Ich habe mir, ausgelöst durch ein kürzliches Telefonat, mal wieder die Frage gestellt, ob der deutsche Michel eigentlich noch alle Tassen im Schrank hat.
Der Gesprächspartner ist ein guter Bekannter und selbständig. Ich unterhalte mich gern beim Telefonieren (natürlich nur mit Leuten, wo ich eigentlich denke, dass die es raffen) auch mal über die politische Großwetterlage und möchte so den Nerv der Zeit bei den Leuten finden und treffen. Es ging bei dem Telefonat u.a. darum, was derjenige machen würde, wenn er als Selbständiger nicht mehr existieren kann, sprich, keine Umsätze mehr möglich sind, weil die Kunden kein Geld mehr haben, die Lieferungen zu bezahlen. Ich möchte mal hier hinzufügen, dass viele sogenannte Selbständige eigentlich Scheinselbständige trotz allem sind, weil sie nur immer für die gleichen Provisionsgeber die ganze Woche unterwegs sind. Die Gefahr, dass nachträglich bis zu 30 Jahren Sozialabgaben nachgefordert werden können, sieht keiner! Mein Bekannter antwortete mir in aller Ruhe, dass er immer etwas finden würde und davon ausgehe, dass es immer ein Weiterkommen gebe.
Um es kurz zu machen: Ich bin ich derart in Rage geraten, weil offensichtlich viele noch in Watte eingepackt denken, die Krise werde sie schon nicht treffen - und überhaupt, es ging doch immer irgendwie weiter. Mir ist klar, dass viele auch deshalb so denken, weil sie der Realität, besonders der, die kommen wird, nicht ins Auge sehen können oder wollen. Sie leben ein Leben von der Hand in den Mund, und das ist nicht finanziell gemeint!
Die Masse will gar nichts verstehen!
Anfänglich möchte ich aber über zwei Jahre zurückgehen. Im November 2006 (wo es offiziell noch nicht nach Krise roch und viele noch vom Hybrid-Merkel Virus eines „nun wird alles besser bzw. wieder gut“ infiziert waren) war hier schon etwas erstaunlich offenes nachzulesen:
sueddeutsche.de
Aha, also schon damals nichts anderes als heute:
- Mir doch egal
- Umfragen werden zu Trends
- Stimmung ist schlechter als die Lage
- Parteien bangen um Nachwuchs
Heute nicht anders! Höchstens die Stimmung ist nun mindestens genauso schlecht wie die Lage, nämlich eigentlich ganz gleich schlecht oder vielleicht sogar auf dem Nullpunkt schlecht! Aber da wären wir wieder beim Ausgangsthema, die Deutschen scheint’s nicht zu stören…
Um nun anhand von ein paar aktuellen Beispielen zu belegen, was ich meine, nachfolgende Verweise und Kommentare quer durch den Gemüsegarten der deutschen Befindlichkeiten:
Kampa ist pleite
Bekanntlich war Kampa ein Fertighausproduzent, und dass über 100 Jahre lang. Warum und weshalb Kampa kaputt ging (gemacht wurde) will ich hier gar nicht beschreiben. Um wieder zum Thema dieses Artikels zurückzukehren nachfolgende Situation:
Ein guter Bekannter, der für eine andere namhafte Fertigteilhausfirma in einer deutschen Großstadt in einer großen Musterhaussiedlung tätig ist, hat mir erzählt, dass die Leute nach wie vor in nicht gerade geringen Scharen zu Kampa laufen, die nach wie vor mit selbständigen Handelsvertretern vor Ort sind und höchstwahrscheinlich nach wie vor Verträge verramschen! Sind die Leute noch bei Verstand? Gehen zu einem offiziell als zahlungsunfähig deklarierten Unternehmen? Glauben denn die Leute vielleicht, dass Kampa im Fabrikkeller noch dutzende vorproduzierte FertigTEILhäuser stehen hat, die nun als Schnäppchen verramscht werden? Natürlich gibt’s auch bei einem Fertighaushersteller keine auf Halde produzierten Häuser! Und es kann ja wohl in der Masse der Leute nicht sein, dass die von der Insolvenz nichts mitbekommen haben? Und ist es nicht ein Verbrechen, dass die Leute, die jetzt noch von Kampa zu einem Vertragsabschluss verführt werden und dann marktüblich eine Anzahlung leisten müssen, Gefahr laufen, ihr Geld als Totalverlust zu verlieren oder einen Leichenfledderer, Entschuldigung Insolvenzverwalter zu finanzieren? Haben denn die Leute die ganze Sache mit den Pleitebanken und Bonizahlungen schon wieder vergessen?
