Jedes System beruht auf Belohnungen. Belohnungen die, je anreizender sie sind, einen in eine Art Abhängigkeit drängen und manchmal sogar Schlimmes tun lassen. Wenn du systemkonform bist, wirst du belohnt. Bist du es nicht, dann gibts eben keine Belohnung.
In der jetztigen Wirtschaftsschieflage, bei den steigenden Arbeitslosenzahlen und auch in sonst anderen Dingen ist das ein interessantes und ausbaufähiges Thema. Viele Menschen sind bereit, alles mögliche zu tun, um zum Beispiel beruflich aufzusteigen oder um Arbeit zu bekommen. Das geht mittlerweile soweit, dass man sich selbst oder sein eigen Hab und Gut zum Tausch anbietet. Hintergrund: Das Überleben.
Die Angst ums Überleben lässt uns bisweilen Dinge tun, die wir vor einigen Jahren noch strikt abgelehnt hätten. Gegenüber der angeblichen Meinung "Arm macht dumm oder lässt verblöden" steht der Instinkt. Der Überlebensinstinkt.
Jedem gefällt es Geld zu verdienen - um sich und seinen Lieben etwas bieten zu können, um es warm zu haben, um sich vielleicht ein neues Handy zuzulegen oder um am Ende des Monats noch etwas zum Essen im Kühlschrank zu haben. Dafür nimmt man auch Hungerlöhne in Kauf, wenn anderes nicht mehr möglich ist. Man fährt sich somit seine Belohnung ein; und ist sie auch noch so klein und unzureichend - man will schliesslich überleben.
Dann aber gibt es immer mehr Menschen, die auch über Leichen gehen. In letzter Zeit oftmals sogar über die eigene.
Wie verzweifelt ein Mensch sein muss, der diesen Überlebenswillen aufgegeben hat, erschließt sich meistens für uns nicht gänzlich. Wir haben immer nur gewisse Ahnungen, zählen Erfahrungswerte auf und vergessen darüber hinaus, dass es ein zusammenhängendes Ganzes gibt. Wir suchen die Schuldigen, wir diffamieren, wir diskriminieren, wir schikanieren. Über all dem ... verdrängen wir unsere eigene Position in dieser Gesellschaft. Diese Gesellschaft, in der wir uns so dann wieder schön konform verhalten - systemkonform. Wir werden belohnt. Durch Aufmerksamkeit, durch Mitstreiter, durch neue brühwarme Geschichten über unsere Nachbarn, durch gute Schulnoten, durch Freunde und Bekannte.
Wer nicht passt, wird passend gemacht - wer nicht springt, wenn ein anderer pfeift, wird ausgegrenzt.
Das Ganze ist ein Erziehungskonzept. Verdienen tut der Staat - und nur er. Marschiert eine Masse, wie sie marschieren soll, kann man sie überall hin lenken.
In der Geschichte gibt es immer wieder Beispiele, an denen man diese Gruppenbewegungen anschaulich erklären kann. Der Nationalsozialismus wäre für Deutschland das wohl greifbarste Beispiel.
Auch damals schallten die Lockrufe. Zu hören, als solches, bekam man sie allerdings seltener.
Die Jugend wurde mit Versprechungen gelockt und sie kam. Die Erwachsenen wurden patriotisiert und spurten. Man gab den Massen was sie dringend brauchten plus ein wenig mehr zum wohl- und erhabenfühlen und dafür waren sie bereit alles zu tun.
Ganz aktuell in Deutschland wünscht sich die Mehrheit der Bevölkerung so etwas wie eine Struktur. Jemanden oder etwas, was ihnen die Richtung weist. Jemanden der auf den Tisch haut und sagt, wo's lang zu gehen habe. Wir aber befinden uns in einer Art Vakuum - und das ist verdammt gefährlich. Wir merken gar nicht, was uns vorgesäuselt wird, weil wir froh darüber sind, dass sich jemand angeblich um unser Überleben sorgt.
Deutsche Leitkultur klingt da plötzlich ganz prima; dem Volk zum Terrorschutz die Überwachung schenken; auch der Papst hat Fehler gemacht, aber immerhin hatte er einen festen Standpunkt ... Klopf, klopf - jemand zu Hause?
An wen glauben wir eigentlich?
Haben wir den Glauben an uns selbst mittlerweile schon an den Nagel gehängt?
Jeder will momentan irgend etwas machen, die wenigsten tun es tatsächlich - geschimpft wird viel. Wir harren in einer Art Winterstarre, die sich schleppend über den bevorstehenden Frühling hinausziehen wird. Es scheint alles zersplittert. Hier eine kleine Gruppe, dort eine Gewerkschaft, dort hinten Atomkraftgegner, hier Datenschützer, woanders Menschenrechtler, Hartz-IV-Gegner, 1-Euro-Jobber, unterbezahlte Ärzte, Lehrer, usw. Dabei hat man eigentlich ein gemeinsames Ziel ...
Wieso es keinen Ausweg gibt, solange diese Gruppen nicht zusammenfinden, und was geschieht, wenn das so bleibt, kann sich jeder denken.
Am Ende allerdings steht eine nicht zu verachtende Belohnung - wir haben die Wahl zu entscheiden, ob diese gut oder schlecht sein wird.
