Eigentlich ist Sonntag und man könnte denken, einen ruhigen Nachmittag zu haben! Mitnichten, die neusten Meldungen zwingen einen regelrecht, seine Gedanken niederzuschreiben, ehe die nächste Meldung die vorhergehende wieder ins Nirwana schickt! Natürlich muss man nicht auf jede Hülse reagieren, aber ich denke, dass folgende ist symptomatisch wichtig:
Merkel lehnt Milliardenhilfe für Osteuropa ab
Mal abgesehen davon, dass ein technisches Problem an Merkels Jet sie auf ihrem Flug von Berlin nach Brüssel zur Zwischenlandung in Hannover zwang und sie dort stundenlang zur Starre verdonnerte, wurde dann in Brüssel, von ihr entsprechend erwartet, verkündet, dass es keine Milliardenhilfen für den Osten gebe!
Zum einen, Frau Kanzelbundlerin bzw. ans Protokoll: von Hannover bis Brüssel sind es gerade mal knappe 500 km. Mit einem Konvoi aus guten, pfeilschnellen deutschen Limousinen in Form einer Staatsfahrt ist man in weniger als „stundenlang“ in Brüssel, gerade wenn es um so etwas existentiell wichtiges wie den Erhalt der von den monopolistischen Imperialisten geschaffenen faschistoiden EU geht! Falls dieser Konvoi vor Ort nicht zur Verfügung stand, hätte man den an seinem deutschen Wohnsitz Hannover evtl. anwesenden Gas-Gerd um „Amtshilfe“ bitten können. Der Autokanzler a.D. hat doch bestimmt noch ein paar gepanzerte Audi A8 rumstehen!
Oder war es nur der Wink des Schicksals, ohne jetzt ins Übernatürliche oder Religiöse abzugleiten? Oder war es vielleicht eine künstliche Auszeitphase, um evtl. vor Ort in Brüssel nicht Stellung beziehen zu müssen oder entsprechende Entwicklungen dort abzuwarten. Dieser Frau traue ich alles, aber auch wirklich alles und jede erdenkliche Absurdität zu! Aber lassen wir die Satire beiseite, die Lage ist zu ernst. Was auch immer der Grund war, schlussendlich ist die einst mächtigste Frau der Welt nun doch noch in Brüssel angekommen. Sie kann ja die nächsten Tage wettern (falls es wirklich ein technischer Defekt war), dass, wenn schon Milliarden für alle möglichen Schirme vom Bund rausgetan werden, wenigstens doch endlich die paar Millionen für die Anschaffung neuer Flieger da sein müssen.
Aber nun zur Sache: Die Imperialisten haben nach der Wende u.a. Osteuropa als neue Märkte sofort einvernommen (was sonst?). Nicht nur, dass ratzfatz die einheimischen Produkte größtenteils verdrängt oder zerstört wurden, nein, man musste die Länder auch in politische Abhängigkeit bringen, was natürlich unter dem Deckmäntelchen der EU am besten ging. Und die dummbratzigen, auf Glanz und Flimmer der Westprodukte verfänglichen Osteuropäer (wer vor 1990 Ungarn kannte, weiß, was ich meine) waren auch ganz scharf darauf, in die blaue Fahne mit den Sternen zu kommen, wo als allgöttliches Endziel der goldene Euro winkte. Außerdem konnte man gute 20 Jahre auf anfänglich billigste und dann billige Arbeitskräfte zurückgreifen, mit denen wunderbar Profite zu machen waren. Nun ist Schluss mit Wirtschaft und statthalterlicher (!) Wertschöpfung!
