Braunschweig, im September 2001
Liebes Buch,
viel viel zu tun.
Stelle gerade mal mein Schattenkabinett auf bzw. die sitzen bereits im Rat, den ich ja baldigst übernehmen werde.
Hier eine kurze Auflistung des illustren Kreises
(chronologisch aufgeführt)
1. ICH selbst natürlich - und ICH auch als Aufsichtsrat der Stadt Braunschweig. Diverse Aufgaben und Ämter folgen noch. Schließlich wird hier ja jeder gute Mann gebraucht, sage ich Dir.
2. Nun meine getreuen Kameraden...
< Die antirevolutionäre Osterbotschaft des katholischen Klerus in Venezuela | Forster - Zuversicht für Opel >
Aus dem Tagebuch - Braunschweiger Kabinettstückchen 2001
Der Wolfi - der Mann für alle Fälle
Der Wolfi - stets unversehrt, doch sehr verehrt, genau wie ich, Parteimitglied von Beruf Dippel und Verwaltungswirt (leider nur FH!) und Polizeihauptkommissar ade. Neben seinem Amt als Stadtrat, sitzt der Wolfi im Ältestenrat, im Verwaltungsausschuss und ist Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft. Auch im Aufsichtsrat der Braunschweiger Verkehrs-AG ist der Wolfi vertreten und arbeitet dort sehr eng mit MIR, weil ich ebenfalls dort sitze, zusammen.
Auch im Aufsichtsrat der Braunschweiger Stattwerke, der Kraftverkehr Mundzu GmbH sowie in der Niegelungen Wohnbau-GmbH, in der Statthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH sitzt er, im Verzwacktverband Braunschweig ist er leider nur Mitglied der Verbandsversammlung, im Vorstand des Wasserverbandes Feudel-Leere ist er natürlich auch tätig. Bin ich fertig? Hab' ich auch nichts vergessen? Na ja, kann leicht passieren, liebes Tagebuch, wenn dieser Roundup - äh- Allrounder so viele Ämter innehat und dennoch so munter, so unversehrt seine Pflichten wahrnimmt, mir zuarbeitend und mir stets treu zur Seite stehend.
Ehrenamtlich betätigt sich der Wolfi vor allem als Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. in Braunschweig und nimmt in dieser Funktion auch an den Fachtagungen der CIA - nee CDI Niedersachsen teil, wo es um die gemeinsame Landesplanung Berlins und Brandenburg geht.
(Quelle: http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C30289300_L20.pdf).
Dort setzt er sich zudem auch für “Naturschutz” ein. Sein Hauptinteresse liegt dabei nicht vorrangig auf dem Artenschutz (er ist ja auch Jäger!); er interessiert sich eher für den Bereich des Anbaus von Energiepflanzen. Er hat sogar eigens eine Broschüre “Energiepflanzenanbau und Artenvielfalt in der Agrarlandschaft aus der Sicht der Jäger” veröffentlicht, die sich jeder kompetente Umweltschützer einverleiben sollte, finde ich, weil man ja jagdgetriebenen Minderheiten berücksichtigen und als Ökologe ja auch mal deren Standpunkt kennenlernen sollte. Da kann man nur lernen.
Braunschweigendes Umweltschutzgedankengut
Auf Seite 20 des Heftes “Der Waidgesell” Ausgabe 2007 wird zudem darauf hingewiesen, dass es für die Jäger Sondervergünstigen und -leistungen bei VW und Audi gibt. Man wirbt sogar ausführlich für Fahrzeuge, die eigentlich zum vielbeschriebenen “Naturschutz” des Vereines beitragen.
(Quelle: “Der Waidgesell”, Heft 2007, Seite 2, 10, 11)
Ich möchte jedenfalls keinen Volkswagen und das Schießen liegt mir auch weniger, das überlasse ich Unversehrt. Deshalb bin ich in dieser Gesellschaft weder tätig noch vertreten.
Der Wolfi ist aber nicht nur Naturbursche und Waidmann. Auch kulturell hat er viel zu bieten. Bei der Deutsch - Indonesischen Gesellschaft Niedersachsen e.V. ist er ebenfalls Vorsitzender. Die Gesellschaft wurde zu Beginn der 50er Jahre von Prof. Dr. Eckert als Direktor des internationalen Schulbuchinstitutes in Braunschweig auf Anregung der UNESCO als Kontakte zu asiatischen Ländern gegründet. Diese Verbindung führte zur Gründung der Städte-Partnerschaft zwischen Bandung und Braunschweig am 24. Mai 1960. Desweiteren sitzt Wolfi auch im Vorstand der Museumsfreunde Braunschweig.
In der IPA (International Police Association - Internationale Poizei-Vereinigung) ist Wolfi wohl aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Polizeihauptkommissar weiterhin als Mitglied vertreten. Auch unser Parteikollege, der Reinhard, auf den ich später zurückkomme, ist dort Mitglied. In einem Artikel eines Heimatblattes “50 Jahre IPA - Landesgruppe Niedersachsen” ist folgendes zu lesen:
In einem weiteren Heimatblatt-Artikel “Polizeivereinigung feiert 50-jähriges Bestehen - Jubiläum der IPA-Landesgruppe Niedersachsen” vom 29.05.2006 werden die vielfältigen Aufgaben der Organisation
beschrieben:
Reinhard, unser Fuchs
Dann kommt der Reinhard, der ist wie ich CDU-Mitglied und auch ein wenig Diplom-Verwaltungswirt (aber nur FH!). Einst war er deshalb bloß Polizeikommissar (jetzt also a.D)., ist aber seit über 25 Jahren im Stattbezirksrat als Bürgermeister tätig gewesen und hat große Verdienste errungen. Zudem sitzt er im Ältestenrat, ist Vorsitzender im Verwaltungsrat sowie Vorsitzender des Planungs-unf Umweltausschuss unserer Partei. Die Liste ist lang - Reinhard ein vielbeschäftiger Mensch, der mich großartig unterstützt.
So hat der Reinhard beim ADAC und beim Braunschweiger Polizei-MSC (Motorsport-Club) recht viel zu tun, wo er sein Interesse für Oldtimer (Automobile und Flugzeuge) auslebt und sich auch für die Braunschweiger Auto-Touren einsetzt. Dort ist er auch in Sachen Umweltschutz unterwegs.
