Natürlich ist jeder berufen, etwas über Amokläufer zu sagen.
Ich nicht. Ich kenne keinen, verstehe sie nicht und glaube die gängigen Erklärungen auch nicht. Selbst gewalttätige Computerspiele vermag ich nicht zu beurteilen, weil ich sie doof finde und nicht spiele. Ich bin höchstens in der Lage zu begreifen, dass sich zu bestimmten Zeiten in bestimmten Menschen Hass auflädt, der unkontrolliert in Gewalt umschlägt. Wie man das verhindern könnte, weiß ich einfach nicht. Aber ich habe Ahnung von Waffen und vom Umgang damit.
Genau deshalb schreibe ich mit etwas Abstand darüber. Unsere Politik und die Gesetzeshüter, die jedes Video eines durchgeknallten Muslims oder eines Typen, der vorgibt, ein Muslim zu sein, dazu benutzten, um sofort wieder alle Bürgerrechte und die freie Meinungsäußerung abzuschaffen und mit der Bundeswehr auf die Bürger, die sich wehren, schießen zu lassen, wollen aber nichts an der Waffengesetzgebung ändern.
So waren schon gestern Morgen SPD-Innenexperte Sebastian Edathy und der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach fleißig dabei zu predigen, dass nach diesem Vorfall nicht nach einer Verschärfung des Waffenrechts geschrien werden solle.
Nun sind die beiden Herren Politiker und gehören damit einer Kaste an, denen ich weder menschliches Mitgefühl mit den Opfern zutraue, noch sonderlich viel Verstand. Insofern ist auch dieser Artikel witzlos, weil ja nur die Politiker die Dinge ändern könnten. Aber ich hoffe auf eine schnelle Veränderung in der Politik, also müssen Pläne für eine vernünftige Neuordnung der Dinge her.
Waffen an sich sind völlig harmlos und in bestimmten Fällen sogar nützlich oder können Spaß machen. Schießsport ist genauso sinnig oder unsinnig wie Skisport oder Down Hill mit dem Bike. Motorsport und Fußball fallen in ähnliche Kategorien. Wer die Jagd als Sport betreibt ist ein Idiot. Das Töten ist eine viel zu ernste Sache, als dass man es sportlich sehen könnte.
Natürlich wird gleich wieder ein unheimliches Lamento losgehen, aber die Jagd ist unverzichtbar. Es geht lediglich darum, ihr vernünftige und meinetwegen auch gerne strengere Regeln zu geben. Die guten Jäger in Deutschland halten sich schon lange freiwillig an schärfere Regeln, aber leider gibt es zu viele Hobbyjäger, die aus Zeitmangel oder Unlust ihre Aufgabe nicht allzu ernst nehmen. Die viel zu hohen Wildbestände dokumentieren das mehr als deutlich. Es würde mehr Bejagung gebraucht als stattfindet.
Fest steht allerdings, dass ein Amoklauf eine Waffe bedingt, mit der mehrfacher Tod schnell und ohne körperlichen Kontakt möglich ist, es muss also eine Schusswaffe sein. Es hat auch Amokläufe mit anderen Waffentypen wie Schwert oder Messer gegeben, sie sind aber eher untypisch und auch leichter zu beenden. Es geht also um die Schusswaffe. Eigentlich geht es um die Verwahrung der Schusswaffe, weil in Deutschland niemand eine Waffe besitzen sollte, der nicht auf wachen Verstand und klare Gedanken geprüft wurde.
Genau da liegt jedoch das Problem. Eine Schusswaffe so aufzubewahren, dass sie weder im Moment eines Frustes, noch für Dritte zugänglich ist. Es ist ähnlich wie bei der Atomkraft. Zu Anfang wurden noch strenge Sicherheitsbestimmungen eingehalten, dann begannen die Dinge zu verludern und endeten in Asse II. Menschen sind einfach so. Selbst bei bestem Willen schleichen sich Fehler ein. Schlüssel und Codes für Waffenschränke werden bekannt. Der Schlüssel für das Munitionsfach liegt im Waffenschrank - zwar hinter Panzerglas, aber gut sichtbar.
Ohne Schusswaffe kein Amoklauf. Deshalb macht es einfach Sinn, Waffen besser aufzubewahren, als einzelne Menschen dies können. Sportschützen und Jäger brauchen keine Schusswaffe zuhause. Kein normaler Polizist oder Leibwächter nimmt seine Waffe mit nach Hause. Überall werden Waffen zentral verwaltet und meist auch nach dem Vier-Augen-Prinzip kontrolliert.
Warum richten wir nicht zentrale Waffenkammern ein, in denen Waffen und Munition getrennt gelagert werden. Aus Kostengründen? Jagd ist teuer, und für die Sportschützen könnte man Sondertarife gestaffelt nach Einkommen einführen oder in den Vereinsanlagen derartige Möglichkeiten kostenlos schaffen. Außerdem kosten Waffenschränke zu Hause auch Geld.
Solche zentralen Waffenkammern könnten auch auf Polizeiwachen oder Forstämtern eingerichtet werden. Natürlich ist das unbequem, wenn man seine Waffe erst holen, sich ausweisen und angeben muss, wann man sie wieder abgibt. Aber das würde Sicherheit schaffen. Legale Waffen wären kaum noch für den schnellen Mord oder den Amoklauf verfügbar, da erfahrene Leute in den Waffenkammern oft die Herausgabe verweigern oder verzögern könnten, wenn sie sich unsicher sind.
Es blieben also nur die illegalen Waffen. Dagegen hilft nur eine sehr radikale Verschärfung der Gesetze. Illegaler Waffenhandel sollte immer wie Beihilfe zum Mord gewichtet werden. Illegaler Waffenbesitz als versuchter Totschlag. Davor müsste es natürlich eine Phase geben, in der die Leute ihre illegalen Waffen ohne Probleme und Folgen abgeben können.
