Die USA haben ja Georgien bereits einmal auf Südossetien gehetzt und dabei hat Georgien eine harte Niederlage einstecken müssen. Trotzdem kann es keine Ruhe geben, weil die USA Georgien für Pipelines braucht, die Gas und Öl aus dem Irak und Iran, aber auch von anderen Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres nach Europa leiten soll.
Da es sich meistenteils um gestohlene Rohstoffe aus imperialen Kriegen handelt, möchte die USA natürlich verhindern, dass Russland einschreiten kann. Deshalb ist es so wichtig zu beobachten, was China macht. China meldet gerade das größte Haushaltsdefizit aller Zeiten. Widererwarten erwähnt Regierungschef Wen Jiaba aber kein neues Konjunkturpaket zu Beginn der diesjährigen Plenartagung des Volkskongresses, gleichzeitig aber wird eine Erhöhung des Militiärbudgets um das doppelte des Wirtschaftswachstums bekannt gegeben, während rund 30 Millionen Chinesen arbeitslos sind.
Wenn der Sprecher des Volkskongresses dabei ausdrücklich sagt, dass die Erhöhung des Militärbudgets der Anschaffung neuer Waffen und einer Verbesserung des Lebensstils der Truppen dienen soll, dann macht das nur in zweierlei Hinsicht Sinn. Entweder bereitet sich China auf einen Angriff gegen Moskau vor - oder will zumindest diesen Eindruck erwecken -, oder die chinesische Regierung streichelt auch oder gerade in der Krise die Armee, weil nur die Armee den Machterhalt der Regierung garantieren kann.
China wird den Wanderarbeitern, den Studienabgängern und allen anderen eine Alternative bieten müssen. Angesichts der Weltwirtschaftskrise ist kein Aufschwung für China in Sicht. Tatsächlich werden täglich weitere Produktionslinien eingestellt und teilweise in noch billigere Länder verlagert. Die Gefahr von Aufständen wächst ständig.
Ob die chinesische Armee allerdings die Massen in Schach zu halten vermag, darf bezweifelt werden. Es sind einfach zu viele, und die Soldaten haben Verwandte, die ihre Arbeit verloren haben. So könnten die Soldaten selbst zu einer Gefahr werden. Um China im Moment zu einen und der Regierung die Macht zu erhalten, könnte es sinnvoll sein, einen Krieg vom Zaun zu brechen. Ein Anlass wird sich finden lassen und Sibirien ist praktisch nicht zu verteidigen. Zumindest würde die Verteidigung einen langen blutigen Krieg bedeuten.
Genau dieser Krieg aber wäre nützlich für die USA. Ein in Sibirien voll beschäftigtes Russland könnte weder gegenüber Georgien noch am Kaspischen Meer so hart reagieren, wie es Russland normalerweise tun würde. Es müsste Kompromisse schließen, die den USA helfen, Öl und Gas zu stehlen. Das chinesische Regime könnte ebenfalls nur gewinnen, weil die eigene Bevölkerung mit der angeblichen Verteidigung Chinas beschäftigt wäre. Selbst die Gefallenen würden noch die Arbeitsmärkte entlasten.
Noch kann man nicht genau sagen, wie sich die Dinge entwickeln, aber es ist notwendig, sie im Auge zu behalten. Ein Krieg gegen Russland würde auch immer Europa mit in den Untergang ziehen, da die USA von hier operieren. Russland scheint die Gefahr begriffen zu haben und rüstet in der Pazifikflotte ab, um im Atlantik und im Mittelmeer deutlich häufiger Flagge zu zeigen. Die Pazifikflotte könnte kaum etwas Sinnvolles gegen China unternehmen und der Beschuss von Küstenstädten wäre eher kontraproduktiv.
2007 - http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24777/1.html
2008 - http://www.handelsblatt.com/politik/international/china-ruestet-auf;1399101
Ich würde durchaus die Loyalität des vhinesischen Militärs nicht unterschätzen. Davon ganz zu schweigen, dass das Land immernoch von den kommunistischen Kaderstrukturen durchzugen ist. Dei KPC ist überall. Aber zurück zum Militär. In China kann es als vollständig apolitisch gelten und unter der Kontrolle der KPC.
Und das Soldaten auf die eigene Bevölkerung schiessen ist wohl kaum ein aussergewöhnlicher Vorgang. Bei der Bundeswehr würde ich sagen: Hmmm schwer zu sagen. Aber bei einer Regierung die ihre Soldaten 8 Stunden lang mit Windeln ausgerüstet die Eröffnungsfeier der olympischen Spiele überwachen lässt? Ich würde sagen der Gehorsam dort ist bedingungslos.
Ein Krieg mit Russland wäre auche eine unendliche Katastrophe. Er wäre jetzt einfach viel zu teuer und gegen eine Atommacht wie Russland einfach selbstmörderisch. Ein solcher Krieg würde China ausserdem geschwächt dastehen lassen, wenn die USA die Uiguren/Tibeter zu Aufständen anstachelt (oder die Russen). Auch Aussenpolitisch wäre es eine Katasthrophe westliche Investoren würden reisaus nehmen und die Ganze Region würde sich versuchen an Schutzmächte anzulehnen z.b. die USA. Und der Krieg wäre mit ungewissem Ergebnis und könnte sich viel länger hinziehen als die Finanzkrise.
Von der Anäherung der Beiden Riesen ganz zu schweigen die Maik erwähnt. Und abgesehen davon, dass Russland auch grade richtig auf die Kacke haut mit den Rüstungsausgaben. (Gerüchte sagen ein neuer Flugzeugträger um den alten abzulösen)
Oh und die Zeit wo Schiffe nur Küstenstädte beschiessen konnten sind auch vorbei ;)
Somit ist die Pazifikflotte in Wladiwostock sicher nicht irrelevant für Russlands Planungen.
Es gibt drei Global Player Russland/USA/China
Wenn zwei sich den Schädel einschlagen verlieren beide. Solange Amerika nicht eine Liga absteigt wird dieser Krieg China nur Verluste bringen. In 20-30 Jahren könnte dieses Szenario viel realer werden aber das momentane Aufrüsten ist eher im generellen Plan zur Modernisierung des Militärs zu sehen. Und zur Heimabsicherung.
worauf beruht Deine Analyse? Ist die genauso tiefgründig wie Dein "dritter Weg"? Hast Du Dich mit Nostradamus beraten oder wer hat Dir was zugeflüstert. Die Antworten auf Deine Anneliese sind ja nicht umwerfend!
Wenn du zwischen Aufständen im eigenen Land und einem Krieg an der Seite der USA gegen Russland entscheiden müsstest, was würdest du aus Gründen der Selbsterhaltung tun?
Ich bin übrigens nicht für einen Dritten Weg, sondern für einen gangbaren.