Diese Auffassung vertritt jedenfalls der Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. [Quelle: Reuters] Mit seiner Antwort auf den Amoklauf von Winnenden grenzt er sich sogar von seiner Chefin ab. Diese hatte nämlich im Angesicht der aktuellen Ereignisse auch Maßnahmen in diese Richtung gefordert. [Quelle: FTD]
Aus dem Verhalten des Bundesinnenministers ergeben sich für einen Bundesbürger einige Fragen.
Sehr geehrter Herr Schäuble
Was Sie da zur Forderung nach einer Verschärfung der Waffengesetze gesagt haben war mehr als daneben. Da ist Deutschland schwer geschockt, wegen der schrecklichen Ereignisse in Winnenden. Die Opfer sind noch nicht beerdigt und Schock und Trauer sitzen noch tief. Die Kanzlerin sucht nach Ideen, um so tun, als könnte sie etwas gegen die Angst der Menschen tun. Denn nach Erfurt nun Winnenden. Das lässt eigentlich keinen kalt.
Doch was tun sie in diesen Tagen? Sie geben uns den Charlton Heston. Wir hatten Ihren Vorstoß zur Lockerung des Waffenrechtes aus dem letzten Jahr schon fast vergessen. Doch Sie mußten sich wieder als Freund der Waffennarren melden. Das nun auch noch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Was sind Sie nur für ein unsensibler und kaltherziger Mensch? Haben Sie bei Ihrer Erklärung auch nur einmal an die Menschen gedacht? An die Opfer und deren Angehörige, an die Schüler und Lehrer, die um ihre Mitschüler trauern, an die Eltern in diesem Land, die Angst um ihre Kinder haben, und an die Polizistinnen und Polizisten, an denen so ein Einsatz auch nicht spurlos vorübergeht?
Ist es nicht die Aufgabe des Bundesinnenministers, sich um die innere Sicherheit in Deutschland zu kümmern? Warum tun Sie das dann nicht? Statt ihren wirren Ideen von der Kontrolle des Internets und dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren anzuhängen, sollten Sie sich einmal um die realen Gefahren kümmern.
Wenn ich daran denke, dass es offensichtlich nicht schwer ist, in Deutschland, an Waffen heranzukommen, dann fühle ich mich bedroht. Also tun Sie endlich was dagegen. Dass Menschen durch das Internet getötet wurden, ist noch nicht zu Ohren gekommen. Durch Waffen, die dann wohl doch nicht ganz so sicher gelagert waren, aber nun schon wieder. Auch dass Sie gleich mit den "Killerspielen" anfangen, reicht mir nicht. Solche Forderungen können Sie getrost der Bundesursel überlassen. Kümmern Sie sich besser um die "Hardware".
So, bevor Sie das nächste Mal etwas sagen, denken Sie vorher noch einmal darüber nach. Oder Sie lassen jemanden drüberschauen, der nachdenken kann.
gez. J. Fuhrmann
P.S.: Ich hatte heute Rot-Grün gewählt. Spagetti mit Pesto. Dazu ein hervorragender Italiener. Ein "Bolla" Valpolicella DOC "Classico" Jahrgang 2007. Das Bouquet verspricht eigentlich nichts. Eigentlich ein fast schon leichter Wein. Aber er versteckt nicht die typischen Noten seiner Region.
Das Gefühl im Allgemeinen fehlt dieser Gesellschaft. Sie will Blut sehen. Am besten auch Gedärme und heulende Angehörige. Das gibt den Kick!
Der Tod ist aus dem wirklichen Leben fast verschwunden, er ist entfremdet. Fern. Da geben uns die Bilder den Grusel, den wir so vermissen.
Ich brauche ihn nicht. Ich habe ihn täglich auf der Arbeit, denn ich bin Krankenpfleger.
Wenn wir den Tod wieder alltäglicher machten, heraus aus den Kühlkammern, Aufbahrung im Wohnzimmer und so, dann wäre er weniger geheimnisvoll und faszinierend.
Dann müßte die verfickte Sensationspresse nicht mehr so draufhalten und das Material der televisionären Aasgeier wäre weniger interssant und vielleicht auch der Umgang frustrierter Heranwachsender mit ihrem Leben und dem Leben anderer respektvoller.
"Das Forum Waffenrecht, ein Interessenverband der Waffenbesitzer, warf Schäuble dagegen vor, dieser habe sich populistischem Druck gebeugt. Zugleich verteidigte der Sprecher des Forums, Joachim Streitberger, die Lobbyarbeit seines Verbandes. "Nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit können wir in einer Gesellschaft, in der der Umgang mit der Waffe tabuisiert ist, ohne Vorurteile über die Waffengesetzgebung sprechen", sagte Streitberger. Er betonte, sein Verband habe eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und werde auch weiter hinter den Kulissen daran arbeiten, dass die Altersbegrenzung für den Waffenbesitz in Deutschland gesenkt werde."
