Es gibt Nachrichten, die kann nur das pralle Leben schreiben. Bei den sogenannten Berliner Krawallen zum 1. Mai, die nach Berichten von Anwohnern, angesichts der Entwicklung der letzten Jahre, eher harmlos ausfielen, aber vom System sofort weidlich ausgeschlachtet wurden, um von den wirklichen Problemen abzulenken, kam es zu einem
lustigen Systemfehler.
Demnach war ein 24-jähriger Beamter, der seinen Dienst als Bundespolizist auf dem Flughafen Frankfurt/Main versieht, dabei beobachtet worden, wie er in mindestens zwei Fällen Steine auf Einsatzkräfte im Bereich des Kottbusser Tores in Kreuzberg schleuderte.
Ein Bundespolizist aus Berlin, der sich privat in Kreuzberg aufgehalten hatte, nahm den mutmaßlichen Täter fest und übergab ihn Berliner Einheiten. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen, er erhielt allerdings Haftverschonung.
Es ist wirklich zum Kringeln. Wenn es an Demonstranten fehlt, nehmen sich die Bundespolizisten schon gegenseitig fest. Selbstverständlich ist das kein weiterer Hinweis auf einen Agent provocateur, und es ist auch nicht so, dass bei Demonstrationen das größte Problem mittlerweile darin besteht, Polizisten, die zum Krawall anstiften, aus der Demo zu entfernen. Denn es gilt ja generell eine Deeskalierungsstrategie.
Natürlich erhielt der Polizist Haftverschonung. Er ist ja ein Ordnungshüter, und wenn er nicht die Ordnung hütet, dann macht er eben Unordnung, um seinen Kollegen einen guten Vorwand für die Wiederherstellung der Ordnung zu geben. Wir alle kennen ja die Berichte freier Journalisten und der Bürgerjournalisten, die, im Gegensatz zur Systempresse, ja auch bei Merkels G8-Gipfel von Heiligendamm davon berichteten, dass Agents provocateurs in Mengen eingesetzt waren, um der Polizei einen Vorwand zu liefern, Demonstrationen zu zerschlagen.
Dieser Staat kann nur deshalb so gegen seine Bürger vorgehen, weil die Bürger sich das gefallen lassen. Mit Horrorberichten sollen die Bürger einfach nur davon abgehalten werden, selbst auf die Straße zu gehen und die Regierung unter Druck zu setzen. Je mehr Leute demonstrieren gehen, desto weniger Macht hat das System. Es kann nicht alle verhaften.
Nur wer sich auseinanderdividieren lässt, wie es dem Plan unserer Junta entspricht, der hat schon von Anfang an verloren. Wir müssen alle an einem Strang ziehen und raus auf die Straße, und natürlich wird versucht werden, jede Demonstration über Gewalttaten zu diskreditieren. Und selbstverständlich gibt es auch in jeder Demo ein paar Irre, die nur auf Krawall aus sind.
Denen, wie auch den Agents provocateurs, darf man keine Chance geben und muss sie ausgrenzen. Natürlich soll den Menschen in Deutschland suggeriert werden, dass es keine Möglichkeit gibt, sich gegen dieses System aufzulehnen. Aber das ist falsch. Die Regierung und das Großkapital sind im Moment so schwach wie noch nie. Geben wir ihnen den Rest, und schaffen wir einen demokratischen Staat, in dem die Polizei nicht auf den Bürger gehetzt wird.
wer, ie ich, den polizeifestspielen diesmal gänzlich fern klieb, hat ohne solche Artikel bloß die Ansagen bei Jazzradio, welchen zufolge die Krawalle heftiger gewesen seien als sonst, und deutlich mehr Polizisten verletzt worden wären.
Das ist DIE Meldung des Tages! Für mich zumindest, als einer (von über 300) der Bösen die beschuldigt werden "schweren Landfriendsbruch" begangen zu haben.
Vielleicht saß ich mit dem guten Herrn ja in einer Sammelzelle?
Who knows?
Aber nein, wie komme ich darauf..
das war auch nur einer der "jugendlichen Krawallmacher" die "total besoffen, bekifft und ohne jeden politischen Hintergrund" versuchten "Mordanschläge auf Polizisten" zu verüben!
oder so..
lach
der steinbulle darf dann zur strafe nicht beim nächsten kegeln dabei sein, und der aufmerksamer darf dann beim nächsten ampelausfall den verkehr regeln...
"An seiner Dienststelle in Frankfurt am Main sagte ein Mitarbeiter, man glaube nicht, dass der Polizist als sogenannter Agent provocateur eingesetzt gewesen sei, um Autonome zu Straftaten anzustacheln. "Für solche Aufgaben gibt es andere Dienste in der Bundesrepublik", sagte ein Beamter."
Mit dem Steine Werfen ist es eh so ein Ding. Noch n paar Jahre Hartz IV, und die einzigen, die noch gescheit Steine weit werfen können, sind dann die Angehörigen jener anderen Dienste. grin
Hatte hier jemand was von unpolitischen Kiffern geschrieben? Ach ja, Nino. Ampeln fallen hier noch öfter aus, seit rosa-rot diese Aufgabe an für 5 Jahre (sic!) an ein niederländisches Unternehmen abgab, weil die es wohl in halb Westeuropa schon tun, und vor allem billiger, als das 'arbeitsfaule Gesindel' in Berlin. Tja, 'arm aber sexy.' (K. Wowereit über das von ihm verwaltete Elend)