Zeitarbeit war eines der ersten Prunkstücke der neoliberalen Religion der Menschenverachtung. Die Bindung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern aufzubrechen - und vor allem die Bindung der Mitarbeiter untereinander und jede Form von Organisation. Das ist hervorragend gelungen. Das DIW, das so tut, als sei es ein wissenschaftliches Institut, aber in Wirklichkeit nur eine der vielen Propagandaschleudern der INSM und des unsäglichen Herrn Kannegiesser ist, berichtet stolz von den triumphalen Erfolgen.
2007 waren 700.000 Menschen darauf angewiesen, sich zu miesesten Löhnen bei den Sklavenhändlern der Zeitarbeitsbuden zu verdingen. Heute dürften es schon wieder erheblich weniger sein, weil die Firmen natürlich als erstes die rechtlosen Zeitarbeitssklaven gefeuert haben. Als Beschäftigte der Zeitarbeitsfirmen waren sie ja nie Bestandteil der eigenen Arbeitnehmerschaft, und kein Kollege und keine Gewerkschaft kämpft für sie.
In Hannover, auf dem Parkplatz vor dem Werkstor 3 von VW, sind ein paar der Rechtlosen in einen Hungerstreik getreten. Es wird ihnen nichts nützen. Es wird aber auch den Kollegen, die jetzt verschämt an ihnen vorbeidrängeln, nichts nutzen. Denn bei VW, wie bei Daimler oder BMW, wird man zuerst ihre Löhne drücken, die Tariferhöhungen auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben und sie dann doch entlassen. Dann sind sie beim Arbeitslosengeld I wenigstens schon billiger, bevor sie bei Hartz IV enden.
Einen Streik kann sich die Gewerkschaft nicht leisten. Denn die offene Drohung ist da. Dann wird ausgesperrt und mit den Leiharbeitern produziert, die man ja schnell für ein paar Tage heuern kann. Die Arbeiter haben sich in Gruppen teilen lassen, und das rächt sich jetzt. Gleiche Arbeit, gleicher Lohn und gleiche Behandlung hätte schon seit langem auf der Agenda der Gewerkschaften stehen müssen. Aber die Bosse der Gewerkschaften kuscheln ja lieber in den Aufsichtsräten mit dem Großkapital.
Die größte Gemeinheit an dem miesen Geschäft mit der Zeitarbeit ist allerdings, dass frecherweise damit geworben wird, dass diese ein Einstieg in einen festen Arbeitsplatz sein könne. Das Gegenteil ist der Fall. Die Unternehmen ersetzen immer mehr Festangestellte durch Leiharbeiter oder operieren selbst mit befristeten Arbeitsverträgen.
Darauf kann natürlich niemand eine Zukunft aufbauen. Egal, ob befristet oder in einem Zeitarbeitsverhältnis, so ist kein normales Leben mehr möglich. Es gibt keine Hoffnung mehr. Nur noch die ständige Angst vor dem, was morgen kommen mag. Und es wird knüppeldick kommen. Die armen Menschen, die sich bei den Sklavenhändlern verdingen mussten, verlieren jetzt ihre Jobs. Sie werden nie wieder in ihre Ausbildungsberufe zurückkehren können, sondern müssen Sklaven bleiben.
Dagegen gibt es nur ein Mittel. Ein absolutes Verbot der Sklaverei, die Schließung aller Zeitarbeitsfirmen und ein striktes Verbot der Arbeitnehmerüberlassung. Mindestlöhne oder Mindeststandards nützen überhaupt nichts. Nur ein totales Verbot kann wieder für normale Märkte sorgen. Gleichzeitig sollten alle befristeten Arbeitsverträge in unbefristete umgewandelt werden und ein Verbot von Befristungen ausgesprochen werden.
Wer sich als Arbeitgeber nicht auf eine gemeinsame Zukunft mit seinen Mitarbeiter einlassen will, ist ein Ausbeuter, der keinen Schutz, sondern harte Strafen braucht. Allerdings sollten die sogenannten Lohnnebenkosten auf alle Einkommen gleichermaßen verteilt werden. Es sind nämlich bis auf die Arbeitslosen- und Unfallversicherung keine Kosten der Arbeit sondern Kosten des gesellschaftlichen Lebens, an denen sich alle Einkommen auf der Basis des EBITDA mit einem gleichen Prozentsatz beteiligen müssen. Lediglich Einkommen unter 24.000 Euro per anno sollten vollständig befreit sein.
