Während der schlechten alten Zeiten taten sich Studenten zusammen und machten eine Kneipe auf, in der sie selbstbestimmt arbeiteten und etwas mehr Geld als mit Taxifahren oder Kellnern verdienten, wenn der Laden lief. Einige dieser Läden liefen erstaunlich gut, und manch einer schmiss das Studium, um sich seiner Berufung als Wirt zu widmen, andere nahmen ein schönes Stück Geld mit in das Leben nach dem Studium.
So etwas ähnliches müssen auch der Dozent Rolf Schmid und Dr. oec. HSG Markus Prandini von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Kopf gehabt haben, als sie mit und durch ihre Studenten die Bar "Break Even" eröffneten. Anders als bei den Studenten früher, war für diese Eliteuniversität und ihre Elitestudenten natürlich nur das beste gut genug.
Wer den Google Cache untersucht, kann dort noch ein Bild der Truppe finden und sieht eine Einrichtung, die dem Bahnhofsklo von Wanne-Eickel sehr gut entspricht. Vermutlich ist das aber der Geschmack der Elite. Selbstverständlich begann man auch elitär mit einem Bier, das extra aus London eingeflogen wurde:
Seit gestern wird im «Break-Even Pub» an der Technikumstrasse das «London Pride»-Bier gezapft. Das leichte Bier hat den charakteristisch säuerlichen Geschmack eines englischen «Ales». «Wir sind wohl das einzige Pub in Kontinentaleuropa, das dieses Bier anbietet», sagte Lukas Bertschmann, PR-Verantwortlicher des ZHW-Lokals an der gestrigen Eröffnung stolz.
Wenn man sich überlegt, dass die Studenten in Mangement und Marketing ausgebildet werden und ihre Ausbilder so tun, als ob sie wenigstens die Spur einer Ahnung hätten, dann ist die Bierwahl schon bezeichnend. Bei einem kompetenten Leiter des Studiengangs International Management hätten spätestens da alle Alarmglocken klingeln müssen. Nicht so bei Markus Prandini.
Der Dozent für juristisches Englisch, auch sonst stark mit der Insel verbunden, kümmert sich um den Import des britischen Ale «London Pride» (auf der Karte als Fuller’s geführt.) Feldschlösschen liefert nun exklusiv für das Break Even pasteurisiertes Fuller’s. Das war dem Bierliebhaber Rolf Schmid jedoch zu wenig speziell, zumindest für die Eröffnung. So nahm er die 2200 Kilometer unter die Räder, um 140 Liter unpasteurisierten Saft einzuführen. Den Stolz aus Bio-Hopfen, der noch von Hand gepumpt und somit ohne CO! und Kohlensäure ins Pint-Glas kommt, soll es «drei bis vier Mal pro Jahr» geben, sagt er…
Ja, die Eliten brauchen es wirklich elitär.
Das Einfliegen des «London Pride» sei sehr teuer gewesen, erklärt Luca Roth, Verwaltungsrat des Pubs. Um es kostendeckend zu verkaufen, hätte man einen Preis von rund 13 Franken pro Pint verlangen müssen. Die Bar verkaufte das Bier günstiger. «So machten wir mit jedem Bier Verlust.» Zudem verlangte das Ale einen speziellen Zapfhahn, bei dem es von Hand gepumpt wird, es kam auch zu Problemen mit der Haltbarkeit.
Ja, ja. Pommersche Beene und französische Schuhe. Das geht einfach nicht zusammen. Aber als Elite ist man sich eben Elitäres schuldig. Also gab es nach der ersten Krise wieder ein spezielles Bier, das diesmal speziel von einem Winterthurer Kleinbrauer gebraut wurde. Sicherlich auch nicht ganz billig und gar nicht mehr so elitär, dafür aber auf den schönen Namen "Grossstadtguet" getauft.