In einem interessanten Presse-Bericht des ADAC-Blättchens, den Reinhard mir in einer langweiligen ersten Ratssitzung zugeschoben hat, äußert sich Reinhard als Vorsitzender zur Plaketten-Diskussion für Automobile wie folgt:
(Quelle: adac-ortsclubs.de/ v. 18.06.2007)
Ein wahrer “Umweltfreund”! Ich glaube, werde Reinhards Wünschen nach freier Fahrt durch Umweltzonen nachkommen und ein paar Umweltzonen in dieser schönen Stadt nur mal so pro forma einrichten, damit er seine Freude hat. Reinhard arbeitet natürlich auch beim DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.) im Ausschuss für Fahrzeugtechnik mit, da ist es ja nur verständlich, dass er sich so überaus uneigennützig und vorausschauend einsetzt.
So setzte sich er zudem aber auch für das Projekt Regio-Stadtbahn ein. Aufgrund seiner früheren Polizeikarriere als Kommissar ist er weiterhin bei der IPA (International Police Association), wie der Wolfi auch. Polizisten kann man als Regierungsoberhaupt immer gebrauchen, sage ich nur.
Der Reinhard, fliegt auch gerne und interessiert sich für Flugzeuge wie für Autos. Ein vielseitig interessierter Mann also mit Neigung zum Handfesten, der kommt ja mehr von der Basis, nicht so wie ich, dem die Nähe zur niedersächsischen Scholle eher befremdlich ist. So hat sich Reinhard einen eigenen Forschungsflughafen gegönnt. Mit dem werden wir zukünftig noch ziemlich gute gewinnträchtige "Projekte" machen. Weil wir so gut überall vernetzt sind, denn Reinhard ist nämlich auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH sowie Aufsichtsratsmitglied der Braunschweiger Verkehrs-AG, wo er zusammen mit dem Wolfi in den Verwaltungsausschüssen der DU BIST-Braunschweig sitzt. So schließt sich hier der Kreis, der bunte Braunschweiger Reigen und keiner spuckt dem andern in die Suppe. Es mangelt, es mangelt an guten Leuten hier, und so nimmt es kein Wunder, dass man Reinhard einfach schätzen und ihm Ämter geben muss, ICH kann ja nicht alles machen.
Müller, Meiers und Bauers jedoch, gibt es hier zuhauf. Nachwuchs haben wir auch. Der Nachwuchs-Müller ist hier unser Parteifreund - Bankkaufmann und Rechtsanwalt, hat seit '86 zu uns gefunden. Seit '91 ist er auch Ratsmüller in Braunschweig und u. a. nebenbei auch Mitglied des Verwaltungsausschusses, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion, desweiteren Mitglied im Parlamentarischen Beirat des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Den werden wir wohl nach Berlin schicken müssen, den Jungen. Der soll sich dort umhören, hier kriegt er vielleicht etwas zu viel mit.
Die Li(e)beralen
Dann das liberale Lehmännchen, der kommt direkt wie ich aus dem gehobenen Verwaltungsdienst und studierte genau wie ich Jura an der Universität Göttingen. 1993 war er als Jurist beim Oberbergamt Clausthal-Zellerfeld und später beim Bundesamt für Strahlenschutz tätig.
Immer gut der Strahlenschutz, wir sind hier ja sozusagen en mASSE umzingelt. Nicht, dass was passiert, aber falls und wenn und eventuell doch...? - immer gut, so jemanden an der Seite zu haben.
Seit 1996 ist Lehmännchen selbstständiger Anwalt und seit 2002 Fachanwalt für Steuerrecht. 1988 entdeckte Männchen das Liberale und nun tritt er mir als gemachtes Männchen 2001 als Ratsherr und Erster Stadtrat der Stadt Braunschweig gegenüber. Der wird noch Karriere machen, sag' ich Dir, liebes Buch. Natürlich ist das nicht alles, er fungiert auch als Aufsichtsratvorsitzender der Braunschweiger Verkehrs AG, der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH, der Kraftverkehr Mundzu GmbH, Vorsitzender im Aufsichtsrat des Studieninstituts Braunschweig. Obgleich unsereins mit sowas wie mit Lehmännchens Fraktion leider koalieren müssen, müssen wir hier kaum Rücksicht nehmen. Die Partner profilieren sich sozusagen durch uns genügend. Das macht politisches Agieren hier in Braunschweig sehr einfach...
Ruf ins Frauenzimmer: "Schönes Dingsda, Frau Dingsda...

... die Sie mir da hingestellt haben... habe ich den Geburtstag von irgendjemand mal wieder vergessen?"
Genervter REruf aus dem Frauenzimmer:
"Nein, das ist nur die Herbst-Deko von der Aishe, Herr ...meister.
Die dachte beim Saubermachen, dass Ihnen ein wenig Farbe im Umfeld recht guttun würde!"
Nun zu den anderen... der Vollständigkeithalber!
Die Als-Ob-easy-tion
Der Oppo-man - mein Gegner aus so genannten Opposition, der ist Stadbezirksrat und Bezirksbürgermeister und macht neuerdings ziemlich auf Grün, der olle Sozi. Will Bäumchen retten und merkwürdige Popel-Parks erhalten. Dafür sind die Grünen nicht die Roten da. Demnächst wird er sich noch in die Liste “Freunde des Schlossparks” eintragen. Kommunalpolitisch tritt Oppo-Man allerdings nicht so häufig in Erscheinung, was ich persönlich sehr zu schätzen weiß. Wenn der hiesige Park keine Schlösser beinhaltet wie der in Dessau, ist da mit mir nix zu machen. Das sage ich hier klar und deutlich.
Hhmmh, da kommt mir 'ne Idee. Könnte mich doch glatt mal mit diesem Traditionationalisten hier in Verbindung setzen, der hat doch neulich bei einem Promi-Empfang für die verdienten Bürgers dieser Stadt mal was gemunkelt von Schloss seines Vaters oder sowas. Mal sehen -
Ruf an die Ratshausfrau, die Sekretärliche:
Frau ... Frau... Dingsda, machen Sie mir mal 'ne Kurznotiz "Olek oder Bolek kontakten - Stichwort Parksünde!"
