Schon seit Jahren sind die Arbeitslosenzahlen der Glücksindikator der bundesdeutschen Politik. Sinkende Arbeitslosenzahlen werden mit guter Politik und steigende Arbeitslosenzahlen mit schlechter Politik gleichgesetzt. Das ist wie das meiste, was die deutsche Politik verzapft, natürlich absoluter Blödsinn. Nicht die Politik schafft Arbeitsplätze oder schafft sie ab, das tun die Unternehmen.
Damit die Unternehmen möglichst viele Arbeitsplätze schaffen, wurde alles getan, was die Unternehmen, oder besser das hinter den Unternehmen stehende Großkapital wollte. Arbeitnehmerrechte wurden zusammengestrichen, Kündigungen erleichtert, Zeitarbeit gefördert und Löhne gedrückt. Dummerweise nutzte das nicht viel, weil das Großḱapital ja nicht beschäftigen, sondern spekulieren will. Da half es auch nicht, die Spekulation zu fördern: das Großkapital ist eben undankbar. Es gibt nichts zurück, sondern will immer noch mehr.
Natürlich hatten die Regierungen schon immer gelogen, was die Arbeitslosenzahlen anging. Aber irgendwann wurde daraus ein Sport. Gerade Gerhard Schröder schaffte zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit, oder wie der Verein damals gerade hieß, und dem Bundesamt für Statistik praktisch eine neue Mathematik der Arbeitslosigkeit. Ganz oberflächlich betrachtet wurden die Zahlen sogar leicht besser. Aber es war leider nur eine Lüge, wie es auch unter der Merkel nur eine Lüge war.
Aber das Schlimmste drückten die Arbeitslosenzahlen ja gar nicht aus. Durch die einseitige neoliberale Ausrichtung der deutschen Politik wurden gute Arbeitsplätze abgeschafft und prekäre Arbeitsplätze geschaffen. Zeitarbeit oder Ein-Euro-Jobs sind eben keine Arbeit, sondern Ausbeutung und Betrug in der Statistik. Das mit der Zeitarbeit hat sich vermutlich erledigt. Bislang sind 430.000 Zeitarbeiter bereits arbeitslos und die restlichen 500.000 werden folgen. Die Branche ist vorläufig am Ende.
Die Ausbeutung durch Ein-Euro-Jobs wird zunehmen. Dies ist aber auch endlich, weil die Leute aufzubegehren beginnen - und ein allgemeines Aufbegehren die jetzige Regierung, aber auch das Großkapital stürzen würde. Also muss die rasch ansteigende Arbeitslosigkeit verschleiert werden.
Das erste Mittel der Wahl war das Kurzarbeitergeld, das schnell von 12 auf 18 Monate verlängert wurde. Damit war es den Arbeitgebern möglich, die Leute nicht mehr bezahlen zu müssen, aber gleichzeitig Massenentlassungen und entsprechende Abfindungszahlungen zu vermeiden. Olaf Scholz, der Arbeitsminister von Mohn/Bertelsmann, der diese Aufgabe auch in der Regierung inne hat, wird dieses Kurzarbeitergeld jetzt auf 24 Monate verlängern.
Das ist jetzt nicht etwa Menschenliebe, um den armen Kurzarbeitern zu helfen. Es ist Selbstschutz. Olaf Scholz und seine Befehlgeber von Mohn/Bertelsmann, deren Gesetze er so brav einbringt, hat nämlich Angst. Wenn das Volk merkt, was wirklich los ist, könnte das Volk kommen und ihn in den Knast stecken und sich das illegal erworbene Vermögen von Mohn/Bertelsmann und anderen aneignen; und dann hat Olaf Scholz den Menschen in Deutschland ganz umsonst geschadet. Dabei wollte er doch der neue Clement werden.
Aber die Angst wird immer größer. Schon reicht es ihm nicht mehr, bis Ende nächsten Jahres sichere Arbeitsplätze vorzutäuschen. Er möchte sich und dem Großkapital noch bis 2012 Frieden erkaufen. Deshalb hat die Bertelsmannstiftung für ihn rasch ein weiteres Gesetz zusammengestöpselt. Die
Transfergesellschaften, die bisher für maximal ein Jahr die Mitarbeiter insolventer Unternehmen aufnehmen und weiterbilden bzw. weitervermitteln, sollen nun auf zwei Jahre verlängert werden.