Die Abwrackprämie macht die Käufer arm
Nicht nur, dass die Schrottplatzbetreiber völlig unbegreiflicherweise beschreiben, dass sogar Autos im Schrott landen, die als gute Gebrauchte teilweise deutlich mehr als 2.500 Euro im Wiederverkauf bringen würden; nein es gibt offensichtlich komplette Idioten-Michels, die sich wegen einem Neuwagen auch noch (neu)verschulden und zwar erdkrümmungshaft! Ist das normal? Nein! Wer verführt hier wen und wer trägt die Folgen? Die nächste Blase ist vorprogrammiert und die Berliner Verführer sonnen sich im „Erfolg“. Jeden einzelnen BerlinPolit Entscheidungsträger müsste man vorsorglich für die Zukunft zum persönlichen Schadenersatz in Haft(ung) nehmen! Übrigens ist die Abwrackprämie(Blenderprämie) im Zusammenhang mit deutschen Herstellern ein Megaerfolg! Nur nicht unbedingt für deutsche Werke und damit deutsche Arbeitsplätze! Was die Systemmedien nämlich fast geschlossen nicht berichten, ist, dass zum Beispiel das VW Werk bei Port Elizabeth in Südafrika, welches eigentlich bis Ostern komplett schließen sollte, nunmehr wieder auf voller Leistung gefahren wird und nun nicht mehr die Schließung droht. Nunmehr aber vielleicht der eine oder andere Arbeitsplatz in Wolfsburg oder wo auch immer noch Kleinwagen von VW in Deutschland gebaut werden! Hauptsache Dresden hat die gläserne Fabrik für den Phaeton, den eh niemand mehr kauft! Aber über Deutschlands Automobilzukunft als Manufakturen habe ich ja erst kürzlich im BMW Artikel geschrieben.
Wie die Presse manipuliert und im Nachträglichen zensiert (wird), kann man mal wieder bei der Süddeutschen sehen! Vor ein paar Tagen stand nämlich ein Beitrag online, der nunmehr aber wieder komplett verschwunden ist. Leider habe ich diesen nicht abgespeichert. Mir blieb nur die Schlagzeile vom 13.03.2009:
Aus Existenznot nahm die Akademikerin Julia Schäfer einen Job an, den kaum jemand freiwillig macht: Sie arbeitet in einer Tierversuchsanstalt.
In dem Beitrag war beschrieben, wie eine junge Akademikerin nach einem Ortswechsel keinen angemessenen Job bekam und arbeitslos blieb. Auf dem Arbeitsamt bot man ihr dann einen Job als Kellnerin mit Aus- und Weiterbildung in russischer Sprache an (was die junge Frau aber mit Recht ablehnte), weil in der Gegend, wohin sie verzogen war, viele Russen als Touristen kamen. Aus Not nahm sie dann einen Job an, der sie aber dann von vornherein nicht absehbar zu Tierversuchen finsterster Art verpflichtete, wo sogar der Arbeitgeber verlangte, dass sie private Haustiere (in ihrem Fall zwei Kaninchen) abschaffen musste! Letztendlich weiß ich nicht mehr wie die Geschichte genau ausging, aber die Sachbearbeiterin auf dem zuständigen Arbeitsamt hat die Akademikerin derart unter Druck gesetzt und roboterhaft „behandelt“, das man sich im Zusammenhang meines Themas fragen muss, ob die Systemlinge der Systemlinge für ihren Job(erhalt) die Nächstenliebe zu den Menschen komplett abhanden gekommen ist, von den Tieren ganz zu schweigen! Wie dumm und naiv und vor allem egoistisch müssen Menschen sein/werden, die einen Job gegen andere Menschen ausüben und voll bürokratisch abgestumpft durchführen. Aber wie hier auf duckhome schon berichtet wurde, haben KZ Aufseherinnen auch nur ihren (Job hieß es da noch nicht) Dienst gemacht!