Mir wurde gesagt, ich könnte in dieser neuen Einsatzfirma nur eingesetzt werden, wenn ich bereit wäre täglich 10-12 Stunden zuarbeiten und noch Samstags jeweils von 6 Uhr-bis 14.30Uhr. Ich antwortete: das würde ich nicht mitmachen, da ich im Augenblick körperlich nicht in der Lage bin,ich hatte eine Hand-OP ,das durch zuhalten. Mir wurde daraufhin die Kündigung ausgesprochen, die schon zum Ausdruck fertig "in Rechner" lag.
Wer mit mir Kontakt aufnehmen möchte für weitere Fragen, kann dies über mein Blog tun.
Operation gelungen, Patient tot (und behandelnde 'Ärzte' nun ohne Einkommen).
Gut so, dass das neoliberale Gesindel für seine Renditegeilheit jetzt bestraft wird.
Die Versager, die! Samt ihren politischen Helfershelfern.
Ich bin zwar einer der letzten ZA, viele mußten im letzten und im laufenden Jahr die Firma verlassen, aber wir verbleibenden bekommen dieses Jahr sogar einen Bonus ausbezahlt.
Lange wird es wohl nicht mehr dauern, denn auch wir spüren den Auftragsrückgang. Dann bleibt wohl nur noch das Warten auf ALG II.
good luck
Zu diesem Thema wäre auch noch die richterliche Feststellung (von vor ein paar Tagen) interessant, welche besagt, daß die "Christliche Gewerkschaft für Zeitarbeit" ein illegales Konstrukt ist und sämtliche Arbeitnehmer nun wahrscheinlich ihren "Restlohn" einfordern dürfen - es sind ja "nur" ~270000 Menschen mit Hilfe dieser "Scheingewerkschaft" betrogen über Zeitarbeitsfirmen wurden.
Einer davon sollte ich sein. Dies war die EINZIGSTE Stelle in mehr als zwei Dutzend Monaten, welche mir von der Arge angeboten wurde. Allerdings wollten die mir nicht einmal den Tariflohn (inkl. der Tarifvereinbarung "-9% Lohn in den Probemonaten") auszahlen. So gesehen sollte ich für einen Arbeitgeber tätig werden, welcher Tarifvertragsbruch beging, wobei der Tarifvertrag an sich schon illegal ist/war. Das nennt man bei HartzIV-Empfängern wohl "fordern" oder "fördern" ... kann sich jeder selbst aussuchen.
Ein Bekannter arbeitet gerade für ~9 Euro Brutto in Nachtschicht (21 Uhr - 6 Uhr; Nachtarbeitzuschlag ist einberechnet) in einem Betrieb, welcher gerne Menschen ausbeutet. Das ganze wird über die Zeitarbeitsfirma der "gemeinnützigen" GroneSchule abgewickelt. Über derselben Zeitarbeitsfirma werden Menschen auch gerne in andere Bundesländer geschickt, sodaß schon mal (unbezahlte) Fahrtzeiten von 4 Stunden und mehr pro Arbeitstag entstehen können. Das ganze Programm gibt es bei den üblichen unmenschlichen Konditionen im Zeitarbeitsbereich.
Wenigstens gibt es ein Positives: Mit dem Wirtschaftscrash (welcher sich erst diesen Sommer so richtig entfalten wird) wird nicht nur auf Zeitarbeiter verzichtet werden... die Zeitarbeitsunternehmen werden auch reihenweise umfallen. Und ich wünsche mir, daß man die (z.Zt. dort tätigen) Herrschaften dann über die Argen in "lukrative 1-Eurojobs", "inhaltsvolle Maßnahmen" oder andere "Wohltaten des Sozialstaates" steckt. Oder am besten gleich in Arbeit - natürlich "Arbeit auf Zeit". Sklavenhändler zu Sklaven...
Name²³
@LopezSuarez:
...erst werden die Löhne insgesamt nach unten gedrückt und dann soll man auch noch viel mehr arbeiten - allerdings sind die geforderten 58 Stunden bzw. 68 Stunden m.E. (zumindest bei 68 Stunden) Arbeitnehmerrechtswidrig. Aber die (allermeisten) Zeitarbeitsfirmen "scheißen" ja sowieso auf alles...
