Sie hat aber nicht wegen ihrer möglichen Größe (bis zu 3 Metern) etwas mit der amerikanischen Wirtschaft zu tun und auch ihr phallisches Aussehen ist bei einem Blütendurchmesser von 1,54 eher von sekundärem Interesse. Nein, es geht um etwas Eindeutiges. Es geht um den Geruch dieser Planze. Sie riecht, kaum erblüht, hoch intensiv nach Aas. Genau diesen Geruch verströmt auch die amerikanische Wirtschaft zur Zeit.
Das freitägliche Bankensterben in den USA geht fröhlich weiter, am letzten Freitag waren es vier. Schlimmer allerdings ist, dass bereits - bevor am 4. Mai das Ergebnis des Stresstests für amerikanische Banken bekanntgeben wird - schon feststeht, dass die Banken große Summen neuen Eigenkapitals brauchen. Nun war das für die Bank of America und die Citigroup klar, jetzt soll es aber für 16 von 19 der getesteten Banken gelten.
Ein böses Erwachen wird es auch bei Wells Fargo geben, wenn die Folgen der Gewerbeimmobilienkrise ehrlich eingerechnet wurden. Diese Krise nimmt immer mehr Fahrt auf und könnte neben der schon hinlänglich bekannten Kreditkartenkrise die zweite Welle der tödlichen Bedrohung für das Bankenwesen ausmachen.
Private Gelder wird es wohl kaum noch geben, denn die Anleger, die aufgrund getürkter Ergebnisse sich in die Falle locken ließen, wie bei Goldman Sachs, waren Warnung genug für alle anderen. Da wird die Fed die Papiere wohl selbst kaufen müssen. Zumindest hat die Fed dann Brennmaterial für ein paar Winter.
Natürlich werden auch die Kreditkartenunternehmer und die in Kreditkartenderivaten investierten Anleger einen herben Schlag hinnehmen müssen. Die in den Büchern so schön aussehenden und so fein berechneten Strafzinsen auf nicht fristgerecht bediente Kreditenkartenkredite, die bis zu 30 Prozent betragen, hübschen zwar das Ergebnis auf, haben aber den gleichen Geruch wie die Titanenwurz. Sie stinken wie ein mehrere Tage toter Hund. Auch die Summe entspricht mit rund 1.000 Milliarden der Größe dieser Pflanze.
Die Leute, die ihre Schulden nicht mehr bedienen können, werden auch die Strafzinsen nicht zahlen können. Das Geld ist weg, und die Abschreibungen werden weh tun und auch viel neuen Finanzbedarf erforderlich machen. All das, was Finanzminister Geithner mit seinem Stresstest an Vertrauen in den Markt pushen wollte, zerbricht ihm unter den Händen. Egal, wie hoffnungsvoll er formulieren lässt, die Klugen werden ihm nicht glauben - und die Dummen haben schon jetzt kein Geld mehr, um das System zu retten.
Obamas zaghafte Versuche, die Banken und Kreditkartengesellschaften zu einem einigermaßen verantwortlichen Handeln zu bringen, sind von rührender Hilflosigkeit. Aber der Mann versucht zumindest was, während Merkel und Steinmeier Deutschland egal ist.
Allerdings wird Obama auch an dieser Stelle von seiner unglücklichen Personalpolitik eingeholt: US-Finanzminister Timothy Geithner steht unter dem dringenden Verdacht, dass seine geradezu fürstlichen Pläne für die Bankenrettung eine direkte Folge seiner zu engen Freundschaft zu den Bossen der Wallstreet sind, mit denen er als Präsident der New York Federal Reserve Bank ja schon im Juni vergangenen Jahres den Plan ausgeheckt hatte, alle Lasten, die die Spekulanten der Wallstreet angehäuft hatten, auf den amerikanischen Steuerzahler zu übertragen.
Dass genau dieser Vorschlag nun von ihm realisiert wird, gilt vielen Beobachtern als ein Zeichen dafür, dass sich die Wallstreet einfach über alte Verbindungen stets neu saniert - und dies ständig auf Kosten des Steuerzahlers tut. Es stellt sich die Frage, wie lange sich die Leute, die obdachlos in Zeltstädten hausen oder sich kaum aus dem Haus trauen, weil sie Angst vor Räumung und Pfändung haben, diese Politik gefallen lassen.
Geithner könnte der Tropfen sein, der den Krug überlaufen und dann zerbrechen lässt. Es ist die Schamlosigkeit, mit der die Verantwortlichen die Last von sich auf andere umwälzen und dann sofort noch Belohnung dafür fordern, weil sie so gut gelogen und betrogen haben. In den USA hätte eine Revolution sogar noch Stimmführer, die seit Woodstock immer wieder nachwachsen.
Mit St. Lucie County im südlichen Florida hat die erste amerikanische Kommune den wirtschaftlichen Notstand ausgerufen - und begründet damit, dass Auftragsvergaben nur noch lokal erfolgen. Andere werden ihr folgen müssen. In einigen Bereichen der USA gibt es bereits lokale Währungen, die dem gleichen Zweck dienen: das Geld im lokalen Raum zu halten.
In Deutschland gibt es das
Rheingold, das einen viel weiteren Aspekt des Geldes verfolgt und eine Lösung sein könnte, um sich von Steinbrücks Bankensubventionen abzukoppeln. Der Geruch der Titanenwurz ist in Deutschland ebenso zu riechen, und es riecht nicht viel besser als in den USA.
Um aber wenigstens der armen Titanenwurz gerecht zu werden, die ja nur stinkt, weil sie Aaskäfer zur Bestäubung anlocken möchte, während die Weltpolitik und Weltwirtschaft stinkt, weil sie an der eigenen Gier verwest, hier noch ein aktueller Hinweis auf die nächste Titanenwurz-Blüte in Deutschland.
Vermutlich um den 30.4 herum wird sich im
Botanischen Garten Bonn eine Titanenwurzblüte entfalten. Wer kann, sollte hingehen, für die anderen gibt es eine
Webcam, die zwar nicht den Geruch bietet, aber spektakuläre Bilder liefern dürfte. Ja, eine Webcam macht auch bei einer Pflanze Sinn, wenn diese Pflanze bis zu 30 cm am Tag wachsen kann.
Gold im Namen zu verwenden ist reine Augenwischerrei unterbelichteter Glaubiger und so nichts als reiner Betrug.
Regionalgeld macht erst Sinn, wenn der Euro und Dollar hyperiflationiert nichts mehr wert sind. Vorher ist Rheingold noch mehr Schein als die beiden.
Ungedecktes Scheisshauspapier
http://www.goldmansachs666.com/
yep, das rheingold gibt es auch. darüber hinaus noch x weitere regiogelder, die hier zu finden sind: http://www.regiogeld.de/initiativen.html