REschallt es: "Aber ja doch, Herr Dr. Meister!" - Es raschelt, sie wird's für mich notieren!
Nun weiter im Bericht...
Der Ulli
Dann kommt noch der Ulli (der ist zwar auch Sozi) und ab 09.09.2001 Ratsherr in Braunschweig, aber auch und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadt. Den Ulli muss man - sofern man dazu in der Lage ist - irgendwie mögen, der wird mir bei den Stattwerken noch rechte Hilfe leisten. Das Küken - ist Stellvertretende Bürgermeisterin und im Aufsichtsrat der Braunschweiger Versorgungs-AG sowie der Hafenbetriebsgesellschaft Braunschweig mbH vertreten.
Upps! - und Gedöns
Ach, fast hätte ich eine Frau - auch Mitglied unserer Partei - vergessen, liebes Buch, die liebe Rike - von Beruf Hotelfachhausfrau, und sogar Erste Bürgermeisterin. Da sie was von Kleinunternehmen und Gastwirtschaft versteht, haben wir sie im Aufsichtsratssitz in der Stadtmacheinding GmbH untergebracht. Mal sehen, ob wir sie in den kommenden Jahren auch im Gesundheitswesen - beispielsweise - im Krankenhaus - unterbringen können, Frauen verstehen allgemein ja was vom Pflegen und hauswirtschaften. Auch im Ältestenrat arbeitet das Rikchen mit mir und Wolfi zusammen. Desweiteren sitzt sie im sog. Ausschuss für Integrationsfragen, unsere Fraktion hat da ja sehr viele, wie alle wissen. Demnächst werden Fragebögen dazu bundesweit rausgeben! Also der Ausschuss wo Rikchen diese Fragen klären soll, der für Integration, der setzt sich überwiegend aus sozial Angehauchten, wie den Sozis, diesen Umweltspinnern und Vertretern dieser - äh - pleps, bebs, nee bibs zusammen.
Letztere gehen mir gehörig auf den Senkel, weiß gar nicht so recht, wozu wir die hier brauchen. Sind ja eh' alles Braunschweiger Bürger und einfach nur Volk, weshalb man dafür extra solch' eine militante Gruppe eröffnen muss, verstehe ich gar nicht. Bin doch für jeden da, für jeden zu sprechen und jeder weiß, ich sitze im Rathaus, jeder kann kommen, sofern ich Zeit habe. Jedenfalls haben wir unser Rikchen in diesen Frauengedöns-Dingsda-Club gesetzt und das ist nicht alles, wofür diese Frau gut ist.
Die Beweggründe, warum das Rikchen in der CDU tätig ist, werden in einer überaus prächtigen Hochglanz-Broschüre der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU-Kreisverband klar. Dort äußert sich das Rikchen wie folgt zu seiner Kandidatur:
Dies zeigt, dass unser Mädchen gut gelernt hat und auch mitunter aus eigenem Interesse - ähm - und natürlich auch zum Wohle der Gäste - tätig sein will.
(Quelle: Pressemitteilung (PDF) MIT Niedersachsen - Mittelstands- u. Wirtschaftsvereinigung der CDU - 2006 “Kandidaten stellen sich vor” > mit-braunschweig.de/pdf/20060707.pdf)
Wir schicken unser Rikchen gerne in den Außendienst, da sie das gastgebern gewohnt ist und Gesellschaften wie Geselligkeit mag. So tritt sie als geladener Gast zu Jubiläen und festlichen Anlässen in ihrer Funktion als Bürgermeisterin auf und tingelt durch die Festsäle der Region - sie repräsentiert lediglich und moderiert gleich unserem Angela, nimmt öffentlich keine politische Stellung zu den aktuellen politischen Fragen. Allerdings, um zu Angelas Amt aufzusteigen, fehlt in unseren Reihen die nötige Unterstützung, da haben wir vorsorglich schon für gesorgt.
Eine Frau reicht irgendwie als Regierungschefin, im Sinne des Gleichstellungskampfs sollte nun mal wieder ein Mann da oben ran, einer wie Koch oder gleich so etwas wie... Ich beispielsweise möchte erst mal in Braunschweig bleiben, wo es für mich blendend läuft.
Rikchens Amt und die Tatsache, dass sie als Frau gewissen politischen Einfluss haben könnte, sollte dabei nicht so in den Vordergrund rücken. Neulich hatte sie sich irrtümlich als Mitglied für das städtische Frauen-Archiv als zur Verfügung gestellt. Allerdings hielten wir es für besser, dass sie diese Mitgliedschaft weiter führt, aber vorsichtig nur, als Beischläf... äh - sitzerin, vielleicht kommt das uns doch mal irgendwie zu Gute.
Viel lieber ist nämlich unser Rikchen unter echten Mannsbildern. So wurde sie für ihr Engagement von diesen sogar geehrt - während eines Empfangs im Forum des Braunschweiger Landesmuseums im Anschluss an das diesjährige Adventskonzert der Bundeswehr ehrte der Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen im Reservistenverband unsere Rike mit dem Ehrenabzeichen in Silber des Reservistenverbandes. Damit werden die besonderen Verdienste um die Erhaltung des Adventskonzertes in Braunschweig nach Aufgabe des Standortes durch die Bundeswehr und die Unterstützung der Kreisgruppe Braunschweig im Reservistenverband zum Ausdruck gebracht.” Das zeigt doch, dass die Hotelfachhausfrau immer ein gutes Händchen fürs Behagliche, Besinnliche und Beschauliche hat - auch in militärischen Kreisen, wo Feuer, Flammen und Kränze teilweise eine ganz andere Rolle spielen. Hauptsache fürs Heimelige und Feierliche wird gesorgt!
Überhaupt scheint Rikchen mehr Soldaten und Bundeswehr verpflichtet als dem o.g. Frauenvereinsgedöns. Neulich las ich im Nedersachsen-Kurier u.a. im Artikel “Danke für treues Dienen!” und der Dank galt ausschließlich Rikchens Hingabe für Kerzen und Kränze und natürlich dem Adventsliedgut aus dunklen Männerkehlen...
Zur Vervollständigung - nachträglich eingefügt


Haft-Notiz
___________________________________________
Kurzer Zeitenflug ins Jahr 2006:
Auch beim Kiffhäuserbund e.V. Wiesbaden war sie zu Gast.
