Ich war über Ostern mit einer kleinen privaten Reisegruppe unterwegs in Prag. Die meisten kannte ich vorher nicht. Die Leute waren sehr nett, das Wetter war schön - und Prag sehr anders, als ich es vor 26 Jahren kennengelernt hatte. Ich sage nur: McDonald's, C&A, H&M, Commerzbank. - Der Geldumtausch war stets eine Überraschung wert, von Pragern hingegen war nichts zu bemerken. Schade eigentlich.
Kaum war ich in Berlin zurück, machte ich mich auf den Weg zu einer Veranstaltung von Attac. Nach der verpfuschten Ein-/Ausladung von Jürgen Elsässer, auf dem großen Kongress Anfang März zu sprechen, hatte man ihn und drei Mitdiskutanten nun zu einem separaten Termin in der Alten Feuerwache gebeten. Es entfachte sich vor dem Kongress ein hässlicher Streit darüber, ob Jürgen zu rechts geworden sei, um bei Attac sprechen zu dürfen. Inzwischen ist man wohl der Ansicht, er sei doch nicht rechts genug, um die Ausladung zu begründen - im Nachhinein, versteht sich! Letztlich geht es auch hier um die politische Kultur und um die Frage, wer sich mit welchen Mitteln durchsetzen kann, wenn es um die Hoheit, bzw. wie hier um die Ausgrenzung einer einzelnen Person geht. Wer Genaueres hierzu erfahren möchte, lese bitte auf dem Jürgen Elsässer Blog nach.
Spagat
Ich nehme also Platz und lasse Erinnerungen zu. Die Leute, die ich auf der Reise kennenlernte, waren ausnahmslos Arbeiter und Arbeiterinnen. Eine Frau war Ende 30, sah aber älter aus und war auch nicht sehr gesund. Seit 15 Jahren arbeitet sie in 2 Schichten bei einem Autozulieferer. Sie stellen Autositze her. Ihr Sohn ist 20 und hat zum Glück eine Ausbildungsstelle. Sie hat ihn größtenteils alleine großgezogen. Man merkte schnell, wie viel ihr der Sohn bedeutet. Überhaupt strahlte sie sehr viel herzliche Wärme aus. Voriges Jahr hat sie eine Eigentumswohnung gekauft. Und nun hofft sie, dass sie nicht entlassen wird. 200 Leute sind bereits entlassen worden, und im Grunde weiß sie, dass sie nächstes Jahr auch ihre Arbeit verlieren wird. Sie hat keine Ahnung, wie es dann weitergehen soll.
Die Veranstaltung fängt an. Ich höre geduldig zu – fühle mich aber ein wenig wie in eine andere Welt katapultiert. Alles so intellektuell hier in Berlin. Von Klassenkampf ist mal wieder die Rede. Wieviele aus den politischen Eliten waren wohl schon mal mit einer Schichtarbeiterin konfrontiert, frage ich mich? Ich habe während meines Studiums einige Male in Fabriken gearbeitet, am Fließband und an der Maschine. Jedesmal froh, nach ein paar Wochen wieder an die Uni zu dürfen, und gleichzeitig beschämt wegen meiner privilegierten Situation. Jedenfalls, von der Sozialdemokratie, der Linkspartei, den Gewerkschaften oder Attac haben die Arbeiter und Arbeiterinnen, die ich jetzt gerade kennenlernte, nicht gesprochen. Doch, dass diejenigen, die gewerkschaftlich organisiert sind, mit zu den ersten Entlassenen gehörten. Diese Leute sind von allen verlassen, denke ich, und bin deprimiert.
Weiter geht es im Text der Berliner politisch Engagierten. Was uns von der Volksinitiative eigentlich einfallen würde, einfach eine Initiative zu gründen, wo es doch Attac gäbe. Habe ich mich verhört? Das kann doch nicht sein. Doch dieser Typ sagt das später nochmal. Was stellt er sich vor? Kontrolle darüber, wer mit wem eine Initiative gründet? Attac, war das nicht immer ein äußerst pluralistischer Haufen? Und immer schön basisdemokratisch? Woher kommen denn diese autoritären Vorstellungen auf einmal?
