Man kauft sich keinen Opel, weil man einen Opel besitzen will. Opel ist keine Herzenssache, sondern meist eine Sache des Verstandes oder des Geldbeutels. Vom Kadett, Kapitän, Admiral oder Manta ist Opel heute so weit entfernt, dass es sich schon fast um eine andere Firma zu handeln scheint. Der Opel Insignia ist Auto des Jahres. Fragen sie mal irgendjemanden, der nicht zufällig einen besitzt, wie diese Karre aussieht. Schulterzucken. Das Ding kennt kein Mensch und deshalb kauft es auch keiner.
Natürlich ist es bedauerlich, wenn 25.000 und mit den Zulieferern fast 50.000 Menschen arbeitslos werden. Das ist sogar mehr als bedauerlich. Aber Opel ist nicht zu retten. General Motors hat sehr stark darauf gesetzt, in möglichst vielen Auto möglichst viele gleiche Teile zu haben, und hat damit viele gleiche Autos geschaffen, die gleichermaßen langweilig und öde sind. Was ein wirtschaftlicher Vorteil sein sollte, hat sich in sein Gegenteil verkehrt. Größe bedeutet eben nicht Sicherheit.
Es gibt eine Reihe von guten Gründen, weshalb Opel heute am Ende ist, und des liegt nicht an den Arbeitnehmern. Übrigens lässt sich leicht voraussagen, dass VW auch da enden wird. Eine oder zwei Krisen weiter, wenn konzernweit auf das gleiche Auto nur unterschiedliche Namen geklebt werden.
Es lohnt sich also eigentlich nicht, noch über Opel zu reden. Natürlich wollen Koch, Beck und andere Politiker Opel retten, wenn auch nur über den nächsten Tag oder die nächste Wahl. Sie geben ja auch nicht ihr eigenes Geld aus, sondern das des Steuerzahlers. Ebenso selbstverständlich ist, dass die Opelianer gerettet werden wollen, vor allem wenn sie sehen, wie die Milliarden an die Banken herausgehauen werden. Klar ist auch, dass die Mitarbeiter von Opel sich für systemrelevant halten. Es ist nämlich ihr Leben, das da gerade zerstört wird.
Die Angst der Opelmitarbeiter ist auch verständlich, wenn sie den bösartigen Herrn Kauder im Hintergrund schon drohen hören, dass nach der Wahl beim Arbeitslosengeld und Hartz IV Reformen nötig sind, um das Geld angeblich auch an der richtigen Stelle ankommen zu lassen. Der Mißfelder mit seinen Gutscheinen vertritt eben genau die Linie der schmutzigen CDU. Die haben längst beschlossen, welches Abzeichen Arbeitslose in Zukunft zu tragen haben, damit sie vom wertvollen Bürger leicht zu unterscheiden sind. Da sollen schon die Kinder stigmatisiert werden, da soll schon deren Leben vollständig von den neuen Faschisten, den Wirtschaftsfaschisten wie Kauder zerstört werden.
Da müssen die Mitarbeiter von Opel Angst haben. Die 16.500 Leiharbeiter, die VW gerade entlässt, haben diese Angst schon. Sie wachen nachts schweißgebadet auf, sehen in ihre Mietverträge, ob die Wohnung nicht zu groß für Hartz IV ist, und prüfen, ob sie die Versicherungen und das Kabelfernsehen kündigen können, fragen sich, wer ihr Auto zu einem vernünftigen Preis kauft.
Eine Million Menschen werden wohl in diesem Jahr in Deutschland arbeitslos. Wenn es gut geht. Wenn es schlecht geht, sind es über drei Millionenen. Da ist es klar, dass der Kauder und der Mißfelder bei den Arbeitslosen sparen wollen. Die sind ja auch viel zu schwach, um sich zu wehren. Zumindest hoffen die beiden feigen Politiker das. Arbeitnehmer sind eben nicht systemrelevant.
Das hat eindruckvoll auch wieder einmal der schmutzige Ziegenbart vom Ifo-Institut erklärt, der natürlich - und diesmal sogar zu Recht - jede Hilfe für Opel ablehnt. Aber er lehnt die Hilfe nicht aus wirtschaftlichen Gründen ab, sondern weil die Opel-Mitarbeiter nicht sein mieses und lügnerisches Institut finanzieren. Das wird nämlich vom Großkapital und aus Steuergeldern finanziert und dient nur der neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Propaganda.