Das erstaunte mich zunächst.
War aber dann echt beruhigt, liebes Tagebuch:
Im Juni-Heft (2006) tritt das Rikchen ebenfalls als Gast
bei den Kiffhäusern auf und lobt dessen Arbeit.
Der Kyffhäuserbund, lt. Vorwort des Vorsitzenden:
"220 Jahre Kyffhäusertradition - eine Geschichte
die uns mit Stolz erfüllt.
Meine lieben Kameradinnen, meine liebe Kameraden,
am 11. Juni (2006) ...Jubiläum in der Stadthalle Braunschweig...
unsere tradionsreichen und schön anzusehenden Fahnen,
Fahnen die dem Frieden geweiht sind...
Militärischen Schützenbruderschaft... 1786 zu
Wrangeln in Pommern, welche wir als unsere
Stammkameradschaft betrachten.
... die aus dem Kriege heimgekehrten Verwundeten und Kranken zu
betreuen.... soldatische Tradition zu pflegen... den Geist soldatisch
zu halten... hieraus ist eindeutig der sozialer Aspekt der Gedanken zu
erkennen..."
(Quelle: http://www.kyffhaeuserbundev.de/pdf/KYFF_03_06.pdf)

Aber Rikchen ist auch gut fürs Soziale; so kann man sie auch zur Gedenkfeier für Hrant Dink zum Beten schicken. Stelle Dir vor, sie kann sogar neben 150 ausländischen Armeniern für den ermordeten Journalisten beten. Sie hatten sich an dem Denkmal getroffen, das an die vielen Armenier erinnert, die zwischen 1915 und 1917 verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Anlass war, soweit ich mich dunkel erinnere:
Drei Schüsse hatten den armenischen Journalisten Hrant Dink Mitte Januar in Istanbul getötet. Der 17-jährige Täter hatte gestanden. Er habe sich von nationalistischen Gefühlen leiten lassen, sagt die türkische Polizei. Nach der Festnahmen posierten Polizisten Arm in Arm mit dem Attentäter und ließen sich fotografieren. Über diese Provokation redet während der Gedenkfeier natürlich keiner. Fast alle Plätze in der Kirche waren belegt. Aus Berlin ist sogar extra ein armenischer Pfarrer angereist. Da musste unser Rikchen hin, die konnte sowas gut.
Der Pastor der Brüdernkirche musste aber loswerden "Es ist gut, dass immer mehr Türken diesen nationalistischen Kurs nicht mehr mitmachen". Kann uns doch völlig egal sein, mag mancher denken, die wollen wir nicht in die EU reinlassen, diese nationalistischen, diese... Aber ich bin da vorsichtig geworden. Ich sehe unter solchen Ereignissen eine gute Richtung für die Türkei- und Europapolitik unserer Partei.
Daher hat auch unser Rikchen gemahnt, “in der Türkei dürfe keine weitere Gewalt aufkommen”. (Quelle: Niedersachsen Kurier, 05.02.2007
unter: http://www.armenian.ch/forum/phpBB2/viewtopic.php?start=15&t=2278)
Hat sich hier für türkische Politik sehr interessiert und eingesetzt. In der Broschüre “Evangelische Verantwortung” G5931 vom April 2002 ist sie mit anderen Gästen zu Vorträgen geladen, die sich ausschließlich mit dem “hehren” Thema “Politik der Mitte braucht feste Grundsätze - Warum das christliche Menschenbild heute unvermindert aktuell ist” unter Gesichtspunkten wie Möglichkeiten der Gentechnologie, Schutz der Würde des Menschen auch in Zukunft und besondere Stellung der Familie widmet. “Christliche Werte” - dafür steht meine neue Partei ja vorrangig. (Quelle: http://www.eak-cducsu.de/contentsystem/upload/ev/15_9_2004-08_32_25-ev-04-2002.pdf)
So hier ende ich mal, liebes Buch. Mehr Personalien möcht' ich Dir derzeit gar nicht zumuten. Die übrigen sind doch alle recht erscheinungs- und mundlos, so dass sie vielleicht später mal Erwähnung finden sollen aus gegebenem Anlass.
Quietsch!
Das Leder meines Sessels knarrt, er ist neu und meine Besessenheit noch nicht gewohnt.
Plopp!
Es knarrt erneut, jedoch aus anderer Quelle...
So bringe ich frischen Wind in dieses Kabinettchen, mein Freund.
Plopp!
Mmmh! Verdammt, was hat mir Frau ... Frau da Vorne im Dingsda ... auch wieder für'n Tee verabreicht? Mal sehen Sinnesblätter-Kräutermix, nee, Sennesblätter. Wofür das wohl gut ist?
Jedenfalls - muss ganz dringend ... mmmhahal für Königstiger auf OBerons Thron...
bis demnächst dann
& ab...
Der Wolfi - stets unversehrt, doch sehr verehrt, genau wie ich, Parteimitglied von Beruf Dippel und Verwaltungswirt (leider nur FH!) und Polizeihauptkommissar ade. Neben seinem Amt als Stadtrat, sitzt der Wolfi im Ältestenrat, im Verwaltungsausschuss und ist Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft. Auch im Aufsichtsrat der Braunschweiger Verkehrs-AG ist der Wolfi vertreten und arbeitet dort sehr eng mit MIR, weil ich ebenfalls dort sitze, zusammen.
Auch im Aufsichtsrat der Braunschweiger Stattwerke, der Kraftverkehr Mundzu GmbH sowie in der Niegelungen Wohnbau-GmbH, in der Statthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH sitzt er, im Verzwacktverband Braunschweig ist er leider nur Mitglied der Verbandsversammlung, im Vorstand des Wasserverbandes Feudel-Leere ist er natürlich auch tätig. Bin ich fertig? Hab' ich auch nichts vergessen? Na ja, kann leicht passieren, liebes Tagebuch, wenn dieser Roundup - äh- Allrounder so viele Ämter innehat und dennoch so munter, so unversehrt seine Pflichten wahrnimmt, mir zuarbeitend und mir stets treu zur Seite stehend.
