Attac kopiert “Die Zeit” und “Zeit online” – die Chefredakteure finden die Aktion gut
Von Re-La am Sonntag, 22. März 2009 auf Saarbreaker
Ich hatte ja erwartet, dass sie Chefredakteure der beiden Zeitungen, die von dieser Aktion laut ihren Aussagen nichts wussten, eventuell gerichtliche Schritte gegen die Verbreitung zumindest androhen würden. Aber nichts dergleichen wird gefordert. Im Gegenteil, die Chefredakteure sind verblüfft über die hohe Qualität der Fälschung:
Im
Weblog von
Zeit Online gibt es dazu folgendes zu lesen:
Die Themen, die Attac in den gefälschten Kopien von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT anspricht, sind Themen, mit denen auch wir uns intensiv beschäftigen. Bereits im April 2004 berichtete DIE ZEIT über das gefährliche Geschäftsgebaren der beiden amerikanischen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac und warnte fortan regelmäßig vor einem Kollaps des amerikanischen Immobilienbooms.
Den Leserinnen und Lesern der Attac-Aktion empfehlen wir auch unsere Schwerpunktseiten zur Finanzkrise und zur Zukunft der
Auto-Branche, die Sie hier finden können:
Schwerpunktseite FINANZKRISE
Schwerpunktseite AUTOKRISE
Wir hoffen, dass die globale Finanzkrise zum Entstehen einer nachhaltig orientierten, umweltfreundlicheren Marktwirtschaft führen kann und haben diesem Thema eine fortlaufende Artikelserie mit dem Titel “The New Green Deal” gewidmet. Falls Sie uns dafür weitere Autoren oder Themenaspekte empfehlen möchten, freuen wir uns wie immer über Ihre Anregungen und Ideen.
Für eine gerechtere Marktwirtschaft kämpfen auch die Jungs und Mädels von
Attac, und wir sollten sie dabei
unterstützen.
Hääää? Selbst angesichts der schlimmsten Krise seit 1929 reden viele Prominente und Möchte-gern-Promis indirekt davon, daß sie wenigstens ihr Eingemachtes, also eine Marktwirtschaft, über das Elend von Heute hinweg retten wollen,
eine immer größer werdende Schar von Silvio Gesell-Anhängern verschiedenster politischer Coleur tut, so, als könne man eine gerechte(re) oder soziale(re) Marktwirtschaft errichten, aber ausgerechnet hier?
Häufig treten solche Haltungen vermischt mit anderen Bemerkungen, wie 'Marx, Engels und deren Theorien sind hinlänglich bekannt' oder Reflexen der allgemeinen DDR-Abneigung á là
DDR-SED-Unrechtsstaat, oder der Behauptung, in Venezuela etwa werde nicht am Aufbau des Sozialismus gearbeitet, wie man sich (oder ich mir, ohne, daß jemand meine Vorstellungen dazu kennt) das vorstelle, "untermauert".
Ja ein besonders junger Anhänger der Geldtheoretiker und -ethikerInnen sagte mir schon allen Ernstes: "Würde Marx heute leben, träte er für das Bedingungslose Grundeinkommen ein."
"Vater, beschütze mich!" will ich, gleich dem putzigen Ding aus "Legend" darob laut rufen!
Wenn das so weiter geht, werd ich womöglich doch noch Katholik