Der Wurst Finger Spinner
Wie eingebildet und selbstüberheblich bzw. komplett abgehoben die Sache plus Figur ist, will ich gar nicht beschreiben. Fest steht aber, dass solche Figuren immer und immer wieder etwas Blöcken dürfen und können, weil sie genau wissen, dass ihnen kein spürbarer Volkszorn (auch gern in Form des Faustrechts) entgegen schlägt, welcher letztendlich die Figuren mindestens zum Rücktritt zwingen würde! Denn der deutsche Fußballmichel würde im Zweifel auch ein Zwangs-Abo abnicken! Aber nur, um dann gleich wieder in rattiger und schaftelmacherischer Art dieses zu umgehen!
Wo sind eigentlich die Grauen Panther (ja, ja ich weiß schon)?
Wer diese Wahlpropaganda noch für voll nimmt, dem ist auch nicht mehr zu helfen!
Im Westen satte 2,4 % Rentenerhöhung und im Osten (hallo Merkelland) sogar noch sattere 3,4 %. Der Brüller und die Rentenrevolution an sich! Natürlich kommt davon wegen höherer Sozialabgaben, manch neuer Steuerpflicht und natürlich der Inflation an sich nicht viel bei den alten Leuten an! Durchschnittlich pralle 20 Euro, die gleich als Eintrittsgeld für Ärzte, die ja naturgemäß viele ältere Menschen tlw. lebensnotwendig brauchen, verrechnet werden könnte! Dafür werden aber die alten Leutchen (besonders noch aus Tradition im Osten) wieder unterwürfig und pünktlich zur Wahl gehen!
Und netter Nebeneffekt: wieder wird die „zahlende“ Generation so schön neidisch gemacht und sicher bald vor allem in der B-Zeitung die Frage Irrlichtern: Sind die Rentenerhöhungen noch gerecht und sozial machbar? Altes Motto: Teilen und herrschen!
Diese und viele andere Beispiel des Alltags des Irrsinns müssen wir uns jeden Tag antun, ob wir es zur Kenntnis nehmen oder nicht! Auswirkungen hat es mehr oder weniger auf alle Deutschen! Und niemand macht etwas. Warum nur nicht… Warum nur nicht?
Aber: werte Landleute, wenn erst im Kühlschrank nichts mehr zu fressen zu finden ist, die Läden leer sind und die Suppenküchen von rivalisierten Gangs im Besitz sind und die Hütte kalt bleibt bzw. die Diktatur ihr wahres Gesicht zeigt, indem es u.a. den Fressnapf nur noch gegen Lebensmittelkarten gibt (eine Druckerei läuft diesbezüglich schon auf Hochtouren), dann ist es zu spät!
Aber so lange niemand auf die Straße geht, um eine Rückforderung verbunden mit dem sofortigen Einfrieren aller Konten einer 20 Millionen Sofortrente eines Zumwinkel durch einen ehemaligen Staatskonzerns fordert, so lange kann man nicht wirklich mehr an die Bevölkerung eines Landes glauben! Dafür darf man bei der Ex-Staatspost, wenn man ein Paketchen in Größe einer Broschüre von Freitag auf Samstag mit gesicherter Zustellung verschicken will, nein, dann muss man über 30 Euro löhnen. Dafür brauchen die Rentner mit ihrer neuen Superrente immerhin 1 ½ Monate!
Fazit: So lange sich der Michel noch so etwas wie hier:
Schlaftablette gegen Valium
antun lässt und die Systemmedien sich darüber noch spottend auslassen, dann sehe ich kein Licht in der Dunkelheit!
Wie immer mein Aufruf: Handelt jetzt, sonst ist es zu spät. Leider befürchte ich, dass es wieder niemand aufnehmen wird und ich rechne leider auch nicht mit einem großen Echo auf diesen Beitrag! Oder? Landsleute, enttäuscht euch nicht selber, denn ihr könntet es eines Tages euren Kindern oder Enkeln erklären müssen!
AdF = Armee der Finsternis = der Film
Tags für diesen Artikel: bayern, bevölkerung, deutsche sparer, deutschland, hoeneß, rentner, tierversuch, zumwinkel
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danke für den Artikel. Es ist der Wahnsinn. Man hat wirklich das Gefühl von lebenden Toten umgeben zu sein. Nicht zu fassen. Was also tun? Ich denke alles gewaltfrei mögliche:
Proteste, Demonstrationen, Steuerboykott und überhaupt ziviler Ungehorsam an allen Fronten. Und los....