Nach Professor Unsinn muss der Staat den Banken, also dem Großkapital helfen, aber nicht den einzelnen Unternehmen. Alles Geld des Steuerzahlers soll ohne jede Kontrolle in die Banken geschoben werden, damit solche Instititutionen wie Ifo weiterleben können, obwohl sie allen Menschen nur schaden und ihre Vorschläge reiner Wirtschaftsfaschismus sind.
Aber es ist klar, ab einem gewissen Grad der Verkommenheit gibt es keine Grenzen mehr. Da kann man sagen, dass es nur auf die Banken aber nicht auf die Produktion ankomme. In Wirklichkeit müsste selbst so ein "F(l)achmann" wie Unsinn wissen, das nur mit Produktion und Dienstleistung Werte geschaffen werden, während die Banken nur Betrug und Luftnummern produzieren. Wenn man schon subventionieren will, was grundsätzlich falsch ist, dann muss man Produktion subventionieren und Leute wie Sinn mit dem Besen in der Hand auf die Straße zum Kehren schicken. Das kann er zwar auch nicht, aber es wäre eine sinnvolle Beschäftigung.
Natürlich hat auch die
FAZ etwas gegen die Rettung von Opel. Aber auch sie ist für die Rettung der Banken, von denen das Drecksblättchen ja lebt. Mal sehen was die machen, wenn die Werbung in ihrem Mist mit der gleichen Geschwindigkeit weiter zurückgeht. Dann dürfen die Steuerzahler das Käseblatt sicher retten.
Egal, was jetzt auch beschlossen wird: Opel ist nicht zu retten. Aber man sollte sich merken, wer sich mit welchen Argumenten gegen eine Rettung von Opel und für weitere Milliarden an die Banken ausspricht. Nach einem Systemwechsel, der unbedingt erforderlich ist, sollten die käuflichen und gekauften keine Chance mehr haben, ihre neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Lügen noch weiter zu verbreiten.
Ach ja. Es gibt eine Chance für Opel, Continental, Scheffler, die Bayer- Mitarbeiter und die Leiharbeiter von VW. Geht auf die Straße, stürzt die Regierung, enteignet das Großkapital und schafft eine direkte Demokratie, in der die Menschen wieder leben können! Autos kann nur der kaufen, der auch Geld verdienen kann. Die Arbeitsplätze, die dank Josef Ackermann, Sinn, Kannegiesser, Mohn/Bertelsmann und Springer in Deutschland abgebaut wurden, könnten wieder geschaffen werden, wenn das Geld, das in Deutschland verdient und erarbeitet wird, nicht von verkommenen Leuten verspekuliert wird. Nehmt ihnen das Geld wieder weg. Es wurde ja doch nicht ehrlich erarbeitet.
für den Sozialismus ist Deiner Ansicht der Mensch nicht geschaffen und daher ungeeignet. Aber für die direkte Demokratie soll er es sein.
Marx hat mal gesagt, die Idee blamiert sich regelmäßig vor den Interessen. Was ist direkte Demokratie und wo bleiben denn dort die unterschiedlichen Interessen? Eine Rahmenbindung scheint ja dann als Anarchismus zu gelten. Kurz, der nur Untergangstheoretiker lässt grüßen! Was kommt danach?
lass uns doch langsam anfangen. Direkte wahlen bedeuten Verantwortlichkeiten der Gewählten gegenüber ihren Wählern oder Abwahl. Da ich zudem immer die Offenlegung des Abstimmungsverhaltens verlange, kann jeder Bürger für sich entscheiden, was sein Abgeordnete tut.
Das ist ein Anfang, nicht die Lösung.
Die jungen Leute von heute nehmen viel bei ihren Nicknames oder Email Adressen ihr Geburtsjahr dazu. So eben bei Christ = 1985. Damit ist er noch jung und sieht die Welt ein wenig anders als wir. Und ich habe nichts dagegen, wenn jemand ein Fan ist und dieses verteidigt, auch wenn es Opel ist. Diese komische, oder soll man lieber schreiben unheimliche, Fehde z.B. zwischen Opel- und VW Fahrern habe ich eh nie verstanden. Allein schon deshalb war mir "Mr. zu plombierte Zahnleiste" Till Schweiger und sein Manta, Manta Film nie sympatisch.