Die Wirtschaft ist im Westen im Eimer (vor allem die Autoindustrie) und das hat natürlich einschneidende Auswirkungen auf die mono-industrialisierte Ausrichtung (eben vor allem Fahrzeugindustrie) der „Ost-Kolonien“. Die osteuropäischen Länder hatten nie wirklich eine Chance. Manch einer hat sich die ganzen Jahre gefragt, warum nur werden von den westeuropäischen Altimperialisten die Ostländer mit offenen Armen empfangen, wo es doch beim Kapitalisten nichts umsonst gibt? Nun haben sie ihre Antwort: einvernehmen, vampirell aussaugen, wegschmeißen. Und gerade eine Ostdeutsche und ehemalige Brudervolksvertreterin im Blauhemd ist nun Urteilsverkünderin! Welche Ironie der Geschichte!
Nur eines dürfen die EU-Player nicht vergessen: Nur die „Revolution“ in der DDR und allenfalls in der ehemaligen CSSR verlief „samten“. In den anderen osteuropäischen Ländern ging es schon vor 89 härter zur Sache. Es sei nur an den Aufstand der Ungarn von 1956 erinnert. Damals haben sicher auch höchst kriminelle Elemente diesen Aufstand genutzt, um sich ganz grausam an ungarischen Kommunisten und anderen Systemvertretern absolut unmenschlich zu rächen (Menschen wurden lebendig auf offener Straße aufgehängt und angezündet). Oder an die längeren Kämpfe der Aufständigen mit der Securitate in Rumänien, wo erstere eben mal in bester Lynchjustiz ihren großen Führer Ceausescu und Frau hingerichtet haben. Und auf Ex-Jugoslawien brauche ich bestimmt niemanden hinzuweisen! Wenn nun diese Völker zum Sturm auf „Kern“europa ansetzen, dann gibt’s auch in Merkelhausen nichts zu lachen.
AdF = Armee der Finsternis = der Film
bitte richtige Schreibweise beachten :
"Kandesbunzlerin"
Kanzel = tlw. sinnloses schwadronieren, wa sich predigen nennt,
bundlerin = verbündet sich mit allen und jeden ohne eine wirklich eigene Meinung zu vertreten oder zu behalten.
Da Merkel auch austauschbar beliebige Textbausteine dauerhaft abstößt, kann man sie auch beliebig bezeichnen...
Für die allgemeine Wut habe ich trotzdem Verständnis.
Es wird eine neue Zeit anbrechen und es wird jemand dieses Amt zum Wohle des deutschen Volkes würdig vertreten.
Diese feige sogenannte Bundeskanzlerin weis gar nicht um die Tragweite der Ankündigung der Nichthilfe. Ein Europa der Hoffnung wie wir es bis jetzt hatten wird zerstört.
Ich war selbst oft in Osteuropa unterwegs. Die Begeisterung der Menschen für Europa war überwältigend. Das hat meine Meinung die EU betreffend teilweise positiv beeinflusst. Wenn die EU den Menschen dort hilft können sie etwas aufbauen und ihr Glück finden. Dieses Glück haben die stets von der Geschichte übervorteilten Menschen bitter nötig.
Ein System, welches täglich aufs neue beweist, wie menschenverachtend und steinzeitlich rückständig es ist, hat eben nichts anderes als Mißachtung verdient. Wenigstens.
Ich unterscheide zwischen Amt und Amtsträger. Das Amt selbst ist unpolitisch, eine Hülle. Es entscheidet der Amtsträger.
Den Staat abzuschaffen und eine herrschaftslose Anarchie zu errichten, dafür sind die Menschen noch nicht bereit. Das Wort Anarchie löst Fluchtreaktionen aus. Sie Denken es bedeutet Chaos und Untergang. Wir müssen die Menschen aus ihrer Lethargie abholen.
Über die Art wie vorgegangen werden muss, kann und muss es sogar verschiedene Ansätze geben. Für Experimente bleibt keine Zeit mehr.
nur gewollt unsachlich - er verschmeißt zudem angefaulte Äpfel mit
Birnen völlig wirr durcheinander.
Offenbar ist es dem Autor nicht ganz bewußt, dass die geforderten
190 Mrd. Euros letztlich a l l e i n zu Lasten des Nettozahlers
Deutschland gegangen wären !!!