Ehrenamtlich betätigt sich der Wolfi vor allem als Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. in Braunschweig und nimmt in dieser Funktion auch an den Fachtagungen der CIA - nee CDI Niedersachsen teil, wo es um die gemeinsame Landesplanung Berlins und Brandenburg geht.
(Quelle: http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C30289300_L20.pdf).
Dort setzt er sich zudem auch für “Naturschutz” ein. Sein Hauptinteresse liegt dabei nicht vorrangig auf dem Artenschutz (er ist ja auch Jäger!); er interessiert sich eher für den Bereich des Anbaus von Energiepflanzen. Er hat sogar eigens eine Broschüre “Energiepflanzenanbau und Artenvielfalt in der Agrarlandschaft aus der Sicht der Jäger” veröffentlicht, die sich jeder kompetente Umweltschützer einverleiben sollte, finde ich, weil man ja jagdgetriebenen Minderheiten berücksichtigen und als Ökologe ja auch mal deren Standpunkt kennenlernen sollte. Da kann man nur lernen.
Braunschweigendes Umweltschutzgedankengut
“Naturschutz muss dort ansetzen, wo ausgehend von der potentiell natürlichen Vielfalt - bereits eine weitgehende Verarmung eingetreten ist und nicht dort, wo seltenere Arten erhalten geblieben sind.”- so Wolfis Credo. Dabei fällt auf, wie geschickt er den Energiepflanzenanbau der Artenvielfalt gegenüber stellt. Als Vorsitzender des LJN (Landesjägerschaft Niedersachsen) weist er in einem Vortrag vor der Jägerversammlung auf Spannungen im Präsidium und Wichtigkeit einer politischen Vertretung der Jäger, plädiert für ein Handbuch für Revierinhaber mit Informationen über täglichen Betrieb, für die Abschaffung der Jagdsteuer in Braunschweig und fordert in der Europäischen Gesetzgebung ein neues Lebensmittelrecht (Damit meint er die EU-Vorschriften für Wildfleisch, die ihm wohl zu streng erscheinen!)
Auf Seite 20 des Heftes “Der Waidgesell” Ausgabe 2007 wird zudem darauf hingewiesen, dass es für die Jäger Sondervergünstigen und -leistungen bei VW und Audi gibt. Man wirbt sogar ausführlich für Fahrzeuge, die eigentlich zum vielbeschriebenen “Naturschutz” des Vereines beitragen.
(Quelle: “Der Waidgesell”, Heft 2007, Seite 2, 10, 11)
Ich möchte jedenfalls keinen Volkswagen und das Schießen liegt mir auch weniger, das überlasse ich Unversehrt. Deshalb bin ich in dieser Gesellschaft weder tätig noch vertreten.
Der Wolfi ist aber nicht nur Naturbursche und Waidmann. Auch kulturell hat er viel zu bieten. Bei der Deutsch - Indonesischen Gesellschaft Niedersachsen e.V. ist er ebenfalls Vorsitzender. Die Gesellschaft wurde zu Beginn der 50er Jahre von Prof. Dr. Eckert als Direktor des internationalen Schulbuchinstitutes in Braunschweig auf Anregung der UNESCO als Kontakte zu asiatischen Ländern gegründet. Diese Verbindung führte zur Gründung der Städte-Partnerschaft zwischen Bandung und Braunschweig am 24. Mai 1960. Desweiteren sitzt Wolfi auch im Vorstand der Museumsfreunde Braunschweig.
In der IPA (International Police Association - Internationale Poizei-Vereinigung) ist Wolfi wohl aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Polizeihauptkommissar weiterhin als Mitglied vertreten. Auch unser Parteikollege, der Reinhard, auf den ich später zurückkomme, ist dort Mitglied. In einem Artikel eines Heimatblattes “50 Jahre IPA - Landesgruppe Niedersachsen” ist folgendes zu lesen:
„... Arbeit im Stillen an der Basis sichert auch weiterhin den Erfolg der IPA“ betonte der Präsident der deutschen Sektion. „Die IPA“, so heißt es weiter, „sei ein gefragter Partner auch bei der WM durch die Betreuung ausländischer Polizeibediensteter. ...Der Polizeichor Braunschweig, der den Festakt würdig musikalisch begleitete, lies die Feierstunde mit dem Lied von Herbert Grönemeyer: „Männer“ harmonisch ausklingen.” Deutsches Liedgut für deutsche Männer!
In einem weiteren Heimatblatt-Artikel “Polizeivereinigung feiert 50-jähriges Bestehen - Jubiläum der IPA-Landesgruppe Niedersachsen” vom 29.05.2006 werden die vielfältigen Aufgaben der Organisation
beschrieben:
“... Die IPA ist heute die weltgrößte Vereinigung von Polizeibediensteten...in 69 Staaten vertreten, ...350000 Mitglieder. 60 000 Mitglieder...davon in Deutschland, 4000 in Niedersachsen... Dort sorgen Beamte beider Nationen für Sicherheit und Ordnung auch jenseits des nationalen Hoheitsgebiets. Wie aktuell die Ideen seien, so IPA-Deutschland-Präsident beweise der Umstand, dass ausländische Polizisten während der Fußball-WM in Familien von deutschen IPA-Mitgliedern betreut würden. ..."... Sehr umsichtig, dass die sich gegenseitig betreuen. Vorbildiche Arbeit!
Reinhard, unser Fuchs
Dann kommt der Reinhard, der ist wie ich CDU-Mitglied und auch ein wenig Diplom-Verwaltungswirt (aber nur FH!). Einst war er deshalb bloß Polizeikommissar (jetzt also a.D)., ist aber seit über 25 Jahren im Stattbezirksrat als Bürgermeister tätig gewesen und hat große Verdienste errungen. Zudem sitzt er im Ältestenrat, ist Vorsitzender im Verwaltungsrat sowie Vorsitzender des Planungs-unf Umweltausschuss unserer Partei. Die Liste ist lang - Reinhard ein vielbeschäftiger Mensch, der mich großartig unterstützt.
So hat der Reinhard beim ADAC und beim Braunschweiger Polizei-MSC (Motorsport-Club) recht viel zu tun, wo er sein Interesse für Oldtimer (Automobile und Flugzeuge) auslebt und sich auch für die Braunschweiger Auto-Touren einsetzt. Dort ist er auch in Sachen Umweltschutz unterwegs.
