(*Anmerkung: Amelung konnte später seine neue Position als kaufmännisches Vorstandsmitglied bei der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS) nicht antreten.
Ein entsprechender Auflösungsvertrag wurde am 18. Juli 2003 unterzeichnet, nachdem das Aufsichtsgremium der Stadtwerke die Berufung Amelungs mit den Stimmen von SPD und Arbeitnehmervertretern abgelehnt hatte. Den Hintergrund bildete eine Strafanzeige, die der Betriebsrat der Stadtwerke Kiel nach der Zahlungsunfähigkeit der TXU Europe erstattet hatte: Den beiden Vorstandsmitgliedern Torsten Amelung und Rolf Paulsen wurde vorgeworfen, dass sie dem von der TXU Europe dominierten Unternehmen durch angeblich rechtlich unzulässige Handlungen Schaden zugefügt hätten. Amelung war vom Aufsichtsrat der VVS in Kenntnis dieser Vorwürfe und unter dem Vorbehalt berufen worden, dass die Ermittlungen eingestellt würden. Tatsächlich wurde aber kein Verfahren gegen die beiden Vorstände eröffnet. Wie die Staatsanwaltschaft den "Lübecker Nachrichten" (16.4.02) bestätigte, "haben die Vorprüfungen keine Anhaltspunkte für Straftaten ergeben. Anscheinend kam diese Nachricht jedoch zu spät, um die Vorbehalte gegen die Berufung Amelungs in den Vorstand der VVS zu entkräften.”
(Quelle: www.leuschner.de)
Desweiteren war Amelung bis 31.08.2003 Geschäftsführer der Düsseldorfer Statkraft GmbH, die das Kraftwerksprojekt Hürth-Knapsack
übernommen hat.
(Quelle: Broschüre GASMARKT Deutschland von Heiko Lohmann, März 2005)
30. August 2002
Liebes Tagebuch,
hier meine Presseerklärung in der “Braunschweiger Zeitung” vom 30.08.2002 zum Thema Terrorismus...
“Und so war damals klar (nach dem 11. September 2001), dass Gefahren, die von terroristischen Regimen wie denen der Taliban in Afghanistan oder dem des Saddam Hussein im Irak ausgehen, uns allen gelten, und dass wir diese Gefahrenquellen um jeden Preis beseitigen müssen. Wir sollten wieder zu diesen Erinnerungen und dieser Basis der gemeinsamen Konsequenzen hieraus zurückkehren.”
Viele fragen mich neuerdings, was ich wohl damit genauer gemeint habe. Ich frage mich das auch - nee - ich meine, wieso fragen die das noch? Ist es nicht längst klar, was ich wohl damit gemeint haben könnte? Niemand versteht mich.
Ich selbst bin gegen jede Art Terror, außer wenn er gut fürs Volk ist. Zuweilen überblickt das Volk ja nicht die gesamte politische Lage.
Soweit - bis später
Braunschweig, Oktober 2002
Treuer Freund,
es ist zum Verzweifeln. Habe soeben auf diversen Kommunikationsebenen erfahren dürfen,
dass der in Dallas ansässige TXU-US-Konzern ins Schleudern geraten ist. Vor allem in Europa waren durch teure Einkäufe und eine verfehlte Geschäftspolitik enorme Verluste entstanden. TXU gab deshalb eben bekannt, dass die europäischen Aktivitäten mit Verlusten von 2,6 Milliarden Euro abgeschrieben und beendet würden.
(Quelle: www.leuschner.de)
Im Oktober 2002 berichtet Leuschner:
“E.ON wird größter Stromversorger Großbritanniens
Wie der E.ON-Konzern am 21. Oktober mitteilte, übernimmt seine Tochter Powergen das Vertriebsgeschäft von TXU Europe in Großbritannien sowie drei Kohlekraftwerke. ...Powergen kann dadurch die Zahl seiner Stromkunden von bisher 2,4 auf sechs Millionen erhöhen. Mit einem Marktanteil von 22 Prozent wird das Unternehmen größter Stromversorger des Landes vor RWE/Innogy mit 5,3 Millionen Kunden. Unter den britischen Kraftwerksbetreibern rangiert E.ON/Powergen jetzt an zweiter oder dritter Stelle. Im Gasgeschäft bleibt Centrica mit "British Gas" Marktführer.
