"Die Rente ist sicher." So lautete Norbert Blüms berühmtester Satz, und dem setzt Olaf Scholz noch einen oben drauf, indem er mit einem Gesetz ausschließen will, dass die Renten in konjunkturell schwachen Zeiten sinken. Beides ist natürlich völliger Blödsinn und sollte schon immer nur dazu dienen, die Bürger in Sicherheit zu wiegen und sie in Wahlzeiten ruhigzustellen. Außerhalb der Wahlzeiten kommen dann die Nullrunden und Zusatzabgaben.
Tatsächlich ist die Rente schon lange nicht mehr sicher, weil die Lobby der Banken und der Versicherungswirtschaft an einer solidarischen Rentenversicherung ja nichts verdient. Deshalb ist jede Form einer solidarischen Absicherung für die Neoliberalen und das Großkapital von Übel, weil sie ja bei allen und mit allem Geld abzocken wollen.
Wer sich allerdings auf Riesterrente und ähnlichen Unfug eingelassen hat, der hat bisher nur verloren und wird auf Dauer froh sein müssen, wenn er das eingezahlte Geld wieder herausbekommt - und muss den Inflationsverlust natürlich auch selbst schultern. Für Menschen, die ihren Unterhalt aus Arbeit bestreiten, ist eine aus eigener Kraft geschaffene kapitalgedeckte Rente ein unmögliches Unterfangen. Es kann nicht aufgehen.
Deshalb sind solidarische Versicherungssysteme ja auch für die Mehrheit der Menschen so wichtig. Die gemeinsame Kraftanstrengung aller lässt Dinge möglich werden, die der Einzelne nicht kann. Wichtig ist dabei jedoch, dass alle mit anfassen. In Deutschland gab es den verhängnisvollen Trend, immer mehr Leute aus den solidarischen Versicherungen zu entlassen. Natürlich wurden gerade die entlassen, die viel verdienten und deshalb eine größere Last als andere schultern konnten.
Wenn Blüm also heute höhere Einnahmen der Rentenversicherung durch Beitragserhöhung einfordert, dann will er damit nur kaschieren, dass es zu viele gibt, die zwar die Vorteile Deutschlands mitnehmen, sich aber an den Lasten nicht gerecht beteiligen. Deshalb ist es erforderlich, die Beitragsbemessungsgrenzen für die solidarische Versicherung auf unbegrenzt zu stellen - oder sie ganz abzuschaffen.
Jede Art von Einkommen, das natürliche oder juristische Personen erwirtschaften, muss die solidarischen Sicherungssysteme mit dem gleichen Satz bezahlen. Unten sollte eine Sperre eingezogen werden, die Einkommen unter 30.000 Euro ganz von diesen Lasten befreit. Dann wäre nur die Leistungsfähigkeit der Gradmesser für die Beitragssumme, der Prozentsatz aber für alle gleich.
Natürlich ist eine ehrliche Rentenpolitik in diesem System nicht zu machen. Die Lobbyisten sitzen ja schon in den Ministerien und arbeiten die Gesetze aus. Als Berater der Regierung arbeiten Leute, die eigentlich auf der Lohnliste der Versicherungswirtschaft stehen, und selbst Wirtschaftsweise sind oft nur Lobbyisten.
Die Renten werden weiter sinken. Sie werden auch in 2010 sinken. Das Gesetz ist nur Wahlkampfgejaule. Es wird aber auch die Beitragserhöhungen des Herrn Blüm geben, und zwar nur auf der Arbeitnehmerseite. Die Rentenkürzung könnte aus einem Solidarbeitrag für Bildung und Ausbildung in Höhe von 1,25 Prozent der Renten bestehen. Das Geld würde natürlich im Steuertopf versickern und zum Schluss zu weiteren Rettungen bei den Bankstern und dem Großkapital verwendet werden.
Egon W. Kreutzer hat eine Liste der heimlichen Profiteure erstellt, die absahnen, während alle anderen bluten müssen.
Vorneweg rangieren in Deutschland die Albrecht-Brüder Karl und Theodor. Die Herren von Aldi Süd und Aldi Nord kommen gemeinsam auf ein Vermögen von annähernd 35 Milliarden Euro.