Geiz können nur die geil finden, die richtig gut Geld haben und es dann nicht entsprechend ausgeben (wollen)
Bei den anderen ist es kein eigener Geiz, sondern sie gegenüberstehender Geiz - man war zu ihnen zu geizig, darum haben sie nicht mehr Geld, auch wenn sie gern mehr ausgeben wollten.
Wenn willst Du provozieren? Vielleicht die Kiddies, die schon in der Schule gehänselt werden, weil ihre Waren von Kik etc. kommen. D.h. aus China... genauso wie sehr viele Markenprodukte, die 10mal so teuer verkauft werden - nur dass die Arbeiter in China davon auch nichts haben.
Natürlich kommt Dein Personal-Computer, vor dem Du grad sitzt, wahrscheinlich von Siemens oder so... LOL...
...LOL...
PS: Wer bei MediaMarkt kauft ist nicht geizig sondern blöd! ;-D
Im übrigen zeigt der Fall "Kaisers", dass nicht nur die billigsten Läden ausbeuten + mobben. Und Dolce&Gabbana lässt von Hungerleidern die Edelroben schneidern.
Teuer heißt nicht unbedingt, dass bessere Zustände herrschen.
Und für manche ist Geiz gar nicht geil, sondern bittere Notwendigkeit, eben wegen der beschissenen Bezahlung.
Viel interessanter finde ich da schon die Frage, warum eigentlich unsere famosen Gewerkschaften und Betriebsräte in so vielen Unternehmen diesem schändlichen Treiben mit Menschen, die sich nur ihren Lebensunterhalt verdienen möchten, seit über 30 Jahren so tatenlos zuschauen, dazu auch die allermeisten so genannten Stammarbeiter?
Dem Beitrag von Jürgen Hoff und seinen Schlußfolgerungen kann ich nur zustimmen: Zeitarbeit ist schändlicher Menschenhandel!
Dies dürfte auch bei allen anderen Artikeln der Fall sein...
Würd ich mir mal ernsthaft Gedanken drüber machen, ob Google der richtige "Werbepartner" ist...
MfG
Stefan
Das eigentliche Problem ist aber das private Geldsystem und der Zinseszins.
Mehr Infos gibt es hier:
inwo.de
liebeangelamerkel.de
videogold.de/zeitgeist-addendum-deutsch/
nachdenkseiten.de
regiogeld.de
berndsenf.de
Aufklärung tut Not.
Mike
Da sich alles am Geld ausrichtet, definiert sich auch jeder bzw. läßt sich auch jeder nur über Geld definieren.
Den Menschen ist lange eingetrichtert worden, daß sie nur was wert sind, wenn sie wenigstens "arbeiten". Wenn sie arbeiten sind sie kein Abschaum der Gesellschaft, davon sind sie überzeugt und legen diese Meßlatte auch an jeden anderen an.
Na hallo - was machen die, für die nicht mal Zeitarbeit da ist/war...
Also sorry, vergeßt den ganzen Quatsch. Denn hier verdient man auch mit Zeitarbeit so wenig - da müßte die Arbeit aber schon ein verdammt großes Hobby sein - eine Familie kann wer damit genauso wenig "ernähren", wie mit Hartz IV.
Ich spitze mal drastisch zu.
Wenn wir uns nicht mehr wert sind - bitte, dann gehen wir eben für diese Hungerlöhne in die graue Tretmine, wenn nicht... kapieren wir vielleicht mal, daß wir uns nur gegenseitig die "Preise" kaputt machen.
Und auf die Gewerkschatsbosse schimpfen - sorry, aber die sind von den Mitgliedern gewählt worden, die haben sich den Job nicht mal eben selbst genommen - insofern darf mal jeder darüber nachdenken, ob man beim "deligieren von Aufgaben" auch mal guckt, an wen.
Mal ne Frage... Ist für viele die Gewerkschaft nicht nur die "Streikausfallkasse" - so wie bei uns in der DDR viele in Gewerkschaft nur den FDGB-Feriendienst sahen!
