Es wird immer komplizierter mit der Verteidigung von Deutschlands Freiheit am Hindukusch, die der ehemalige Kriegsminister und baldige Politrentner Struck einst so vehement von uns forderte und auch bekam. Bevor sich dieser nun ins Pensionistendasein, oder besser: in das Belohnungssystem der deutschen Waffenindustrie und der Neoliberalen absetzt, gibt er uns noch einmal deutlich zu verstehen, das er unsere Kinder noch für lange Zeit den Interessen der USA und des Großkapitals opfern will.
Sozusagen als Abschiedsgeschenk eines Kriegstreibers verordnet er in der Rheinischen Pest, dass die Deutschen noch mindestens 10 Jahre lang die afghanische Zivilbevölkerung abschlachten und dort selbst verbluten sollen, und selbstverständlich fordert er in diesem Blättchen auch noch, dass der Druck auf die pakistanische Regierung erhöht werde, die eigene Bevölkerung entweder selbst umzubringen, oder den Angriffstruppen der Welt wenigstens die freie Jagd zu erlauben.
< Der traurige Kampf des Sascha Lobo um ein wenig Aufmerksamkeit | Die Gefallenen Soldaten mahnen! >
Der Krieg gegen Afghanistan der in Pakistan stattfindet
Es ist eine Gnade, wenn Deutschland Struck los wird, und es ist ihm ein qualvolles Ende zu wünschen, so wie er den Menschen in diesem Land ein qualvolles Leben bereitet hat. Dafür aber soll sein Leben noch lange dauern, damit er wenigstens etwas von den Schmerzen hat. Natürlich wird es nach Struck nicht besser.
Nachdem die Grünen um Joschka Fischer den Krieg aus Deutschland und mit Deutschland einseitig wieder für machbar erklärt hatten, gibt es kein Halten. Manch einer von uns vermag sich ja noch schwach daran erinnern, dass die Grünen mal aus der Friedensbewegung hervorgingen. Aber Fischer war ja schon in Frankfurt ein feiger Verräter der eigenen Sache. Ihm ging es nur um Fischer, und die Grünen, die es heute gibt, sind lauter kleine Fischers.
Merkel und Steinmeier waren nun beide in Afghanistan. Sieht echt klasse aus, wenn die beiden Pfeifen da für ein paar Bilder auftauchen und so tun, als wären sie mit irgendwelchen Herzen bei den Jungs, die da kämpfen müssen. Aber es geht nur um Show, beide haben kein Herz, und es war wirklich schade, dass die Taliban eine halbe Stunde zu spät geschossen haben, aber vermutlich hätten sie eh nicht getroffen. Steinmeier dürfte ihnen wohl keinen Schuss Pulver wert sein.
Es ist erbärmlich, immer wieder zu hören, wie der Minister für Drogenbekämpfung, General Khodaidad, die Besatzungstruppen und insbesondere die Bundeswehr anbettelt, doch etwas gegen den Drogenhandel zu tun, damit das Land überhaupt eine Chance habe. Aber irgendwie muss sich die CIA ja finanzieren - und am leichtesten geht das über Drogen aus Afghanistan. Deutschland sind die Drogen egal. Deutschland kämpft gegen Ideen und Zivilisten, aber nicht gegen Drogen.
Auch wenn Hamid Karsai immer wieder um die Schonung der afghanischen Zivilbevölkerung bettelt, ist das kein Grund. Deutschland und die anderen Besatzer haben eine Jagdlizenz. Denen ist es egal, ob Zivilist oder Taliban. Denen ist alles Taliban, was sie umnieten können. Die würden auch glatt eine Kuh als Hirsch bezeichnen, um rumballern zu dürfen. Gut, die Deutschen dürfen nicht so oft ballern, und wenn ihnen dann jemand Fehler nachweist, müssen die deutschen Soldaten auch noch ihre Verteidigung selbst bezahlen.
Aber es geht ja jeden Tag weiter. Nun sind die Taliban in Pakistan. Also afghanische Taliban. Das ist wieder so ein klassisches Beispiel, wie es nur von ehemaligen Kolonialmächten gebracht werden kann. Die Grenzen, über die dort geredet wird, sind keine Grenzen. Es ist die Durand-Linie, die von den britischen Kolonialherren willkürlich gezogen wurde und das Gebiet der Paschtunen bis heute willkürlich zerteilt.
Nachdem die Paschtunen früher willkürlich als Afghanen bezeichnet wurden, gelten sie heute alle als Taliban und waren in Afghanistan seit der US-Invasion des Kriegsverbrechers Bush und seiner deutschen Helfer Struck, Fischer und Schröder zum Abschuss freigegeben. Was die politischen Herrschaften in ihrer dümmlichen Arroganz bis heute nicht begriffen haben, ist, dass die Paschtunen eben überall in dem Gebiet, also auch in Pakistan leben und keineswegs alle zu den Taliban gehörten.
Nachdem man allerdings genügend Paschtunen umgebracht hat, dürften die Übriggebliebenen nun wohl alle Taliban sein, wenn auch nicht aus religiösen Gründen, sondern weil sie Opfer des gleichen Imperialismus wurden. In Pakistan kommt noch dazu, dass die USA die dortige Militärdiktatur bis heute gestützt hat, um sie für ihre Zwecke gegen Indien und Afghanistan einsetzten zu können. Das alte Spiel der USA, die immer Demokratie fordern, aber nur eine von ihnen kontrollierte Marionette wollen.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich auch andere Bevölkerungsgruppen in der Region nun als Taliban verstehen. Die pakistanische Armee und die US-Mörder erzeugen mit jedem Beschuss neue Taliban. Da, wo früher gemäßigte Stammesfürsten lediglich auf den eigenen Vorteil bedacht waren, sind heute ganze Landesteile in Aufruhr. Wer meine Schwester, Mutter oder Bruder tötet, kann eben nicht mein Freund sein wollen, sondern ist mein Feind, dessen Tod ich will.