Amoklauf, aber auch viele andere Tötungsdelikte, ist untrennbar mit dem Besitz von Schusswaffen verbunden. Wer diese Delikte verhindern will, muss die Waffen kontrollieren. Wer die Waffen nicht kontrollieren will, will auch Amoklauf und andere Delikte nicht verhindern. Er will nur darüber reden und sich wichtig machen, um in den Medien zu erscheinen. Politiker sind nun einmal so.
sehr sachlich auf den Weg gebracht!
Für mich ist all das, was Du geschrieben hast, klar und längst erkannt, die Waffenlobby arbeitet jedoch bewusst dagegen.
Die weitere Ursache für Amokläufer bzw. amoklaufende Schüler und dass hierbei etwas gewaltig schiefliegt in rein gesellschaftlicher Sicht und dass es daran zu arbeiten gilt, ist für mich ebenfalls wichtig, wichtiger jedoch ist m.E. die Behebung der Erst-Ursache:
Dass nämlich ein gemobbter, gefühlsmäßig missbrauchter, missachteter und alleingelassener Jugendlicher in seinem entwicklungsbedingten und teilweise berechtigten Frust unberechtigt, aber so leicht und wirksam an Waffen rankommt, die binnen dieser Wutattacke in wenigen Minuten so viele andere das ebenfalls junge Leben kosten.
Das gilt es logischerweise sogar als erstes zu unterbinden.
Dann muss auch nicht erstmal diffus nur weiter an "irgendeine" fernliegende Veränderung "geglaubt" oder auf Ablenkung (PC-Spiele, Schulsicherheitsschleusen etc.) zurück gegriffen werden.
Dann wäre die Hauptverursachung von so vielen Toten erstmal vom Tisch, bevor man - weitaus schwieriger - gesellschaftliche Veränderungen durchsetzen kann.
Dann kann sich um alles weitere gekümmert werden, was schwerer und langwieriger wird (Schule, Bildung, soziale Einrichtungen, Hilfe und Beratung, bessere Lehrerausbildung, etc.)
Andersrum, erst die Politik auf Gesellschaftsveränderungen hinzuweisen, verhandeln, abwarten, weiter fordern - also wie es bisher getan wurde, brachte den nächsten Fall, die nächsten Schützen, die nächsten Opfer.
Ich bin eher pragmatisch und daher überzeugt mich das schnellere, sicherheitsrelevante Vorgehen gegen die Waffennarren und - hobbysten erstmal mehr von Wirkung ist, zumal die Eltern und Leute derzeit noch
wach genug sind, sie für die Erste-Abhilfe-Aktion von "Waffen in Familien" noch zu erreichen...
schlussfolgert Ulensp!egel
erstmal Danke dass du hier ein Klischee bestätigst und zugleich noch nichts über Waffenmissbrauch Waffengesetze Legale Waffenbesitzer und Illegale Waffenbesitzer wie es Scheint Gehört geschweige denn überhaupt hören willst, weil du ja Generell so jedenfalls hört es sich an erst mal diejenigen Bestrafen willst die Statistisch gesehen vollkommen Irrelevant sind, nämlich die LEGALEN Waffenbesitzer, nebenbei sind fast alle Taten die mit Waffen Verübt werden mit Illegalen Waffen geschehen und im Straßenverkehr Sterben Jährlich durch Amokfahrer und Geisterfahrer und normale Unfälle mehrere Tausend Menschen und es gibt Viele dinge die Wichtiger sind als das Konzentrieren auf den Legalen Waffenbesitzer wenn man noch andere beispiele nimmt.
Letztendlich geht es um die Totale Kontrolle des Unrechtstaates gegen alles was Ihm gefärlich erscheint.Eine Elite die an uns Unrecht Verübt die Kriminell Handeln wollen jetzt ans Eingemachte.Stahlin Hitler,Mussolini und andere Diktatoren haben auch erst das Volk Entwaffnet bevor sie unliebsame in Lager und andere Züge und Anstalten Gesteckt haben. Wacht endlich auf unsere Demokratie ist bald keine mehr. Und noch eins Politiker sind nicht der Staat in Persona sondern sollten Diener des Volkes sein.
Spiegel.Online
Eine Tragödie in der Tragödie.
Und was da noch über die Kanaille-Journaille steht, da bin ich fürs Faustrecht! Aber voll auf die Kauleiste der miesen kleinen dreckigen Schmierfinken und Paparazzo.
Sorry!
Sorry ich bin dunkelblond, aber wie ist dein Eintrag zu verstehen ?
Bist Du fähig, normale deutsche Sätze zu formulieren ?
Und zum Thema : Psychiater, Psychologen - deren Zahl ist explodiert in den letzten 3 Jahrzenten, die Durchgeknallten, komisch - deren Zahl ist auch genauso explodiert ?
Komisch , nicht ?
Gute, konservative, herkömmliche Erziehung mit normalen Tugenden im Elternhaus (kein Schlagen, sondern Gehorsam und ein wenig Anstand und Disziplin) - dannh hätten wir nicht so viele "Durchgeknallte"
http://hunsrueckwilderer.blogspot.com/2009/03/der-amoklauf-von-winnenden-und-die-rufe.html
Und überhaupt: In 86 % aller Tötungsdelikte werden KEINE Schusswaffen gebraucht. Nur in 0,7 % handelt es sich um legale Waffen.
Wo liegen also die Probleme? Beim legalen Waffenbesitz? Wohl kaum...
Nein es gibt keine Alternative und außerdem würde ich diese Verwahrstellen tatsächlich Tag und Nacht geöffnet halten. Niemand braucht eine Waffe für mehrere Tage, außer bei Fremdjagd und Sportveranstaltungen.
Hätte er versucht die Waffe seines Vaters abzuholen wäre er gescheitert.