Alleine da kann einem nur uebel werden!!
Dazu auch http://tammox.blogspot.com/2009/03/amerikanische-verhaltnisse.html
Und in diesem Artikel, http://www.netzeitung.de/deutschland/729913.html
taucht dann 'Spaetzle Heston' mit "«Also, wer niemals einen Fehler macht, der ist ein glücklicher Mensch.»" auf. ...
.... als auch eine genauere Definition vom bewaffnungsgeilen Streitberger:
"«Uns wird immer vorgeworfen, dass wir im Innenministerium Geheimdiplomatie betreiben würden, ""aber nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit"" können wir in einer Gesellschaft, in der der Umgang mit der Waffe tabuisiert ist, ""ohne Vorurteile über die Waffengesetzgebung"" sprechen», sagte Streitberger."
Er bezeichnet die Meinung/Einstellung/Furcht aller Deutschen
in Bezug auf Waffen/Bewaffnung schlichtweg als "Vorurteil" und schliesst Sie von jeglichstem Mitspracherecht aus.
Also nochmal,... "Das Forum Waffenrecht, ein Interessenverband der Waffenbesitzer(INDUSTRIE), hat seine Lobbyarbeit zur Beeinflussung der Gesetzgebung verteidigt."
Das ist doch alles Super.
Da brauchts kein Wahrheitsserum oder Luegendetektor mehr
Eigentlich kann man sich auch die Gerichtskosten sparen.
Der Groessenwahnsinn-Verdaechtige Streitberger hat schon alles gestanden.
Also ab in die Jacke, 'ne Grins-Spritze verpasst und Geschlossene.
Und da der Wolfi ganz offensichtlich/offiziell mit in der K(n)arre sitzt, darf er auch gleich mitrollen.
..
..
Da gibts nur ein Problem. Solche Sauereien laufen heute in Deutschland. Ganz locker!
Ist auch kein Wunder, mit der, beim Volk beliebten, global-neoliberalen Lobby-Queen am Ruder.
Ihr seid vielleicht drauf!
PS. Ich halte es fuer ausgesprochen geschmacklos ueber Behinderte Witze zu machen.
Aber in meinem Schaueble-Knast gaebe es vor allem eines, .... viele, viele Treppen, Reissnaegel, EMP/Sekundenkleber, ... :-)
Kennen Sie das Waffengesetz? Sie sollten sich damit mal beschaeftigen. Da steht schon so viel drin , das es ein normaler Mensch kaum noch erfassen kann. Typisch Deutschland halt wieder. Wir haben das schaerfste Waffengesetz in der Welt!!
So schlimm , wie dieser Amoklauf auch sein mag, ein schaerferes Waffengesetz wird uns in diesen Faellen nicht helfen. Man sollte sich mal die unverantwortlichkeit der Eltern in diesem Fall ansehen. Wieso kommt der Junge ueberhaupt an die Waffe seines Vaters und warum in aller Welt weiss er angeblich die Kombination des Safes?
Ich nenne den Grund mal die Gedankenlosigkeit der Eltern. Ein Kind oder Jungendlicher hat keinen Zugriff auf den Waffenschrank zu haben und das steht auch in unserem Gesetz. Da braucht nun wirklich nichts verschaerft zu werden.
Fordern Sie Veraenderungen in der Gesellschaft. Das ist nachhaltig und kommt dem wirklichen Grund, warum soetwas Passiert schon viel naeher, als Polemisch auf das Erstbeste drauf zu hauen.
Preisfrage: Wie lange dauert eine Veränderung der Gesellschaft?
Bezüglich des Codes vom Waffenschrank, die nächste Frage:
Warum nahm er dann ausgerechnet die Beretta aus dem Schlafzimmer des Vaters?
Bei der Verantwortlichkeit der Eltern gebe ich Ihnen jedoch vollumfänglich recht. Dennoch: Niemand ist 100% perfekt; Fehler passieren und um diese im Vorfeld auszuschließen heißt es: Präventive "Gefahrenabwehr".
Rebecca
Ich darf wohl davon ausgehen, dass eine maskuline Anredeform bei Ihnen richtig ist. Zuerst möchte ich mich für Ihren Kommentar bedanken. Dann hätte ich noch eine Bitte. Sie beklagen, dass ich keine "Veränderungen der Gesellschaft" fordere.
