Die spektakuläre Inszenierung - als Vorbereitung zum Einmarsch in Ostafrika - mit Ziel, hier mal wieder die Bodenschätze zu sicheren – nimmt immer mehr skurrile Formen an.
Wie man online – nicht ohne Schmunzeln – lesen kann, bekam nun auch „Flipper“ eine sinnvolle Aufgabe zugeteilt. „MOSKAU, 14. April (RIA Novosti). Eine große Schar Delphine hat am Horn von Afrika einem Medienbericht zufolge einen Piratenangriff auf chinesische Frachter vereitelt.
Wie die „China Daily“ am Dienstag berichtete, waren einige chinesische Handelsschiffe unterwegs im Golf von Aden, als sich ihnen Piratenboote näherten.
Plötzlich seien „Tausende“ Delphine zwischen den Chinesen und den Piraten aufgetaucht. Sie sprangen aus dem Wasser und behinderten die weitere Fahrt der Seeräuber, so der Bericht.
Die relativ kleinen Piratenboote mussten umkehren und die chinesischen Schiffe konnten ihre Reise fortsetzen, hieß es. „
Delphine waren schon immer schlauer als der Durchnittsmensch. Dies lehrte uns schon Douglas Adams in „Macht’s gut und danke für den Fisch“. Hier findet man die Botschaft, dass die Doofheit der Menschheit kaum auszuhalten ist und einem (die Delphine) nichts anderes übrig bleibt, als zu verschwinden. All dies nicht in einer Kristallkugel zu lesen, sondern in einem Fischglas geritzt.
Die meisten Politiker haben wohl kaum den „Anhalter“ gelesen. Sie gingen ja auch in die Politik, um ihr eigenes Märchen zu leben. Aber gut. Wir sind ja unterhaltungssüchtig... And the show must go on!
Allein die Kopfzeile „Delphine retten chinesische Schiffe vor somalischen Piraten“ lockt schon ein Kopfschütteln hervor. Und man fragt sich, inwiefern Redaktionen – weltweit – glauben, Leser seien total verblödet ... Was soll’s. Wir sind ja abgehärtet und medienerprobt. Tagtäglich werden wir mit Gottschalks, von der Leyens, Merkels, Obamas und sonstige KomikerInnen abgespeist, und im stillen fragen wir uns schon lange womit wir unsere Apathie entgegenwirken können: in uns schlummern Eigenschaften, die uns zu einigem träge, zu anderem verwegen machen, und weder lässt sich diese Verwegenheit unterdrücken, noch jene Trägheit aufrütteln, es sei denn, man beseitigt ihre Ursachen: falsche Informationen und falscher Glauben. Solange wir weiter solcher Schwachsinn zulassen, wird sich an der Propaganda-Schaltstelle nichts ändern...
Kühn wäre es, einfach den Fernseher abzuschalten ... die Seite wegzuklicken, sollte der Medienzirkus wieder versuchen uns „zum höherem Fluge“ fortzureißen.
Deutschfehler bitte ich zu entschuldigen da dies nicht meine Muttersprache ist.