Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) rief zu Zurückhaltung auf. "Ich halte es für verantwortungslos, nachgerade für dumm, in einer solchen Situation eher noch einen Beitrag zur Verunsicherung zu leisten", sagte der Minister im ZDF. Er sehe mit Freude, "dass es in diesem Land ein hohes Maß an Besonnenheit gibt und ich würde mir dieses Maß an Besonnenheit auch wünschen bei jenen, die jetzt von sozialen Unruhen zu murmeln beginnen."
Deutschland in der Weltwirtschaftskrise
Die ersten in der Öffentlichkeit bekannten Mahner sprechen für Deutschland von der Gefahr von Unruhen. Wie sehr berechtigt diese Warnung ist, zeigt die Reaktion der Junta. Allein schon das Wort Unruhe lässt genau die aus ihren Löchern kriechen, die für das neoliberale Unrecht und die beginnende Diktatur verantwortlich sind. Struck, Schäuble, Hundt. Am meisten Angst hat aber der Guttenberg.
Ja, dieser Anwalt der Wirtschaft und Feind der Menschen hat ein Problem. Er hat zwar schnell Karriere gemacht, aber es reicht noch nicht für die große und endgültige Versorgung. Er konnte sich bei den Lobbyisten einfach noch nicht genug Lorbeeren verdienen. Er muss an der Macht bleiben, um nicht alles zu verlieren. Allerdings könnte der Herr demnächst auch über den Fall Stefan Schmidt stolpern, der gleichzeitig im Wirtschaftsministerium nach eigenen Angaben im Rahmen einer Vollzeit-Tätigkeit als "Referent" im Bereich Exportfinanzierung, Exportkreditversicherung (V C 2) tätig ist und gleichzeitig bei PricewaterhouseCoopers als "Senior Consultant" in der Abteilung "Advisory GIP" arbeitet. Es werden noch Wetten angenommen, wie das Spiel ausgehen wird.
Natürlich brodelt es im Volk. Der Hass auf die herrschende Klasse wird immer größer und ist selbst im ruhigen Berliner Stadteil Wilmersdorf zu hören. Von der jungen Mutter auf dem Spielplatz bis zur Rentnerin im Lottoladen, vom Geschäftsmann bis zum Arbeitslosen herrscht eine dumpfe Wut auf die da oben. Dabei werden Bankster, Politiker, Manager und die falschen Wissenschaftler zusammen mit den Superreichen als eine Einheit gesehen, die sie ja in Wirklichkeit auch sind. Während einige diese Lumpen schon aufhängen wollen, möchten die meisten sie noch nur im Gefängnis sehen. Aber die Zahl derer, die für Aufhängen ist, steigt täglich und mit jeder verschwendeten Milliarde.
Natürlich sind auch in Deutschland Aufstände möglich, auch wenn sie nicht der deutschen Mentalität entsprechen. Aber die Deutschen haben schon einmal von Frankreich gelernt. Die Revolutionen von 1848 sind da ein gutes Beispiel, aber natürlich auch die Entwicklung von 1968. Selbst wenn es nicht zum breiten Aufstand kommt, besteht aber die Gefahr einer neuen RAF. Ziele gäbe es zuhauf - und sicher auch eine Menge nicht nur klammheimlicher Freude.
Die Nachdenkseiten haben sich mit den Wahrsagereien unser Wirtschaftsforschungsinstitute, die in Wirklichkeit ja nur neoliberale Propagandaschleudern sind, beschäftigt. Neben den 6 Prozent, die unsere Wirtschaft schrumpfen soll, wird auch schon klar gemacht, wohin die Reise gehen soll:
Vor dem Hintergrund der Rezession und der zunehmenden Erwerbslosigkeit dürfte sich die Verhandlungsposition der Gewerkschaften verschlechtern; insofern dürfte der Lohnkostendruck abnehmen.
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„Allerdings spielt auch eine Rolle, dass die Reformen auf dem Arbeitsmarkt nicht fortgesetzt werden. Dadurch vermindert sich der Anreiz, niedrigere Löhne zu akzeptieren.“
Das Volk hört solche Aussagen, und es hört auch, dass - nachdem jahrelang die 35 Stundenwoche bekämpft wurde - die gleichen Arbeitgeber heute 32 Stunden ohne Lohnausgleich fordern. Aber nicht etwa als feste Arbeitszeit, sondern nach Gutsherrenart. So wie es ihnen grad gefällt.