Nach dem ersten Betriebsjahr waren 155.000 Franken weg, am Ende fehlten 225.000 Franken, was ungefähr 150.000 Euro entspricht. Lustig ist die Aussage des Leiters des Management-Instituts an der Hochschule, gegenüber dem Spiegel, der meinte, dass Ganze sei sehr lehrreich für seine Studenten gewesen. Ebenfalls gegenüber dem Spiegel äußerte sich auch Markus Prandini:
Sie haben gelernt, was es heißt, ein Start-up-Unternehmen auf die Beine zu stellen und über Fachbereiche hinweg zusammenzuarbeiten. Sie mussten mit vielen unvorhergesehenen Ereignissen umgehen und konnten dadurch die Dynamik und Komplexität des Wirtschaftslebens hautnah erfahren.
Ja. Dem ist nichts hinzuzufügen. Das passt schon. Früher, als es noch Verantwortung gab und sich die Eliten aus der ehrlichen Anerkennung von anderen bildeten, hätte ein solches Totalversagen von Studenten und Lehrern zumindest für die Leerkörper Folgen gehabt. Heute ist das anders. Sie erklären sich einfach selbst zur Elite und meinen, dass der Rest der Menschheit ihnen deshalb glauben müsse.
Ein verantwortungsvoller Personalchef kann nie wieder einen Absolventen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften anstellen, und jeder, der mit einem Absolventen dieser Hochschule redet, wird unwillkürlich langsamer sprechen und kurze, unkomplizierte Sätze benutzen.
Wer nichts wird, wird Wirt.
Wer garnichts wird, wird Bahnhofswirt
und ist ihm dieses nicht gelungen,
dann reist er in Versicherungen.
Diese Leute werden Manager. Wenn man sich die Entscheidungen unserer Manager so anschaut, dann erklärt diese kleine Geschichte alles. Was für herrliche Eliten.
Ihre Aussagen sind ruf- und geschäftsschädigend.
Dr. Prandini und ich wurden für die Sanierung der Firma geholt, die leider nicht mehr möglich war. Neben baulichen Mängeln gab es auch einen Todesfall des Initiatiors und Hauptaktionärs.
Sie führen Sich wie im Mittelalter auf - der Überbringer der schlechten Nachricht wird hingerichtet.
Wirtschaft in der Realwelt gehört sicher nicht dazu. Nicht ich habe diese bescheuerten Aussagen gemacht sondern ihre Truppe hat damit den Misserfolg zu kaschieren versucht und es war ihre Truppe die selbst beim Bier Geld dazulegte. So dämlich sind in Berlin selbst Medizinstudenten nie gewesen, die wir "Techniker" schon immer für ziemlich weltfremd gehalten haben.
http://www.toponline.ch/area-1.rub-35.art-111719.tce
2. Ich habe in der Vergangenheit schon mehrmals bei Sanierungsprojekten teilgenommen, um Firmen und Arbeitsplätze zu retten. Sie scheinen sich aber am Untergang und am Schicksal von Menschen zu laben.
3. Unterstellung "kaschieren": Wir, d.h. der neue Verwaltungsrat, hat sogar die Medien an den Generalversammlungen eingeladen und aktiv über alle Schritte informiert. Ihre Behauptung brauchen Sie, um auf Manager loszutrampeln, die nicht in Ihrem Ideologischen Konzept passen.
4. Zensur ist auch, wenn man Tatsachen, Informationen und Nachrichten manipuliert. Sie scheinen ein Experte zu sein.
5. Der Betrieb wurde von Studenten entworfen und gebaut. Das Projekt fand in vielen Artikeln Wohlwollen und wurde in einem Architekturbuch aufgenommen. Sie bezeichen ihn als Bahnhofsklo. Nun, wer so mit Scheisse um sich wirft, wie Sie, muss ja zuerst mal tief hineinlangen und auch irgendwoher haben.
6. Sie behaupten, dass Herr Schmid und Herr Prandini zusammen das Projekt erstellt hätten, was nachweislich nicht stimmt. Sie müssen das behaupten, um Ihre folgende konstruierte Lügengeschichte überhaupt aufrecht zu erhalten.