Teuere Neuerwerbung
Der offiziell genannte Kaufpreis beträgt 2,14 Milliarden Euro. Presseberichten zufolge erhöht sich diese Summe noch um Verbindlichkeiten von 390 Millionen Euro sowie ein Defizit beim betrieblichen Pensionsfonds. Nach Berechnungen der "Financial Times Deutschland" (23.10.2002) bezahlt E.ON für die Neuerwerbung insgesamt etwa das zwölffache des EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization), der das operative Ergebnis eines Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Ausdruck bringt. Der hohe Kaufpreis ist auch kaum damit zu erklären, daß neben E.ON andere Bewerber wie RWE/Innogy ihr Interesse bekundet hatten. So soll "Scottish Power" lediglich 1,2 Milliarden Euro für TXU geboten haben.
Powergen verschiebt geplante Kraftwerks-Stillegungen
Infolge der Übernahme des Vertriebsgeschäfts von TXU könnten sich die Absatzmöglichkeiten für den unternehmenseigenen Kraftwerkspark verbessern. Powergen hat jedenfalls die Stillegungen vorerst verschoben. Die drei Kohlekraftwerke, die Powergen von TXU übernimmt, verfügen über eine Gesamtleistung von 2,9 Gigawatt.”
So detailliert kenne selbst ich nicht die Verträge, allerhand!
Und hier --- raschel --- dann folgende Meldung im Handelsblatt - was ich dort nie erwartet hätte.
Die ruinieren einem damit doch glatt die ganzen Geschäfte...
“TXU kündigte Verkauf des Europageschäfts an
Am 14. Oktober (2002) hatte der amerikanische Energiekonzern TXU bekanntgegeben, daß er sein Europageschäft ganz oder teilweise verkaufen wolle. In Deutschland gehören dazu Beteiligungen an den Stadtwerken Braunschweig und Kiel inklusive der Stromvertriebstochter ares-enegie-direkt. Den Spekulationen über das weitere Schicksal dieser deutschen TXU-Unternehmen versuchte TXU Europe am 18. Oktober mit einer Pressemitteilung entgegenzutreten. Darin hieß es, daß die deutschen Firmen "kerngesund" seien und ihre Geschäfte weiterführen würden - "trotz der Herausforderungen, denen sich das Unternehmen derzeit in England zu stellen hat". Der Verkauf einzelner oder sämtlicher Beteiligungen in Europa sei nur eine von zwei Optionen, falls sich anderweitige Maßnahmen zur Behebung der Schwierigkeiten in England nicht verwirklichen ließen.
TXU hatte in den letzten Jahren in Europa stark expandiert und dabei enorme Schulden angehäuft. In Deutschland hatte sich der US-Konzern unter anderem auch um den Einstieg bei den Bremer Stadtwerken und bei der Energie Baden-Württemberg bemüht.Inzwischen hat eine Ratingagentur die Anleihen von TXU Europe auf Junk-Bond-Status herabgestuft. Der Aktienkurs der US-Mutter sank darauf um mehr als 30 Prozent. Um die Schulden abzubauen und das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, ordnete der Vorstand Streichungen in allen
Bereichen an und kürzte die Quartalsdividende um 80 Prozent. Vor allem im Europageschäft sollen die Ausgaben auf "minimalem Niveau" gehalten werden.