Nachdem auch dem letzten klar geworden ist, dass sich die Rezession bis weit in das Jahr 2010 hinziehen wird, werden für 2010 rund 2 Prozent Verlust der Wirtschaftsleistung angesagt. Das Lasso verlängern die dann eben demnächst mal auf 6 Prozent. Tatsächlich dürfte es noch rasanter bergab gehen.
Die Weltwirtschaftskrise ist auch beim deutschen Einzelhandel angekommen. Aldi senkte die Preise für seine Cola und Limonaden um 25 Prozent und geht auch bei anderen Produkten mit den Preisen herunter. Trotzdem konnten Aldi, Lidl und Co. die Umsätze Anfang 2009 schon nicht mehr halten. Die Konsumenten halten sich zurück. Die Angst vor dem Morgen geht durch Deutschland.
Aber auch die deutsche Subprime-Krise heizt sich an. Im ersten Quartal sanken die im Hypoport-Index erfassten tatsächlichen Verkaufspreise für Einfamilien- und Zweifamilienhäuser um 9 Prozent. Seit 2005 sind die Preise bereits um fast 18 Prozent gesunken und der Trend des ersten Quartals dürfte sich zügig fortsetzen und erweitern.
Deshalb müssen die Hypotheken beobachtet werden. Nachdem die Banken bereits vielen die Hypotheken gekündigt oder diese einfach verkauft haben, werden bald die Wertermittler ausschwärmen. Im Zusammenhang mit der Pfandbriefkrise wurde ja schon einmal aufgezeigt, wie wackelig die Wertermittlung bei Immobilien ist. Nimmt man jetzt die sinkenden Verkaufspreise dazu, werden kurzfristig immer mehr Hypotheken über der 80-prozentigen Beleihungsgrenze liegen, und einige werden sogar höher sein als der Immobilienwert.
Es wird zwangsläufig zu Kündigungen von Hypotheken kommen. Noch grausamer wird es bei denen, die ihr Geld in billige Eigentumswohnungen angelegt haben. Viele haben ja schon sehr schnell ihr Geld verloren, weil die Wohnungen zum Teil nicht zu vermieten waren. Aber jetzt wird jeder Banksachbearbeiter misstrauisch werden, weil zu viele derartiger Eigentumswohnungen nicht mehr zu den nötigen Preisen zu vermieten - und schon gar nicht zu verkaufen sind.
Viele Besitzer haben versucht, sich mit niedrigen Mieten und kaum Investitionen über die Jahre zu retten, und auf Besserung gehofft. Mittlerweile sind die damals meist billig renovierten Objekte so heruntergekommen, dass sie praktisch wertlos sind. Man müsste viel Geld in die Hand nehmen, um sie wieder verwertbar zu machen. Dieses Geld ist aber nicht mehr zu bekommen.
Es wird für die kleinen Opfer keine Hilfen geben. Deshalb sollte sich retten, wer es eben kann, und möglichst jetzt eine vorzeitige Tilgung vorschlagen. Wer das Geld hat, sollte sogar über eine vollständige Tilgung nachdenken. Zum Jahresende werden Hypotheken in großer Zahl gekündigt werden und viele Leute dann auf der Straße stehen.
Wer kein Geld hat, um sich zu schützen, sollte einmal darüber nachdenken, ob es nicht sicherer wäre, das Objekt mit Verlust zu verkaufen, bevor es in die Zwangsvollstreckung kommt. Die Bankster werden im Ernstfall niemandem die Zeit lassen, noch einen vernünftigen Preis herauszuholen.
Dass gleichzeitig in allen Branchen die Auftragseingänge einbrechen, wird sich aufgrund der hohen Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft noch auf viele Monate bestätigen. Tatsächlich gibt es keine wirklichen Anzeichen einer Besserung. Die angeblichen Gewinne der Banken waren Lug und Betrug. Die Börsen sind geprägt von reiner Spekulation.
Lohndumping, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und damit sinkender Konsum werden die Lage noch verschärfen. Leider führt auch die Vernichtung von Geld durch die unsinnige Bankenrettung genau in die falsche Richtung. Aber die Politik hat sich weltweit von den Neoliberalen in diese Richtung schieben lassen und verdient persönlich vermutlich nicht schlecht dabei.
