An vielen Tagen ist die Nachrichtenflut, die über uns hereinbricht, kaum zu bremsen. An anderen Tagen gibt es eigentlich keine Nachrichten, dafür aber jede Menge Geschwätz. Heute morgen ist wieder so ein Geschwätztag. Ferdinand Dudenhöffer, angeblicher Autoexperte, hat es mit Opel. Bauernpräsident Gerd Sonnleitner möchte weniger für Sprit bezahlen und mehr Milchanteile in den Fritten. Der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Gerhard Schick, träumt von Transparenz bei den Milliarden zur Bankenrettung.
Logisch ist es für diese Leute wichtig, dass sie etwas gesagt haben und dass ihre Blähungen auch in den Medien weiterverbreitet werden. Tatsächlich aber würde es niemandem außerhalb ihres privaten Umfeldes auffallen, wenn sie plötzlich nicht mehr existieren würden. Sie existieren nur als kurze Notiz in den Medien, ähnlich wie ein übler Geruch, der kurzzeitig stört, aber vergeht. Sie haben ein hartes Los und deshalb sollen sie auch hier gewürdigt werden.
Dudenhöffer, Sonnleitner und Schick
Ferdinand Dudenhöffer ist Professor an der Universität Duisburg-Essen und leitet dort das Fachgebiet "Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft", und wie alle hochgelahrten deutschen Volkswirtschaftler hat er nebenbei auch noch ein nettes Prognoseinstitut, die BDW Automotive GmbH, die sich mit vielen nützlichen Dingen beschäftigt:
Nein After-Market ist nicht das, was sie denken, und außerdem gehört das jetzt nicht hierhin. - Wir haben es also mit einem typischen unabhängigen deutschen Professor zu tun und der ist nun böse auf den Herrn Wirtschaftsministerdarsteller Guttenberg. Dudenhöffer hat nämlich etwas gemerkt, was eigentlich geheim bleiben sollte, und verkündet dies auch lauthals.
Guttenbergs USA-Reise bezeichnet er als Politmarketing, was es zweifelsohne auch aus ist, und er behauptet des weitern, dass die CDU/CSU Opel gar nicht retten wolle, was ebenso richtig ist. Selbst Roland Koch erzählt den Opel-Mitarbeitern schon von sehr harten Einschnitten beim Lohn und wegfallenden Arbeitsplätzen - Argumentationshilfe dafür, dass sich die Opel-Mitarbeiter freuen sollen, wenn Opel nicht gerettet wird.
Mannhaft fordert Dudenhöffer, dass sich der Staat an Opel beteiligt, weil es keine Investoren gebe, und sagt damit gleichzeitig eben auch, dass Opel nicht zu retten ist. Bei ihm ist das allerdings kein Politmarketing, da ist es einfach Marketing. Er muss in die Medien, damit seine BDW Automotive GmbH schöne neue Aufträge bekommt. Er ist ein Guttenberg.
Lustig ist auch Gerd Sonnleitner, der sich darüber beklagt, dass französische Bauern nur 0,7 Eurocent an Steuern für Agrardiesel bezahlen, während deutsche Bauern 40 Prozent bezahlen müssen. Diese klaffende Wettbewerbslücke mache den deutschen Bauern das Leben unmöglich. Es verwundert nur, dass er nicht die Sonne erwähnt hat, die in Frankreich häufiger scheint, und die den deutschen Bauern fehlende Mittelmeerküste.
Hätte sich Sonnleitner dafür eingesetzt, dass Biodiesel in Deutschland steuerfrei bleibt, solange er von deutschen Bauern aus hiesigem Anbau erzeugt wird, müsste er diese Diskussion nicht führen. Aber als Sigmar Gabriel den deutschen Biodiesel und die kleinteilige Erzeugung dieses Diesels zerstörte, um den Ölriesen zu helfen, hat Sonnleitner geschwiegen.
Heute wird die Biodieselbeimischung zum Normalsprit in Deutschland dadurch erreicht, dass Regenwald abgeholzt und weite Teile Lateinamerikas durch Monsantos Gendreck vergiftet wird. Dafür ist der deutsche Biodiesel auch tot. Aber das war Sonnleitner egal, und bei Gabriel ist davon auszugehen, dass er nach seiner Abwahl im Oktober bei einem Ölmulti wieder auftauchen wird, wenn er nicht gleich zur Atomindustrie geht.