Ständig lesen wir in den letzten Tagen, dass die Taliban, oder das, was der US-Imperialismus unter Taliban subsumiert, pakistanische Provinzen erobern. Allerdings ziehen sie sich auch schnell wieder zurück, wenn der Terror von Armee und USA anrollt. Aber sie gewinnen Freunde, bei diesen Kurzeroberungen. Sie bestrafen die Kollaborateure, die Verräter aus eigenen Reihen, die sich am Elend der Massen bereichern, und bekommen dafür Sympathien.
Natürlich handeln diese Kräfte nicht uneigennützig. Sie haben einen Weg zur Macht gesehen und gehen ihn nun mit ziemlich sicheren Schritten. Pakistan ist bereits heute für die westliche Welt verloren. Es wird ein religiöser Staat werden, in dem unter dem Deckmantel der Religiösität das alte Unterdrückersystem mit neuen Frontleuten fortgeführt wird.
Die USA und vor allem auch England haben weder Afghanistan noch Pakistan jemals eine Chance auf eine normale Entwicklung gegönnt. Jeder Anfang von Demokratie durfte zerstört werden, damit die beiden imperialen Mächte das Sagen in der Region behalten konnten. Zum einen ging es immer darum, Indien in Schach zu halten, und seit neuerem ging es um das Öl am Kaspischen Meer.
Der Plan mit dem Öldiebstahl hat sich erledigt, weil die Chinesen das Öl, das gestohlen werden sollte, heute längst gekauft haben. Eigentlich könnten die USA und ihre Knechte nun nach Hause gehen. Aber die Niederlage einzugestehen, dafür ist Obama nicht groß genug. Die USA haben im Irak bewiesen, dass sie es nicht können. Sie können zerstören, aber nicht aufbauen. Sie sind eine Nation, die anderen immer nur den Tod bringen kann.
Die Engländer sind eigentlich nie ganz normal geworden. Sie leben in ihrer Scheinwelt, in der sie Bedeutung hatten, und sind doch nur willige Knappen, die der USA beim Pinkeln die Rüstung öffnen und ihnen den Hintern abwischen. Bedeutungslos, so dass es sicher schon weh tut. Australien macht alles, was ihm Indien vom Hals hält. Die haben wenigstens Entschuldigungen.
Deutschland hat keine Entschuldigung. Wir hatten und haben dort nichts zu suchen. Es ging um einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat, der den kleinen Joschka und den kleinen Gerhard beim internationalen Weitpinkelwettbewerb ein Stückchen nach vorne bringen sollte. Das Ergebnis ist bekannt. Viel Geld wurde verbrannt, viele Menschenleben vernichtet - und unser Ansehen in der Welt der normalen Menschen zerstört.
Es gibt nur eine Forderung, die man noch stellen kann. Bringt unsere Leute endlich nach Hause. Es ist genug. Es ist mehr als genug.
Pete Seeger and Friends, "Bring 'em Home"
Tags für diesen Artikel: afghanistan, angela merkel, bundeswehr, england, jung, krieg, kriegsverbrechen, pakistan, struck, usa
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Grüße
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Aber solcher staatlicher Terror fällt nicht unter die allseits von den Machthabern erlassenen Terrorgesetze.
Wir haben nichts am Hindukusch verloren, dieses Land hat uns nie bedroht.
Das Gewissen des Steinmeiers und anderer dieses Regimes möchte ich nicht ertragen müssen.
Jede Nacht wäre eine schlaflose Nacht.
Steinmeier, so schlecht ist kein Mensch, dass er mit diesen, deinen Taten gut schlafen kann.
Ein Gewissen? Hat er nicht.
Skrupel? Kennt er nicht.
Sorgen? Die bereitet er lieber uns.
Gedanken an Deutschland in der Nacht? Der ist kein Patriot.
Vom "MP" ins Kabinett als "Bundesminister"..., außerdem noch die "Belohnungen" der Wirtschaft...
Dieses ganze politische System ist so korrupt, dass es von innen heraus nicht mehr reformierbar ist!
Und d a s sagte bereits einmal Rudolf Augstein(DER SPIEGEL) auf einer öffentlichen Veranstaltung im Jahre 1987 in Hannover!!!!
Da noch Fragen?
Beide Parteien haben ein sehr starkes Wählerpotential aus Akademikern und Staatsdienern, dazu bei der SPD noch immer eine Menge gewerkschaftlich organisierter "Stammarbeiter" aus allen Branchen.
Also alles Leute, denen es in diesem System noch immer recht gut geht, sich vor tieferen Veränderungen fürchten, den "Spatzen in der Hand" zur Not doch lieber haben als die "Taube auf dem Dach"...., kurzum: Alles typischer SPIEßER!
Und wie der Rummel um die Abwrackprämie uns ganz aktuell zeigt, eine noch imer sehr zahlreiche Species in Deutschland.
Wie die Prozentpunkte sich auch im September zusammensetzen werden, alles diese deutschen Spießer- Vereinigungen von CDU/CSU/SPD/FDP/SPD/ und natürlich unsere unglaublichen Oliv-Grünen werden i m m e r irgendeine Koalition auf die Beine stellen können - gegen alle die Menschen, die schon heute "unten" sind, kaum über Macht verfügen.
Soeben hörte ich im DLF diesen DGB-M.Sommer zahnlos brüllen..., ja, da bleibt alles wie es war und ist!