Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, ist ja noch nie dadurch aufgefallen, dass ihm das Wohl und Wehe deutscher Arbeitnehmer sonderlich nahe gegangen wäre, während schon lange klar ist, dass ihn Renter, Arbeitslose, Kranke und Schwache überhaupt nicht interessieren.
Er gehört als mächtiger Gewerkschaftsfunktionär eben zur Klasse der Herrschenden, mit denen sich die Gewerkschaften so gerne in Aufsichtsräten und beim Golfen tummeln, wenn sie nicht gerade kostenlos urlauben wie Herr Bsirske. So ist es auch klar, dass Sommer gegenüber dem MDR folgendes Statement loslässt:
Wir halten uns als deutsche Gewerkschaften an Recht und Gesetz. Das Streikrecht ist gewährleistet und darf nicht angetastet werden. Und wir nehmen von allen Möglichkeiten des Demonstrationsrechtes im und außerhalb des Betriebs Gebrauch
Mit diesen netten und systemkonformen Worten wendet sich Sommer gegen die Möglichkeit eines Generalstreiks, die in anderen Ländern Europas durchaus legal ist, bei uns aber verboten wurde, damit sich das Volk nicht gegen die Leute aus Sommers Klasse erheben kann. Natürlich will Sommer keinen Generalstreik. Dann würde ja sofort klar, welche Pfeifen die Gewerkschaftsführer sind, die jedem Ansinnen des Großkapitals mit einem Lachen nachgeben.
Dass die Reallöhne sanken, während das Kapital sich dumm und dämlich verdiente, war Sommer recht. Wir hörten kein Wort von ihm gegen Hartz IV und es war ihm egal ob die Menschen von ihrer Arbeit leben können. Letztes Jahr kamen die Gewerkschaften nicht umhin, mal ein paar Prozente für die Arbeitnehmer zu holen. Das war zwar noch lange kein Ausgleich, aber wenigstens ein Lichtblick.
Kaum kommt die nächste Rezession, sind es Sommers Truppen, die die Lohnerhöhungen zusammen mit ihren Tarifpartnern gleich wieder einpacken. Jetzt heißt es: Lohnverzicht für Arbeitsplätze. Das alte Märchen der Arbeiterverräter vom Typ Sommer. Es hat nie die Arbeitsplätze wieder gegeben, die vernichtet wurden, und es wird auch kein Arbeitsplatz erhalten.
Sommer und seine Mittäter setzten für das Großkapital eine breite Lohndumpingrunde durch, die Menschen wurden in Kurzarbeit auf Kosten der Allgemeinheit geparkt und werden dann trotzdem brutal entlassen. Der Lohnverzicht nutzt nur Herrn Sommer und seinen Freunden. Das sind keine Gewerkschaften, das sind Handlanger des Großkapitals.
Mit diesen Gewerkschaften ist es wie mit diesen Parteien. Man muss sie hinwegfegen, um wieder Luft zum Atmen und Raum zum Denken zu bekommen. Lasst den Verräter Sommer quatschen, was auch immer er will. Generalstreik ist angesagt, und wer so blöd ist, für den Verrat von Sommer und Co. auch noch Gewerkschaftsbeiträge zu bezahlen, dem ist einfach nicht zu helfen. Nehmt ihnen das Geld. Sie leben parasitär von den Mitgliedern. Die gehen, sobald ihr sie nicht mehr bezahlt.
Dann bekennen sie sich offen zu ihren Auftraggebern und werden Aufsichtsräte mit riesigen Einkommen. Deutschland braucht völlig neue Gewerkschaften. Der DGB hat die Arbeiter längst verraten. Sommer und Ackermann sind vom gleichen Kaliber und müssen gleich behandelt werden.
Die Gewerkschaften müssten die Systemfrage stellen und wenn sie das tun würden sich die oberen Gewerkschaftsbosse selber den Ast absägen müssen auf den sie sitzen, zum wohle aller Menschen. Und über diese Schatten zu springen ist für sie wohl nicht möglich.
Bitte erlauben Sie mir einen kleinen Einwand. Sicherlich haben die Gewerkschaften ein "funktionierendes Netzwerk unter den Arbeitnehmern". Dieses Netzwerk ist die Hängematte der Gewerkschaftsbosse. Nicht mehr und nicht weniger. Auf den absägbaren Ästen sitzen die Arbeitnehmer. Wenn man also dieses Netz zerschneidet, kommt das große Plumpsen. Allerdings würde der Baum mächtig entlastet. Die Reste des Netzes könnte man dann verwenden um damit den Astsitzern zu helfen. Doch zuerst braucht es einen großen Schnitt.