7. Dass Sie sicher nicht zur Elite gehören können, ist ja offensichtlich. Die Mühe, die Sie Sich machen, um andere durch den Dreck zu ziehen, erinnert mich an stalinistisches Gebaren. Da keine Gulags mehr da sind, muss jetzt wohl das Internet hinhalten.
8. Sie behaupten, dass das Bier, dass ich von einem Lokalen Brauer als Ersatz für das importierte London Pride habe brauen lassen, teuer gewesen sein, stimmt absolut nicht. Dieses Bier war das günstigste Bier im Sortiment überhaupt. Im Vergleich zum London Pride sogar um mehrere Hundert Prozent. Sie müssen ihn Ihrer Aussage natürlich lügen, um Ihre Dreckschleuder weiter in Gang halten zu können. Der Einstandspreis des Bieres war tiefer als jener von Grossbrauereien. Die Marge, die höchste auf allen Getränken.
9. Die Firma gehörte 130 Personen, Firmen und Stiftungen. Selbstverständlich stehen Sie intellektuell über alle. Die Aktionäre sind Ihrer Logik nach alles unfähige Zurückgebliebene, über die Sie berichten müssen.
10. Sie difamieren mit Ihrem Spruch über die Wirte die gesamte Gastronomie. Auch das fällt Ihnen mehr als leicht. Solche Subjekte wie Sie, die Sich über andere Menschen stellen, gibt es immer wieder. Gleichzeitig könnte ich schwören, dass Sie regelmässig Dienste dieser "Nichtswertigen" in Anspruch nehmen.
11. Als Kulturmanager bin ich zwar kein Wirt und somit nicht Betroffener, genausowenig wie als Kantonsrat oder in meiner Tätigkeit in der Justizkommission, aber als Person bin ich sicher, dass Sie wohl einer jener über sich selbst enttäuschten sind, die mit Ihrem Aktionismus vor allem von sich ablenken wollen.
12. Von Ihren "Lesern" halten Sie noch viel weniger, dass Sie sie manipulieren und gezielt in eine Richtung schieben wollen, wie das der Geissenpeter mit seinem mit Vieh macht. Gar nicht köstlich.............
Das ist köstlich. An London Pride sind sie doch das erste mal fast kaputt gegangen.
Ich verstehe ja ihre Wut, wenn die Unfähigkeit der Eliten zu der sie sich auch zählen offensichtlich wird und deshalb müssen sie mich beschimpfen.
Ich habe mein Studium locker mit am Ende drei Kneipen finanziert die bis auf eine - das Haus ist abgebrannt - bis heute existieren, wenn auch nicht mehr unter meiner Führung.
Aber sie sind dazu nicht in der Lage gewesen und das sagt genug darüber aus, wie toll ihre Lehre ist.
Sie hingegen setzten wieder zeitliche Handlungen und Personen in einem falschen Zusammenhang.
Ich und andere Verwaltungsräte waren an der Gründung der Firma nicht beteiligt und hatten nichts mit dem London Pride zu tun. Der neue Verwaltungsrat (wir) hat das London Pride aus dem Sortiment gestrichen. Der Verkauf des London Pride hat somit mit meiner Person und anderen von Ihnen genannten nichts zu tun. Sie behaupten wieder, dass ich das erste Mal fast kaputt gegangen wäre, obwohl ich ja zeitlich gar nicht dabei war. Das kommt davon, wenn man irgendwelche Sätze anderer Medien zusammenbastelt und damit versucht, eine Argumentationslinie zu konstruieren, die nichts mit dem Sachverhalt zu tun hat, sondern schädigend auf irgendwelche Personen zielt (das betrifft ja nicht unbedingt mich - falls Sie das nachvollziehen können). Wenn Sie "sie" klein geschrieben haben, weil Sie den Betrieb meinten, so war dort die Ausgangslage ursprünglich anders, als bei der Schliessung des Betriebes. Dass Sie mit Ihren Beiträgen ausschliesslich Ihre Aversion gegen Eliten befriedigen wollen, habe ich verstanden. Zur Elite wird man gemacht und kann sich nicht einfach selber dazu ernennen. Umgekehrt funktioniert es auch nicht - das macht Sie anscheinend wütend.
