Verlassen werden ist für Politiker gar nicht gut! Das verträgt ihr Selbstwertgefühl nicht und es riecht auch nach Versagen. Also vermeidet der Politiker es, wo er kann, verlassen zu werden. Wenn schon, dann verläßt er. - Deswegen hatte auch Sarkozy echt Glück, daß ihm gleich eine passable neue Frau heiraten wollte, nachdem er von seiner Gattin verlassen worden war. Da kam er nochmal mit einem blauen Auge davon, der Gute.
Und unser ragazzo in Italien? Ich hätte gerne Mäuschen gespielt, als Veronica Lario ihrem Mann die Meinung sagte, was seine Kandidatinnen betraf. Mußte er ohne Abendessen ins Bett? Oder ohne Sex? Oder reichten lautstarke Worte? Offensichtlich wollte er nicht hören, und glaubte auch ihrer Drohung nicht, an die Öffentlichkeit zu gehen? (So funktioniert das nämlich in Politikerehen) Ab und zu muß die Politikergattin natürlich mal ein Exempel statuieren. Denn das ist das zweit schlimmste was ihm passieren kann; daß die Gattin „öffentlich“ wird. Wie auch immer die Vorgeschichte war, Veronica stellte öffentlich richtig, daß sie nicht Komplizin dieser Situation sei! Respekt. Und schwups, waren die Kandidatinnen weg.
Schade, daß wir sowas in Deutschland nicht erleben dürfen. Das wäre was gewesen, wenn die Seehoferin öffentlich die Fremdgeherei ihres Gatten angeprangert hätte, anstatt ihn einfach zurückzunehmen, diesen katholischen Genverteiler und Genmanipulierer! Dieses duldende und schweigende Verhalten von Politikergattinnen ist es nämlich, was sie zu Komplizinnen des Systems machet. Wo sie doch sehr viel Macht hätten, um auf die Dinge einzuwirken. Das zeigt das Beispiel von Berlusconis Gattin. Und nicht zu vergessen, was diesbezüglich Diana als Gattin von Charles, dem Thronfolger, geleistet hat. Erst sollte sie für dumm verkauft werden, dann wurde sie krank und schließlich fing sie an, sich öffentlich dagegen zu wehren, daß er fremdging, wie es ihm paßte. Das hat damals die Monarchie zum Wanken gebracht! Leider war sie ihrer Zeit voraus, bzw. der Neoliberalismus noch zu stark.
Ich glaube ja, daß die Italiener immer noch großen Respekt vor ihren Müttern haben, auch vor den Müttern ihrer Kinder. Größeren Respekt als z.B. die Deutschen. In Deutschland ist man da anders gestrickt. Zu große Liebe für die Kinder gilt hier schnell als suspekt und man verlagert sich frühzeitig auf das Erziehen, damit mal was Ordentliches wird aus dem Kind. Das Mütterliche soll schon sein, aber eben nicht übertrieben. Das erspart dann auch den übertriebenen Respekt. (Außerdem kann sie ruhig ein wenig Mütterlichkeit dem Mann angedeihen lassen, und nicht alles dem Kinde schenken. Ihm gehörte ja vorher auch alles alleine. Immer dieses Teilen, also wirklich!)
Ich kann mich eines Verdachts nicht erwehren. Diese ganzen Versuche mit Gentechnik, sind sie Vesuche der Männer, den Frauen die Macht über das Leben streitig zu machen? Mit der Geburtshilfe fingen männliche Ärzte an, sich erfolgreich (in ihrem Sinne!) in der Bereich des Kinderkriegens einzumischen. Empfängnis- und Geburtenkontrolle bzw. deren Verbot war der katholische Versuch. Da gab es aber schon deutlichen Widerstand. (Auf den direkten pädophilen Zugriff auf Kinder möchte ich jetzt mal nicht weiter eingehen). Dann ging es weiter mit den Varianten der Reproduktionsmedizin, die immerhin den ungewollt kinderlosen Frauen zugute kamen. Und nun die Wissenschaftler und Politiker mit ihrer Gentechnik? Was richten die da an? Und warum? Es geht sicher um Macht und Kontrolle und um viel Geld. Aber dahinter geht es wohl auch darum, in den uralten Machtbereich der Frauen einzudringen. Wenn es nicht so ernst wäre, würde ich sagen, es ist einfach albern!
Nochmal zurück zu Berlusconi und Konsorten: Frauen dürfen hübsch sein, und sie dürfen intelligent sein, und sie dürfen auch beides gleichzeitig sein. Aber die Posten in der Politik kriegen die Frauen, die zusätzlich noch über entsprechende Kompetenz verfügen. Okay? Okay. Sonst ... ihr wißt schon, was sonst. Und nächstes Mal wird gleich auf die Frau gehört! - Da fällt mir ein, ich muß mich dringend informieren, wie es in Island jetzt läuft, und in den USA bei Michelle ... Aber jetzt muß ich erstmal raus zum 1. Mai. Ciao.
Und von dieser Sorte gibt es allein in diesem Land Millionen!
Die nach wie vor floriende Prostitution - ob einfacher Straßenstrich oder "Geliebte"(Edelnutten auf Zeit) spielt da gar keine Rolle, es sind immer diese elendenden drögen kleinbürgerlich-bürgerlichen Spießer-Versorgungs-Ehen, die den Grund geben für alle diese "Affairen".
Diese Spielchen dürften wohl schon so alt sein wie es Klassengesellschaften, arm und reich, Mächtige und Ohnmächtige, Mitmacher in allen Variationen gibt.
Wahrlich: Nichts Neues unter der Sonne!
Eine meiner Großmütter war Neapolitanerin und sie hätte gut der Ursprung des Klischees der typischen italienischen Mama sein können.
Und italienische Mamas erzogen ihre Söhne nach dem Motto:
Wenn ich mir den italienischen Zweig meiner Familie so ansehe, muss ich einräumen, dass das heute wohl nicht mehr ganz so ist, aber es schimmert doch ab und an noch ein wenig durch.
Da mußte ich gleich an meinen Vater denken. Der hat immer gesagt, dass der Mann der Kopf der Familie sei. Die Frau ist der Hals. Da haben also die italienischen Linken den Hals...
Und Diedaoben wollen uns mit einer, wohlgemerkt "einer" Neuen Weltordnung kommen. Ist ja lachhaft.
Niemals werden sie damit durchkommen. Sie werden scheitern, wie sie andauernd überall scheitern. Es wird bloß Zeit, daß man das mal beim Namen nennt. Daß das meiste, was sie unter Erfolg verbuchen, in Wahrheit das blanke Scheitern ist. Basta. Luise