In einem interessanten Presse-Bericht des ADAC-Blättchens, den Reinhard mir in einer langweiligen ersten Ratssitzung zugeschoben hat, äußert sich Reinhard als Vorsitzender zur Plaketten-Diskussion für Automobile wie folgt:
"... Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt begrüßt ausdrücklich, dass das Bundesumweltministerium eine Überarbeitung der Plakettenverordnung beabsichtigt.
So sollen die 4,6 Millionen Pkw, die einen geregelten Katalysator nach US-Norm haben, wie vom Club mehrfach gefordert nun doch den Euro-1-Benzinern gleichgestellt werden. Damit werden auch diese Fahrzeuge eine grüne Plakette erhalten, die zum Fahren in Umweltzonen berechtigt. „Dies ist ein erster und überfälliger Schritt zur Vernunft, denn die Emissionen dieser älteren Pkw sind nicht größer als die von Benzinern, die Euro 1 erreichen...“
(Quelle: adac-ortsclubs.de/ v. 18.06.2007)
Ein wahrer “Umweltfreund”! Ich glaube, werde Reinhards Wünschen nach freier Fahrt durch Umweltzonen nachkommen und ein paar Umweltzonen in dieser schönen Stadt nur mal so pro forma einrichten, damit er seine Freude hat. Reinhard arbeitet natürlich auch beim DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.) im Ausschuss für Fahrzeugtechnik mit, da ist es ja nur verständlich, dass er sich so überaus uneigennützig und vorausschauend einsetzt.
So setzte sich er zudem aber auch für das Projekt Regio-Stadtbahn ein. Aufgrund seiner früheren Polizeikarriere als Kommissar ist er weiterhin bei der IPA (International Police Association), wie der Wolfi auch. Polizisten kann man als Regierungsoberhaupt immer gebrauchen, sage ich nur.
Der Reinhard, fliegt auch gerne und interessiert sich für Flugzeuge wie für Autos. Ein vielseitig interessierter Mann also mit Neigung zum Handfesten, der kommt ja mehr von der Basis, nicht so wie ich, dem die Nähe zur niedersächsischen Scholle eher befremdlich ist. So hat sich Reinhard einen eigenen Forschungsflughafen gegönnt. Mit dem werden wir zukünftig noch ziemlich gute gewinnträchtige "Projekte" machen. Weil wir so gut überall vernetzt sind, denn Reinhard ist nämlich auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH sowie Aufsichtsratsmitglied der Braunschweiger Verkehrs-AG, wo er zusammen mit dem Wolfi in den Verwaltungsausschüssen der DU BIST-Braunschweig sitzt. So schließt sich hier der Kreis, der bunte Braunschweiger Reigen und keiner spuckt dem andern in die Suppe. Es mangelt, es mangelt an guten Leuten hier, und so nimmt es kein Wunder, dass man Reinhard einfach schätzen und ihm Ämter geben muss, ICH kann ja nicht alles machen.
Müller, Meiers und Bauers jedoch, gibt es hier zuhauf. Nachwuchs haben wir auch. Der Nachwuchs-Müller ist hier unser Parteifreund - Bankkaufmann und Rechtsanwalt, hat seit '86 zu uns gefunden. Seit '91 ist er auch Ratsmüller in Braunschweig und u. a. nebenbei auch Mitglied des Verwaltungsausschusses, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion, desweiteren Mitglied im Parlamentarischen Beirat des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Den werden wir wohl nach Berlin schicken müssen, den Jungen. Der soll sich dort umhören, hier kriegt er vielleicht etwas zu viel mit.
Die Li(e)beralen
Dann das liberale Lehmännchen, der kommt direkt wie ich aus dem gehobenen Verwaltungsdienst und studierte genau wie ich Jura an der Universität Göttingen. 1993 war er als Jurist beim Oberbergamt Clausthal-Zellerfeld und später beim Bundesamt für Strahlenschutz tätig.
Immer gut der Strahlenschutz, wir sind hier ja sozusagen en mASSE umzingelt. Nicht, dass was passiert, aber falls und wenn und eventuell doch...? - immer gut, so jemanden an der Seite zu haben.
Seit 1996 ist Lehmännchen selbstständiger Anwalt und seit 2002 Fachanwalt für Steuerrecht. 1988 entdeckte Männchen das Liberale und nun tritt er mir als gemachtes Männchen 2001 als Ratsherr und Erster Stadtrat der Stadt Braunschweig gegenüber. Der wird noch Karriere machen, sag' ich Dir, liebes Buch. Natürlich ist das nicht alles, er fungiert auch als Aufsichtsratvorsitzender der Braunschweiger Verkehrs AG, der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH, der Kraftverkehr Mundzu GmbH, Vorsitzender im Aufsichtsrat des Studieninstituts Braunschweig. Obgleich unsereins mit sowas wie mit Lehmännchens Fraktion leider koalieren müssen, müssen wir hier kaum Rücksicht nehmen. Die Partner profilieren sich sozusagen durch uns genügend. Das macht politisches Agieren hier in Braunschweig sehr einfach...
Ruf ins Frauenzimmer: "Schönes Dingsda, Frau Dingsda...

... die Sie mir da hingestellt haben... habe ich den Geburtstag von irgendjemand mal wieder vergessen?"
Genervter REruf aus dem Frauenzimmer:
"Nein, das ist nur die Herbst-Deko von der Aishe, Herr ...meister.
Die dachte beim Saubermachen, dass Ihnen ein wenig Farbe im Umfeld recht guttun würde!"
Nun zu den anderen... der Vollständigkeithalber!
Die Als-Ob-easy-tion
Der Oppo-man - mein Gegner aus so genannten Opposition, der ist Stadbezirksrat und Bezirksbürgermeister und macht neuerdings ziemlich auf Grün, der olle Sozi. Will Bäumchen retten und merkwürdige Popel-Parks erhalten. Dafür sind die Grünen nicht die Roten da. Demnächst wird er sich noch in die Liste “Freunde des Schlossparks” eintragen. Kommunalpolitisch tritt Oppo-Man allerdings nicht so häufig in Erscheinung, was ich persönlich sehr zu schätzen weiß. Wenn der hiesige Park keine Schlösser beinhaltet wie der in Dessau, ist da mit mir nix zu machen. Das sage ich hier klar und deutlich.