(Quelle: Handelsblatt, 15.10.02)
Braunschweig, 6. November 2002
Hallo Buch,
heut' ist die Stadt schon wieder in der Presse, aber nicht aus den Gründen, zu denen ich gerne Braunschweig in den Blättern wiederfinden würde. Hoffentlich fällt das nicht so arg auf und etwa noch auf meine Person zurück. Muss mal meine Co-Redaktoren des hiesigen Heimatblattes flugs ins Rathaus rufen, damit DIE mir nicht auch noch so viel Blödsinn schreiben. Dass aber auch alle anderen Pressefuzzies derzeit so viel recherchieren und investigatief schürfen müssen; meine Presse-Jungs hier sind da wesentlich besser stramm erzogen ...
---- raschel ---
“TXU will Rückzug aus Deutschland - Braunschweig sucht neuen Aktionär.
Braunschweig/Kiel (dpa/lni) - Der Konzern TXU Europe will sichnach eigenen Angaben vom deutschen Energiemarkt zurückziehen. Die Anteile an der Braunschweiger Versorgungs-AG, den Kieler Stadtwerken sowie der ares-Energie-direct Berlin sollten veräussert werden, wurde am Mittwoch mitgeteilt. Die Stadt Braunschweig kündigte an, einen neuen Aktionär zu suchen. TXU hatte erst im Mai 74,9 Prozent der Braunschweiger Versorgungs-AG für 440 Millionen Euro erworben. Der US-Konzern hatte starke Verluste auf dem britischen Markt gemeldet.”
(Quelle: www.verivox.de, Artikel v. Thomas Stollberger)
Für heute reicht's mir völlig. Zensur für mich persönlich! Keine Presseberichte mehr, die schlagen mir gehörig auf den Magen!
Bis später...
10. November 2002
Muss dringend was tun, was die übrigen Bürger hier etwas ablenkt. Am besten was mit Stolz und schön sauber anzusehen und hochkulturelles mit Anspruch und der Möglichkeit, die örtliche Wirtschaft synergetisch wieder mit einzubinden. Umso eher wird hier der Mund gehalten, wenn möglichst viele Leutchen eingebunden werden, daran was verdienen. Mal sehen, was sich tun lässt.
Ruf in die Esskultur: "Wann gibt's Essen, äh - Dingsda - äh - Schatz?"
REäugiges kommt süffisant zurück: "Gar nicht, muss zur CDU-Frauen-Union zum Häkeldeckchen-Workshop. H

l Dir doch die Tomaten, die Du auf den Augen hast!"
"Äh - Tomaten?" - Gute Idee!
--- Brainstorming anwerf ---
Tomaten - Esskultur - Stadt - Braunschweig - Kultur - ...
Kulturhauptstadt Braunschweig! Heureka*!
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*Am 10.12.2002 wird die Bewerbung der Stadt Braunschweig als “Kulturhauptstadt 2010“ initiiert - :wink: hne das Tomatensignet. Das sparte man sich für später auf. Mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP hat der Rat der Stadt Braunschweig in seiner Sitzung am 10.12.02, einen Grundsatzbeschluss zur Bewerbung Braunschweigs und der Region als Kulturhauptstadt des Jahres 2010 gefasst.
(Quelle: www.braunschweig-2010.de)
Braunschweig, 13. November 2002
Am 13.11.2002 - ein Jahr nach meiner Machtübernahme wagen es doch diese komischen grünlichen Oppositionisten, dazu noch öffentlich, eine Bilanz meiner politischen Arbeit zu ziehen. Dazu die Pressemitteilung...
“Schwerpunkt unserer Kritik ist die insbesondere von ..."
Der Name ist aber unleserlich!
“... (CDU) betriebene Aushöhlung von Beteiligungsrechten, die zu einer bedenklichen Machtkonzentration beim Oberbürgermeister führt. Angefangen hat diese Entwicklung mit der Verkleinerung der Fachausschüsse. Auf Betreiben der CDU haben wir als drittstärkste Fraktion in keinem Ratsausschuss mehr ein Stimmrecht (Ausnahme ist hier nur der Verwaltungsausschuss); zugestanden wurde uns lediglich ein Grundmandat. Dadurch werden nicht nur 5 Ratsmitglieder, sondern auch 9,92 % der Braunschweiger Wähler/innen bis zum Jahr 2006 politisch ausgegrenzt. Damit einhergehend wurde die Anzahl der Bürgermitglieder in den Ausschüssen drastisch reduziert...."