Ach ja. Noch etwas. 4.600 Schuss Munition zuhause gelagert. Wie bitte.
Schießt der jeden Tag zwei dreihundert Serien oder ist er ein Irrer, der gar keine Waffen besitzen dürfte.
Wenn einer eine Waffe haben will dann beschafft er sie sich.
Man sollte nicht über das Waffengesetz diskutieren. Freier Waffenerwerb in den USA würde ja, wenn man hier alles in Betracht zieht, ein tägliches morden darstellen.
Das ist nicht der Grund. Der Grund ist unsere Gesellschaft. Eine Gesellschaft die z.B. zulässt, dass im Handel Videospiele verkauft werden die eine Gewaltverherrlichung darstellen und bei dem einen oder anderen eine Nachahmung provoziert.
Hinzu kommt dann noch das soziale Umfeld.
Ich schiebe jetzt nicht alles auf diese Spiele, aber schon allein den Gedanken zu haben solche Spiele zu entwickeln ist meiner Meinung nach krank und gehört wie illegaler Waffenbesitz verfolgt und bestraft. Welche geistig kranken Menschen kommen auf die Idee für die Zielgruppe Jugend solches zu entwickeln? Für den Opa Nebenan ist es mit Sicherheit nichts...
Eine kranke Gesellschaft bringt immer mehr krank gemachte Menschen hervor. Ellenbogengesellschaft, Markengesellschaft, Geldgier und Machtbesessenheit. Keiner will Verlierer sein, will nicht im Abseits stehen. Der eine kann damit umgehen ein anderer nicht.
Medien und insbesondere das TV spielen uns vor wie wir sein sollen, logisch das es bei der Jugend hängen bleibt und das vorgaukeln einer heilen Welt als Maß aller Dinge betrachtet wird. Und wenn dann die Realität sich anders darstellt....wer kann dann damit umgehen? Immer wenige! Den Eltern wird es somit immer schwerer gemacht, die Kinder in die richtige Richtung zu bringen bzw. aufzuklären.
Gewollt?
Muss man Angst aben sein Kinder in die Schule zu schicken?
Muss man Angst haben das Trittbrettfahrer
doch keine sind?
Muss man Angst haben wenn sich unsere Kinder außerhalb der "familiären 4 Wände" bewegen?
Um zu dem Amoklauf ein paar Zeilen noch zu schreiben so fällt mir auf, dass nicht einmal ein Innenminister Herr der Lage ist, der Weltpresse ein "April, April" nachträglich mitteilen mus.
Unsere kluge Jugend die sich mit dem PC bestens auskennt hätte es sogar beantworten können wenn sie die Möglichkeit bekommen hätte.
Es ist beschämend den Angehörigen der Opfer gegenüber und auch den Eltern des Amokläufers, die selbst Opfer sind.
Man kann sich bei den Angehörigen nur in aller Form und Höflichkeit für diesen Dilletantismus entschuldigen.
Mögen die Angehörigen Ruhe und Kraft finden, dieses schreckliche Ereignis zu verkraften.
Ich spiele keine Egoshooter. Wahrscheinlich weil ich legal jagen gehen dürfte und weiß was töten bedeutet, aber ich glaube nicht, dass man solchen Spielen die Schuld geben darf. Da muss mehr passiert sein.
Auf jedenfall hätte mein Modell des Waffengesetzes diesen Amoklauf verhindert.
Für die Außenstehenden: In England ist der private Waffenbesitz VERBOTEN. Null, nada, keine Ausnahme...
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die faktische Kraft des Normativen nicht via Gesetz gestoppt werden kann.
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Ok, diese kurze Antwort kann ich verstehen, keine Frage. Waffen sind seit Urzeiten Bestandteil fast jeder Kultur. Wir haben die Zeit und den damit verbundenen Luxus aufgrund fehlender Bedrohung uns Gedanken darüber zu machen. Fakt ist, ein Gesetz verhindert nichts. Ein absolutes Verbot, darüber gibt es genug Veröffentlichungen, fördert sogar einen Misbrauch, den man eigentlich verhindern wollte.
Mein höchst subjektives Fazit: Unser Waffengesetz und der Umgang ist ganz ok, kann aber noch verbessert werden.
Waffen sind klar auf wenige Gruppierungen zu begrenzen muss aber auch im "normalen" Volk verankert werden, damit ein Umgang damit erlernt werden kann.
Ich habe eine Erziehungs- und Umgangsmodell für Waffen vorgeschlagen, was einem Dritten eine Kontrollfunktion einräumt. Ich hatte einen Vorschlag und kein Allheilmittel. Du hast nicht einmal eine Idee was zu tun ist.
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Schade, das Dein Umgang mit "abweichenden Meinungen" immer persönlich und mit negativen Untertönen enden muss.
Wenn du Streicheleinheiten willst, bist du hier eh falsch. Ich streichele nicht.
"Die Politik fordert ein strengeres Waffengesetz und mehr Kontrolle der Schützenvereine."(Stern online 13.3.09)
Klar logisch!
Ist ja der Grund für den Amoklauf.
Nun ist es mal gut. Für wie bescheuert werden die Deutschen von den Politikern gehalten?
Ohne Worte, es fällt mir nichts mehr ein was hier los ist.
Doch leider ist davon nichts zu merken. Das Einzige, was ich bisher aus dieser Richtung vernommen habe, ist die Verteidigung eigener Prfünde. Von einer Reife, die man zum legalen Waffenbesitz eigentlich haben sollte, zeugt dieses Verhalten nicht.
Deshalb von mir ein völlig "unsachlicher" Gedanke, der mir aber nicht mehr aus dem Kopf gehen will: Ich wollte keinen Ehemann, der ein Waffennarr ist, oder Waffen in irgendeiner Form zu Hause hat. Deshalb habe ich keinen Förster geheiratet. Auch Messer-Fetischisten haben bei mir sehr schlechte Karten.