Aber Sonnleitner setzt noch einen drauf. Er möchte, dass die Deutschen mehr Milch verbrauchen müssen. Deshalb sollen die Milchkomponenten in den von der Nahrungsmittelindustrie erzeugten Produkten erhöht werden. Mehr Milch in die Fritten. Ob dem Sonnleitner klar ist, dass es für die deutsche Bevölkerung billiger wäre, die Bauern alle als Regierungsdirektoren in den Ruhestand zu schicken, als weiterhin die Agrarsubventionen zu bezahlen? Wahrscheinlich ja. Aber auch er muss immer wieder in die Medien. Er will ja wiedergewählt werden.
Gerhard Schick ist ein Grüner, also ein Bedeutungsloser. In der Opposition schreien sie nach Frieden und sind gegen Kohlekraftwerke, in der Regierung sind sie für den Afghanistankrieg und jeden anderen Krieg und bauen in Hamburg Kohlekraftwerke. Wenn die Grünen etwas sagen, dann sagen sie das, um überhaupt etwas gesagt zu haben. Es kann nicht gegen sie verwandt werden, weil sie es nie ernst gemeint haben.
Schick möchte Transparenz im Bankenrettungspaket, so sagt er zumindest. Was er wirklich will, vermag niemand zu ahnen. Wahrscheinlich will er gar nichts außer einer Medienerwähnung.
Mein Gott, der Steuerzahler müsste so viele Rechte haben. Auch ein Recht auf anständige und ehrliche Politiker gehört dazu. Die Bankenrettung hält doch sogar geheim, wer alles und wie viel bekommen hat, damit die gierigen Abzocker aus den Banken sich nicht schämen müssen. Aber die schämen sich nicht, die nehmen das Geld und geben es auch an ihre Freunde weiter.
Natürlich ist es ärgerlich, dass Ackermann gerettet wurde, indem die AIG 12 Milliarden Dollar des amerikanischen Steuerzahlers an die Deutsche Bank gezahlt hat. Natürlich fließen die Gelder aus Commerzbank und Hypo Real Estate auch in die Deutsche Bank. Sonst wäre die doch schon längst pleite. Aber wenn Schick glaubt, dass eine Forderung der Grünen daran etwas ändern könne, sollte er die Droge wechseln. Aber vermutlich glaubt er gar nicht an Veränderungen, will sie vielleicht auch gar nicht. Aber er hat etwas gesagt, das von den Medien aufgegriffen wird. Er ist für ein paar Stunden real.
Aber nun können die drei wieder in ihren Gruben verschwinden. Es ist unwichtig, was sie von sich geben. Es nützt niemandem und schadet doch. All dieses sinnlose Geblubbere verstellt nämlich den Blick auf die wirklichen Probleme. Es geht nicht mehr um Einzelfälle und Einzelaktionen. Unser gesamtes Land ist todkrank. Unser Grundgesetz wurde von Schäuble und Co. bis zur Unkenntlichkeit, ja bis in sein Gegenteil verkehrt. Wir sind auf dem Weg in eine Diktatur. Die Wirtschaft ist am Ende und den meisten Deutschen droht unendliches Leid. Das sind die Themen der nächsten Wochen und Monate. Denen müssen sich die Menschen jetzt stellen, um das Schlimmste zu verhindern.
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Nein After-Market ist nicht das, was sie denken, und außerdem gehört das jetzt nicht hierhin. - Wir haben es also mit einem typischen unabhängigen deutschen Professor zu tun und der ist nun böse auf den Herrn Wirtschaftsministerdarsteller Guttenberg. Dudenhöffer hat nämlich etwas gemerkt, was eigentlich geheim bleiben sollte, und verkündet dies auch lauthals.
Guttenbergs USA-Reise bezeichnet er als Politmarketing, was es zweifelsohne auch aus ist, und er behauptet des weitern, dass die CDU/CSU Opel gar nicht retten wolle, was ebenso richtig ist. Selbst Roland Koch erzählt den Opel-Mitarbeitern schon von sehr harten Einschnitten beim Lohn und wegfallenden Arbeitsplätzen - Argumentationshilfe dafür, dass sich die Opel-Mitarbeiter freuen sollen, wenn Opel nicht gerettet wird.
Mannhaft fordert Dudenhöffer, dass sich der Staat an Opel beteiligt, weil es keine Investoren gebe, und sagt damit gleichzeitig eben auch, dass Opel nicht zu retten ist. Bei ihm ist das allerdings kein Politmarketing, da ist es einfach Marketing. Er muss in die Medien, damit seine BDW Automotive GmbH schöne neue Aufträge bekommt. Er ist ein Guttenberg.
Lustig ist auch Gerd Sonnleitner, der sich darüber beklagt, dass französische Bauern nur 0,7 Eurocent an Steuern für Agrardiesel bezahlen, während deutsche Bauern 40 Prozent bezahlen müssen. Diese klaffende Wettbewerbslücke mache den deutschen Bauern das Leben unmöglich. Es verwundert nur, dass er nicht die Sonne erwähnt hat, die in Frankreich häufiger scheint, und die den deutschen Bauern fehlende Mittelmeerküste.