Wir haben tief drinnen ein eigenes System - nur diesem sind wir zur Konformität verpflichtet! Nennen wir es ruhig wie die Politiker: unser Gewissen.
In den U-Bahn-Höfen hängen manchmal Plakate, drauf steht: "jeder (zu Beginn noch halbwegs Gesunde) kann Medikamententester (vergl. Laborratte) werden, und zeigt glückliche, junge Menschen, die wahrscheinlich gerade Bargeld nekommen haben...
Zitat: "Haben wir den Glauben an uns selbst mittlerweile schon an den Nagel gehängt?"
Gute Frage, die viele fromme Christen aber so nie stellen würden. Stattdessen beten sie, wenn sie nicht weiter kommen: 'hilf mir, ohne dich (Gott, Jesus) bin ich nichts, bin schwach ...'
Der Glaube an sich selbst ist für einen guten Christenmenschen nämlich Sünde.
'A thousand years of Oppression' haben ihre Spuren in den Köpfen hinterlassen.
Mit selbständig denkenden Menschen könnte, sollte es sich anders verhalten, eher so:
'We were not made to bend like reed
Or turn the other cheek'
Reime einer skandinavischen Band namens Amon Amarth, die mir sicher wieder den Ruf eine Satanisten einbringen, womit sich abermals der Kreis der Argumentation des Autors schließt.
Das funktioniert seit Ewigkeiten. Die Frage ist, wie klärt man die Menschen auf und behält sie aufgeklärt?
Oder anders, wie erlangen und behalten wir die Kontrolle über die so genannte globale Elite?
Denn Banker, Manager, Politiker usw. sind nichts weiter als Puppen und beliebig austauschabar.
du musst alles machen und wenn dir das nicht passt, dann kannst du ohne geld leben , während deine klage läuft.
das ist meiner meinung nach verfassungsfeindlich.
hast du den nerv dazu? mal eben obdachlos werden und betteln gehen? Privatinsolvenz?
Die arge zwingt dich beizeitarbeitsfirmen, die geld für deine vermittlung kriegen,
verträge zu unterschreiben. diese firmen vermitteln dich dann an andere zeitarbeitsfirmen, die dich fürn appel und ein ei für arbeit auf hohem Anfaorderungsniveau bei nem sklavengehalt(7,85) verhökern ,
bei nem vertrag über ! 1/2 Jahr und nur teilzeit und kassieren dafür arbeitgeber vermittlungszulage.
das ganze hire & fire modus ohne weitere rechte, die groß erwähnenswert wären.
und das ist nur ein kleiner teil der misere.
der chef bekommt geld vom staat der ihm beim lohndrücken hilft und dem arbeitnehmer ist alles tzuzumuten.
nicht, dass die firmenchefs zu irgend etwas gewzungen werden würden- wo kämen wir denn da hin.
Dies ist in meinen augen auch verfassungsfeindlich- die offensichtliche parteilichkeit des staates.
wenns nichts o viele unschuldige treffen würde, wünscht ein teil von meinem bauch manchmal das totale chaos, dass den arschlöchern die scheiße in dioe hosen treibt. u
den sklaventreibern und medienhetzern.
aber wir wollen eine friedliche änderung der verhältnisse- also nicht provozieren lassen. man kann sich auch mit geschrei und kissenkloppe etwas luft machen.
Aufklärung ist wie frisches Obst oder Fisch, das bleibt nicht so. Ganz nach I. Kant: "Aufklärung ist die Befreiung des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit."
Mit jeder Desinformation geht es von neuem los.
Die Telemiten machen es ähnlich, nennen es anders. "Do, what thou whilt shall be the whole of the law." Soll NICHT heißen: attsackiere Schäubele oder andere, sondern mache dir bewußt, was du tust, was du tun willst, und tu das, was du tust, mit Freude und Hingabe.
Zu deiner 2. Frage antworte ich wieder mit einem Zitat eines Menschen, der eigentlich Publizist ist: "Es ist schwer, das System zu schlagen, wenn man stets nur die Symptome bekämfpt hat." B.W.
Das ist ein Satz zum Nachdenken, denn er paßt für die globale Elite genau wie auf uns.
abschließend noch ein guter Rat an kollega:
Als Hartz-IV-Opfer kommst du billig in die Gewerkschaft. Die ver.di etwa hat hervorragende Erwerbslosengruppen. Alle 2 Wochen gibts da auch ne warme Mahlzeit. Da frag mal lieber genau nach, was du alles mußt. Da gibt es viele Betroffene, Ehrenamtliche, die sich besser auskennen, weil sie u.a. Info zusammentragen, und dich ggf. auch beim Arbeitsgericht oder fiesen "Arbeitgebern" verteidigen. Solltest du mal wieder fair bezahlte Arbeit bekommen, kannste dich ja revanchieren, dankbar zeigen paßt hier besser.
Vor Allem: steckst du jetzt gerade in solch einer Maßnahme, bring die anderen Betroffenen für dich, gegen die 'Arbeitsvermittler' und Konsorten auf, indem du einen Betriebsrat gründest, oder schon mal eine Mehrheit unter befreundeten Kollegen dafür schaffst, mit denen du das zusammen tust.