Wenn einer aber seine Pistole im Schlafzimmer herumliegen hat, dann würde mir das sehr zu denken geben - und wäre für mich ein Grund zu sofortigem Rückzug - also Flucht aus einem solchen Haus. Wenn es mein Ehemann wäre, der plötzlich derartige Ambitionen entwickeln würde, dann würde ich mich scheiden lassen. In dieser Hinsicht bin ich ziemlich krass. Entweder ich bin für ein friedliches Miteinander, und sorge dafür, dass es auch gelebt wird - ich, ja - denn auf die anderen warten kann lange dauern, oder ich bin eben nicht konsequent genug. Das genau ist das Missliche bei uns, dass die Konsequenz fehlt.
Wo viele Menschen miteinander leben, muss es eben auch mehr Kompromisse geben. Ich bin nicht unbedingt für jede Einschränkung der Freiheit zu haben, was Waffen betrifft jedoch durchaus. Und, das lebe ich auch, und stehe dazu.
Ich verfolge schon lange dieses Forum und denke was viele User hier schreiben, nicht immer verkehrt ist. Besonders wenn irgendwo in dieser hektischen Welt, wieder einmal jemand durchdreht und auf seine Mitmenschen losgeht, ja diese sogar tötet.
Ich lese hier immer nur, Waffenbesitz und Waffengesetzte müssen verschärft werden. Auch werden Computerspiele verteufelt ja sogar dafür verantwortlicht gemacht, das Menschen dadurch ihre Persönlichkeit verändern und zu Amokläufer Monster werden.
Da ich nicht ein Spiel auf meinem PC habe und sogar die, die bei Windows mitgeliefert werden, sofort entsorgt habe, möchte ich hier kein Urteil abgeben. Ob man durch welche Computerspiele auch immer, geschädigt werden kann, und zum Amokläufer mutiert, ist bis heute überhaupt nicht Wissenschaftlich bewiesen.
Unser Waffengesetz ist das schärfste der Welt, was soll man daran noch ändern? Gegen Illegalen Waffenbesitz ist der Staat machtlos, und wer legal Waffen haben darf, wurde im Vorfeld geregelt – man muss ein hundertprozentiges Polizeiliches- Führungszeugnis vorweisen.
Warum der Vater des Amokläufers so viel Munition zuhause hatte, vielleicht fürchtet er in naher Zukunft einen Volksaufstand und möchte vorbereitet sein. Unser Bundesinnenminister Schäuble möchte auch vorbereitet sein, und möchte die Bundeswehr- Soldaten bei Volksunruhen auf Vater, Mutter und Geschwister schicken……. Aber darüber wird später diskutiert wenn das Kind in Brunnen gefallen ist.
Zum Aktuellen Amokläufer Vorfall: Hat sich je schon einmal einer Gedanken darüber gemacht, ob der Amokläufer nicht durch Drogen oder über ganz legale Medikamente die er von seinem Psychiater erhalten hat, zum Amokläufer Monster wurde?
Warum wird dieser Sachverhalt total aus der ganzen Diskussion, heraus gehalten? Ist das so abwegig? Das ein Mensch durch Medikamente zum Amokläufer werden kann?
Oder ist hier die Pharmalobby stärker als die Waffenlobby, die solche Themen sofort im Keime ersticken?
Ich hatte vor Jahren schon miterlebt, was falsche Medikamente aus ganz normalen jungen Menschen, machen können, aber das ist eine andere Geschichte und ist wirklich passiert - damals als ich von Sept.1969 bis ende März 1971 Soldat bei der Bundeswehr war. Da spielten auch Medikamente und Waffen eine Rolle, nur ist dieser Vorfall glimpflich abgelaufen ohne das jemand zu schaden kam, außer das der junge Soldat der Deutschland verteidigen sollte, in eine Irrenanstalt landete, der vorher ganz normal war.
Also ein bisschen mehr auf die Doktoren achten, die sich Psychologen nennen, ich denke hier läuft auch gewaltig was aus dem Ruder und das schon seit Jahrzehnten……
Der Fehler liegt in der Erziehung, keine Grenzen sind mehr erkennbar, ich möchte nicht in der Haut der Eltern stecken, jeder macht Fehler, aber ein Sammelsurium an Horrorvideos und abartige PC Spiele, da soll mir mal der Vater oder die Mutter erklären bei der Menge an Fülle, Sie hätten das als normal empfunden ??
Ich hätte daheim zwei auf die Ohren bekommen mich so abartig zu benehmen und ich danke meinen Eltern, dass ich weiß was Liebe, Achtung
und Freude am Leben sind...
"Unser Waffengesetz ist das schärfste der Welt, was soll man daran noch ändern? "
Egal, ob das deutsche Waffengesetz das schärfste oder laxeste der Welt ist oder sein mag - es reicht offensichtlich nicht dazu, dass Hobbyschützen ihre Waffen doch nach Hause schleppen und Berettas nebst Munition neben dem Nachttisch vergessen.
Und nun zu dem, was zu ändern wäre:
Jochen sprach bereits an, dass die Waffen nicht zu Hause gelagert werden dürften und Munition wie Waffen voneinander getrennt aufzubewahren sind.
Desweiteren sollte eine zentrale Lagerung für diejenigen möglich sein, die rein aus privaten und freizeitlichen Gründen herumballern wollen. Dass Staat, Steuergelder und Kinder dafür zahlen sollen, ist einfach unangemessen und nicht hinnehmbar.
Legale Waffen machen das möglich -
nicht illegale!
So schreibt Wolgang weiter:
"Gegen Illegalen Waffenbesitz ist der Staat machtlos, und wer legal Waffen haben darf, wurde im Vorfeld geregelt – man muss ein hundertprozentiges Polizeiliches- Führungszeugnis vorweisen."
