"Der bloße Verdacht, dass das angebotene Verhalten später einer entwürdigenden Behandlung von Menschen Vorschub leiste, könne noch nicht die von den Behörden angenommene Verletzung der Menschenwürde darstellen. Ein entsprechender Wirkungszusammenhang zwischen dem Spiel und der Ausübung von Gewalt sei nicht belegt. Das Spiel selbst verletze weder Wertmaßstäbe des Grundgesetzes noch den gesellschaftlichen Wertekonsens. Somit wäre ein Verbot grundgesetzwidrig..."
Das bereits im Jahr 2000 im Rahmen einer von der VolkswagenStiftung geförderten Studie unter Leitung des renommiertesten deutschen Gewaltforschers Prof. Dr. Roland Eckert erstellte unabhängige Gutachten der Dipl.-Psychologin Linda Steinmetz stellt deutlich fest, daß es
keinerlei Zusammenhang zwischen dem Paintballsport und der Entwicklung von Gewaltphantasien oder realen Gewalttaten wie der von Winnenden gibt.
Die Juristen im Rechtsausschuss sind bisher immer unserer Argumentation gefolgt. Es ist nach Gesprächen nicht zu erkennen, warum es dieses Mal anders sein sollte.
Paintball hat sich gerade in den letzten Jahren national und international stark entwickelt. Durch sportliche Veranstaltungen auf europäischer Ebene, wie die Millennium-Series (Championsleague des Paintballsports), und nationaler Ebene, wie die Deutsche Paintball Liga, hat sich Paintball als eine moderne taktische Mannschaftssportart etabliert. Mittlerweile ist Paintball die weltweit am schnellsten wachsende Extremsportart und hat bereits BMX, Snowboarding und Rugby überholt.
Auch das mediale Interesse und die öffentliche Anerkennung ist durch die europaweite Fernsehübertragung der Millennium-Series auf Eurosport 2 sowie die deutschlandweite Übertragung der 1. Bundesliga positiv gewachsen.
Da Paintball in Deutschland seit Jahren in einer bundesweit organisierten Liga nach einem festen Regelwerk unter der Aufsicht von ausgebildeten Schiedsrichtern gespielt wird, kommen derzeitige Fehleinschätzungen einiger weniger Politiker über den Paintballsport für alle Beteiligten sehr überraschend. Der Turniersport findet ausschließlich in Mannschafttrikots (wie beim Fußball), auf Kunstrasen und in einem mit symmetrischen Luftkissen bestückten Spielfeld statt.
Paintball ist eine moderne Mannschaftssportart für Erwachsene (Mindestalter in Deutschland: 18 Jahre!), bei der es darum geht, beim gegnerischen Team einen ‚Buzzer‘ zu drücken oder eine Fahne zu ergattern. Ähnlich wie beim Völkerball versucht man durch das Treffen mit einem (Farb-)Ball gegnerische Spieler aus dem Spiel zu nehmen. Da es sich hierbei um eine "Null-Kontakt-Sportart" handelt, findet sich der Paintballsport auch in Verletzungsstatistiken von Versicherungen auf den letzten Plätzen wieder.
Paintball bietet Hunderttausenden Erwachsenen in Deutschland eine außergewöhnliche Ablenkung vom Alltag. Darüber hinaus gibt es Hunderte von Paintballvereinen, die feste soziale Gemeinschaften bilden und an den Wochenenden für Turniere und Ligen gemeinsam trainieren. Paintball zu verbieten würde bedeuten, auf einen Schlag all diese bisher unbescholtenen Bürger zu kriminalisieren. Genauso gut könnte die Innenministerkonferenz auch gleich vorschlagen, den beliebten Fechtsport zu verbieten, denn schließlich wird hier eine Tötung simuliert.
Leider werden wir den Eindruck nicht los, dass zur Ablenkung von den tatsächlichen Ursachen solcher Taten wie der von Winnenden nun ein „Bauernopfer“ in Form der Paintballspieler zugunsten der Waffenlobby gebracht werden soll. Leider wurden wir von den zuständigen Stellen zuvor nicht mehr kontaktiert oder angehört. Dies ist sehr schade, denn wir haben gerade zu den entsprechenden Behörden bislang immer ein sehr gutes, von offener Kommunikation geprägtes Verhältnis gepflegt und würden uns wünschen, dass diese Kommunikation wieder in Gang kommt. In einer Demokratie sollten alle Seiten die Chance bekommen, ihre Argumente vor einer Entscheidung darzulegen. Notfalls werden wir jedoch auch juristisch gegen ein solches Gesetzesvorhaben vorgehen, denn um Rosa Luxemburg, die bekannte deutsche Freiheitskämpferin, zu zitieren: „Die Freiheit stirbt von den Rändern“ !
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Forum Pro Paintballsport, Usinger Str.11, 65529 Waldems,
www.forum-pro-paintballsport.de
Gutachten zum Paintballsport
Imagemappe der Deutschen Paintball Liga
Und wenn ich mich recht erinnere, noch nicht einmal in Deutschland.
Sollte man darüber einmal nachdenken?
Aber es ist überall das gleiche. Die ganze Politikerbande muss durch demokratische gesinnte Leute ersetzt werden, wenn Deutschland eine Demokratie erhalten will.
Und 2009 ist wohl die letzte Chance, in dieser Richtung einen unblutigen Erfolg zu erziehlen. 2013 wird es keine Wahl mehr geben.
mfg zdago
Bei der Jagd dagegen gibt es ca. 800 Jagdunfälle pro Jahr, wie viele davon tödlich enden ist unbekannt, es gibt hierüber keine offiziellen Statistiken (und das in einem Staat, in dem die Statistischen Landes- und Bundesämter sonst so ziemlich jeden Unsinn statistisch auswerten, wird also schon seinen Grund haben).
Aber wenn man mal nach "Jagdunfälle" googelt, dann kommt man zu dem Schluss, dass in Deutschland bei Jadgen jährlich vermutlich deutlich mehr Menschen sterben als bei Amokläufen.
Ich habe aber noch nie etwas davon mitbekommen, dass man politisch etwas dagegen unternehmen will. Ein gänzliches Verbot der Jagd wäre sicherlich utopisch, aber es laufen etliche Jäger bewaffnet durch unsere Wälder, denen ich nicht unbedingt eine Schußwaffe anvertrauen würde.
Außerdem wäre eine Altersbeschränkung dringend notwendig, ebenso wie regelmäßige medizinische Untersuchungen (ich würde z.B. einem alkohol- oder drogenabhängigen Jäger sofort die Jagdlizenz sowie sämtliche Schußwaffen entziehen lassen).
Aber die Jagd gilt nun mal als "edles Waidwerk" und war schon immer ein Privileg des Adels sowie der Reichen, da wird man so schnell nicht dran rütteln.