n-tv.de am 4. April 2009:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine "nationale Kraftanstrengung" verlangt, um aus der Wirtschaftskrise herauszukommen. "Der Staat allein kann es nicht schaffen. Alle sind gefragt, jeder an seinem Platz".
Gerne Frau Merkel. Jeder 2. Bundesbürger versucht bereits das wieder einzusparen, was Sie und Ihre Lakeien mit vollen Händen aus dem Fenster schmeißen um damit auch weiterhin Ihre Parteispenden zu sichern. Aber gut, Geld welches einem nicht gehört läßt sich ja bekanntlich leichter ausgeben. Sie haben wunderbar von unseren Bankern gelernt. Ich verstehe, warum in Ihrer Expertengruppe
"Neue Finanzarchitektur" der GoldmanSachs-Berater Ottmar Issing leitendes Mitglied ist. So laufen Sie schön konform mit der europäischen Variante "Larosière".
Ruding (CitiGroup), Masera (Lehman Brothers), McCarthy, Balcerowicz, Regling, Krahnen, White und wie sie nicht alle heissen. Sie, Frau Merkel, lassen es sich ganz bestimmt nicht nehmen da zu applaudieren. Besonders Herrn Asmussen gilt dabei Ihre erhöhte Aufmerksamkeit, nicht wahr.
Vor wenigen Wochen
versprachen Sie noch eine Steuersenkung nach der Bundestagswahl. Naja, wissen Sie..., dass wäre ja ganz klasse. Wenn Sie in der Vergangenheit wenigstens einmal Ihre Wahlversprechen gehalten hätten, würde man Ihnen dieses Versprechen ja vielleicht auch noch abnehmen. Ich weiß schon: Versprechen kann man sich ja mal.
So wie es in Ihrem Parteiprogramm einst schriftlich festgehalten war auf Babywindeln einen verminderten Mehrwertsteuersatz erheben zu wollen. Oder das Schmanckerl mit dem Versprechen überhaupt erst gar keine Mehrwertsteuererhöhung durchzuführen.. - geschenkt. Keine Rentenkürzung.. - geschenkt. Thema Studiengebühren, erinnern Sie sich an Herrn Rütgers.. - geschenkt. Geschenkt, geschenkt, geschenkt. Sie und Ihre Pappnasen schenken uns vieles, das ist wahr. Nur leider ist das alles nicht mal einen Penny wert.
Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul. So sagt es das volkstümliche Sprichwort.
Ehrlich, in Ihren Mund möchte ich auch wirklich nicht hineinschauen wollen - selbst wenn Sie es mir anbieten würden. Ich hätte Angst auch das noch bezahlen zu müssen. Zudem ist mein Geruchsorgan auch sehr empfindlich, so das ich für nichts garantieren könnte.
Ich hatte nie eine Erwartungshaltung Ihnen gegenüber. Das hat sich nun mit dem Satz "Alle sind gefragt, jeder an seinem Platz" geändert. Ich helfe Ihnen gern. Ich werde Ihnen helfen die Wahl zu verlieren, denn ich sehe wie es Sie belastet etwas richtig zu machen. Ich werde Ihnen helfen von Ihrem hohen Ross zu fallen und meine Erwartung an den Fall:
Das unter Ihnen ein großer Haufen Kuhscheiße liegt auf dem Ihre braun-schwarzen Kameraden noch mit ausrutschen.
Sollte dies nicht eintreffen, seien Sie sicher: Ich werde mit vielen anderen am Tor rütteln, es Ihrem Vorgänger aus jungen Jahren gleich tun und rufen "Ich will hier rein".
Notfalls mit dem Schneidbrenner!
Das verspreche
ich Ihnen.
Jeder an seinem Platz? Boah da bekomme ich sofort das Bedürfnis mich auf meinen Platz in der Gesellschaft zu besinnen und mich untertänigst vor der Hoheit zu verneigen.
Ekelhaft, diesem Pack kann man soziales Verhalten und Denken nicht beibringen, sie sind halt die Herrenrasse!
Luise
PS: Ich könnte eine Akku-Flex organisieren
Was zu Merkel's Ausspruch:
Diese Aussagen machen mir Angst. Die Umverteilung zugunsten der Elite/Reichen wird weiter vorangetrieben. "Kraftanstrengung OHNE Gegenleistung" (für die "Abtrünnigen") hätte sie ergänzen sollen.
Alleine die Bailouts/Bürgschaften für die Banken sollten mal objektiv auf alle Beschäftigten in deren Branche umgerechnet werden. Oder auf alle Bänker, die für die Milliarden-Verluste verantwortlich sind. Dann kommt man schnell auf fünf bis sechsstellige Summen pro Person. Als Privatperson müßte ich für derartige Vergehen haften. Hier wird eine ganze Branche mit Subventionen zugespachtelt, damit dieselbe Branche noch mehr Gelder an den Staat verleihen kann und somit alleine durch Zinsen mehr verdient, als 10 Millionen Mitbürger (Rentner, Arbeitslose etc.) zur Verfügung haben. Das ist die Diktatur des Kapitals.