Konkrete Ereignisse betrachten!
Im Fall Erfurt, Emsdetten, Braunschweig (14-jähriger erschoss Vater mit eigener Waffe) und nun auch Winnenden liegt doch klar auf der Hand, dass es nicht um illegalen Besitz geht; es geht um legalen Besitz und Erwachsene (mit Führungszeugnis!) und gesetzlichen Unterweisungen zur sicheren Verwahrung ihrer Knarren.
Dies haben in all den o.g. Fällen die Hausherren und Schützenväter nicht getan - auch mit guten Führungszeugnissen. Insofern haben hier Erwachsene bzw. Aufsichtspersonen versagt bzw. sind offensichtlich damit überfordert.
Folgen evt. Veränderungen des Waffengesetzes
Wären die Waffen zentral in einem Lager - also schwerer zugänglich - deponiert gewesen, wäre alle drei Amokläufe mit weitgehend weniger Opfer vorgekommen. Das dürfte doch unbestreitbar und logisch sein.
Ablenkungen funktionieren offenbar
Verstehe nicht, wozu wir da über Pharmaka, PC-Spiele und Sicherheitsschleusen an Schulen diskutieren.
Offenbar hat die Medienkampagne hier bereits einige Erfolge zu verbuchen: Wir sind offenbar ganz gut drauf reingefallen und predigen die Ablenkungsmanöver hier 1:1 einfach weiter. Aber um so länger dauert es, solche Ereignisse in diesen Ausmaßen wirksam zu vermeiden.
Abbau von etwaigen Pharmaka, Verbot von PC-Spielen und Sicherheitsvorkehrungen helfen nicht, wenn jemand, der keine Tabletten nimmt (wie die meisten der Täter), keine Spiele benutzt und weiß, wie die Sicherheitssysteme seiner altbekannten Schule funktionieren, der einfach jahrelang gemobbt wurde, sich gemobbt fühlt und seinen Frust anderswo nicht loswerden konnte, sich einfach verabschiedet mit einem solchen lauten, aufmerksammachenden "Knall". Nur durch das ziemlich leichte Heranreichen an effektive Waffen (Messer zählen nicht dazu!) wird sein Wunsch doch erst wirklich wahr.
Erst verhüten, dann alles Weitere
Dass erstmal diese Waffen aus Privathaushalten mit Kindern wegmüssen, bietet die Logik. Dass parallel dazu die Infragestellung unserer gesellschaftlichen Bedingungen und generell mal der Umgang mit unseren Kinder ernsthaft zur Debatte steht, möchte ich damit nicht in den Hintergrund stellen.
Entwaffnende Logik
Jeder halbwegs Vernünftige, der vor einem solchen jugendlichen Täter steht, wird zuerst doch wohl überlegen, wie man ihm dieses gefährliche Geschoss aus der Hand nimmt, statt über sein Spielverhalten, Entzug von Pharmaka oder Schleusen an Schulen nachzudenken. Also, dann lasst uns ihm dieses gefährliche Ding als erstes aus der Hand nehmen!
Was wirkt schneller?
Wer wird gesellschaftliche Änderungen in solcher Kürze und mit sofortiger Wirksamkeit durchsetzen können wie es die gesetzliche Anweisung, dass Waffen nicht mehr in Privathäusern aufbewahrt werden dürfen? Ich denke, niemand. Das wird Jahre dauern und währenddessen häufen sich doch solche Ereignisse.
Ich sage daher nachwievor:
1. Waffen außer Haus! - erstmal weiteres Blutbad verhindern.
2. Dann Gesellschaftskritik und Wege der Umorientierung.
Gruß von
Ulensp¿egel
bis dann
Ein verschärftes Waffengesetz wird "nada nichts" an den Amokläufen ändern, da sich dann nur die "Art der Beschaffung" ändert, mag die auch umständlich sein, wird diese trotzdem niemand auf Dauer ernsthafte Probleme bereiten.
Im übrigen entstammt das derzeitge Waffengesetz aus "arg dunklen Tagen" und das Waffengesetz in England? Totales Verbot? Mehr tödliche Angriffe seitdem mit Messern und Schußwaffen. Das restriktive Gesetz hat hier überhaupt keine Wirkung gezeigt.
Letztendlich, das nur als Anmerkung, diskutiert niemand darüber, bei mehr als 4000 Unfalltoten jedes Jahr, die Kraftfahrzeuge allesamt "wegzuschliessen".
Damit ist klar, das die Schranke zu niedrig ist. Und bitte erzähl mir nicht, das du dich nie gedrückt hast. Die Waffe immer aus dem Gewehrkasten des Autos genommen hast. Hast du nicht, wie wir alle nicht.
Im ehemaligen Westberlin waren wir an zentrale Waffenverwaltung gewöhnt. Es ging gar nicht anders und es war kein Problem. Aber es machte deutlich wie gering bei einigen Leuten die Hemmschwelle war, trotz scharfer allierter Gesetze Mist zu bauen. Ich hab die Zahlen nicht mehr, aber sie waren verdammt hoch.
In diesem Fall ist die Waffe im Schlafzimmer die eine Sache. Aber bitte überleg mal wieviel Schuss Munition der Junge hatte. Es müssen über hundert Schuss gewesen sein. Was wollte der Vater damit im Schlafzimmer verteidigen?
tschuldigung
Was soll der Satz implizieren? Das der Vater die Munition im Nachtisch aufbewahrt hat? Für die Aufbewahrung nach dem WaffG langt ein Stahlschrank mit Schloss. Sehr wahrscheinlich hatte dieser durchtriebene Bengel sowohl als auch Zugriff.
Quatsch? Nun, bevor man sich ernsthaft mit einem Thema auseinandersetzt, könnte man sich ja mal mit den Fakten vertraut machen, aber "trollen" ist einfacher und den anderen "dissen".