Zum anderen erhalten all die neuen EU-Länder aus dem Osten noch
über viele Jahre so erhebliche Eingliederungs- und Aufbautransfers
aus den EU-Fonds von Brüssel, so dass es schon allein deshalb nicht
ausbleiben konnte, dass man sich in Polen, Ungarn, dem Baltikum, Bulgarien und Rumänien an diesen leistungs-unabhängigen Geldregen
aus der EU-Zentrale schon sehr schnell gewöhnt hatte.
Und da ich schon über viele Jahre gerade mit Ungarn und Rumänien
geschäftlich zu tun habe, ist mir die dort mehr und mehr sich
breit machende leistungsfreie Anspruchs- und Forderungs-Mentalität
gegenüber dem Westen sehr gut bekannt, so dass mich die jetzt
aufgestellte Global-Forderung von 190 Mrd. Euros auch gar nicht
mehr verwundert.
Um es aber abzurunden:
Auch ich akzeptiere n i c h t das Versenken von Billionen an
Volksvermögen durch die verantwortungslose internationale
Banken-Mafia.
Auch ich akzeptiere n i c h t, dass die Verursacher dieser Krise
noch schadlos ihr Unwesen weiter treiben können.
Aber ich akzeptiere auch n i c h t, dass bis zum Sanktnimmerleinstag
unser Staat (von wem auch immer aus der Nachbarschaft) zu Lasten
unseres Volkes und unserer Nachkommen im sinnlosen Unverstand
(unter dem verlogenen Deckmantel von EU-Solidarität) ausgebeutet
wird.
Und tut es in diesem Zusammenhang in den Kommentaren not, dass man
sich hier in despektierlicher Weise über die BKin ausläßt??? Es zeigt nur, welch Geistes Kinder hier am Werk sind.
Fakt ist, dass seit Kriegsende bis zur Wende der Westen ständig und permanent durch die sog. politisch ideologische Diversion dem Osten vorgegaukelt hat, dass er sie im Fall eines Falles aus der Portokasse "mitversorgen" kann! Und viel mehr, wie Kohl Ostdeutschland blühende Landschaften versprochen hat, wurde in den anderen osteuropäischen Staaten ständig das Schlaraffenland in Aussicht gestellt, weil sonst vielmehr der soziale Frieden nicht gewährleistet gewesen wäre!
Über die dann/heute vorherrschende "Nehmermentalität" muss man sich dann nicht wundern!
Ich erinnere nur daran, wie Lafontaine verteufelt wurde und hochgradig die Wahl 1990 verlor, als er nur damals andeutete, dass die Ex-DDR nicht aus der Portokasse bezahlt werden kann!
Im übrigen ist auch mir bewusst, dass im Zweifel die Milliarden Richtung Osten auch wieder von Deutschland hätten bezahlt werden müssen. Nur = auch Deutschland ist (aktuell?) bald nicht mehr solvent, weil die nationalen Rettungspakete schon komplett das Land überfordern!
Ansonsten sind die Osteuropäer nicht meine persönliche Freunde bzw. gehören nicht zu den Menschen, mit denen ich persönlichen Umgang haben möchte. Das hat vor allem damit zu tun, wie wir als DDR Deutsche letzter Klasse als "Brudervolk" vor 1989 dort behandelt wurden (persönliche Freundschaften mal ausgenommen)!
Im Titel reizen Sie martialisch "Bricht die EU wegen der Finanzkrise
auseinander" und geiseln im Nachhinein die deutsche BKin Merkel,
weil sie sich weigert, aus dem Bundestopf (denn darauf wäre es
letztendlich hinaus gelaufen) mal eben gerade 190 Mrd. Euros locker
zu machen.
Aber in Ihrem Kommentar 4.1 machen Sie eine Wendekehre und nehmen
Bezug auf die deutsch/deutsche Einigung und die daraus folgernden
finanziellen Probleme.
Also bitte schön - was nun ???