Ich gehe für diesen Ignoranten Haufen auf die Straße. Opfere Freizeit und lass mich von den Ordnungskräften digitalisieren - wer weiß wozu. Warum mach ich das? Weil es kein Refugium mehr gibt, wie damals beim ersten Mal. Lass sie doch in ihrer Selbstgefälligkeit ersaufen.
Ich will weg.
Aber wohin?
Wie auch andere schon feststellten, geht es anfänglich nur mit zivilen Ungehorsam, dann über das sich finden von bestimmten und unvereinnehmbaren Strukturen die dann das Geschick zur Organisation von mächtigeren Instrumentarien haben, wie u.a. Demonstrationen von mehr als 100.00 Menschen!
Allein ein Generalstreik wäre schon mal etwas...
Respekt für Dein Engagement, mach bitte weiter. Jeder ist gefragt! Klingt jetzt zwar worthülsig, aber ein Aufgeben darf es nicht geben. Genervte Autofahrer oder Filmfestspiele der Bullerei interessieren mich nicht wirklich. Einfach komplett ignorieren!
auch noch als Gemeinschaft versteht, aber gerade diese Sozialisation untereinander ist gerade auch in Deutschland erfolgreich abgebaut worden, dieser Umstand lässt sich nicht mit einem Aufruf wieder rückgängig machen. Der Schaden ist gewaltig, schon in der kleinsten und
ursprünglich mal stabilsten Einheit der Familie eindrucksvoll zu beobachten, da zerfällt der Zusammenhalt zusehends. Das erzeugt natürlich bei den nun vereinzelten Individuen nicht ganz zu Unrecht, auch das Gefühl der Machtlosigkeit, gegenüber den Vernetzten Strukturen aus Eliten, Konzernen und Parteien. Ich fürchte wir werden uns noch bis es tatsächlich nichts mehr zu Fressen gibt gedulden müssen, bevor eine Veränderung des Mainstreams erfolgt.
Subjektive Einschätzung:
Es scheint eine natürliche Entwicklungs-Konsequenz der menschlichen Spezies zu sein, das auf Grund unserer hierarchischen Denk und Lebensweise, die Machtverhältnisse bis ins extreme auseinander laufen, mit allen negativen Konsequenzen die das für die Masse beinhaltet, vor allem auch im Bezug auf den technischen Fortschritt und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Machtausübung.
Okay, der Gedanke ist nicht von mir. Zeigt aber das Problem. Keiner weiß vom anderen. Ein Symbol (z.B. schwarzes Band an der Antenne - gab's alles schon mal - und dann sehen wir, wie viele wir sind.
Das Problem - wie der Autor beschreibt - ist die völlig betäubte Masse. Wenn ich warnende Worte spreche oder Hintergründe beleuchte, bekomme ich bestenfalls ein mitleidiges Lächeln, schlimmstenfalls Gelächter oder Beschimpfungen. Von Menschen, welche ich für gebildet und aufgeweckt hielt.
Was passiert in unserem Land? Die Menshen werden gezielt verblödet und eingeschläfert und geknebelt.
David
mit dem SZ Artikel zu Julia Schäfer meinst Du moeglicherweise den hier ,zur Not hab ich ihn -glaub ich- noch als .png. Und -subjektiv- zum Artikel, das seh' ich unterm Strich genauso - who cares -, allerdings seh ich auch immer mehr Leute, denen steht's bis Oberkante Unterlippe. Und irgendwann (wann?) wird dann nicht mehr nur mit Wattebaeuschen geschmissen, was auch keine adaequate Loesung waere...
http://www.maya.at/Kin-Info/Kin-Info-Index.htm
http://www.sueddeutsche.de/557380/546/2798784/Ich-hatte-keine-Alternative.html
Atomino2000
Er steht aber nicht mehr unter der original URL und auch die Überschrift ist eine andere (eben entschäft). Zum Zeitpunkt, als ich meinen Artikel hier schrieb, habe ich bei SZ online keinen Artikel über J. Schäfer mehr gefunden, weil ich natürlich vorher die Suche bemüht hatte. Außerdem ist ein Unterschied beim Datum von einen Tag feststellbar.