Deine Ansicht würde ja geradezu nach zentraler Waffen- und Munitionslagerung schreien. Aber sie stimmt nicht. Die 4.600 Schuss waren sicher verwahrt. Das was der Junge bei sich führte stammt entweder aus zusätzlichen Lagern oder lag im Schlafzimmer bei der Waffe.
So und nun troll dich und warte auf den nächsten Vorfall. Er kommt bestimmt.
Wenn dir die Staatsanwaltschaft eine zu unsichere Quelle ist, dann such dir andere, aber bitte belästige mich nicht. Leute die ohne Substanz nur dumm rumquatschen sind hier nicht gerne gesehen.
Du frisst nämlich meine Zeit die ich für wichtigeres brauche, als für Trolle.
Der Staat ist ein Konstrukt aus Legeslative Judikative Exekutive dieses Konstrukt hat kein Gewissen. Würden Sie jemanden völlig Gewissenlosen Ihr Leben oder andere Elementare dinge Anvertrauen?
Ich Empfehle zur Demokratie Grundbildung ein freiheitliches Waffenrecht.
Siehe auch Memorandum.
http://www.visier.de/bilder/memorandum.pdf
1) Das Problem sind nicht Waffen, sondern die Menschen, die sie einsetzen.
2) Wer die kriminelle Energie in sich hat, um wahllos Menschen abzuknallen, der schafft es auch, sich notfalls (illegal) eine Waffe zu besorgen. In Deutschland gibt es übrigens 10 Millionen registrierte, aber 20 Millionen illegale Handfeuerwaffen.
3) Die zentrale Verwahrung von Waffen könnte – wenn überhaupt - allenfalls einen Teil der potentiellen Amokläufe verhindern. Täter nämlich, die eine Waffenbesitzkarte haben, könnten ihre Pistole oder ihr Gewehr jederzeit im Depot abholen (Beispiel Steinhäuser).
Ergo: Eine Verschärfung der Waffengesetze brächte herzlich wenig. Die Politik würde der Öffentlichkeit nur eine Sicherheit vorgaukeln, die es in Wahrheit nicht gibt und auch nicht geben kann - schon gar nicht in einer freiheitlichen Gesellschaft.
Chris
Im oben genannte Fall wäre es gar nicht zum Amoklauf gekommen, weil der Junge ja keinen Waffenschein hatte und nur der falsche Umgang des Vaters mit seinen Waffen und seiner Munition die Tat möglich machte.
Noch wunderlicher ist die Tatsache das einige Bundesländer sichergestellte oder beschlagnahmte Waffen nach den gesetzlichen Fristen wieder "veräußern". Eine "Sicherheit" für alle gibt es nicht, weder draußen im Straßenverkehr noch im Umgang mit gefährlichen "Gütern". Willkommen im "risikoträchtigen" Leben.
zwischen gefährlich, risikoträchtig und fahrlässig besteht jedoch ein gravierender Unterschied.
Fahrlässig, die Waffe in einem Haushalt mit Kindern einfach so rumliegen zu lassen.
Fahrlässig auch, die Fälle, in denen mal ein Waffenlager ausgeräumt wurde und die zahlreicheren Fälle, in denen Schüler/Kinder an Waffen gekommen und zu Mördern geworden sind, weil Papa im Schützenverein rumballert, miteinander zu vergleichen und dann von Risiko zu sprechen...
schlussfolgert
Ulensp!egel
fahrlässig ist es Vergleiche zu ziehen, dass ja ein Waffenlager überfallen wurde und deshalb lieber der Papa seine Waffe auf dem Nachttisch parkt, während gleichzeitig bereits mehrfach Jungs damit ihre Lehrer und Mitschüler umgelegt haben.
Thema beachten
Das Thema dieser Diskussion sind nicht Waffenbsitzer in Liverpool sondern deutsche Kinder, deren Väter fahrlässig tödliche Waffen rumliegen lassen und deren zahlreiche Opfer. Insofern hat das erstmal nichts mit Liverpool zu tun.
Des Weiteren reden wir hier gar nicht von grundsätzlichem Waffenverbot, sondern vom zentralen Aufbewahren jener tödlichen Waffen, die m.E. nicht Kinderhände gehören; dazu gehört auch die Überlegung zu den Ursachen und einer möglichen gesellschaftlichen Reform...
denkt Ulensp!egel
Verkommen?
Gez. Schafe zur Schlachtbank
"BEIDES muss getan werden*
Die Diskussion hat bereits weiter oben stattgefunden.
Beides - Sofortmaßnahme UND Überlegungen zur Gesellschaftsreform müssen wir angehen.
Sofortmaßnahme "Zentrale Waffenlager" - mindern Missbrauch
Wenn Sofortmaßnahmen ergriffen werden, wenn ein Haus brennt, lamentiert man doch auch nicht erstmal darüber, ob man erst einmal generell die Architektur in Frage stellen und darüber diskutieren sollte. Letzteres sollte nach dem Brandlöschen erfolgen, aber nicht vorrangig, denke ich.
Wenn die zentrale Aufbewahrung gefährlicher Waffen (als erste Vermeidungstaktik) diskutiert und gefordert wird, heißt das, erstmal den unmittelbaren Ursachen nachzukommen; heißt doch aber noch lange nicht, dass die gesellschaftlichen Ursachen, die zu solchen Taten führen, nicht auch angegangen werden müssen - und zwar zielstrebig und vehement.
Gesellschaftreformen sind notwendig - aber langwierig
Umgekehrt aber, erstmal die gesellschaftliche Debatte um die Ursachen ausführlich zu debattieren und erst dann die Waffen aus dem Zugriff unserer Kinder zu nehmen, bedeutet aber doch, dass wir weiteren Taten zusehen und währenddessen eine Gesellschaftsreform diskutieren, die langwieriger ist. Und weil das eben langwierig ist, verhindert man auf diese Art jedenfalls nicht sofort weitere Blutbäder.