Infam! Daraus kann jeder ersehen, wie es um das Demokratieverständnis bei diesen Ökos bestellt ist. Gerade mal 5 einzelne Menschlein sind für die glatt 9,92 Prozent der Braunschweiger Bürger. Na gut, dass mit der Personalreduzierung - auch in den Ausschüssen - kann ich prima argumentieren. WIR alle müssen sparen, für die Zukunft, für die Zukunft unserer Kinder, für uns selbst auch, an uns selbst und darum ersparen wir uns Personal und auch das.
Mal weiter reinsehen, was denen noch so einfällt...
..."Entgegen seinen Versprechungen zum Amtsantritt arbeitet der Oberbürgermeister mittlerweile auch zielgerichtet an der politischen Schwächung der Stadtbezirksräte, deren Kompetenzen er doch eigentlich stärken wollte. So hat ...."
Mein Name wieder unkenntlich geschrieben, verda...!
"...intern verfügt, dass die Bezirksräte nicht mehr bei der Aufstellung von Bebauungsplänen anzuhören sind, beteiligt werden sollen sie zukünftig nur noch in der Endphase der Bauleitplanung...."
Ist doch auch völlig klar und simpel. Was sollen denn Räte belämmert werden mit solch' drögen Einzelheiten, deren Zeit ist viel kostbar, um sie in stundenlangen Sitzungen zu verplempern. Die sollen raten, dafür sind's doch Räte! Wozu müssen wir den Rat täglich neu erfinden? - frage ich da. Und überhaupt vom Bau versteh'n die meisten eh' nichts, wozu haben wir Spezialisten, beispielsweise den tollen Stadtbaurat. Was braucht es also so viele andere Räte?
So schreiben die dann weiter...
..."Verstärkt wird die genannte Tendenz noch durch [...] Bestrebungen, Anträge der Fraktionen vom öffentlichen Rat in den nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss zu verlagern. Empört sind wir über die Tatsache, dass der Oberbürgermeister für das Jahr 2003 eine drastische Reduzierung der Ratssitzungstermine (statt der bisherigen acht soll es nur noch fünf geben) angekündigt hat, wobei er knapp über der gesetzlich festgelegten Mindestzahl von vier Ratssitzungen jährlich bleibt - und das in der zweitgrößten Stadt Niedersachsens! Solange die Einstimmenmehrheit steht, betrachtet [...] diese Sitzungen offensichtlich als reine Zeitverschwendung..."
Jawooohl, das ist korrekt und genau erkannt. Zeitersparnis gehört ebenfalls zu meinem allseits begrüßten Sparprogramm. Was soll auch alles an die Öffentlichkeit? Alles wird dann langatmig durchgehechelt, durchdiskutiert und breit getreten, effizienter ist, und das kann ihnen jeder Betriebswirt und Ökonom sagen, wenn möglichst alles in einer Hand liegt. Wenn einer weiß, was zu tun ist und nicht noch lange drumrum diskutiert. Sparen wir uns die Worte! Sparen wir uns so viele Termine!
Hier und jetzt kommt's - als hätte ich's gewusst!:
..."Ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zu einer Entmachtung des Rates ist die anhaltende Privatisierung städtischen Eigentums bzw. städtischer Aufgaben durch die verstärkte Ausgründung städtischer Gesellschaften (Wirtschaftsförderungs-GmbH, Klinikums-gGmbH, Grundstücks-GmbH). Dabei wird die Einschränkung der öffentlichen Kontrolle durch die Ratsgremien bewusst in Kauf genommen - in den Aufsichtsräten der Gesellschaften sitzen bekanntlich nur einige wenige Auserwählte, die nahezu ausschließlich den großen Parteien angehören...."