Dieser Schnitt wäre ein kollektiver Austritt aus diesen Gewerkschaften. Ich kann Ihnen versichern das wird ein lustiges Sommer- und Bsirskepurzeln. Für das Kapital wird es dannach auch eng. Denn allem Getön zum Trotz geht es eben nicht ohne Mitarbeiter. Doch müsste man dann wieder mit diesen Mitarbeitern verhandeln. Die Zeit der gefälligen Absprachen wäre vorrüber.
Ich gebe also dem Autor recht. Diese Gewerkschaften gehören weg, und es braucht neue Möglichkeiten der Arbeitnehmervertretung. Das ist wie bei meiner Kaffemaschiene. Die funktioniert nicht, weil sie verkalkt ist. Ich habe versucht sie zu entkalken. Doch dieser Kalk hält sich derat hartnäckig, dass ich sie nicht mehr zum Laufen bekomme. Darum wird sie heute abgelöst durch eine Neue. Bei der werde ich aber zukünftig darauf achten, dass sie diesesmal besser mit dem harten Wasser hier zurecht kommt.
Mit freundlichen Grüßen
Der Traum, die arbeitende Bevölkerung zu schützen und sich für ihre Rechte einzusetzen wurde sehr schnell verkauft. Gewerkschaften sind inzwischen weltweit nicht mehr als Handlanger der Konzerne und Regierungen. Leider hat der arbeitende Sklave nach Feierabend kaum noch Kraft und Muße die Machenschaften dieser Verräterbande zu hinterfragen und laufen brav, bei jeder Demo, die Gewerkschaftsfähnchen hochaltend, den Wahrheitsverdrehern hinterher.
Interessantes und wirklich lesenswertes schrieb hierzu John Dos Passos, in seiner "USA-Trilogie": "Der 42. Breitengrad", "Neunzehnhundertneunzehn", Die Hochfinanz". Nach der Lektüre, vor ca. 30 Jahre, war mir klar, wie mafiös/korrupt Gewerkschaften sind.
Sie erhalten für Arbeitgeber und Hochfinanz den Status quo, indem sie die Arbeitnehmer mit ein paar Brotkrumen weiter bei der Stange halten. Gewerkschaften sind damit ein effektiver Teil der Salami-Taktik, sie wirken bei der Ausbeutung leicht verzögernd und dämpfend, wirken der Gesamtentwicklung im Sinne zunehmender Ausbeutung durch Arbeitgeber und Hochfinanz aber nicht entgegen, sondern befördern und unterstützen sie auf diese Weise, weil der Arbeitnehmer-Zorn kanalisiert und gestreckt wird. Somit erfüllen die Gewerkschaften durchaus eine nützliche Funktion, nur eben nicht für die Arbeitnehmer.
Konzernleitungen in den Aufsichtsräten manipulierbar sein muss.
Was Sie über die freigestellten BR-Mitglieder sagen, kann ich
voll absegnen; ich sehe Sie sprechen mit Insider-Wissen! Wenn
kleine Geister in "große" Positionen gehievt werden, so bleiben
sie doch immer noch die selben. - Und da geht es genauso zu, wie
in der Politik: Jeder ist darauf erpicht, sein Amt zu erhalten!
Wenn aber Sommer von bevorstehenden sozialen Unruhen palavert,
so weiss er, dass es unter den noch ungekündigten Belegschaften
der einzelnen Unternehmen kräftig rumort.
Was meinen Sie wohl, wieviele "außerordentliche" Krisen-Sitzungen
der BR's - nicht nur bei Daimler u.ä.m. - gerade wegen der
bestehenden, massiven Unzufriedenheit der "Werktätigen" in
jüngster Zeit einberufen worden sind ?
(z.B. wurde Aushang unmöglich gemacht)Ausländischen Mitarbeitern wurde vor den Wahlen genau gesagt, wo sie ihr Kreuz zu machen haben. Klar gehört auch Erfahrung dazu, den Chefs entgegenzutreten, aber ein wenig frischer Wind in diese aufgeteilten Pfünde könnte nicht schaden. Ich könnt ein Buch darüber schreiben, was einige Mitarbeiter durch den Betriebrat erlitten haben. Dem Betriebsrat nicht genehme Mitarbeiter wurde regelrecht gedroht. Zur Absicherung des eigenen Postens. Statt wirklicher Probleme wie z.B. Beschleunigung der Bandgeschwindigkeit wurde über Bürostühle mit fünf oder sechs Beinen diskutiert.