Ich lasse meine Gedanken wieder abschweifen und denke an den Mann, der am Hochofen gearbeitet hat. Eisenschmelzer war er, man sah es an den vielen Brandstellen an seinen Händen und Armen. Ich lasse mir von seiner Arbeit erzählen, von der Hitze, der Schutzbekleidung und der komplizierten Tätigkeit. Die Hitze war übrigens verblüffend heilsam für seinen Rücken, sie linderte seine Bandscheibenschmerzen. Ich schwanke zwischen Bewunderung für seine Arbeit und der Erschütterung über seine Entlassung vor 2 Monaten. Der Mann trinkt eindeutig zu viele Biere an diesem Tag. Und seine frisch angetraute Frau tut mir auch leid. Sie arbeitet für eine Hungerlohn, den sie nicht nennen möchte, weil sie sich dafür schämt. Es ist irgendwas um die 4,60 €. Die Tochter ist 17 und geht noch zur Schule, der Mann hat keine Arbeit mehr. Mit Zukunftsplänen geht man sparsam um.
Ich höre den Beiträgen der Veranstaltung nur noch oberflächlich zu. Einer gehört zur interventionistischen Linken, sagt er, ein anderer zur sozialistischen Linken. Habe ich das richtig verstanden? Ich bemühe mich nicht mehr um eine Zuordnung, die mir nämlich egal ist. Die Moderatorin will die Diskussion „gendern“. Mir entfleucht ein ganz kurzer Lacher und ich handele mir deswegen einen Rüffel ein! In Wahrheit verschluckte ich mich einfach bei dem Gedanken, wie ich wohl „gendern“ dieser netten Frau erklären sollte, die am Fließband arbeitet, in drei Schichten an sechs Tagen. Und die mit 30 an Schlafstörungen leidet, so dass sie sich über die momentane Kurzarbeit freut, und zwar einfach, weil sie weniger arbeiten muss. Obwohl sie weiß, dass die Kurzarbeitsphase in eine Entlassungswelle münden wird.
Und dann dachte ich, was würden sie wohl denken, wenn sie mich hier sitzen sehen könnten. Während schon wieder das Wort Klassenkampf fällt. Diese Fabrikarbeiterinnen sollen nach Vorstellungen der politischen Linken Subjekte des Klassenkampfes sein, mitsamt ihren Ehemännern? Alle sehen älter aus, als sie sind. Alle sind nicht besonders gesund. Und sie stehen irgendwie ohne Schutz und Beistand da. Den Verhältnissen in ihrem Arbeitsleben ausgeliefert. Welcher Kontrast zu den Leuten hier im politischen Berlin und ihren Vorstellungen von kämpferischen Arbeitern. Zwei von einander getrennte Lebenswelten. Der Abstand ist so groß, dass der Spagat zwischen diesen Welten fast zur Zerreißprobe wird. Das fällt aber kaum auf, weil der Spagat so selten stattfindet. Wann gehen Arbeiter schon mal zu den Intellektuellen, und wann gehen Intellektuelle schon mal zu den Arbeitern.
Wenn wir wieder einen Ausflug machen, kommst du wieder mit, ja? - höre ich noch als Abschiedsworte des netten Ehepaares. Ja, gern, sage ich. Und bin dankbar für die Herzlichkeit, die sie mir schenken. Und hier werden wir weiterhin an konkreten Handlungsvorschlägen arbeiten. Uns wird schon was einfallen. Es gibt ja auch bei Attac Leute, die sich nicht mit schnöseligem Intellektuellen-Geschwafel zufrieden geben, ebenso wie in Gewerkschaften, Parteien und anderen Gremien, inklusive der Blogger-Szene. Uns allen muss einfach was einfallen!
Die Veranstaltung geht zu Ende. Und ich finde, wir haben jetzt erstmal einen Schnaps verdient! Prost.
Die Veranstaltung fängt an. Ich höre geduldig zu – fühle mich aber ein wenig wie in eine andere Welt katapultiert. Alles so intellektuell hier in Berlin. Von Klassenkampf ist mal wieder die Rede. Wieviele aus den politischen Eliten waren wohl schon mal mit einer Schichtarbeiterin konfrontiert, frage ich mich? Ich habe während meines Studiums einige Male in Fabriken gearbeitet, am Fließband und an der Maschine. Jedesmal froh, nach ein paar Wochen wieder an die Uni zu dürfen, und gleichzeitig beschämt wegen meiner privilegierten Situation. Jedenfalls, von der Sozialdemokratie, der Linkspartei, den Gewerkschaften oder Attac haben die Arbeiter und Arbeiterinnen, die ich jetzt gerade kennenlernte, nicht gesprochen. Doch, dass diejenigen, die gewerkschaftlich organisiert sind, mit zu den ersten Entlassenen gehörten. Diese Leute sind von allen verlassen, denke ich, und bin deprimiert.