Das hat den folgenden Grund. Ich habe einfach keine Vorstellung wie und in welche Richtung man eine Gesellschaft verändern muß, dass jeder (der es will) seine Waffenliebe ausleben darf. Es aber trotzdem nicht zu solchen Taten kommt.
Sie aber haben da anscheinend schon konkrete Vorstellungen. Teilen Sie mir diese bitte mit. Ich wäre Ihnen sehr dankbar dafür.
Sie sind doch sicher auch der Meinung, dass der Ruf nach gesellschaftlichen Veränderungen als plattes Totschlagargument ziemlicher Humbug ist.
In diesem Sinne und mit der Hoffnung auf Ihre guten Ideen.
Ihr wissbegieriger
J. Fuhrmann
Die Veraenderung mag laenger dauern, aber Sie ist die einzige Moeglichkeit tatsaechlich das Problem zu loesen.
beim 2. sind wir leider wieder bei der Verantwortung ;-) Die Waffe hat da einfach nicht zu liegen und das wird der Vater wahrscheinlich am Ende mit Gefaengnis bezahlen muessen. Ich sehe ein, das rettet nun auch nichts mehr.
Nun praeventiv kann aber nicht heissen, das wir Deutschlandtypisch hingehen und das dann einfach mal direkt verbieten.Glauben Sie mir auch das wird soetwas am Ende nicht nicht verhindern. Wenn jemand wirklich soetwas vorhat, wird er sehr leicht an die benoetigte Waffe kommen. Das hat aber wiederum nichts mit dem wirklich schon sehr scharfen Gesetz in Deutschland zu tun.
Lars
Natürlich wird auch ein Wegsperren nicht zwingend dazu beitragen derartige Katastrophen zu verhindern. M.E. ist es aber vorerst der Schnellste, durchführbarste Weg solche Taten zu erschweren und auch einzugrenzen, was nicht meint, daß sie gänzlich ausgeschlossen sind. Bis eine gesellschaftl. Veränderung greift, wird es Jahrzehnte dauern. Waffen aus Privaträumen zu entfernen geht wesentlich zügiger von statten.
Vorrausgesetzt eine gesellschaftliche Veränderung wäre gegeben, könnte darüber nachgedacht werden, die Waffen wieder zurück zu führen. Das wäre aber ein Punkt, den es bei Zeit zu prüfen gilt.
Rebecca
Ersteinmal möchte ich allen Angehörigen der Opfer mein tief empfundenes Beileid aussprechen.
Des weiteren möchte ich die Gelegenheit nutzen, um die Diskussion wieder auf den "richtigen Fakt" zu lenken.
Der JUNGE war psychisch krank, sein Vater ein verantwortungsloser Waffennarr und frommer Unterstützer der Waffenbegeisterung seines Sohnes. In diesem Zusammenhang nützt weder eine Verschärfung des Waffengesetzes, noch die IRRIGE Annahme, dass nur ein Totalverbot von Waffen die einzige Lösung, bzw. den "absoluten Schutz" vor Amokläufern bringen kann!
Wenn ein psychisch kranker Mensch vor hat anderen Menschen "Leid zuzufügen", könnte er genauso ein Auto in eine Gruppe Fußgänger lenken...
Also bleiben wir sachlich und betrachten wir die Tatsache so wie sie ist!
Niemand und nichts kann Amokläufe verhindern - genauso wenig, wie man Verkehrsunfälle verhindern kann. So traurig es auch ist und so betroffen wie es mich persönlich macht, denn noch...
Darüber sollte man mal ruhig und sachlich diskutieren.
Mit freundlichem Gruß: Marcel
mit welcher Legitimation benennst Du deine Sicht der Dinge als "richtigen Fakt"? Ist es nicht eher eine bloße Annahme Deinerseits, oder hast Du Beweismittel die Du hier zur Sicherung Deiner Aussage, ich zitiere: "Der JUNGE war psychisch krank", vorlegen kannst? Dann bitten wir um entsprechende Information.
Anderenfalls ist eine sachliche Diskussion mit Dir hier nicht möglich.
Rebecca
der Antwort von Rebecca, und ihrer Aufforderung möchte ich mich vorbehaltlos anschließen.
J.Fuhrmann
kann mich der Aufforderung von Rebecca und Herrn Fuhrmann ebenfalls nur anschließen und erwarte von Ihnen entsprechende Fakten für die Behauptung:
"Der JUNGE war psychisch krank,.."
Und einen Vergleich zwischen dem notwendigen Fortbewegungsmittel "Auto" und sog. "Sportwaffen mit tödlicher, scharfer Munition" zu ziehen, halte ich für unpassend, wie unverhältnismäßig. Der Vergleich hinkt!