Hier kann man wahrhaftig nicht sagen, dass ich Personalverschwendung betreibe. Bürokratieabbau ist meine erste Devise. Wie bereits geschrieben, gibt es zudem in dieser schönen Stadt wenige, die auserwählt sein können, sich mit wahrer Politik zu beschäftigen. Was soll ich dagegen ausrichten, dass es hier an Personal für den Ausschuss fehlt. Da muss ich halt eben selbst ran und die wenigen Koni... äh - Koriphäen - oder sowas aus meinen Parteikreisen, nicht wahr? Was bleibt mir denn anderes übrig? Wenn man nicht alles selbst macht...
Beschweren sich zudem über Privatisierung. Das sind alles extrem geldbringende, todsichere Anlagenmodelle - englisch und überaus modern. Dazu kommt, man kann mir doch die Personalknappheit vorwerfen und andererseits erwarten, dass die Stadt auch noch weiterhin sämtliche Verpflichtungen übernimmt wie beispielweise das Abwasser, die Fernwärme, die Energie, die Straßenbeleuchtung etc. All das geht ja nicht ohne Personal. Also irgendwas musste ich doch da unternehmen, also wurde sich all der personalaufwändigen lästigen Verpflichtungen entledigt - outgezurzt! Soll man doch froh sein, dass wir alle jetzt weniger Arbeit damit haben. Ich find meine Idee rundum schlüssig!
Letztlich heißt es noch in diesem begrünten Pamphlet:
"[...]Getragen und unterstützt wird [...] patriarchalischer Führungsstil durch die männer-dominierten Fraktionen von CDU und FDP. Diese machen ihm die Sache außerordentlich leicht: Beide präsentieren sich im Rat und in den Ausschüssen als Erfüllungsgehilfen des Oberbürger-meisters. Die FDP hat ihre Selbständigkeit nahezu aufgegeben, tagt in allen wichtigen Fragen (z. B. zum Haushalt 2003) gemeinsam mit der CDU und setzt keinerlei eigene Akzente. Das Niveau der Debatten in den Fachausschüssen ist überwiegend erschütternd niedrig, die Diskus-sionskultur miserabel. Mit der sprichwörtlichen Arroganz der Macht werden Vorschläge der Opposition - insbesondere der GRÜNEN - abgebügelt, ohne sich inhaltlich mit ihnen auseinanderzusetzen.[...]"
Gut dass man wenigstens registriert hat, dass die Liberalen mir gegenüber besonders liberal geworden sind. Man muss diese ja gar nicht mehr selbst wählen, in mir wählt man ohnehin dann gleich das Original, wenn man klug genug ist. Da kann der Wähler doch gleich all das direkt haben, was er von der Ftttppphhh -
--- Stäubchen vom Jackett schnips --- ohnehin nach der Wahl erhält. Wozu diese Wahlumwege?
Und "Abgebügelt!" heißt es da. Diese grünen Weibsen wieder. Als würde ich wissen, wie ein Bügeleisen von außen aussieht geschweige denn, so ein heißes Eisen überhaupt in die Hand nehmen. Typisch!
Dann die Kritikpunkte im Einzelnen:
"Einseitige Betonung der Wirtschaftsförderung:
Unter der Ägide des neuen Oberbürgermeisters hat ein eklatanter Paradigmenwechsel stattge-funden, weg von einer auch an sozialen und ökologischen Kriterien ausgerichteten und hin zu einer allein dem Primat der Ökonomie untergeordneten Stadtplanung und -entwicklung. Deutlichster Beleg für diesen Paradigmenwechsel ... 10-Punkte-Programm für die Jahre 2003-2007, in dem das Wort "Lebensqualität" nicht einmal vorkommt.