Hätte sich Sonnleitner dafür eingesetzt, dass Biodiesel in Deutschland steuerfrei bleibt, solange er von deutschen Bauern aus hiesigem Anbau erzeugt wird, müsste er diese Diskussion nicht führen. Aber als Sigmar Gabriel den deutschen Biodiesel und die kleinteilige Erzeugung dieses Diesels zerstörte, um den Ölriesen zu helfen, hat Sonnleitner geschwiegen.
Heute wird die Biodieselbeimischung zum Normalsprit in Deutschland dadurch erreicht, dass Regenwald abgeholzt und weite Teile Lateinamerikas durch Monsantos Gendreck vergiftet wird. Dafür ist der deutsche Biodiesel auch tot. Aber das war Sonnleitner egal, und bei Gabriel ist davon auszugehen, dass er nach seiner Abwahl im Oktober bei einem Ölmulti wieder auftauchen wird, wenn er nicht gleich zur Atomindustrie geht.
Aber Sonnleitner setzt noch einen drauf. Er möchte, dass die Deutschen mehr Milch verbrauchen müssen. Deshalb sollen die Milchkomponenten in den von der Nahrungsmittelindustrie erzeugten Produkten erhöht werden. Mehr Milch in die Fritten. Ob dem Sonnleitner klar ist, dass es für die deutsche Bevölkerung billiger wäre, die Bauern alle als Regierungsdirektoren in den Ruhestand zu schicken, als weiterhin die Agrarsubventionen zu bezahlen? Wahrscheinlich ja. Aber auch er muss immer wieder in die Medien. Er will ja wiedergewählt werden.
Gerhard Schick ist ein Grüner, also ein Bedeutungsloser. In der Opposition schreien sie nach Frieden und sind gegen Kohlekraftwerke, in der Regierung sind sie für den Afghanistankrieg und jeden anderen Krieg und bauen in Hamburg Kohlekraftwerke. Wenn die Grünen etwas sagen, dann sagen sie das, um überhaupt etwas gesagt zu haben. Es kann nicht gegen sie verwandt werden, weil sie es nie ernst gemeint haben.
Schick möchte Transparenz im Bankenrettungspaket, so sagt er zumindest. Was er wirklich will, vermag niemand zu ahnen. Wahrscheinlich will er gar nichts außer einer Medienerwähnung.
Der Steuerzahler hat ein Recht auf Transparenz, an welche Geschäftspartner die Milliarden für Commerzbank oder Hypo Real Estate letztlich fließen
Mein Gott, der Steuerzahler müsste so viele Rechte haben. Auch ein Recht auf anständige und ehrliche Politiker gehört dazu. Die Bankenrettung hält doch sogar geheim, wer alles und wie viel bekommen hat, damit die gierigen Abzocker aus den Banken sich nicht schämen müssen. Aber die schämen sich nicht, die nehmen das Geld und geben es auch an ihre Freunde weiter.
Natürlich ist es ärgerlich, dass Ackermann gerettet wurde, indem die AIG 12 Milliarden Dollar des amerikanischen Steuerzahlers an die Deutsche Bank gezahlt hat. Natürlich fließen die Gelder aus Commerzbank und Hypo Real Estate auch in die Deutsche Bank. Sonst wäre die doch schon längst pleite. Aber wenn Schick glaubt, dass eine Forderung der Grünen daran etwas ändern könne, sollte er die Droge wechseln. Aber vermutlich glaubt er gar nicht an Veränderungen, will sie vielleicht auch gar nicht. Aber er hat etwas gesagt, das von den Medien aufgegriffen wird. Er ist für ein paar Stunden real.
Aber nun können die drei wieder in ihren Gruben verschwinden. Es ist unwichtig, was sie von sich geben. Es nützt niemandem und schadet doch. All dieses sinnlose Geblubbere verstellt nämlich den Blick auf die wirklichen Probleme. Es geht nicht mehr um Einzelfälle und Einzelaktionen. Unser gesamtes Land ist todkrank. Unser Grundgesetz wurde von Schäuble und Co. bis zur Unkenntlichkeit, ja bis in sein Gegenteil verkehrt. Wir sind auf dem Weg in eine Diktatur. Die Wirtschaft ist am Ende und den meisten Deutschen droht unendliches Leid. Das sind die Themen der nächsten Wochen und Monate. Denen müssen sich die Menschen jetzt stellen, um das Schlimmste zu verhindern.
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Nein ich bin guter Hoffnung. Es rührt sich überall etwas. Die Herrschaften haben überzogen und nun ist die Party vorbei.