Gehen wir doch notfalls alle in Hartz IV - ich bin auch bald wieder dabei - na und.
Wer mich nicht will, der hat mich nicht verdient. Für die Gehaltshöhe die mir verbreitet angeboten wird, bin ich jedenfalls nicht in der Lage ordentliche Arbeit abzuliefern - und der AG scheint ja auch keine ordentliche Arbeit zu wollen, sonst wäre sie ihm mehr wert.
Nur mehr müßten das so machen - sich nicht immer von anderen klein-reden lassen. Sich nicht Arbeit teilen lassen, sondern die Freizeit. Und damit mal was neues ins Spiel kommt, wird die Produktivitätssteigerung bitte nicht von Kapital angeeignet, sondern von dem der sie erbracht hat.
Hat jemand schon mal Geld arbeiten sehen!!!
So - nun könnt Ihr mich meinetwegen in der Luft zerreißen.
Weil Geld immer knapp ist und nur durch Kredit in die Welt kommt.
Für jeden Euro muss irgendjemand Zinsen zahlen.
In der Folge wurde die Menschheit in Gläubiger =Kapitaleigner und Schuldner geteilt.
Bei INWO kann man nachlesen, dass jedes Produkt, jede Ware, die man kauft mit durchschnittlich 30 Prozent Zinsen belastet ist. Man zahlt also Zinsen, obwohl man selbst vieleicht keinen Kredit aufgenommen hat.
Im Jahr 2002 hatten die deutschen Banken Zinseinnahmen von ca. 350 Milliarden Euro. Die Konsumausgaben der Bürger lagen bei ca. 1200 Milliarden Euro. Jeder weiß, dass die Zinsen über die Preise an den Konsumenten weitergegeben werden.
Wir Bürger zahlen demnach 30 Prozent der Zinslasten über die Warenpreise und den Rest über unsere Steuern, wovon ca. 40 Milliarden Zinsen für die Staatsschuld jährlich bezahlt werden.
Die Exponentialfunktion des Zinseszins Effekts lässt das System zwangsläufig kollabieren. Deshalb die Globalisierung. Das Kapital benötigt immer mehr Sklaven =Schuldner, die weltweit durch produktive Arbeit die Zinsen erarbeiten.
Die Geldschöpfung ist privatisiert. Die meisten Menschen glauben, dass der Staat das Geld druckt. Stimmt nicht. Die EZB ist laut Satzung komplett unabhängig und wird von privaten Banken kontrolliert.
Gäbe es z.B. ein vom Staat kontrolliertes Währungsamt, welches die Geldschöpfung kontrolliert -wie der Greenback von Lincoln-, dann könnte der Staat die 350 Milliarden Zinsen vereinnahmen und die Bürger von der Steuerlast befreien.
Bürger kommt von BÜRGE. Der Bürger bürgt im wahrsten Sinne des Wortes für die Staatsschulden.
Eine andere Alternative, das UMLAUFGESICHERTE GELD stellt die INWO vor.
Das ist m.E. der beste Weg zu einer freien Marktwirtschaft und zu freien Menschen.
Mike
statt sich mit neosozialistischen Ausbeutungstheorien den Tag zu versüssen, sollte der Ein oder Andere daran arbeiten sich den Realitäten des Lebens zu stellen ... .
Aber ich gebe zu bedenken, das ist natürlich viel anstrengender als sich gemütlich mit einer sozial geförderten Kippe und einem ebenfalls durch andere erwirtschafteten Kaffee zu Hause hinzusetzen und das Elend und die Ungerechtigkeit des Universums zu bejammern, meine Hoffnung das ein solcher Appell also auf fruchtbaren Boden fällt ist gering.
Vielleicht kann sich so mancher Autor hier selbstbeklatschend in einer der üblichen Fernsehshows als übercleverer Systemverweigerer gerieren, da bekommt man einen mehr als gerechten Lohn, wie man so hört.
Keiner der hier vertretenen Autoren hat auch nur den geringsten Respekt für zugegeben Millionen Menschen in unserem Land, die für ein kleines Gehalt einen tollen Job abliefern und nicht mit aufgesperrtem Maul die gebratene Taube erwarten. DAS nenne ich Moral, nicht Dummheit ... und ich hoffe auch hier auf keinerlei Verständnis für eine solche Einstellung.