Peinliche Pleite beim TXU-Deal: Besonders unangenehm für den Oberbürgermeister ist die Tatsache, dass mit der Krise von TXU der von ihm hektisch durch den Rat gepeitschte Mehr-heitsanteilsverkauf der Braunschweiger Versorgungs-AG in Frage gestellt ist. Wurde der "Global Player" TXU noch im Frühjahr als die beste Wahl angepriesen, so steht er heute - nach nur sechs Monaten - kurz vor dem Aus, mit dem Ergebnis, dass auch die solide städtische Versorgungs-AG ins Trudeln geraten könnte. ...
Also ehrlich, als hätte einer das erahnen können, dass TXU so abschmiert!
Au weia, so untereinander weggeschrieben sieht das - rein imagetechnisch - gar nicht gut aus! An manches hatte ich schon selbst nicht mehr gedacht, war teilweise schon Gras drüber gewachsen. Und nun graben diese Grünen alles wieder an die Oberfläche. Können die nicht woanders gärtnern?
Soweit für heut' ...
Braunschweig, am 19. November 2002
Liebster Freund, getreulich' Buch!
Heut' ein Blick in die Zeitung - ein Schock meinerseits, dass diese Idi... auch noch Pressekonferenzen geben. Jetzt weiß es bald die ganze Welt!
---- raschel ---
“Insolvenz von TXU Europe belastet Stadtwerke Kiel und Braunschweig
Die in London ansässige europäische Tochter des US-Energiekonzerns TXU hat am 19. November (2002) Insolvenz beantragt. Ein Londoner Gericht ordnete daraufhin die Zwangsverwaltung an, die nach britischem Recht ein zahlungsunfähiges Unternehmen befristet vor den Ansprüchen der Gläubiger schützt und die Fortsetzung der Geschäftstätigkeit ermöglicht. Der Zwangsverwalter ist auch der neue Ansprechpartner für die deutschen TXU-Töchter, zu denen die Stadtwerke Braunschweig und Kiel sowie der Stromhändler ares-energie-direkt gehören. Schon vor der Beantragung der Insolvenz hatte TXU die Absicht zum Verkauf der deutschen Beteiligungen bekanntgegeben. Bei der Suche nach einem neuen Mehrheitseigentümer haben beide Stadtverwaltungen ein Mitspracherecht.
Der TXU-Konzern scheint sich in ähnlicher Weise übernommen zu haben wie sein Konkurrent Mirant, mit dem er auf der Liste der weltweit größten Stromversorger an achter bzw. siebter Stelle stand. Mirant war schon Ende 2001 auf Junk-Bond-Status herabgestuft worden und hatte daraufhin seine 44,8-Prozent-Beteiligung an der Berliner Bewag an Vattenfall verkauft.”
(Quelle: www.leuschner.de)
Und hier...
Betriebsrat erstattet Strafanzeige gegen Vorstände
Der Betriebsrat der Stadtwerke Kiel erstattet im November (2002) Strafanzeige gegen die beiden Direktoren Rolf Paulsen und Torsten Amelung, die von TXU in den Vorstand entsandt worden waren. Die Arbeitnehmer werfen den Vorständen vor, Millionensummen aus den Stadtwerken in den TXU-Konzern verschoben und damit den Tatbestand der Untreue erfüllt zu haben. Die Manager bestreiten die Vorwürfe.
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, 20.11.02)
Blamiert bin ich, wenn man das auf die hiesigen Stattwerke überträgt. Was tun?
Oh - ist mir schlecht!
Ruf in die christparteiliche Küchendeko:
"Frau, TXU schleudert! Reiche mir einen Baldriantee - mach' ihn aber recht stark!"
REruf der holden Hausfrau: "THX? - Da solltest Du doch die Finger von lassen!"
REruf aus dem häuslichen Arbeitszimmer: "??? - Nicht das Zeuchs, TXUuuuuh, du...!" (Verkneifs mir!)
- Stille, nur das Klappern der Teetassen im Background -