Außerdem soll so getan werden, als ob die Unternehmen die Leute wieder zurücknehmen würden. Im Jahr 2013, wenn der Aufschwung ganz bestimmt wieder kommt. Deshalb sollen die Leute für ihre Arbeitgeber weiterqualifiziert werden. Wohlgemerkt: nicht in ihren Berufen. Die Berufe hat man den Menschen ja längst genommen, weil Arbeitgeber, IHK und gemeine Politiker laufend die Berufsbilder auswechseln, so dass ein Großteil der Deutschen unqualifiziert, ja berufslos ist. Das ist gut für die Lohndrückerei und für die Statistik. Denn alle sind schwer vermittelbar.
Im Grunde genommen ist es ja egal, ob Leute Arbeitslosengeld I bekommen, in einer Transfergesellschaft stecken oder Kurzarbeitergeld beziehen. Sie kosten das Geld aller, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und Steuern bezahlen. Und nicht vergessen: Auch die Hartz-IV-Empfänger bezahlen Steuern in Form von Mehrwertsteuer - und das auf den größten Teil ihres Einkommens, während Herr Ackermann, Frau Schickedanz, die Quandts, die Mohns und all die anderen Großabzocker eben kaum Steuern bezahlen.
Für die Politik, das Großkapital und die Großkonzerne ist das eine tolle Idee: Die doofen Deutschen merken nicht, dass sie 14 - 16 Millionen Arbeitslose haben und werden deshalb auch nicht unruhig. Es ist eine Schlaflied für den deutschen Michel. Gäbe es diese Perversion mit Kurzarbeitergeld und Transfergesellschaft nicht, müssten die Firmen Sozialpläne aufstellen, das schöne System des Raubtierkapitalismus würde in Frage gestellt, und es müsste vom Großkapital viel Geld in die Hand genommen werden, um die Lage ruhig zu halten.
So bezahlt der deutsche Michel sich eben selbst und produziert seine eigenen Beruhigungstropfen. - Was aber viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass die kleinen und mittelständischen Unternehmen bis 1.000 Beschäftige dies alles mitbezahlen müssen. Auf der einen Seite will das Großkapital niedrigere Einkaufspreise, weil ja Weltwirtschaftskrise, lastet den Betrieben aber die Kosten für erhöhte Beiträge in der Arbeitslosenversicherung und neue Lohnforderungen ihrer Mitarbeiter auf.
In den Betrieben bis 1.000 Mitarbeiter sind aber in Deutschland die meisten Menschen beschäftigt. Hier ist die eigentliche deutsche Wirtschaft. Die DAX- und die meisten M-DAX Unternehmen sind nichts anderes als Abzocker. Neoliberale Spieler ohne Verantwortungssinn. Denen geben Mohn/Bertelsmann und Olaf Scholz gerne alles. Vielleicht sollten auch die Firmenchefs der KMU mal nachdenken, ob sie nicht mit ihren Mitarbeitern auf die Straße gehen und fordern, dass der Mann von Bertelsmann, Olaf Scholz, endlich zurücktritt und die verkommene Regierung mit ihm.
Wer diesem Wahnsinn keinen Einhalt bietet, der zerstört sein eigenes Leben, der will Sklave sein. Leute erhebt euch. Es ist höchste Zeit. Generalstreik, bis die Bande verschwindet!
"Die doofen Deutschen merken nicht(s)"
ich hoffe das aendert sich irgendwann, leider ist das system schon so weit entwickelt das Aufklaerung fast aussichtslos ist.
Genau so wirds kommen.
DAS Thema der nahen Zukunft.
Ansonsten noch alles ruhig im Lande der Untoten.
Was ansonsten von diesen monatlich dargebotenen geschönten Arbeitslosenzahlen von diesen BA-Komiker F. Goebbels-Weise zu halten ist. darüber kann man sich eigentlich schon jeden Kommentar ersparen.
Nur traurig, dass diese ganze Journalisten-Meute bei der Zelebrierung dieses monatlichen Lügen-Spektakels nicht jedesmal in ein Homerisches Gelächter ausbricht.
Vielleicht sollte beim Betreten der Räumlichkeiten durch diesen kleinen Nürnberger Lügendoktor jedesmal lautstark diese Fanfare der einstigen DEUTSCHEN WOCHENSCHAU erklingen.
Ob vielleicht dann jemand aufwachen und dieses miese verogene Spektakel durchschauen würde?
Wer weiss.......