Eine Kneipe ist abgebrannt? Dann sind wohl die Leute, die sie betrieben haben, Schuld daran, wenn sie damit keinen Umsatz mehr generieren konnten?
Ich hatte darauf aufmerksam gemacht, dass in der Liegenschaft bauliche Probleme eingetreten waren, die mit Schuld an der finanziellen Schieflage der Firma waren. Die Küche des Betriebes konnte nicht mehr genutzt werden und der grössere von zwei Räumlichkeiten auch nicht. Somit waren nur noch ca. 35 der ursprünglichen 100 Plätze des Betriebes nutzbar. Rechnen Sie sich aus, was das für jeden Betrieb ausmacht, wenn man die Verkaufsfläche kurz nach Eröffnung des Betriebes von einem Schlag auf den anderen so extrem reduzieren muss, obwohl die Kosten für 100% der Investitionen weiterlaufen.
Was Sie nicht erwähnen ist, dass im ersten Jahr 150 000.- Sfr. abgeschrieben werden mussten. Jetzt können Sie mal nachrechnen ;o).
Nicht nur das London Pride wurde abgeschafft, sondern ca. 80% des Sortiments, weil mit der reduzierten Infrastruktur das Gesamtkonzept nicht mehr wie geplant hätte aufrecht erhalten werden können. Auch das Lager musste geräumt und in die Küche verlagert werden, d.h. vom Keller in den ersten Stock. Ich zähle hier nicht die ganze Produktepallette auf, die abgebaut werden musste, sonst fangen Sie noch an, wegen jedes einzelnen Produkts einen Blog zu eröffnen.
Hinzu kommt, dass einer der Aktionäre (Mitinhaber) gegenüber dem Verwaltungsrat so unverschämt und Eigennützig aufgetreten war, dass ich seinerzeit vom Verwaltungsrat zurückgetreten war und in Folge der Betriebsleiter gekündigt hatte. Das Interview mit mir, fand also statt, als ich bereits nicht mehr Verwaltungsrat war, auch wenn es vereinzelt behauptet wurde. Aber eben, recherchieren kostet Zeit und Nachrichten sind heute eh nichts mehr Wert.
Erst später hat der verbliebene Verwaltungsrat entschieden, die Bücher zu deponieren, denn die nötigen Investitionen in die Mobilie und die allfälligen Zusatzkosten einen normalen Betrieb nicht ermöglicht hätten. Der Abbau der Schulden wäre möglich gewesen, doch einer der Aktionäre wollte lieber für sich und seine Spezis kurzfristig profitieren und da war er bei mir an der genau falschen Adresse, denn bei solchen Schweinereien mache ich nicht mit.
Sie erwähnen "meine Lehre". Was damit gemeint sein könnte, weiss ich nicht. Falls Sie meine Stelle als Dozent meinen, so war ursprünglich ein Wahlfach an den Betrieb gekoppelt, der weder operativ noch strategisch, sondern begleitend den Betrieb in einzelnen Bereichen verfolgt hat. Die Gründung kam von einem Englischlehrer, darum die Pup-Idee.
Um die Kommunikationswege in einem Sanierungsfall möglichst kurz zu halten, bin ich als Verwaltungsrat und Wahlfachleiter eingesprungen. Im Wahlfach waren 17 Studenten beteiligt, die zum Teil erheblich viel Energie investiert haben, um die Firma zu retten. Aus ökonomischen Gründen hat es aber wegen den oben genannten Fakten keinen Sinn mehr gemacht. Hätten wir ein paar Milliarden in den Sand gesetzt, wäre sicher der Staat eingesprungen und das ist vermutlich etwas, was Sie in Ihrer Lehre vertreten.