Wie es aktuell aussieht, steht am Ende ein weltweiter Verfall der Währungen und damit der totale Vermögensverlust für die Mehrheit der Menschen. Praktisch können die Bürger kaum etwas tun. Egal, wen sie wählen, er ist gekauft oder wird gekauft. Eine Revolution wäre ein Ausweg, aber auch dafür würde ein Plan benötigt. Leider gibt es zur Zeit keine Kraft, die einen solchen Plan aufstellt. Zwar gibt es überall hübsche Fundstücke und Anfänge, aber nichts, was man ein Programm nennen könnte.
Vielleicht sollten wir ein Wiki einer neuen Gesellschaft anfertigen. Aber dazu brauchte es Leute. Viel mehr Leute, als Duckhome und die befreundeten Blogs zu bieten haben. Es können nur die Leser helfen, die selber aktiv werden wollen. Vielleicht finden sich ja welche.




















einer neuen Gesellschaft anfertigen.
Aber dazu braucht es Leute."
Super Idee.
Wir sind dabei.
Wir können anbieten in einem Extra Forum
erstmal Vorschläge einzusammeln.
Material zum Sichten.
Ordnen es in Kategorien.
Wär doch mal ein Anfang ?
Eine Verlinkung auf diverse Seiten
die die INSM erklären
ist benutzerunfreundlich.
Der Text muß sofort lesbar sein.
Er muß ordentlich gegliedert sein
und auch verständlich für jemanden,
der nicht Politikwissenschaften studiert hat.
Die Zielgruppe ist derjenige
der sich bislang - aus welchen Gründen auch immer -
auf die Informationen
von mainstream und TV verlassen hat.
Und das,was in so einem Lexikon geboten wird
ist intellektuell durchaus schwere Kost.
Und stellt das Weltbild von Vielen erstmal auf den Kopf.
Erstes Problem gelöst.
Wie präsentieren ?
Ein Tabellen Forum ermöglicht Übersicht auf den ersten Blick.
Der"Kunde"muß nicht buddeln.
Das was ich hab,kost' nix,
kann ich auf Forum,Weblog etc.stellen,
hat allerdngs etwas Werbung.
Kann man wegschalten lassen,
Preis richtet sich nach Anklickzahlen,
ist schon mal ein 30iger im Monat möglich ...
Das Ketzerforum hat ein Übersichtliches.
Ohne Werbung.
Farblich sicher auch variabel.
http://freezonechef.servertalk.in/freezonechef-forum-2.html
Wäre die Forums-Variante akzeptabel ?
Ein anspruchsvoller Name.
Sieht optisch auch gut aus
und spricht sich angenehm.
Schönen Abend noch.
Ein professionelles ansprechendes Forum.
Alles vorhanden,was Sie bräuchten.
Allerdings:Mit Sicherheit hat meine Zielgruppe*
mehr Nachholbedarf in Sachen politische Zielsetzungen
und aktuelle hochbrisante Vorgehensweisen als Ihre.
*Die hab ich mit Mainstream angefüttert
und erst vor kurzem komplett auf Blogger umgestellt.
Das hat dann auch erst mal zwei Drittel der Besucherzahlen gekillt.
Mittlerweile gehts wieder aufwärts.
Der Mensch wächst - auch beim Lesen und Denken - mit der Anforderung.
Vorschlag:Ich würde gerne Ihr Lexikon als Text haben.
Es in einer Extra Rubrik in mein Infoportal integrieren.
Verweis auf Sie ist selbstverständlich.
Und die DD im täglichen blog täglich neu verlinken.
Um die Leut'immer wieder mit der Nase drauf zu stoßen.
Reinschaun - mitlesen - schlau werden.
Mehr wissen als andere.
Sowas motiviert ungemein.
Um eins beneide ich Sie allerdings nicht:
Um die Arbeit,die Sie sich mit so einem Projekt antun.
Und das sollte auch noch schnellstmöglichst ins Laufen kommen.
Wenn nicht jetzt,wann dann ...
Mich würde es sehr freun,wenn Sie das realisieren.
Es wird Zeit für unsere aktive Phase.
Einer muß sie einläuten.
Ein Kompetenter.