Weitere deutsche Milliardäre heißen Porsche, Schwarz, Otto, Reimann, Klatten, Würth, Oetker, Hopp, Plattner, Herz, Wobben, Tschira, Schaeffler, Braun, Knauf, Beisheim, Liebherr, Quandt, Finck, Flick, Herz, Haub, Jacobs, Wacker, Oppenheim, Ullmann, Mohn, Kühne, Rethmann, Voith, Bosch, Schmidt-Ruthenbeck, Springer, Kipp, Baus, Schleicher, Broermann, Weisser, Jahr, Bauer, Strüngmann, Engelhorn, Burda, Wirtz, Riegel, Thiele, Happel, Diehl, Benteler, Schörghuber, Pohl, Claas, Leibinger, Stihl, Schwarz-Schütte, Viessmann, Haindl, Holtzbrinck, Bechtolsheim, Bruch, Mann, Engelhorn, Finck jr., Hector, Kärcher, Deichmann, Schlecker, Blickle, Fielmann, Helmig, Loh, Dachser, Wild, Oberwelland, Dohle, Ströher, Großmann, Schickedanz, Weiss, Schaub, Müller, Simon, Schnabel, Unger, Scheid, Scheufele, Hagenmeyer, Wagner, Fuchs, Pohl , Hellmann, Gauselmann, Behr, Roßmann, Holy, Müller, Boquoi, Kohm, Claussen, Roth, Buchmann, Dräxlmaier, Möhrle,
und denen folgen dann noch rund 200 Namen mit Vermögen von 350 bis 950 Millionen Euro.
Wie Kreutzer schon in seinem Artikel folgert: Nicht die Rentner sind das Problem, sondern das Großkapital und seine neoliberalen Handlanger. Schaffen wir Regeln, die alle nach ihrer Kraft die gleiche Last tragen lässt!
Rentner kein Geld - Beitragszahler kein Geld - ja, liebe Leut’, haben wir kein Geld mehr in Deutschland? Ich habe noch keinen Politiker und keinen sogenannten Rentenexperten fragen hören, wie viel Geld wir eigentlich in Deutschland haben. Mir kommt das ganz schön hirnrissig vor.
Liebe Leut’! Wir haben IN DIESER SEKUNDE so viel Geld in Deutschland, dass - also statistisch gesehen - JEDER Haushalt über 27.000 Euro besitzt (= Geldmenge M1 / Haushalte). Nicht monatlich oder jährlich, sondern jetzt in diesem Augenblick! Nimmt man Termingelder und Sparguthaben hinzu, dann sind es sogar über 56.000 Euro (= Geldmenge M3 / Haushalte).
Richtig, weder die breite Masse der Rentner noch die breite Masse der Beitragszahler, schon gar nicht die Leute, die von Stütze leben, haben dieses Geld. Aber das Geld in da - in Deutschland! Ein paar Tausend Menschen besitzen es.
Also, liebe Politiker und "Rentenexperten", tut nicht so, als sei kein Geld da, um die Altersarmut heute und morgen zu verhindern. Schaut mal über den Hutrand hinaus und lasst euch was - gescheites - einfallen! Dafür seid ihr schließlich gewählt worden.
Mehr dazu: http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/rentenfrage.htm
80% besitzen 20%
das reiche fuenftel deutschlands haeuft immer mehr wohlstand auf, die wuerden es ja nichtmal bemerken wenn man ihnen 10% ihres vermoegens wegnehmen wuerde.
aber die rentner und hartz4 schmarotzer kriegen natuerlich immer noch viel zu viel vom staat ...
ich goenne jedem seinen wohlstand, von mir aus solln die sich geldspeicher baun und wie dagobert duck froehlich in ihrer kohle schwimmen, aber wenn ich deren krokodilstraenen sehe wenn darueber geredet wird sie steuerlich mehr zu belasten ...da kann ich garnicht soviel essen wie ich kotzen muesste.
inzwischen muessen sich 1mio menschen in deutschland von den tafeln ernaehren. wieviele muessen es werden damit sich endlich mal unmut regt? 5mio? 10?
bin echt gespannt wann der michel endlich aufwacht und die ganzen mietmaeuler (aka politiker) zum teufel jagt.
ist ein Brief zu lesen, den Bürger an alle BuTa-Abgeordneten geschickt haben. Fundiert recherchierte Zahlen und deren Quellen, (erstellt von der ADG- Aktion Demokratische Gemeinschaft, http://www.adg-ev.de/MeinungenParent.htm) über die Höhe der Versicherungsfremdem Leistungen und die daraus erfolgten konsequenten Forderungen.
Die Antworten derer, die geantwortet haben, zeigen fast alle, welch Inkompetenz, Unwissen und Ignoranz am Rententhema vorherrscht- und (!!)wie gefährlich die Saat der von den Lobbyisten aus der Versicherungs- und Finanzbranche schon wuchert.
Erschreckend ist besonders die Antwort der Grünen und der FDP.
Diese Seite ist empfehlenswert, weil sehr informativ auf Fakten hingewiesen wird, an die allerdings die Zerstörer der GRV weniger erinnert werden wollen. Falls Duckhome die Daten übernehmen möchte: Sehr gern.