Weiter geht es im Text der Berliner politisch Engagierten. Was uns von der Volksinitiative eigentlich einfallen würde, einfach eine Initiative zu gründen, wo es doch Attac gäbe. Habe ich mich verhört? Das kann doch nicht sein. Doch dieser Typ sagt das später nochmal. Was stellt er sich vor? Kontrolle darüber, wer mit wem eine Initiative gründet? Attac, war das nicht immer ein äußerst pluralistischer Haufen? Und immer schön basisdemokratisch? Woher kommen denn diese autoritären Vorstellungen auf einmal?
Ich lasse meine Gedanken wieder abschweifen und denke an den Mann, der am Hochofen gearbeitet hat. Eisenschmelzer war er, man sah es an den vielen Brandstellen an seinen Händen und Armen. Ich lasse mir von seiner Arbeit erzählen, von der Hitze, der Schutzbekleidung und der komplizierten Tätigkeit. Die Hitze war übrigens verblüffend heilsam für seinen Rücken, sie linderte seine Bandscheibenschmerzen. Ich schwanke zwischen Bewunderung für seine Arbeit und der Erschütterung über seine Entlassung vor 2 Monaten. Der Mann trinkt eindeutig zu viele Biere an diesem Tag. Und seine frisch angetraute Frau tut mir auch leid. Sie arbeitet für eine Hungerlohn, den sie nicht nennen möchte, weil sie sich dafür schämt. Es ist irgendwas um die 4,60 €. Die Tochter ist 17 und geht noch zur Schule, der Mann hat keine Arbeit mehr. Mit Zukunftsplänen geht man sparsam um.
Ich höre den Beiträgen der Veranstaltung nur noch oberflächlich zu. Einer gehört zur interventionistischen Linken, sagt er, ein anderer zur sozialistischen Linken. Habe ich das richtig verstanden? Ich bemühe mich nicht mehr um eine Zuordnung, die mir nämlich egal ist. Die Moderatorin will die Diskussion „gendern“. Mir entfleucht ein ganz kurzer Lacher und ich handele mir deswegen einen Rüffel ein! In Wahrheit verschluckte ich mich einfach bei dem Gedanken, wie ich wohl „gendern“ dieser netten Frau erklären sollte, die am Fließband arbeitet, in drei Schichten an sechs Tagen. Und die mit 30 an Schlafstörungen leidet, so dass sie sich über die momentane Kurzarbeit freut, und zwar einfach, weil sie weniger arbeiten muss. Obwohl sie weiß, dass die Kurzarbeitsphase in eine Entlassungswelle münden wird.
Und dann dachte ich, was würden sie wohl denken, wenn sie mich hier sitzen sehen könnten. Während schon wieder das Wort Klassenkampf fällt. Diese Fabrikarbeiterinnen sollen nach Vorstellungen der politischen Linken Subjekte des Klassenkampfes sein, mitsamt ihren Ehemännern? Alle sehen älter aus, als sie sind. Alle sind nicht besonders gesund. Und sie stehen irgendwie ohne Schutz und Beistand da. Den Verhältnissen in ihrem Arbeitsleben ausgeliefert. Welcher Kontrast zu den Leuten hier im politischen Berlin und ihren Vorstellungen von kämpferischen Arbeitern. Zwei von einander getrennte Lebenswelten. Der Abstand ist so groß, dass der Spagat zwischen diesen Welten fast zur Zerreißprobe wird. Das fällt aber kaum auf, weil der Spagat so selten stattfindet. Wann gehen Arbeiter schon mal zu den Intellektuellen, und wann gehen Intellektuelle schon mal zu den Arbeitern.
Wenn wir wieder einen Ausflug machen, kommst du wieder mit, ja? - höre ich noch als Abschiedsworte des netten Ehepaares. Ja, gern, sage ich. Und bin dankbar für die Herzlichkeit, die sie mir schenken. Und hier werden wir weiterhin an konkreten Handlungsvorschlägen arbeiten. Uns wird schon was einfallen. Es gibt ja auch bei Attac Leute, die sich nicht mit schnöseligem Intellektuellen-Geschwafel zufrieden geben, ebenso wie in Gewerkschaften, Parteien und anderen Gremien, inklusive der Blogger-Szene. Uns allen muss einfach was einfallen!
