Dr. Jeff Steinberg bietet seinen Kunden in seinen Befruchtungskliniken die freie Auswahl. Geschlecht, Hautfarbe und Hauttönung, Augenfarbe und Haarfarbe können sich die Eltern bei der gentechnisch unterstützten
In-vitro-Fertilisation selbst aussuchen. Designerbabys, bei denen auch noch die genetische Gesundheit garantiert sein soll. Ob es wohl auch ein Rückgaberecht gibt, wenn das Kind nicht gefällt?
Natürlich sind das typische Auswüchse des amerikanischen Traums, aber rund um die Welt nimmt genau dieser Designergedanke immer mehr zu. Ein Baby passend zur Handtasche. Wie leicht vergisst man dabei, dass es sich um Menschen handelt und dass diese Form der Auswahl einen Umgang mit Menschen und eine Denkart bedeutet, die sehr gefährlich werden könnte. Was machen die Eltern, wenn ihr Designerbaby eben nicht das erhoffte Schmuckstück ist, sondern sich zu einem normalen Kleinkind und dummen Teenager entwickelt, der sich zudem nicht wäscht?
Als Vater habe ich mich immer gewehrt, vor der Geburt über Geschlecht und ähnliches aufgeklärt zu werden. Zum einen bin ich in solchen Dingen eh nicht neugierig, zum anderen wollte ich mir die Freude und die Vorfreude auf das Kind nie nehmen lassen. Wer sein Baby wie ein Handy designt, sollte sich vielleicht besser einen Hund kaufen. Obwohl, Hund wäre auch schlecht, wie alle anderen Lebewesen. Hunde brauchen nämlich auch Liebe und Verständnis.
Die Eltern, die sich mit solchen Ärzten und deren Handeln um die Vorfreude, aber auch um die ständige Überraschung bringen, können einem nur leid tun. Meine Kinder waren nie farbecht, die haben alle gewechselt und es war spannend. Vor allem aber machen diese Ärzte einen grundlegenden Fehler. Sie schließen bestimmte Gensätze aus, weil sie glauben, etwas verstanden zu haben, das ihnen nicht einmal ansatzweise wirklich klar ist.
Jeder Hundezüchter könnte ihnen aber sagen, dass die Beschränkung des Genpools zur Degeneration führt. Das gilt bei jedem Säugetier, aber auch bei Pflanzen und anderen Tieren. Vielfalt ist die Kraftquelle der Evolution. Wer die Vielfalt einschränkt, beendete die Evolution. Früher oder später wird die Menschheit durch solch einen Blödsinn aussterben.
Der deutsch-amerikanische Biomediziner Rudolf Jaenisch hat am MIT Hautzellen in Nervenzellen verwandelt, ohne
fremde Genreste in der Zelle zu belassen, wie Duckhome ja bereits mehrfach berichtet hat. Seine Nervenzellen sollen auch den Botenstoff Dopamin erzeugen, der vor allem bei Parkinson-Erkrankten fehlt.
Jaenisch hat aber davor gewarnt, mit schnellen Ergebnissen für Parkinson-Erkrankte zu rechnen. Zunächst kommen Tierversuche, und vermutlich wird sich auch an der Programmierung der Zellen noch einiges ändern, bis sich eine wirkliche Hoffnung für den Menschen ergibt. Aber ein Stück Hoffnung bleibt, wobei es wichtig ist, auch die Verantwortlichkeiten festzulegen.
Um Verantwortung geht es auch im dritten Beispiel. Forscher des MIT und der Boston University haben Viren gentechnisch so verändert, dass diese das interne Verteidigungssystem von Bakterien so verändern, dass diese wieder mit Medikamenten bekämpft werden können, gegen die der Baktierenstamm eigentlich bereits immun ist.
Zwar sind immune Bakterienstämme eines der größten Probleme der Medizin, weil viel zu viele Antibiotika über Futtermittel in Umlauf gebracht wurden und damit sehr weitgehende Resistenzen ausgelöst haben. Um Schweine schneller wachsen zu lassen, haben gewissenlose Firmen die schärfste Waffe des Menschen gegen Krankheiten missbraucht und damit schon Hunderttausende von Toten produziert. Allerdings werden diese Firmen auch in Zukunft nicht damit aufhören, weil eine gewissenlose und gekaufte Politik sich ihnen nicht in den Weg stellen wird. Nirgendwo auf der Welt.
Deshalb wären Viren, die Bakterien zu zerstören helfen, ein Traum für die Menschheit. Allerdings: Wie bei allen gentechnisch veränderten Dingen gibt es auch hier eine Gefahr. Wer sagt uns, dass diese Viren nicht in den allgemeinen Umlauf gelangen und z.B. das menschliche Immunsystem unterlaufen und Krankheiten zu einem tödlichen Verlauf bringen, die wir normalerweise leicht überwinden?
Trauen wir den Forschern wirklich zu, dass sie die Risiken abschätzen, oder geht es, wie im US-amerikanischen Universitätsbetrieb (den die Familie Mohn/Bertelsmann sich ja auch für Deutschland wünscht) üblich, nur darum, schnell ein Produkt zu erzeugen, dessen Auswirkungen niemand überprüft und für das hinterher niemand verantwortlich sein wird.
Manches aus der tollen Genwelt wäre vielleicht schön. Aber wir sollten darauf verzichten, weil wirtschaftliche Interessen vorgehen und damit die gesamte Menschheit gefährdet werden könnte. Gentechnische Veränderungen sollten nur dann zugelassen werden, wenn sie im Rahmen eines Open-Source-Projektes entstehen und dort ebens offen diskutiert werden. Monsanto und Bayer ist, wie den anderen Genbuden, mit Sicherheit nicht zu trauen.
Von Jochen Hoffe - Duckhome Dr. Jeff Steinberg bietet seinen Kunden in seinen Befruchtungskliniken die freie Auswahl. Geschlecht, Hautfarbe und Hauttönung, Augenfarbe und Haarfarbe können sich die Eltern bei der gentechnisch unterstützten In-vitro-F... ...