Hhmmh, da kommt mir 'ne Idee. Könnte mich doch glatt mal mit diesem Traditionationalisten hier in Verbindung setzen, der hat doch neulich bei einem Promi-Empfang für die verdienten Bürgers dieser Stadt mal was gemunkelt von Schloss seines Vaters oder sowas. Mal sehen -
Ruf an die Ratshausfrau, die Sekretärliche:
Frau ... Frau... Dingsda, machen Sie mir mal 'ne Kurznotiz "Olek oder Bolek kontakten - Stichwort Parksünde!"
REschallt es: "Aber ja doch, Herr Dr. Meister!" - Es raschelt, sie wird's für mich notieren!
Nun weiter im Bericht...
Der Ulli
Dann kommt noch der Ulli (der ist zwar auch Sozi) und ab 09.09.2001 Ratsherr in Braunschweig, aber auch und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadt. Den Ulli muss man - sofern man dazu in der Lage ist - irgendwie mögen, der wird mir bei den Stattwerken noch rechte Hilfe leisten. Das Küken - ist Stellvertretende Bürgermeisterin und im Aufsichtsrat der Braunschweiger Versorgungs-AG sowie der Hafenbetriebsgesellschaft Braunschweig mbH vertreten.
Upps! - und Gedöns
Ach, fast hätte ich eine Frau - auch Mitglied unserer Partei - vergessen, liebes Buch, die liebe Rike - von Beruf Hotelfachhausfrau, und sogar Erste Bürgermeisterin. Da sie was von Kleinunternehmen und Gastwirtschaft versteht, haben wir sie im Aufsichtsratssitz in der Stadtmacheinding GmbH untergebracht. Mal sehen, ob wir sie in den kommenden Jahren auch im Gesundheitswesen - beispielsweise - im Krankenhaus - unterbringen können, Frauen verstehen allgemein ja was vom Pflegen und hauswirtschaften. Auch im Ältestenrat arbeitet das Rikchen mit mir und Wolfi zusammen. Desweiteren sitzt sie im sog. Ausschuss für Integrationsfragen, unsere Fraktion hat da ja sehr viele, wie alle wissen. Demnächst werden Fragebögen dazu bundesweit rausgeben! Also der Ausschuss wo Rikchen diese Fragen klären soll, der für Integration, der setzt sich überwiegend aus sozial Angehauchten, wie den Sozis, diesen Umweltspinnern und Vertretern dieser - äh - pleps, bebs, nee bibs zusammen.
Letztere gehen mir gehörig auf den Senkel, weiß gar nicht so recht, wozu wir die hier brauchen. Sind ja eh' alles Braunschweiger Bürger und einfach nur Volk, weshalb man dafür extra solch' eine militante Gruppe eröffnen muss, verstehe ich gar nicht. Bin doch für jeden da, für jeden zu sprechen und jeder weiß, ich sitze im Rathaus, jeder kann kommen, sofern ich Zeit habe. Jedenfalls haben wir unser Rikchen in diesen Frauengedöns-Dingsda-Club gesetzt und das ist nicht alles, wofür diese Frau gut ist.
Die Beweggründe, warum das Rikchen in der CDU tätig ist, werden in einer überaus prächtigen Hochglanz-Broschüre der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU-Kreisverband klar. Dort äußert sich das Rikchen wie folgt zu seiner Kandidatur:
“....will die Zusammenarbeit der Betriebe in der Gastronomie mit Hilfe eines bereits eingerichteten Netzwerks forcieren und so dazu beitragen, dass Braunschweig mehr Touristen und damit Gäste anziehen wird ...”
Dies zeigt, dass unser Mädchen gut gelernt hat und auch mitunter aus eigenem Interesse - ähm - und natürlich auch zum Wohle der Gäste - tätig sein will.
(Quelle: Pressemitteilung (PDF) MIT Niedersachsen - Mittelstands- u. Wirtschaftsvereinigung der CDU - 2006 “Kandidaten stellen sich vor” > mit-braunschweig.de/pdf/20060707.pdf)
Wir schicken unser Rikchen gerne in den Außendienst, da sie das gastgebern gewohnt ist und Gesellschaften wie Geselligkeit mag. So tritt sie als geladener Gast zu Jubiläen und festlichen Anlässen in ihrer Funktion als Bürgermeisterin auf und tingelt durch die Festsäle der Region - sie repräsentiert lediglich und moderiert gleich unserem Angela, nimmt öffentlich keine politische Stellung zu den aktuellen politischen Fragen. Allerdings, um zu Angelas Amt aufzusteigen, fehlt in unseren Reihen die nötige Unterstützung, da haben wir vorsorglich schon für gesorgt.
Eine Frau reicht irgendwie als Regierungschefin, im Sinne des Gleichstellungskampfs sollte nun mal wieder ein Mann da oben ran, einer wie Koch oder gleich so etwas wie... Ich beispielsweise möchte erst mal in Braunschweig bleiben, wo es für mich blendend läuft.
Rikchens Amt und die Tatsache, dass sie als Frau gewissen politischen Einfluss haben könnte, sollte dabei nicht so in den Vordergrund rücken. Neulich hatte sie sich irrtümlich als Mitglied für das städtische Frauen-Archiv als zur Verfügung gestellt. Allerdings hielten wir es für besser, dass sie diese Mitgliedschaft weiter führt, aber vorsichtig nur, als Beischläf... äh - sitzerin, vielleicht kommt das uns doch mal irgendwie zu Gute.
Viel lieber ist nämlich unser Rikchen unter echten Mannsbildern. So wurde sie für ihr Engagement von diesen sogar geehrt - während eines Empfangs im Forum des Braunschweiger Landesmuseums im Anschluss an das diesjährige Adventskonzert der Bundeswehr ehrte der Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen im Reservistenverband unsere Rike mit dem Ehrenabzeichen in Silber des Reservistenverbandes. Damit werden die besonderen Verdienste um die Erhaltung des Adventskonzertes in Braunschweig nach Aufgabe des Standortes durch die Bundeswehr und die Unterstützung der Kreisgruppe Braunschweig im Reservistenverband zum Ausdruck gebracht.” Das zeigt doch, dass die Hotelfachhausfrau immer ein gutes Händchen fürs Behagliche, Besinnliche und Beschauliche hat - auch in militärischen Kreisen, wo Feuer, Flammen und Kränze teilweise eine ganz andere Rolle spielen. Hauptsache fürs Heimelige und Feierliche wird gesorgt!