Der Thread sollte fortgesetzt werden mit der üblichen Forderung nach einem beschäftigungsunabhängigen "Grundgehalt" von mindestens € 2.500,- ...
Viel Spaß beim Verriss
P.S. ich sehe gerade auf der echten Seite den Begriff Zensur aufleuchten, bin ich gespannt ....
sie reden mal eben die Autoren dieses Blogs nieder schwafeln vom bedingslosen Grundeinkommen in absurder Höhe und vermeiden es schön auf das Thema einzugehen. Das ist typischer neoliberaler Dummschwatz. Aber sie können uns nicht täuschen und die Zeitarbeitsbranche bekommt es gerade auch Deutlich zu spüren. Sie wird nämlich ein paar Hundert Millionen an Löhnen und Sozialversicherungen zurückzahlen müssen.
Ihr Job dürfte da wohl auch in Gefahr sein.
ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Quelle Ihrer "Informationen" nennen könnten ("ein paar Hundert Millionen ...").
Zum Thema kann ich nicht viele sagen, außer ... Sie beleidigen jeden Sklaven, den es je auf der Welt gegeben hat, Sie beleidigen Hunderttauisende in Deutschland, die sich in der Arbeitnehmerüberlassung Ihr täglich Brot verdienen ... und ich kann deshalb gut damit leben, daß Sie sich auf die Füße getreten fühlen.
Ich habe, sicher im Gegensatz zu Ihnen, viele Menschen erlebt, die akzeptiert haben das man vom schlau daherreden nicht weiter kommt und das man damit keine Familie ernähren kann. diese Menschen haben mit ehrlicher und zugegegebn oft nicht gut bezahlter Arbeit einen Wiedereinstieg geschafft oder sich zumindest selber ernährt. Und noch einmal, DIESEN Menschen zolle ich meinen höchsten Respekt, mehr als jedem Boni-geilen Manager ... aber auch mehr als jedem sozialismustheoriestarken "Redner" ....
Da ich übrigens persönlich eben nicht nur die eigenen Interessen ernst nehme, sondern auch die Anderer, sehe ich mienen Job eigentlich weniger in Gefahr. Trotzdem Danke das Sie sich Sorgen machen.
Die paar Hundert Millionen stammen aus Hochrechnungen der Gewerkschaften und ergeben sich aus Lohnnachzahlungen für mindestens 4 Jahre und die nachzuzahlende Sozialversicherung plus Zinsen. Ach ja der Vorsitzende des Verbandes der Zeitarbeitsbuden hofft noch, dass das Urteil von höheren Gerichten gekippt wird.
Ich habe große Achtung vor Menschen, die fleißig sind, Einsehen in Notwendigkeiten haben, ihr Leben selbst versuchen in die Hand zu nehmen und vor allem vor Menschen, die nicht nur von anderen fordern sondern selbst tun, also nicht immer nur die fordernde Hand aufhalten.
Das gilt dann aber nicht nur für den in der unteren Stufe abhängig Beschäftigten sondern eben für alle Beteiligten.
Wer glaubt denn ernsthaft, daß auch nur ein Arbeitnehmer ein Problem damit hätte wenig zu verdienen, wenn er sieht, daß sein Arbeitgeber und dessen Anteilseigner auch richtig zurückstecken. Ich rede hier nicht nur um prozentual-gleichberechnete Abstriche, sondern solche, die auch dessen soziale Stellung bzw. Existenz gefährden.
Dann säßen beide wirklich im gleichen Boot.
Ich kann hier z.B. erst abends antworten, weil ich tagsüber für recht wenig Geld in Vollzeit arbeite, an genau der Stelle, an der man eben vortrefflich sieht, wie sich AG zurückhalten oder eben auch nicht.
die erste Antwort, der ich etwas abgewinnen kann !
Für diese Argumentation habe ich durchaus Verständnis und letzten Endes betrifft das ja auch die ganz große Mehrzahl der Menschen (nicht nur) in unserem Lande.
Der Gedanke ist sicher bei jedem schon öfter mal hochgekommen, spätestens dann, wenn mal wieder von Millionen-Abfindungen für schlechte Manager die Rede ist.