Die Geschichte zeigt uns doch, dass solche gesellschaftlichen Prozesse lange dauern; Beispiel "Umweltbewusstsein". Wie will man das lange Warten auf
gesellschaftliche Veränderung und der Verzicht möglicher und machbarer Sofortmaßnahmen eigentlich den Eltern, Lehrern und Schülern erklären, die tagtäglich mit dem Tatort "Schule" konfrontiert sind?
BEIDES muss getan werden, das eine schließt ja nicht das andere per se aus ...
meint Ulenspiegel
In regelmäßgen Abständen tauchen sie auf: Amokläufer. Ganz normale Jungs, die in ihrem bisherigen Leben nie einer Fliege etwas zuleide getan haben. Von jetzt auf nachher gehen sie wahllos auf Andere los und töten sie.
Wahllos? Interessant an Amokläufern ist, dass sie immer in Schulen amok laufen. Nie in einer Postfiliale, oder in einer Behörde, oder im Mediamarkt, wobei mir selbst des öfteren Mordgedanken durch den Kopf geschossen sind, wenn ich einmal mehr von einem sturen Beamten schikaniert worden bin. Die Opfer sind immer Kinder, von ein paar Lehrern hier und da abgesehen. Nie gibt es Zeugen, die berichten wie sie tatsächlich gesehen haben, dass der Täter geschossen hat. Und in den allermeisten Fällen sind die Täter anschliessend ebenso tot wie ihre Opfer.
Ebenfalls interessant ist die anschliessende "Debatte" in Politik und Medien. Die Motive sind derart unergründbar, dass man üblicherweise darauf verzichtet, sie zu erforschen. Oder - wie im aktuellen Fall - man erfindet sie kurzerhand. Um die Motive dreht sich die "Debatte" aber nur sehr kurz. Schnell kommen Innenpolitiker aller Couleur aus ihren Löchern gekrochen und stellen ihre altbekannten Forderungen: "Killerspiele" seien schuld und müssen verboten werden; privater Waffenbesitz sei das Problem und müsse verhindert werden.
Abseits aller Verschwörungstheorien über die tatsächliche Existenz der sogenannten "Amokläufer", nach der eben jene auch nur Opfer und die eigentlichen Täter andere, maskierte (der aktuelle Täter trug während der Tat einen schwarzen Kampfanzug, wie die Thurgauer Zeitung berichtet), unbekannte Männer, gewesen sind, möchte ich an dieser Stelle die Motive der Politiker ausleuchten, die die Amokläufe nur allzu gern als Vehikel für ihre anscheinend gut gemeinten Forderungen missbrauchen.
Über die Frage "cui bono" - "Wem nützt es?" muss man bei der Forderung nach einem Verbot von Killerspielen intensiv nachdenken. Wem also würde ein solches Verbot tatsächlich nützen? Schauen wir uns diese Spiele einmal genauer an.
In Counterstrike stellt der Spieler einen bewaffneten Soldaten oder Terroristen dar. Man kämpft im Team zusammen mit anderen Spielern in einer Mission. Diese besteht, je nachdem ob Soldat oder Terrorist, in der Befreiung von Geiseln, dem Einnehmen von Gebäuden, dem Zurückerobern von Gebieten oder schlicht dem Vernichten des Gegners. Man verfügt über lebensechte Waffen: Pistolen, Gewehre, Schrotflinten, Maschinenpistolen, Granaten, Panzerfäuste et cetera. Man kommuniziert mit seinen Mitspielern in Echtzeit per Chat, welcher oben eingeblendet wird. In modernen Varianten verwendet man Teamspeak und kann dann sogar tatsächlich mit seinen Mitspielern sprechen und wird nicht vom Tippen im Chat abgelenkt.
Man sieht schon anhand der Missionen, die man bestehen muss, worum es in diesem Spiel gerade nicht geht: ums Töten um des Tötens willen. Es ist auch nicht so, dass keine Spiele gäbe, in denen das so ist, wie "Quake III Arena" oder auch "Unreal Tournament", wo man extra Punkte bekommt, wenn man mit zwei Schuss hintereinander zwei Gegner ausschaltet. Aber von Quake oder Unreal hat man noch nie einen Politiker reden hören.
Also, was für ein Problem haben diese Leute eigentlich mit diesen Spielen? Dazu muss man sich anschauen, welche Fähigkeiten in diesen Spielen trainiert werden. Da wäre als erstes und wichtigstes die Zusammenarbeit im Team zu nennen, sich Anderen anzuvertrauen, gemeinsame Aktionen zu koordinieren. Aber man trainiert auch diverse taktische Fähigkeiten: das Erkennen von Gefahren und Fallen, Offensichtlichem zu misstrauen, vorrausschauend zu handeln, die potentiellen Züge des Gegners in seine eigene Planung mit einzubeziehen. Der eigentliche Vorgang des Tötens hat in solchen Spielen tatsächlich einen eher untergeordneten Rang, es stellt eher den Handlungsrahmen als den Zweck des Spiels dar. Oft genug gibt es Missionen, die man auch gänzlich ohne Töten erfolgreich bestehen kann.
Warum aber sollen solche Fähigkeiten gefährlich sein? Dazu muss man sich nur die sehr einfache Frage stellen: Für WEN gefährlich? Und die Antwort ist natürlich einleuchtend, wenn man sich die Hunde anschaut, die am lautesten heulen - die Politiker nämlich. Nicht naheliegend ist aber die Frage, weswegen Politiker ein Problem damit hätten, wenn viele junge Leute über taktische Fähigkeiten verfügten.