Überhaupt scheint Rikchen mehr Soldaten und Bundeswehr verpflichtet als dem o.g. Frauenvereinsgedöns. Neulich las ich im Nedersachsen-Kurier u.a. im Artikel “Danke für treues Dienen!” und der Dank galt ausschließlich Rikchens Hingabe für Kerzen und Kränze und natürlich dem Adventsliedgut aus dunklen Männerkehlen...
Zur Vervollständigung - nachträglich eingefügt


Haft-Notiz
___________________________________________
Kurzer Zeitenflug ins Jahr 2006:
Auch beim Kiffhäuserbund e.V. Wiesbaden war sie zu Gast.
Das erstaunte mich zunächst.
War aber dann echt beruhigt, liebes Tagebuch:
Im Juni-Heft (2006) tritt das Rikchen ebenfalls als Gast
bei den Kiffhäusern auf und lobt dessen Arbeit.
Der Kyffhäuserbund, lt. Vorwort des Vorsitzenden:
"220 Jahre Kyffhäusertradition - eine Geschichte
die uns mit Stolz erfüllt.
Meine lieben Kameradinnen, meine liebe Kameraden,
am 11. Juni (2006) ...Jubiläum in der Stadthalle Braunschweig...
unsere tradionsreichen und schön anzusehenden Fahnen,
Fahnen die dem Frieden geweiht sind...
Militärischen Schützenbruderschaft... 1786 zu
Wrangeln in Pommern, welche wir als unsere
Stammkameradschaft betrachten.
... die aus dem Kriege heimgekehrten Verwundeten und Kranken zu
betreuen.... soldatische Tradition zu pflegen... den Geist soldatisch
zu halten... hieraus ist eindeutig der sozialer Aspekt der Gedanken zu
erkennen..."
(Quelle: http://www.kyffhaeuserbundev.de/pdf/KYFF_03_06.pdf)

Aber Rikchen ist auch gut fürs Soziale; so kann man sie auch zur Gedenkfeier für Hrant Dink zum Beten schicken. Stelle Dir vor, sie kann sogar neben 150 ausländischen Armeniern für den ermordeten Journalisten beten. Sie hatten sich an dem Denkmal getroffen, das an die vielen Armenier erinnert, die zwischen 1915 und 1917 verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Anlass war, soweit ich mich dunkel erinnere:
Drei Schüsse hatten den armenischen Journalisten Hrant Dink Mitte Januar in Istanbul getötet. Der 17-jährige Täter hatte gestanden. Er habe sich von nationalistischen Gefühlen leiten lassen, sagt die türkische Polizei. Nach der Festnahmen posierten Polizisten Arm in Arm mit dem Attentäter und ließen sich fotografieren. Über diese Provokation redet während der Gedenkfeier natürlich keiner. Fast alle Plätze in der Kirche waren belegt. Aus Berlin ist sogar extra ein armenischer Pfarrer angereist. Da musste unser Rikchen hin, die konnte sowas gut.
Der Pastor der Brüdernkirche musste aber loswerden "Es ist gut, dass immer mehr Türken diesen nationalistischen Kurs nicht mehr mitmachen". Kann uns doch völlig egal sein, mag mancher denken, die wollen wir nicht in die EU reinlassen, diese nationalistischen, diese... Aber ich bin da vorsichtig geworden. Ich sehe unter solchen Ereignissen eine gute Richtung für die Türkei- und Europapolitik unserer Partei.
Daher hat auch unser Rikchen gemahnt, “in der Türkei dürfe keine weitere Gewalt aufkommen”. (Quelle: Niedersachsen Kurier, 05.02.2007
unter: http://www.armenian.ch/forum/phpBB2/viewtopic.php?start=15&t=2278)
Hat sich hier für türkische Politik sehr interessiert und eingesetzt. In der Broschüre “Evangelische Verantwortung” G5931 vom April 2002 ist sie mit anderen Gästen zu Vorträgen geladen, die sich ausschließlich mit dem “hehren” Thema “Politik der Mitte braucht feste Grundsätze - Warum das christliche Menschenbild heute unvermindert aktuell ist” unter Gesichtspunkten wie Möglichkeiten der Gentechnologie, Schutz der Würde des Menschen auch in Zukunft und besondere Stellung der Familie widmet. “Christliche Werte” - dafür steht meine neue Partei ja vorrangig. (Quelle: http://www.eak-cducsu.de/contentsystem/upload/ev/15_9_2004-08_32_25-ev-04-2002.pdf)
So hier ende ich mal, liebes Buch. Mehr Personalien möcht' ich Dir derzeit gar nicht zumuten. Die übrigen sind doch alle recht erscheinungs- und mundlos, so dass sie vielleicht später mal Erwähnung finden sollen aus gegebenem Anlass.
Quietsch!
Das Leder meines Sessels knarrt, er ist neu und meine Besessenheit noch nicht gewohnt.
Plopp!
Es knarrt erneut, jedoch aus anderer Quelle...
So bringe ich frischen Wind in dieses Kabinettchen, mein Freund.
Plopp!
Mmmh! Verdammt, was hat mir Frau ... Frau da Vorne im Dingsda ... auch wieder für'n Tee verabreicht? Mal sehen Sinnesblätter-Kräutermix, nee, Sennesblätter. Wofür das wohl gut ist?
Jedenfalls - muss ganz dringend ... mmmhahal für Königstiger auf OBerons Thron...
bis demnächst dann
& ab...
Tags für diesen Artikel: -führer, asse ii, aufsichtsräte, bibs, braunschweig, bundesamt für strahlenschutz, cdu, energiekonzerne, flughafenausbau, gert hoffmann, jurist, niedersachsen, npd, oberbürgermeister, parteikarriere, politiker, schloss-attrappen, schulden, soldaten, unser braunschweig, volkswagen
Artikel mit ähnlichen Themen:
Trackbacks
Trackback-URL für diesen Eintrag
Keine Trackbacks





