Diese Feindseligkeiten, ist genau so ein riesen Bullshit, wie sich Rechte und Linke, Bunte und Schwarze etc. nicht leiden können bzw. abgrundtief hassen!
Manchmal könnte man sich wünschen, dass doch die Aliens landen und alles kurz und klein ballern, damit vielleicht dann die Menschheit mal zusammenrückt!
Aber das war nicht das Thema, sorry.
@Chris1985: Schau mal in einem guten Jahr nach dem Insignia (zumindest theoretisch, denn dann wird es Opel so wie heute nicht mehr geben), wo er dann im Verkauf steht. Z.B. hat man beim VW Passat vor über 10 Jahren damals auch überall getitelt: "Der neue Passat - der bessere Benz!" Es ist alles von den Medien gepusht und von den Konzernen bezahlt, auch und gerade das Auto des Jahres!
Ja. Ja. Kennen sie eigentlich den Unterschied zwischen ausgeliefert und verkauft. Scheinbar nicht.
Ausliefern und Verkaufen (Hersteller-Part) -> Weiterverkaufen (Händler-Part).
Es ist nun einmal so, dass die Vertragshändler – sei es nun Opel oder Daimler etc. eine zum größten Teil bestimmte Mindestabnahmemenge (Mindestbestellmenge) haben müssen.
Knallharte Vorgaben werden da gemacht, wer beispielsweise seinen Blitz oder Stern behalten möchte, muss kaufen, ob das gefällt oder nicht, spielt keine Rolle. Die Autos werden dann seitens der Hersteller „AUSGELIEFERT UND VERKAUFT“ und dem Vertragshändler in Rechnung gestellt. Das wäre der Hersteller-Part.
Der Vertragshändler sieht sich natürlich in der Pflicht seiner Not, die ihm auferzwingten Fahrzeuge an den avancierten Kunden „WEITERVERKAUFEN“ zu müssen. Das wäre dann der Händler-Part.
In Zeiten der Autokrise nicht gerade einfach. Nun stehen aber die Autos auf Halte (Ändlerseite) und der Kreis schließt sich wieder.
Die Autohersteller sehen, dass entsprechende Vertragshändler nichts mehr weiterverkaufen können und fährt somit die Produktion dann herunter. Auch das ist Teil der Autokrise.
Ich vermute, dass Herr Hoff letzteres meint? Der Verkauf (eigentliche Weiterverkauf der Autos) von Händler zu Kunde.
Ich kenne den Insignia durchaus, aber ich kenne auch seine Verbrauchswerte.
Der Wagen hat laut Prospektangaben von Opel (PDF von der Opel Homepage) je nach Modell ein Leergewicht von 1.503 und 1.610 kg!
Da kann man bei der Wahl der Motorisierung die 1600 bis 1800 ccm Motoren mit 115 bis 140 PS gleich mal außen vor lassen (die ziehen bei dem Leergewicht kein Kotelett vom Teller. :D
Also fangen Motorvarianten, mit denen man diesen Panzerspähwagen auch nur halbwegs flüssig bewegen kann, bei den kleineren Turbos mit 180 bis 220 PS an.
Interessant wird es aber erst beim V6.
Und der säuft! Laut Angaben von Opel zwischen 8,1 und 17,8 l/100 km, im Mittel nach EU-Messnorm immer noch 11,4 bis 11,8 l/100 km.
Da waren die 3000 ccm V6-Motoren von Mitsubishsi bereits vor 10 Jahren um einiges sparsamer.
Der Insignia wurde vollkommen am Markt vorbei entwickelt, selbst ohne die derzeitige Wirtschaftskrise hätte Opel sicherlich Schwierigkeiten, dieses Dickschiff in interessanten Stückzahlen zu verkaufen.
Zu meiner "Schande" (ja, heutzutage muss man sich damit verstecken - wo leben wir eigentlich?) muss ich gestehen, dass ich u.a. ein Auto eines aktuellen Types in der Garage stehen habe, was bis zu 40 l/100 km säuft und ich fühle mich mit dem Boliden sau wohl...
Im übrigen (mal abgesehen vom finanziellen Aspekt des Unterhaltes) sehe ich sowieso in dem ganzen Klima- und damit Kleinwagen bzw. Spritwenigverbraucherhype nur eines: das die Menschen dumm gemacht werden (ja was denn sonst), um ja nicht auf die Idee zu kommen, dass der Klimawandel gar nicht vom Menschen gemacht ist. Oder sollen bald alle wieder so eine Pappschachtel/Sardinenbüchse wie den Trabant fahren (den ich schon zu DDR Zeiten als nicht richtiges Auto abgelehnt habe)? Auch haben dann "andere" mehr von den Ressourcen, wenn ich verstanden werde, was ich meine.