Um das zu ergründen, muss man die Entwicklung im größeren Kontext betrachten. Die Finanzkrise ist heutzutage allgegenwärtig, absehbar war sie aber schon seit vielen Jahren. Wer ein wenig aufmerksamer die Veröffentlichungen verfolgt hat, dem dürfte das nichts neues sein. Und ebenso ist es der Politik schon seit Jahren klar, was auf uns zukommen wird. Auch hier muss man die Geschichte einfach zu Ende denken um auf "den Trichter" zu kommen: der Finanzkrise wird unweigerlich die Wirtschaftskrise folgen. Diese wird unweigerlich mit hohen Arbeitslosenzahlen verbunden sein. Hohe Arbeitslosenzahlen wiederum bedeuten massive soziale Spannungen. Die Menschen werden sich mehr und mehr ungerecht behandelt fühlen. Je verkorkster und blöder die Ausreden der Regierung sind und je mehr Menschen arbeitslos werden, umso mehr wird es Unruhen geben. Die Ausschreitungen in den Pariser Vororten letztes Jahr oder die in Griechenland sind nur ein lauer Vorgeschmack auf das, was da noch kommen mag.
Und die Mächtigen wissen das sehr genau. Solche Zeiten sind einerseits gut geeignet, alle Demokratie und Freiheit in die Hölle fahren zu lassen und Diktaturen zu errichten. Das ist auch nicht erst seit Hitler bekannt. Andererseits können in solchen Zeiten aber auch Revolutionen entstehen und Machtstrukturen umgeworfen werden. Und exakt hier ist der Hund begraben: Die Mächtigen dieses Landes, vertreten durch die Politik, fürchten nichts mehr, als ihre Macht zu verlieren. Um jeden Preis muss diese Macht erhalten werden.
Wenn es also zu einem Ausbruch, zu Unruhen und Aufständen kommen sollte, dann wird die Staatsmacht jeden Vorteil gebrauchen können, den sie haben kann. Einer dieser Vorteile wäre, dass Unruhen chaotisch und unorganisiert verlaufen. Und hier macht das Verbot von Killerspielen denn nun endlich auch einen Sinn. Denn wo sonst, als in solchen virtuellen Umgebungen, kann man heutzutage noch Teamwork, vorrausschauendes Denken, Vertrauen, Taktik, Organisation und Kommunikation trainieren? In einer Gesellschaft, in der jeder nur sich selbst der nächste ist, in der die Familie nichts mehr zählt, in der jeder nur krampfhaft versucht über die Runden zu kommen?
Ein Schuh wird aber erst richtig draus, wenn man das Thema Waffen in die Betrachtung mit einbezieht. Wie ja jeder weiss, gibt es in den USA nicht einfach nur liberale Waffengesetze, dort ist die Erlaubnis zum Waffenbesitz Teil der Verfassung. Beziehungsweise, um es genau zu sagen, es ist ein Grundrecht. Zusammen mit der Meinungsfreiheit und anderen Menschenrechten. Sehr gerne wird sich hierzulande über diesen Verfassungszusatz aufgeregt. Und ebenso gerne wird dabei die Motivation der Gründungsväter der USA übersehen. Denn denen ging es natürlich nicht darum, den Bürgern ein Mittel zum willkürlichen Morden in die Hände zu geben. Es ging ihnen darum, dem Staat, der womöglich eines Tages allzu mächtig zu werden droht, einen potenten Gegner in den Weg zu stellen: nämlich ein bewaffnetes Volk. Es ist in der Tat ein leichtes, einer unbewaffneten, weitgehend ungebildeten und im ewigen Existenzkampf verfangenen Menschenmasse eine Diktatur aufzuzwingen. Leute wie Hitler oder Mousolini hatten ein leichtes Spiel aus ebendiesen Gründen. So ein leichtes Spiel werden die Regierungen, denen bewaffnete Bürger gegenüber stehen, jedenfalls nicht haben. Ganz im Sinne der Verfassungsväter.
Allerdings, so muss man sich fragen, trifft das auf Deutschland ja nun nicht wirklich zu. Wer darf hierzulande schon eine Waffe haben? Unsere Waffengesetze sind die mit Abstand strengsten der Welt. Waffenbesitzer sind bekannt und registriert. Sollte es hart auf hart kommen, wären die schnell entwaffnet.
Und, auch das muss man sich fragen, trifft es denn etwa nicht zu, dass die Menschen in diesem Land seit Jahrzehnten mit ihrem Überlebenskampf in Schach gehalten werden? Was sollte sonst der Zweck von Hartz IV, Sozialabbau, Bildungsabbau, Gesundheitsabbau, Steuererhöhungen, Lug und Betrug wohin man schaut, sein?
Hier offenbart sich uns denn das wahre Ausmaß der Furcht, die die Mächtigen unseres Landes umtreibt. Wieviel Angst vor dem Volk muss man haben, um ihm nicht einmal den leisesten Vorteil überlassen zu wollen? Denn so viele Computerspieler gibt es nämlich gar nicht, als dass diese zu einer staatsgefährdenden Größenordnung zählen könnten. Man riecht förmlich die nackte Panik, die schiere Angst davor, dass die "Massen" sich erheben könnten.
Und ist diese pure Panik nicht ein interessanter Indikator für den Ernst der Lage, in der wir uns tatsächlich befinden? Darüber sollte jeder für sich einmal in Ruhe nachdenken.
[Update]:
Angeblich habe Tim K. am Tag zuvor zwei Stunden lang "Far Cry 2" gespielt. Das Spiel steht in Deutschland auf dem Index, ist nur ab 18 erhältlich und Gewaltszenen sind in der deutschen Version zensiert. "Counterstrike" und "Tactical Ops" habe er auch installiert gehabt. Ausserdem war er leidenschaftlicher Tischtennisspieler (Kreisklasse). Und er liebte klassische Musik, insbesondere Opern. Ein typischer Killer eben...