Die Dinge aus der Einigung sind nun einmal wie sie sind. Da werden
Sie und ich nichts ändern. Aber wir können ernsthaft versuchen,
eine ost-westliche Verständigung und Einigung uns zu erarbeiten.
Denn der Friede kommt ja bekanntermaßen a) aus der Familie und b)
im freundschaftlichen Verstehen seines Nebenmenschen zustande.
Und es bringt nicht die Bohne, wenn wir nun jetzt 20 Jahren uns
immer noch anfeinden. Es war für Sie im Osten ein hartes Erwachen
im "geeinten" Deutschland angekommen zu sein. Aber es war auch für
viele Menschen im Westen eine völlig neue Wahrnehmung der Mentalität
der Ostbevölkerung.
Es gab drüben im Osten wahnsinnig viel Gutes, und ich möchte die
Freunde, die ich in den letzten 20 Jahren im Osten näher kennen lernen
durfte nicht mehr missen. - Aber auch im Westen war nicht alles
ver-amerikanisiert und und kulturell versifft.
Ich war wahnsinnig erschreckt, als mein Vater mir 1990 sagte, dass
erst mit der 3. Generation nach 1989 eine gewachsene Bevölkerungs-
struktur erkennbar sein wird. - Und heute weiß ich, der alte, weise Mann hatte ja so recht !!!
Aber ich habe nirgendwo in meinem Artikel meine persönliche Meinung dahingehend festgestellt, dass ich es gut heiße, dass nach Osteuropa Pauschal-Mrd. fließen... sollen. Umgekehrt kann man martialisch auch etwas feststellen, ohne positiv oder negativ dahinter zu stehen! Ansonsten bin ich nachwie vor fest davon überzeugt, dass die EU in ihrer jetzigen Form keine Zukunft hat!
Die Überschrift sollte ein zynischer Wink auf den völlig übereilten EU-Wahn sein! Und in meinem Kommentar 4.1 stelle ich keine Kehrtwende, sondern meine ganz persönliche Meinung ohne jede Satire oder Zynik dar.
Im übrigen bin ich gern zu Selbstkritik fähig, was man im Block schon öfters erleben konnte. Aber danke dennoch für die Ausführungen; ich werde zukünftig explizit herausstellen, was zynisch/satirisch gemeint und was meine ganz persönliche Meinung ist. Ich bitte jedoch um Entschuldigung, wenn das nicht immer sofort und gleich passieren wird.
PS: Ich habe fast die Hälfte der letzten 20 Jahre weder in Ost- noch Westdeutschland gelebt und konnte aus weiter Ferne vieles komplett anders beobachten, als es in Deutschland selbst der Fall gewesen wäre! Im übrigen habe ich im Westen/Süden Deutschlands mehr Freunde, als in meiner Ex-Heimat!
lass den Blog nicht zur Klagemauerverkommen, Wo Menschen mit dem Kopf gegen Mauern rennen und meinen, denen haben wir es gegeben. 1989und 1956 waren die Ereignisse Konterrevolutionen. Das Kapital nennt es in seinem Sinne auch richtig "Revolution". Hinter diesem klaren Sachverhalt darf man nicht zurückbleiben. Es ist exakte marxistische Analyse von Ereignissen und Begriffen erforderlich!Wenn man das nicht will, ist das nur ein herummosern. Das geht dem Kapital am Arsch vorbei und deshalb lässt es auch Beleidigungen großzügig gelten. Es ist wie im politischen Kabarett. Dieses verlassen die Besucher mit der Befriedigung, die haben es denen aber gegeben. Früher nahmen an den Fürstenhöfen Hoffnarren diese Funktion war. Die Verbreiter von wirklich umstürzlerischen Ideen mit Rückhalt im Volk wurden dagegen rechtzeitig geköpft.
Und es soll politisches Kabarett sein, weil ich nicht einen Millimeter Bock darauf habe, wegen dem "schlafenden" deutschem Michel als Märtyrer zu enden!