Die Veranstaltung geht zu Ende. Und ich finde, wir haben jetzt erstmal einen Schnaps verdient! Prost.
Tags für diesen Artikel: arbeiterklasse, attac, jürgen elsässer, klassenkampf, politik, volksinitiative
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Animositäten und ein Konflikt zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung von attac. So hatte Attac schon zu Beginn seiner Existenz Probleme, sich dem Zielpublikum, oder der temporär begeisterungsfähigen Masse darzustellen, und so wurde der bürgerlichen Desinformationsfront noch nichtmal groß widersprochen, als attac dort als seltsam weltfremdes, naives, leicht pubertär agierendes loses Aktionsbündnis mit neigung zu Gewalt vorgestellt wurde. Übrigens gibt es eine seltsame ideelle Übereinstimmung zwischen Klimabewegten, die den CO2-Ausstoß signifikant verringern wollen, und Punkt 4 des Morgenthau-Plans.
http://de.wikipedia.org/wiki/Morgenthau-Plan
Nur, wie in der BRD Eltern sich und ihre Kinder, ja LebenspartnerInnen satt bekommen sollen, kommt weder hier noch da vor.
Auf einer anderen Veranstaltung, die etwa zeitgleich im Haus der Demokratie lief, war mind. ein Vertreter der politisch korrekten, des interventionistischen Flügels von attac, der meinte, er und seine Getreuen wollten die Frage pro oder contra Elsässer / VI noch eingehender intern diskutieren.
Nicht jeder in der alten Feuerwache, wo von sich annahm, zu den Intellektuellen zu gehören, gehörte auch dazu:
Wenn etwa ein Thomas Seibert vom Podium her meint, in den 20er Jahren des 20. Jh habe es schon einmal eine breite, antikapitalistische 'Volksfront' gegeben, empfehle ich, sich doch (noch) mal eingehend mit der Weimarer Republik zu befassen. Hier eine kleine, tabellarische Zusammenfassung der Wahlergebnisse damals:
http://www.gonschior.de/weimar/Deutschland/Uebersicht_RTW.html
Die Seite ist so informativ, daß auch die Wahlergebnisse in den einzelnen, damals existiernden Ländern aufgelistet sind.
Nicht die verzweifelten und protestwähler vergessn, die auch bei der nächsten BT-Wahl zuhauf ihre kreuze bei der Linkspartei machen werden...Verbunden hatte Hr. Seibert diese unzulässige Verkürzung mit dem Hinweis, damals habe ein breites, antikap. Bündnis zum Nationalsozialismus geführt, und dabei nicht mitbekommen, daß er der antikommunistischen Propaganda der Nachkriegs-BRD und auch dem Neusprech der Nazis aufgesessen ist. Wenn die, Röhm und seinesgleichen etwa, von Revolution sprachen, meinten sie etwas anderes, als Marx oder Engels, wenn sie von Sozialismus sprachen, ebenso.
Derart verschlampte Begriffe werden notwendig enteignet.
"Teile und Herrsche" - klappt doch prima...
Noch besser ist, daß dieser Spruch wohl auch bei den "zu teilenden" angekommen ist.
Allein, diese versuchen, das mit dem "Alleinvertretungsanspruch" zu beantworten. Ausblendend, vielleicht auch nicht wissend oder erfahren wollend, daß man den, wenn überhaupt, nur dann für sich in Anspruch nehmen kann, wenn man sich die Mühe macht, andere Meinungen zu zu lassen, zu analysieren und dann auch noch einen gemeinsamen Weg geht, der allen am ehesten gerecht wird.
Nur dann, so meine ich, ist es "Sammlungsbewegung", nicht nur "KleinGruppen"-Klientel-Bewegung oder einfach nur purer Egoismus, die alleinige Wahrheit gepacht zu haben, einschließlich der "Eingebung", als einziger die richtige Lösung zu wissen.
Darum kann ich mich leider (auch) nur punktuell an solchen Initiativen beteiligen, sie sind mir zu abgehoben und lassen sich nicht mal darauf ein, auch andere wirklich einzubeziehen, nicht mal, wenn diese nicht nur mit persönlichen "Empfindlichkeiten" kommen...
Zitat: "und lassen sich nicht mal darauf ein, auch andere wirklich einzubeziehen, nicht mal, wenn diese nicht nur mit persönlichen "Empfindlichkeiten" kommen..."
