Fefe hat den Knaller der Woche gefunden. Der Erfinder des Shareholder-Value-Gedankens und Vordenker des ewigen Wachstums, Jack Welch, Ex-Chef von General Electric, hat sich endlich selbst korrigiert.
Nur auf den Nutzen der Aktionäre zu schielen sei eine dumme Idee, sagte Welch in einem Interview mit der Financial Times. Kurzzeitige Profite sollten immer auch gemeinsam mit dem langfristigen Wert einer Firma betrachtet werden. "Wie die Sache aussieht, ist Shareholder Value die dümmste Idee der Welt. Es ist ein Ergebnis, aber keine Strategie. Worauf du achten musst, sind die eigenen Mitarbeiter, deine Kunden und deine Produkte."
Schöne neue Erkenntnis! Noch schöner wäre es, wenn sie mit der gleichen Geschwindigkeit durchgesetzt würde wie sein Fehler mit dem Shareholder Value. Aber keine Angst. Das wird nicht passieren. In Deutschland durfte diese Meldung im Spiegel kurz einmal aufscheinen. Dann hat wahrscheinlich ein Aufpasser von Mohn/Bertelsmann sie gelesen und sie musste sofort weg. Achtung vor und für Mitarbeiter und Kunden oder gar Lieferanten? Das darf im Mohn-Imperium auf Kosten des Steuerzahlers nicht sein - und was der Spiegel nicht schreiben darf, das gibt es auch nicht.
Welch eine lächerliche Bande. Die Zahnpasta ist aus der Tube, und auch die Familie Mohn bekommt sie nicht wieder hinein. Aber sie hat ihre eigenen Kräfte. Dieser seltsame und anscheinend auch sehr unehrliche Mensch, der in Deutschland den Bundespräsidenten gibt, aber nur Handlanger der Neoliberalen und Menschenfeind ist, durfte sofort mit einer angeblich eigenen Idee im Mohn/Bertelsmann-Haussender für Wirtschaftspropaganda n-tv nachziehen.
Bundespräsident Horst Köhler hat sich angesichts der Wirtschaftskrise für "eine neue, ökologische industrielle Revolution" ausgesprochen. "Ein quantitatives 'Immer mehr' bringt den Menschen kein dauerhaftes Glück. Was wir vor allem brauchen, ist qualitatives Wachstum", sagte Köhler der "Passauer Neuen Presse". Wachstum sei kein Wert an sich.
Köhler forderte die Bürger auf, ihre eigenen Konsumgewohnheiten zu überdenken. Die armen Länder mit ihren schnell wachsenden Bevölkerungen würden "uns mit Recht den Verbrauch von Rohstoff-Ressourcen streitig machen". Er fügte hinzu: "Früher gab es nur den Sonntagsbraten, heute ist bei vielen täglich Fleisch auf dem Tisch. Das hat Folgen: Für den Anbau von Soja als Futter zum Beispiel wird Regenwald abgeholzt. Diesen Zusammenhang müssen wir sehen." Glück sei nicht nur, sich alles leisten zu können, sondern auch "Zeit für den Freundeskreis, das Bier mit den Nachbarn oder soziales Engagement für andere".
Jawohl ja! Es ist der Bürger, der mit seiner Gier nach Fleisch, außer Sonntags, die Welt an den Abgrund geführt hat. Gut, er schimpft auch noch auf ein paar Manager. Aber dass Horst Köhler als Chef des IWF diesen Wahnsinn gefordert und gefördert hat, erwähnt er natürlich nicht. Es war Köhler, der immer mehr Freiheiten für die Gierigen wollte und der überall auf der Welt Sozialabbau gefordert hat, bevor es Kredite gab. Mein Gott, was sind dieser Köhler und die Mohn/Bertelsmann widerlich.
Da könnte man gleich am frühen Sonntagmorgen zur Schnapsflasche greifen; aber zum einen trinke ich keinen Schnaps mehr - ich habe meine Ration gehabt - zum anderen kann ich nicht morgens schon betrunken sein. Viel zu viel Arbeit. Aber mir fällt der gute Willy ein. Der macht es für mich deutlich, was wohl die einzige Rettung zur Zeit ist, wenn man nicht kämpfen will.
WILLY MILLOWITSCH - Schnaps, Das War Sein Letztes Wort
Willy Schneider - Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein
Kornblumenblau - Willy Schneider
Mickie Krause - Alkohol im Spiel
Ich habe keine Ahnung welche Drogen unsere Politiker, Demoskopen, Volkswirtschaftler und Wissenschaftsmanager so zu sich nehmen, aber sie müssen gut sein. Deren Party muss wirklich geil sein, weil sie sich so daran festklammern. Aber sie vergessen eines.
Jupp Schmitz - Am Aschermittwoch
Ich würde sagen der Aschermittwoch ist nah. Die Zeichen stehen auf Sturm. Aber der Kongress tanzt noch. Lassen wir Ihnen den letzten Tanz. Bereiten wir uns lieber auf die Zukunft vor.
Freiheit, die ich meine - Musik Karl Groos
Hannes Wader - Jetzt kommen die lustigen Tage
Ich wünsche allen meinen Lesern einen fröhlichen Sonntag. Die kommenden Tage könnten wirklich lustig werden. Aber wir werden uns bewegen müssen. Raus auf die Straße hin zu den Demos. Nicht abwarten sondern marschieren, singen und schreien. Die Regierenden müssen in diesem Frühjahr, Sommer und Herbst unsere Stimmen hören. Das Wetter wird gut, sorgen wir dafür, dass auch unser Land und die Politik in diesem Land endlich wieder gut sind. Sonst singen wir im Winter voller Verdruss das folgende Lied und können uns noch nicht einmal mehr sicher sein, dass der Text noch stimmt. Schäuble ist alles zuzutrauen. Nur nichts Gutes.
Shareholder Value ist eine Schnapsidee
Von Jochen Hoff - Duckhome Fefe hat den Knaller der Woche gefunden. Der Erfinder des Shareholder-Value-Gedankens und Vordenker des ewigen Wachstums, Jack Welch, Ex-Chef von General Electric, hat sich endlich selbst korrigiert. Nur auf den Nutzen der Ak... ...
Die Regierung ist eingesetzt, um dem Allgemeinwillen zur Anerkennung zu verhelfen, aber die Regierenden haben einen Individualwillen, und jeder Wille drängt zur Herrschaft.
-Johanna Schall, Berlin, Alexanderplatz am 4. November 1989
"Die kommenden Tage könnten wirklich lustig werden. Aber wir werden uns bewegen müssen. Raus auf die Straße hin zu den Demos. Nicht abwarten sondern marschieren, singen und schreien. Die Regierenden müssen in diesem Frühjahr, Sommer und Herbst unsere Stimmen hören. Das Wetter wird gut, sorgen wir dafür, dass auch unser Land und die Politik in diesem Land endlich wieder gut sind."
-Johanna Schall, Berlin, Alexanderplatz am 4. November 1989
"Die kommenden Tage könnten wirklich lustig werden. Aber wir werden uns bewegen müssen. Raus auf die Straße hin zu den Demos. Nicht abwarten sondern marschieren, singen und schreien. Die Regierenden müssen in diesem Frühjahr, Sommer und Herbst unsere Stimmen hören. Das Wetter wird gut, sorgen wir dafür, dass auch unser Land und die Politik in diesem Land endlich wieder gut sind."