milliarden Dollar vergeigt, davon alleine im letzten Quartal 25,2 Milliarden, und teilt ständig über Pressemitteilungen mit, dass sie ihre Altschulden bezahlen. Natürlich nicht aus den Einnahmen, sondern aus den Verlusten, also direkt aus den Taschen der amerikanischen Steuerzahler, bis hin in die 27. Generation von deren Nachkommen. Da wo Fannie Mae ist, ist Freddie Mac nicht weit, aber die Zahlen bekommen wir erst nächste Woche.
Genau wie die der AIG. Dass es 60 Milliarden sein werden, bestreitet niemand mehr. Bisher wurden ja auch erst 150 Milliarden vom Staat eingeschossen, da muss man einfach großzügig sein. Obamas Berater haben ihm geraten, er solle doch jetzt die Edelsteine aus dem Konzern herausbrechen und von Staats wegen, wenn auch überteuert, ankaufen. Das ist eine lustige Idee, klingt irgendwie nach Insolvenzbetrug.
Selbst wenn man annimmt, dass in der AIG noch Edelsteine sind (Man munkelt von Alico und AIA, die aber schon in Asien nicht verkauft werden konnten), dann würde dadurch die Rest-AIG noch wertloser und die Anteilseigner wären die Dummen. Obwohl - die sind sie ja eigentlich schon jetzt. Genau wie die amerikanischen Steuerzahler.
Da sind es ja schon fast Peanuts, wenn die Opel-Mutter General Motors (GM) nur 31 Milliarden vergeigt hat, aber die werden sicher auch noch mehr können. In Deutschland geht man ja schon fast von einer Zerschlagung Opels aus. Daimler will wohl das Werk in Eisennach, und da wird die Deutsche Bank schon helfen und die Kredite für Opel schneller kündigen und kündigen lassen. Das Verfahren ist ja bekannt. Nein es gibt keine Hoffnung mehr für Opel, nur eine lange Zeit des Hinhaltens und Vertröstens.
Glücklich ist die Citigroup. Sie wird wohl zu 40 Prozent in den Besitz des Staates übergehen, der sie damit zwar nicht verstaatlicht hat, aber nur seinen Rettungsschirm von über 300 Milliarden mal eine Sekunde wegziehen müsste, aus reiner Unachtsamkeit, versteht sich, und schon wäre sie nicht verstaatlicht, aber pleite. Aber wenigsten existiert formal die freie, selbstbestimmte Wirtschaft noch, wenn auch mit dem kleinen Makel, dass sie dies nur tut, weil die Politiker den Steuerzahler gnadenlos opfern.
Der hat das gemerkt, der Steuerzahler, deshalb tut sich auch nichts bei den Preisen für Häuser, Lofts und sonstigen Wohnraum. Alles zeigt nach unten, nur die Trailerparks brauchen ständig mehr Platz. Aber der wird ja bald auf den Industriebrachen der Autoindustrie frei. Dass der Konsum ebenfalls im freien Fall ist, verwundert niemanden, aber einige vermögen sich auch den noch schön zu rechnen.
Aktuell befinden sich auf auf der «roten Liste» der US-Einlagensicherung FDIC 225 Banken. Allerdings müssten die, die am letzten Freitag gestorben sind, noch abgezogen werden. Aber von den übrigen 8.300 Banken und Sparkassen in den USA sind so viele todkrank, dass stündlich neue in die Liste rutschen. Ein Ende ist absolut nicht in Sicht. Obama hat zum Glück einen großen Beutel, den die FED jederzeit füllt. Demnächst kostet ein Burger in den USA 100 Dollar.
Es gibt allerdings auch in Europa keinen Grund zum Jubeln. Wie es in London, im England des Niedergangs aussieht, schildert Die Presse.com in drastischer Art und Weise. Aber es ist nur ein Ausschnitt des Anfang einer Krise, die sich praktisch täglich verschlimmert und an deren Ende nichts mehr in England so sein wird, wie es einmal war. London ist das neue "Reykjavik an der Themse".