Es ist sicher kein böser Wille, sondern geografische Ausdehnungen, Unwägbarkeiten, die auch andere Parteien und sogar eher unpolitische Vereine haben, nämlich die Frage, wo geht man hin, wo trifft man sich.
Würde jemand etwas tun, obgleich es ihm schon oder noch gut geht? Insbesondere, wenn jemand oder mehrere etwas initiier(t)en. Das ist auch ein Gedanke, der Mitmenschen bzgl. des Bedingungslosen GEs beschäftigt. Andererseits, wie schlecht muß es einer Person, die in ihre jeweilige soziale Klasse/Schicht hineingeboren wurde, gehen, damit sie sich bewegt, siehe Ursel?
Perspektiven einer Mitarbeit sind, in Hinblick auf das Ziel der VI einerseits gering, andereseits sollten sie so groß wie möglich sein, so viele, wie mitmachen wollen, erreichen.
So bot der bundesweite Attac-Kongreß in der TU Berlin 100en oder gar 1.000en die Möglichkeit, aus ihrer jeweiligen Isolation heraus zutreten, hat diese Möglichkeit jedoch nicht dazu geführt, daß annähernd 45.000 DemonstrantInnen mobilisiert werden konnten. Die NPD etwa, konnte sich anscheinend keinen anderen Veranstaltungsort als das RH Reinickendorf leisten, weshalb die Betreiber diesen Trollen anständig eingeheizt, Fenster verriegelt, und das Wasser abgestellt hatten.
So ein Vergleich paßt nur Freunden von Hannah Arendt, daher zurück zu uns:
Wir freuen uns über jeden Mitmenschen, der mitmachen will, sich an anderen abarbeiten zu müssen, wird auf die Dauer fad. Da wäre z. B. noch unsere Petition zur Rettung der Arbeitsplätze bei Opel, die, bzw. deren Umgang mit ihr zeigt, wo wir noch stehen.
Es ist der Spagat, etwas tun zu müssen, jedoch schon vorher nicht unbedingt an Langeweile gelitten, sondern eher, das Falsche oder Notlindernde getan zu haben, bzw. es weiter tun zu müssen.
Ich muß dringenst was für meine klarere schriftliche Ausdrucksweise tun, wenigstens wenn ich den Adressaten benenne...
Mir ging's um attac, von der Volksinitiative weiß ich erst seit kürzester Zeit, leider.
Ich habe von Euch oder Ihnen, wie sage ich korrekt, erst hier gehört/gelesen.
Habe mir die Grundsatzerklärung ausgedruckt, gelesen, ersteinmal für richtig befunden und "zur Verdauung" unter das Kopfkissen gelegt.
Darüber hinaus zwei Bücher im Netz bestellt, die ich dringendst in diesem Zusammenhang lesen muß. Ich muß für mich wissen (mein Kopf), wo die Reise hingehen soll.
>>wo geht man hin, wo trifft man sich
Sehe ich momentan als ein recht großes Problem, wie gelingt die Vernetzung über die örtliche Distanz.
In Berlin war ich im März dabei...
Vielen Dank für diesen Beitrag. Du schreibst mit Deinem Herzen mir aus dem Herzen. Schon seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken zu einem ähnlichen Artikel. Ob ich ihn allerdings derartig gut und emotional hinbekommen hätte, wage ich zu bezweifeln.
Was ich aber auch bezweifle, das Du bei den "Adressaten" auch nur den Funken eines Mitdenkens erreichts. Denn letztendlich sind das auch nur Politiker. Darum verhalten sie sich auch so. Und, sobald sie auch nur irgenwo, irgendwie so etwas wie Macht erlangen, fallen die Masken vom Gesicht.
Viele Grüße
Die Volksinitiative überwindet jetzt langsam die Phase vom Suchen und Finden, zu der auch das Abarbeiten an überholten Strukturen gehörte.
Unsere nächste Sitzung wird vielleicht schon einen Wendepunkt markieren. Wir haben einiges impetto.
Im übrigen ist Jürgen Elsässer ist jetzt gerade beim großen Treffen von Alles-Schall-und-Rauch in der Schweiz und ich bin gespannt, was er an neuen Impulsen mitbringt. Freeman plädiert ja sehr stark fürs Tätigwerden, von uns selbst beginnend. Und ich persönlich würde ergänzen, daß man auf allen Ebenen ansetzen soll und kann. Hauptsache pluralistisch und basisdemokratisch eben!!!
Schauen wir mal.
Danke übrigens fürs feedback. (Auch an die anderen).
Luise