Ich weiß persönlich von Wissenschaftlern, die eineindeutig sagen, dass der Klimawandel NICHT vom Menschen gemacht ist.
Ich werde mich nicht zu irgend welchen evtl. nun folgenden "grünen" Kommentaren äußern! Abschließend mein Tipp an die Ökoleute (ich bin auch für die Umwelterhaltung und tue auch aktiv was dafür, aber ich lasse mir meine Einstellung von Lebensfreude nicht nehmen): falls ihr der Meinung seit, nicht am Fortschritt (nicht im Sinne von fortschrittlich) teilnehmen zu wollen, dann bitte das Leben in der Höhle beim Kienspan vorleben, denn das meiste, was Fortschritt der Menschheit war, ist auch anderseits Zerstörung! Das ist der Gencode des Alterns, nicht nur für Lebewesen! Irgendwann ist auch die Erde (zu Ende) gealtert...
Mir ist auch etwas rätzelhaft, warum der Staat bei Opel eingreifen soll, wenn eh keiner einen Opel fahren will? Sieht die vereinigte Linke einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage - wenn ja - woher soll der den kommen?
Die Menschen in unserem Land haben nach einer Opelrettung nicht mehr Geld und die Autos werden auch nicht direkt besser! Im Gegenteil - es dauert sehr lange, um das verlorene Kundenvertrauen wieder zurückzugewinnen...
Im Schluss bleibt für mich zu bemerken, dass es in Deutschland möglich sein muss, dass eine Unternehmung pleite geht, ohne dass in den Markt eingegriffen wird.
mit freiheitlichem Gruß
@AdF: Na wenn DU von DEINEN Wissenschaftlichen Freunden weisst, dass es gar keinen von Menschen verursachten Klimawandel gibt, dann ist JA ALLES gut *Ironie*.
Klimawandel hin oder her, irgendwann ist der Sprit alle, und Autos mit Verbrauchswerten über 10l tun ihr bestes um diesen Zeitpunkt näher an uns heran zu rücken.
@bernini: "..purer Dummheit CDU und FDP wählen" - Soso, wäre es also schlauer, die realitätsfremden Linken zu wählen oder die SPD, die jetzt CDU-Politik macht?
By the way. Ich glaube auch nicht, das Opel zu retten ist, das tut mir leid für die Angestellten, nicht für die veralterte und häßliche Marke Opel.
Unabhängig davon, was NICHT MEINE, sondern anerkannte Leute im Ausland wissenschaftlich begründen können, die mir persönlich bekannt sind, aber niemals eine Plattform erhalten werden, weil es nicht ins Konzept passt; also wenn man mit offenen Augen durch die Gegend latscht, dann fallen einem einige Umstände schon selbst auf (ich wollte eigentlich im Januar schon im Biergarten sitzen)! Wie auch kürzlich hier auf duckhome gepostet war, schmelzen eben nicht die Polkappen wie vorausgesagt, nein sie vergrößern sich usw. usf.
Und, bitte genau lesen, ich habe nicht einen Klimawandel an sich bestritten, also ist leider nichts gut!
Ich habe das Gefühl, mit dem Klimawandel ist es wie mit Diäten oder der Religion. Jeder hat seine eigene Meinung und denkt, dass alle anderen Meinungen falsch sein müssen....
Wer kann das alles schon überblicken. In den letzten Millionen Jahren war es schon mehrmals viele tausend Jahre lang kalt oder warm oder nass oder trocken. Wir Menschen sind nicht mehr als ein Fliegenschiss im Bezug auf das Alter dieser Welt. Wer kann da schon genau sagen, woran das nun liegt? Wir können nicht mal das Wetter mehr als einen Tag genau vorhersagen.
Ich find es deswegen nur anmaßend, wenn es Leute gibt, die meinen, nur Ihre Meinung zu solch einem Thema zählt. Und jeder hat natürlich Wissenschaftler, Studien und Gott auf seiner Seite.
Einfach mal entspannen, dran denken, dass unsere Kinder auch noch eine saubere Welt mit ausreichend Energie haben wollen - und das Leben kann so schön sein.