Es ist das alte Lied, wie kann ein Manager ein vielfaches von dem an Wert erbringen und dementsprechend verdienen, als der Arbeiter oder Dienstleister, der die gemanagten Ideen und Konzepte erst in Werte verwandelt.
Darauf gibt es nur eine einfache Antwort. Ein Mensch ist niemals ein Vielfaches ein anderen Menschen wert. Über diese Diskrepanz hilft einem aber nur eine gute Mischung aus Gelassenheit, Selbstbewusstsein und Fleiß, bzw. Moral .... wenn nichts von dem zusammen trifft, dann bleibt es beim Jammern und beim beschimpfen des "Klassenfeindes" ... der übrigens heute in den meisten Fällen auch nicht durch die Gnade der Geburt in seine Position gekommen ist.
Am Ende kommt dabei heraus, jeder trägt auch die Verantwortung für sich selbst und muss entscheiden welchen Weg er gehen möchte, wie viel Energie er einsetzen kann oder mag.
All die Annehmlichkeiuten, die uns immer wieder erst dann auffallen wenn man sich mal im Ausland aufhält, kommen eben nicht von ungefähr. Nicht von Maulerei und Jammerei, nicht von Jammerei. Trotzdem wünsche ich persönlich mir für jemanden der den Hintern hochbekommt ein gutes Auskommen und damit verbundenes angenehmes Leben.
Den Totalverweigerern allerdings, die es vorziehen darüber zu schwadronieren was für die Voraussetzungen sind um sich eine "angemessene" Arbeit zu suchen, denen wünsche ich das was sie erwirtschaften, für sich und andere: NICHTS
Es ist in meinen Augen die unsozialste aller Einstellungen, sich auf Kosten anderer darüber zu beklagen wie schlecht die Welt ist. Mir klar das das wieder als ein übler "neoliberaler" Seitenhieb gewertet .
wird.
Watawah, viel Erfolg und wenig schlechte Erfahrungen (um die man aber im Leben leider nicht herumkommt) ;)
Hier ein kleiner Joke, weil ich der Meinung bin, daß Leiharbeit bzw. Arbeitnehmerüberlassung weniger mit der klassischen Sklaverei oder Leibeigenschaft verknüpft ist. Für dieses "Geschäftsmodell" hat die Zuhälterei Pate gestanden.
aus dem StGB.....ein wenig verändert:
§ 181a
Arbeitnehmerüberlassung
(1) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer
1. eine andere Person, die der Leiharbeit nachgeht, ausbeutet oder
2. seines Vermögensvorteils wegen eine andere Person bei der Ausübung der Leiharbeit überwacht, Ort, Zeit, Ausmaß oder andere Umstände der Leiharbeitsausübung bestimmt oder Maßnahmen trifft, die sie davon abhalten sollen, die Leiharbeit aufzugeben,
und im Hinblick darauf Beziehungen zu ihr unterhält, die über den Einzelfall hinausgehen.
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer die persönliche oder wirtschaftliche Unabhängigkeit einer anderen Person dadurch beeinträchtigt, dass er gewerbsmäßig die Leiharbeitsausübung der anderen Person durch Vermittlung in Leiharbeit fördert und im Hinblick darauf Beziehungen zu ihr unterhält, die über den Einzelfall hinausgehen.
(3) Nach den Absätzen 1 und 2 wird auch bestraft, wer die in Absatz 1 Nr. 1 und 2 genannten Handlungen oder die in Absatz 2 bezeichnete Förderung gegenüber seinem Ehegatten vornimmt.
So diskutiert man richtig!
Einem Vorredner stimmte ich voll und ganz mit der Aussage zu, dass viele Leiharbeiter unseren Respekt verdienen weil Sie trotzdem durchhalten und somit nicht dem Rest der Volkswirtschaft auf der Tasche liegen.
Dass der angesprochene Tarifvertrag nur Arbeitgeberlastig ist, steht ausser Frage.
Ich finde es schön, dass Sie in Zukunft Ihre Google-Einnahmen für deutsche Produkte ausgeben, damit deutsche Firmen bessere Löhne zahlen können.
Ein Video über (kik-Lohndumping)finden Sie hier.
http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/2021130?pageId=487872&moduleId=438224&categoryId=&goto=1&show=
Aber auch der Bericht (im selben Video)über die Riester-Fickerei lässt schon arg aufhorchen.