Also, nochmals danke an alle aufmerksamen Leser.
Was ist der Grund für dieses Nichtwissen? Der Platz der Auseinandersetzung zwischen Volk und Herrschaft ist die Ökonomie. Ein Volk ohne Wissen ist wehrlos. Das ist von den herrschenden gewollt und ist Teil ihrer Strategie.
Wie Julia Schäfer ergeht es ¾ der Belegschaften, Arbeit macht keinen Spaß mehr in Deutschland.
Für Revolutionen ist Deutschland immer gut, öfter als jedes andere europäische Land. Das geht bei den Deutschen ganz schnell.
Wilhelm II, Honecker…..Merkel?
die meisten länder machen es uns vor. der teutonischer michel bleibt jedoch blauäugig und gesetzestreu im arrangierten kellerverlies und jammert vor sich hin.
es macht leider kaum sinn, beim deutschen schaf - zur revolte aufzurufen. lieber warten sie, bis wieder ein "gefreiter" die zügel hält, um dann brav die zuckungen im arm ausleben zu können. hauptsache, keine verantwortung übernehmen ...
Ich sehe das Unrecht, täglich sogar, aber irgendwie hat mich das wohl abgestumpft. Ich bin nicht mehr empört und werde zunehmend zynisch. Und ich weiss nicht, wie sich das ändern lässt.
Mir geht es aber manchmal ähnlich. Dann krame ich eben die alten Erinnerungen wieder raus und stelle mir eine kleine "Wolken"weile vor, dass es vielleicht wieder mal so sein könnte! Das gibt mir ein wenig Kraft. Natürlich kann man nicht nur aus schönen Erinnerungen heraus leben!
Also muss sich etwas ändern, und da ist jeder Einzelne gefragt! Auch wenn es schwer ist und noch schwerer wird!
Es gibt einige Ideen, wie man das System anpicksen kann. Leider werden wir nicht herumkommen, wie seiner Zeit '89 nur mit Massen, die relativ zu allem bereit sind, es letztendlich wegzufegen. Und dafür ist die Zeit noch lange, lange nicht reif.
Und zwei entscheidende Unterscheide gibt es zu '89:
Es gibt keine "Alternative" mehr (soll heißen, kein anderes existierendes und scheinbar funktionierendes System) und damit haben die meisten Menschen mental ein Problem, frei nach dem Motto: so lange es einigermaßen geht, dann richten wir uns eben ein...
Und:
Es reicht heute nicht mehr auf Dauer aus, dass man allein in Deutschland etwas revolutionär verändert! Selbst wenn so etwas theor. gelingen würde, dann würde es dem "anderen" Deutschland dann nicht anders gehen, als es damals in der DDR war: das Land wird komplett in alle Richtungen boykottiert! Die ganzen Westbürger der alten BRD vergessen nämlich komplett, dass "ihr" Staat die DDR und den ganzen Ostblock fast 40 Jahre wo es nur ging wirtschaftlich bekämpft haben! Allein dafür würde rein theor. den Ex-DDR Bürgern eine Entschädigung zustehen, denn die konnten gar nichts für die Aufteilung Deutschlands nach dem Krieg durch die Besatzermächte!
Aber ich bereite gerade einen "anderen" Artikel vor (bitte noch eine Weile um Geduld), der genau ein mögliches Zukunftsszenario aufzeigt, was so aber letztendlich scheitern wird. Man muss ja den Menschen Modelle vor Augen halten, wie es geht oder nicht geht! Zumindest meiner Meinung nach...
weißt Du, warum ich nicht ausgewandert bin?
Als ich in meinem Dunstkreismerkte bemerkte, daß all die Auswanderer in andere Länder und auf weit entfernte Planeten, Deutscher als Deutsch wurden.
Noch einen Deutschen mehr wollte ich all jenen dort ersparen.
Und so richtig im Exil kannst Du Dich nur in der eigenen Heimat fühlen.
Gerade dann, wenn Du feststellen mußt, auch Lemminge wissen, wo es lang geht und sind "straight forward".
Es kann durchaus eine sportliche Aufgabe sein, "mit zu laufen" ... und da mitzuhalten, wird gerne unterschätzt - gerade dann, wenn Du die "Kante" siehst.
Dein Brody