Der niedersächsische Rechnungshof hat einen schlimmen
Skandal aufgedeckt. An Niedersachsens Schulen wird das Geld des Steuerzahlers verschwendet. Einfach so weggeworfen wird das schöne Geld, das man ansonsten den Bankstern in den endlosen Rachen werfen könnte.
Die Vorschriften des Landes bestimmen, dass maximal 28 Kinder in einer Grundschulklasse sein dürfen. Wird diese Zahl überschritten, so ist die Klasse zu teilen. Für jede neue Klasse bekommt die Schule einen weiteren Lehrer, der vom Land bezahlt wird und im Jahr rund 68 000 Euro kostet. In einem Vergleich der Jahrgangsstärke aller 1800 Grundschulen stieß der Rechnungshof laut der Zeitung auf eine Merkwürdigkeit: Nur wenige Schulen haben Jahrgänge mit 23 bis 27 Schülern, häufig aber gibt es 29 bis 33 Schüler. Diese Zahl zwingt zur Teilung der Klasse.
Die Rechnungsprüfer kritisieren, dass die Städte die Stärke der Jahrgänge bewusst steuern, indem beispielsweise Eltern überzeugt wurden, ihr Kind schon früher für die Schule anzumelden, oder aber indem Kinder aus benachbarten Schulbezirken in eine Grundschule hinübergezogen wurden.
Es ist aber auch eine unvorstellbare Gemeinheit. Da nutzen die Schulen einfach jede Möglichkeit, um die Klassenfrequenzen zu senken und um damit überhaupt erst Lernen zu ermöglichen. Selbstverständlich muss da der Rechnungshof einschreiten. So ein Lehrer kostet 68.000 Euro. Die bisherigen Staatshilfen für die Hypo Real Estate kosteten 83 Milliarden. Das heißt für das Geld, das bei der HRE vernichtet wird, hätten 1.220.588 Lehrer ein Jahr lang beschäftigt werden können. Billigen wir einem Lehrer 40 Berufsjahre zu, so hätte es für 30.514 Lehrer in ganz Deutschland gereicht.
Natürlich hat der Rechnungshof recht. So geht es nicht. Wenn ein paar völlig hirnlose Beamte eine Klassenfrequenz von 28 Schülern wollen und eine völlig verantwortungslose Landesregierung nicht begreift, dass Niedersachen entweder Atommülllager mit ein wenig Automobilbau werden kann oder in Bildung investieren muss, dann entstehen eben solche Gesetze.
Tatsächlich hätte der niedersächsische Rechnungshof genügend Aufgaben und wirkliche Verschwendung, um die er sich kümmern könnte. Da macht er es nicht – oder doch lautlos. Wenn irgendetwas zum Vorteil der Kinder passiert und damit zum Vorteil des Landes Niedersachsen, dann ist das natürlich sofort ein wichtiges Thema. Wer ein wenig den Herrn Wulff und seinen Freund Koch kennt, der weiß, dass beide am liebsten an Bildung, Polizei, Feuerwehr und Rettungswesen sparen, um den Reichen noch mehr geben zu können.
Normalerweise bleiben Berichte des Rechnungshofes immer ohne jede Konsequenz. Sie sind im Grunde genommen rausgeworfenes Geld. Aber diesmal wird es Konsequenzen geben. Die Kinder werden das Nachsehen haben, sie werden vermutlich in noch größere Klassen gedrückt, und die Lernerfolge sinken weiter. Das ist natürlich gut für Wulff und Koch, weil ja nur die Ungebildeten eine sichere Wählerschaft für derartige Leute sind und nur die ganz Doofen sich und ihre Umgebung mit Atommüll vergiften lassen.
Für den niedersächsischen Rechnungshof, der zwar seine Pflicht erfüllte, aber gerade durch die falsche Schwerpunktsetzung die Pflicht gegenüber dem Land Niedersachsen und seinen Bürgern zutiefst verletzt hat, sei noch einmal aufgezählt, woran unser Bildungswesen krankt.
Die Klassen sind einfach zu groß. In der Grundschule wäre eine Klassenstärke von 12 Schülern wünschenswert, in den höheren Klassen sollte die Zahl von 18 nicht überschritten werden. Selbst bei diesen Klassengrößen ist es erforderlich, noch zusätzlich Sozialarbeiter an den Schulen fest anzustellen, die sich um Problemklassen und Schüler kümmern.
Der Idealfall wäre, dass auf jeden Lehrer ein Sozialarbeiter kommt und damit ein Intensivunterricht möglich würde. Natürlich müssten auch für die allfälligen Stundenausfälle in der Schule Ersatzlehrer bereitstehen, die sich ansonsten mit freiwilligen Arbeitsgemeinschaften und der Hausaufgabenbetreuung beschäftigen. Es sind nicht die Kommunen, die da betrügen. Es ist ein Gesetz, das völlig weltfremd und falsch ist.
Dem niedersächsischen Rechnungshof kann man nur zurufen:
Wenn man schon keine Ahnung hat,
dann einfach mal die Schnauze halten!
Ist das dahingehend zu verstehen, das sich nur noch diese Inzestidioten an höherer Stelle (selbsterklärte Eliten) um den Unterricht ihrer Kinder sorgen sollten?
Klar, es hätte dann den Vorteil, das wir diese Note 6-Durchschnittsschüler im Nu los wären. Immerhin entsprechen sie genau jenen 10% unbelehrbarer, mit denen sich jeder Lehrer herumquälen muß.
Langzeitarbeitlosen jedoch die Bildung vorzuenthalten, läuft doch schon tadellos. Das ganze nennt sich Hartz IV! (Man darf nicht einmal auf eigene Kosten Veranstaltungen der KVHS besuchen, ohne eine Einkommenskürzung zu riskieren. Weiterbildung is nüscht!)
MfG