Artikel aus dem Jahre 2008 - zur Sicherung wiederveröffentlicht auf Duckhome
„Ohne genetisch veränderte Organismen lässt sich dieser Planet nicht ernähren“, so der Verwaltungsratspräsident
Peter Braback von Nestlè (
Artikel wurde vom Netz genommen!) im Juni des Jahres 2008. Die Technologien der Gentechnik seien zudem „die sichersten, die man je gesehen hätte“. Die EU habe sich bisher in diesem Punkt aber eher kritisch verhalten und richte sich so gegen Einkommensschwache Bevölkerungsgruppen. Zu forderst nannte er Afrika.
Nestlè () empfängt wie andere Großkonzerne jährlichen Subventionen in Milliardenhöhe,
kritisierte und warnte () zuletzt vor Biotreibstoff-Subventionen.
Seit Februar 2006 ist Nestlè im Besitz eines Patentes auf Gentechnik-Kaffee ().
Das Nestlè selbst nicht auf die Gentechnik verzichten will und dies auch ohne Umschweife bereits durchführt, bekräftigte Peter Braback in einem, vom Spiegel geführten,
Interview () aus dem Jahre 2001.
Sein Argument lautete 2007 (): „An Genprodukten ist noch keiner gestorben, an Bioprodukten schon.“ Die
FDP begrüßte () solch Einstellungen und Vorstöße.
Bereits 1996 kündigte der Nestlè Chef Helmut Maucher an: „Gentechnologie ist wichtig, dazu stehen wir. Nestle wird weltweit nicht darauf verzichten - auch in Deutschland nicht. Darauf können Sie sich verlassen.“ So wies er darauf hin, das zukünftig auch Baby-Nahrung davon betroffen sein könnte, zunächst aber erst einmal die Maggi Produkte sowie Produkte aus der Reihe Cerealien (Cornflakes ect.). „Wenn die Gentechnologie aus Deutschland vertrieben wird, dann wird das logischerweise deutsche Arbeitsplätze beeinflussen.“ In wie weit sich das auf Mitarbeiter der Firma Nestlè beziehen würde ließ er damals
gegenüber dem STERN () offen.
Auf ihrer Firmeneigenen Webseite informiert Nestlè ihre Verbraucher folgendermassen:
„Nestlé-Produkte in Europa sind davon nicht betroffen, weil keine gentechnisch veränderten Zutaten verwendet werden. Darauf können sich Nestlé-Kunden zu 100 Prozent verlassen.“
„Wir sind keine Ideologen, die den Verbraucher bekehren wollen“, sagte Nestle-Sprecher
Albrecht Koch 1995 (). Richtig ist jedoch:
Das Produkt „Butterfinger“ von Nestlè war 1998 das erste auf dem Markt erhältliche gentechnisch veränderte Produkt auf dem deutschen Markt. Nestlè argumentierte, dies sei zu Testzwecken. Ein Jahr später garantierte dem Verbraucher, das sämtliche Produkte gentechnikfrei bleiben - der Butterfinger verschwand, wurde aber
2004 wieder vereinzelt in Tankstellen gesichtet ().
Angesichts der mittlerweile verordneten EU Kennzeichnungspflicht ist dies nun auch nicht mehr verwunderlich. Kann jetzt das Produkt
zum Beispiel () über verschiedene Online-Versandhandel ganz legal erworben werden. Auf diesen Seiten findet aber zum größten Teil die von der EU vorgeschriebene Kennzeichnung keine Anwendung. Lediglich mit einem Link wird auf die Herstellerseite verwiesen. Und auch
dort findet sich keinerlei () Hinweis auf gentechnisch veränderte Ausgangs- bzw. Zusatzstoffe. Da die deutschen Onlinevertriebe den Butterfinger scheinbar direkt aus den Vereinigten Staaten beziehen - in der keine Kennzeichnungspflicht vorgeschrieben ist - muss davon ausgegangen werden, das eine nachträgliche Kennzeichnung beim Vertrieb in Deutschland vermutlich aus Kostengründen nicht erfolgt; der Deutsche Verbraucher also folglich einer Täuschung unterliegt. Die
Europäische Gesetzgebung () hat den Import von gentechnisch veränderten Waren in den Binnenmarktregeln legitimiert. Ein Mitgliedsstaat kann und darf zwar die Produktion solcher Waren und dessen Handel im eigenen Land verbieten, aber den Import nicht stoppen. Lediglich
ein weiteres Beispiel () eines Versandhändlers weist auf genetisch veränderten Mais im Produkt hin.
Eine Schnellrecherche auf Ebay Deutschland, im Jahre 2008, zeigt ebenfalls Informationsmängel bzgl. der Kennzeichnung.
Wie wir sehen braucht Nestlè also in Deutschland keine Zulassung, denn über den Import ist gewährleistet, das derart Produkte jeder Zeit den Verbraucher erreichen und dieser nur selten erfährt, dass das Produkt gentechnisch veränderte Zutaten enthält. Nestlè’s Aussage, dass gentechnisch veränderte Firmenprodukte nicht auf dem deutschen Markt verkauft werden, entspricht einer vorsätzlichen Lüge zu finanziellen Gunsten des Konzerns.
Wir wünschen Guten Appetit!
Weitere Informationen:
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Aktion NescaFAIR
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Koc Holding Aufsichtsrat: Ex-Chef Maucher
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Nestlè tötet Babies
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Das Geschäft mit Säuglingen und Kindern
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Panorama-Video: Marktanteile wichtiger als menschliches Leben - Der Tod aus der Flasche
Interessante Strategie, wird doch mit dieser (absolut unbewiesenen) polemischen Behauptung jedem Gegner von GenFood unterstellt, er sein ein Befürworter des Hungers in anderen Ländern der Welt.
Wer also GenFood kauft, leistet seinen Beitrag zur Welternährung und kann demzufolge sich und seine Familie ruhigen Gewissens damit abfüttern.
Ich wäre natürlich noch leichter zu überzeugen, wenn Herr Peter Braback bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich einen GenFood-Snack seines Arbeitgebers verzehren würde.
1974 gab es die Kampagne "Nestlé tötet Babies", gegen die Nestlé vehement prozessierte.
Einiges darüber hier:
http://www.evb.ch/p25008967.html
und hier:
http://pages.unibas.ch/afrika/nocolonies/kalt.paper.rtf
http://www.urzeit-code.com/
Aber damit kann man halt nicht so viel Kohle machen! Und, wer will denn schon den Hunger in der gesamten Welt bekämpfen?
Solange die an ihren Hunger denken müssen, kommen sie nicht auf dumme Gedanken.
wahrheitsbieger