Auto eignet sich nicht
1. Bisher fällt auf, dass v.a. Schulen/Lehrer und Mitschüler die Opfer sind - und diese befinden sich nun mal - meist an einem überschaubaren Ort - also in Gebäuden und nicht auf der Straße. Eine Amokfahrt mit einem Fahrzeug hätte da weniger Aussicht, die Ziele einer solchen Aktion zu erreichen.
2. Bisher weisen die Ähnlichkeiten in den konkret (nicht hypothetisch!) vorliegenden Fällen eher darauf hin, dass die Amokläufer ihre Aktion bevorzugt nahe, im Angesicht ängstlicher Opfer durchführen, statt mit Fahrzeugen in unkontrollierbarere Unfallsituationen zu steuern, wo ihnen das direkte gezielte Gegenüber kaum möglich und die Aktion weniger sicher zum Ziel führt...
schlussfolgert Ulenspiegel
Natürlich erhöht es die Sicherheit innerhalb der Bevölkerung, wenn es keine Waffen mehr gäbe und jeder einen Verichip implantiert hat und eine Kamera die in Echtzeit Bilder zu Schäuble schickt. Dann gibt es keine Verstöße mehr gegen die Regeln der Herrschenden. Willkommen in der Dystopie von 1984. Alle müssen das tun was ihnen befohlen wird, das heisst zum Beispiel den ganzen Tag arbeiten und dafür Brot, Wasser und einen Schlafplatz bekommen, während die Herrschenden den Rest behalten dürfen.
Deshalb fordere ich Waffen für die gesamte deutsche Bevölkerung wie in der Schweiz, damit wir uns gegen Staatsterrorismus wehren können. Die französische Revolution hätte es niemals gegeben, wenn die Franzosen nicht zu Waffen gekommen wären. Das heisst es gäbe heute keine Bürgerrechte!
nicht Waffenverbote waren hier in Diskussion, sondern die –zentrale Lagerung der Waffen der Hobby- und Sportschützen_.
;-) Evolution bremsen
Zentrale, kontrollierte Lagerung durch die Schützen selbst, damit deren Nachwuchs sich und andere nicht noch mehr wegevolutioniert.
Revolution nachwievor möglich
Rankommen würden sie bei dieser Regelung nachwievor - also evt. Revolutionen und Bürgerwehren wären nachwievor möglich.
Also keine Angst vor Entwaffnung und Abgabe von Bürgerrechten...
Kontrollen sind nicht möglich!
Die Kontrollen sind gem. Artikel 13 GG überhaupt nicht so durchführbar, wie Merkel & auch ihre Parteigenossen vorschlagen. Und das wissen die sogar längst. Für eine Kontrolle im Privatbereich muss ein konkreter Verdacht vorliegen, sonst muss hier niemand seine Haustür öffnen und Kontrolleure reinlassen. Also gibt hier die CDU vor, das durchführen zu können, was sie bereits bei HarztIV-Betroffenen bei den sog. Hausbesuchen durchzusetzen versuchte. Vergeblich! Kein Grund also für Waffenliebhaber, -sammler und Hobbyschützen jetzt Panik vor solchen Kontrollen zu schieben - es wird nicht dazu kommen! Reinfallen sollt ihr! Und das ist, soweit ich sehe, vllt. sogar gelungen.
Alle CDU-Wähler jedoch sollten sich fragen, weshalb diese Partei nebst Merkel allen sowas vormachen wollen?...
Am besten der Staat und die Polizei beraubt die Bürger ihrer Waffen und Rechte ( Haussuchung ohne richterlichen Beschluss) Gab es so etwas nicht schon mal ? In Nazi- Deutschland oder vielleich auch in der DDR?
Gut zu wissen das es gerade Rot-Grün ist, die sich für solche Vorgehensweisen einsetzen.
Armes Deutschland!
Wer wirklich wissen will was ein komplettes Waffenverbot mit sich bringt, sollte im Internet mal unter Waffenverbot nachsehen und sich fragen, ob man sich in Deutschland Verhältnisse wie in England, Canada oder Australien wünscht.
Mit ftreundlichen Grüßen
Jürgen
wenn Sie meinen, daß SPD und die Grünen sich für unangemeldete Waffenkontrollen in Haushalte einsetzen, muss ich eben angemerkt wissen, daß dieser Vorschlag seitens der Kanzlerin (CDU) gemacht wurde. Die SPD sprach sich dagegen aus. S.a. hier SPD lehnt Merkel-Vorstoß zu Waffenkontrollen ab
Rebecca