Diese Bestechung hat Bestand. Sie hatte Bestand in der Weimarer Republik, Bestand als Hugenberg in der Hartzburger Front die Parole "Sozial ist was Arbeit schafft" - na, kommt das nicht bekannt vor? - und wurde gründlich pervertiert als über den Toren der Vernichtungslager "Arbeit macht frei" stand.
Bestechung in der Adenauer-Republik, als der Arbeitslose mitnichten sein Recht auf Unterstützung einfordern konnte, sondern den Schikanen des "Stempelns" und dem Zwang zum Heucheln in der Nachweispflicht seines Arbeitswillens ausgesetzt war. Für zweifelhafte Fälle wurden die Tradition der Arbeitshäuser fortgeführt.
Bestechung erst Recht nach dem DDR-Beitritt. Nie zuvor in der Nachkriegszeit wurden die Sozialkassen dermaßen geplündert, wie Kohl/Blüm es zum Aufrechterhalten der Lüge von den "Blühenden Landschaften" taten. Genau jener Blüm, der jetzt als seniler Greis beleidigt eine "soziale Kälte" beklagt.
Bestechung durch Spaltung. In dieser Hinsicht schoß der Medienkanzler den Vogel ab. Mal ehrlich, wer wußte nicht, als er vollmundig verkündete "die Arbeitslosenzahl merklich zu mindern", daß dieses mit lauteren Mitteln nicht gut gehen konnte. Nicht gut gehen, sah man zum einen seine Freunde in den Vorstandsetagen und zum anderen die Schmuddel-Medien, mit denen er den Deal zur Bekämpfung der Arbeitslosen einging.
Nie zuvor, auch im Mief Adenauer-Deutschlands nicht, wurden Arbeitslose dermaßen gedemütigt, denunziert und den würdelosesten Ritualen ausgesetzt. Da erinnert sich der Beobachter doch sehr schnell wieder an die gründlich Pervertierung mit "Arbeit macht frei" über den Toren der Vernichtungslagern. Erinnert erst Recht, als "Münte" den Arbeitslosen mit "Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen" das Lebensrecht absprach.
Bestechung also seit Bismarck. Solange den Bedürftigen nicht uneingeschränkt die Unterstützung gewährt wird, sie nicht abhängig von der Willkür wildgewordener Sachbearbeiter ist, solange des weiteren mit Scheinarbeitsplätzen im Niedriglohn-Bereich und/oder auf dem Zeitarbeitsstrich, vom Ein-Euro-Scheiß ganz zu schweigen - da fällt einem doch schon wieder etwas ein, richtig, der Reichsarbeitsdienst - die Statistik gefälscht wird, solange können die Sozialversicherungen ihre Herkunft nicht verleugnen. Ihre Herkunft als Instrument preußischer Junker zur Bestechung des Proletariats.
Ohne radikale Einschnitte in die Arbeitszeit, offen dabei die Frage in wie weit dabei voller Lohnausgleich möglich ist denn die Kräfte des Kapitals sollten nicht unterschätzt werden, wird eine spürbare Senkung der Arbeitslosen mit lauteren Mitteln nicht möglich sein. Und solange dieses nicht mehrheitsfähig ist - das muß ja nicht so bleiben - ist es ehrlicher und, vor allem billiger, die Arbeitslosen in Ruhe zu lassen, sogar die "Parasiten".
Und von da an war und ist es nur noch ein kleiner Schritt bis hin zu aus Konzernkassen bezahlten Prostituierten für "verdiente Arbeiterführer" in Gestalt von Betriebsräten oder Gewerkschaftsbonzen...
Diese ganze System hatte und hat Methode von Anfang an.
Man könnte auch von einer "EUNUCHISIERUNG" der Lohnabhängien Klasse sprechen!
Ueberwachung der Bürger in einer beängstigenden Weise voran-
getrieben.Sie spielen auf Zeit, Grosskapitalisten und ihre
Lakaien haben es schon immer verstanden die Arbeitende Klasse
hinzuhalten und zu blenden. Haben sie erst einmal grosse Teile
der Bevölkerung ihrer existenziellen Grundlage beraubt, Not
und Elend verbreitet ist es ein leichtes Willige zu kaufen
die für geringe Vorteile und Begünstigungen ihre Macht
sichern und erhalten.
Es wird Zeit den faschistischen Intriganten die uns verskalven
und gnadenlos ausbeuten, maskiert als Demokratie und Sozial-
staat unsere Dienste und Abgaben zu verweigen.
Die Umverteilung von Unten nach Oben funktioniert nur wenn
etwas von Unten kommt.
scibo