Die Erste Group in Österreich holt sich knapp 2 Milliarden Euro, um flüssig zu bleiben, nachdem sie weite Teile ihrer Osteuropabeteiligungen abgeschrieben hatte. Allerdings sagt das nichts aus über die Kredite, die sie selbst und ihre Beteiligungen draußen haben. Da kündigt sich sehr Böses an, und es ist an der Zeit zu fragen, wann die österreichischen und Schweizer Banken endlich ihr Engagement offenlegen, damit Entscheidungen getroffen werden können. Aber vermutlich werden sie, wie die deutschen Banken, bis zum Schluss mauern und damit die Sache hoffnungslos machen.
Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen zur Zeit 10 Milliarden fälliger Forderungen an Geschäftsbanken, die diese entweder nicht mehr erfüllen können oder nicht erfüllen wollen. Richtig wäre es jetzt, alle Forderungen an die betreffenden Banken sofort fällig zu stellen und damit den Konkurs und die Marktbereinigung auszulösen. Die EZB wird aber wahrscheinlich die Verluste mit steigendem Tempo weiter ansammeln und damit die EZB-Gewinne senken, den Steuerzahler belasten und das Großkapital subventionieren. Das ist eben das gekaufte Europa, das uns auch Monsantos Gendreck beschert und wirklich nichts mit dem Europa zu tun hat, von dem die Menschen geträumt haben.
Aber auch im Zentrum der deutschen Dummheit, in Frankfurt, wo die Abzocker aufeinandergestapelt sitzen, ist langsam aber sicher die Zeit herangekommen, an der der Letzte das Licht ausmacht. Hoffentlich ein Koch-Wähler, den es da trifft. Denn während im Kelsterbach noch fröhlich die Bäume für eine unnötige und sinnlose Flughafenerweiterung gefällt werden, wird Frankfurt selbst immer unverkäuflicher.
Selbst Zwangsversteigerungen wie bei der ehemaligen Fläche des Bundesrechnungshofes lassen sich nicht mehr realisieren, weil es für das Mindestgebot keine Käufer mit genügend Geld mehr gibt, aber auch kleinere Flächen sind praktisch unverkäuflich. Die Ausrede mit der Finanzierung ist aber nur ein Teil des Problems. Frankfurt ist einfach zu teuer. Böse Zungen sprechen davon, dass die Preise für Gewerbebauland bis zur Hälfte und für Wohnimmobiliengrund wenigstens um 30 Prozent hinunter müssten.
Aber sobald mit den echten, den erzielbaren Preisen gerechnet werden müsste, wären in ganz Deutschland Millionen von Hypotheken in Gefahr, weil sie einfach auf Werten beruhen, die absolut unrealistisch sind. Eine Zeitlang werden sich Banken, Versicherungen und der Staat noch aus dieser Situation herauslügen können, aber spätestens im Herbst wird auch diese Blase platzen. Es ist übrigens nicht nur eine Blase der Metropolen und ihrer Speckgürtel: Sie zieht sich bis in die kleinsten Dörfer und trifft fasst jeden Immobilienbesitzer.
Natürlich werden auch in dieser Woche wieder die üblichen Meldungen kommen, die Aufschwung, frisches Geld und "alles nicht so schlimm" verkünden. Die Leute, die diese Meldungen in die Welt setzen oder gegen viel Geld verbreiten lassen, haben etwas davon und sei es nur, dass sie noch einmal eine Hypothek bekommen oder irgendetwas verkaufen können, bevor der Markt vollständig zusammenbricht.
Weder bei Aktien, Fonds, Immobilien noch Edelmetallen ist ein Käufermarkt. Den wird es noch lange nicht geben. Das braucht noch mindestens 18 Monate. Je mehr Geld in der Zwischenzeit unnütz verbrannt wird, desto länger wird es dauern und desto schwieriger wird ein Neuanfang.
Was wäre es schön, wenn der Obama seinen Beutel wieder zumachte und ein Ende mit Schrecken zulassen würde. Es wäre viel besser als der Schrecken ohne Ende, der uns so erwartet. Von Frau Merkel ist nichts zu erwarten. Sie ist nur Handlangerin des Großkapitals.
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