Wie dpa gerade meldet, hat das Obergericht des Kantons Zürich hat in einem neuen Urteil die Freiheitsstrafe für Kolojew von acht Jahren, auf fünf Jahre und drei Monate verkürzt. Damit folgte es der Weisung des Kassationsgerichts.
Vitali Kalojews hatte bei der Flugzeugkollison von Überlingen, seine Frau Swetlana, seinen Sohn Konstantin und seine Tochter Diana verloren. Dabei hatten der Leichtsinn und die Rücksichtslosigkeit des Schweizer Flugsicherungsunternehmens Skyguide dazu geführt, das ein einziger Fluglotse für ein Riesengebiet zuständig war und sich alleine in den Räumen befand. Gleichzeitig wurde dem Fluglotsen Peter Nielsen auch noch jede telefonische Verbindung nach außen genommen und seine Systeme in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt.
Der Grund für dieses Vorgehen war die Profitsucht des Managements von Skyguide, bei der sich maßgeblich Direktor Alain Rosier, unrühmlich hervortat. Vernünftigerweise hätte man den Fluglotsen schon nicht alleine lassen dürfen, ihm aber auch noch Telefon und einen wichtigen Teil der Computerkapazität zu nehmen ist ein Verbrechen. Aber auch der Schweizer Staat hat zu Gänze versagt und ist seinen Kontrollpflichten nicht nachgekommen.
Mann muss aber auch die Sicherheitsbehörden und die Verantwortlichen der deutschen Bundesregierung fragen, wie sie darauf kamen einer unfähigen und unwilligen Schweizer Firma, den deutschen Luftraum zu überlassen. Die Antwort ist mit absoluter Gleichgültigkeit wohl zu recht umschrieben.
An diesem Abend musste Peter Nielsen mit dem Flughafen Überlingen telefonieren, um dort einem Flugzeug die Landung zu ermöglichen, was er aufgrund der abgeschalteten Telefonanlage nicht konnte. Gleichzeitig bewegten sich der DHL-Flug 611 und Bashkirian-Airlines-Flug 2937 über Owingen bei Überlingen aufeinander zu, was Nielsen dank fehlender Annäherungswarnung nicht registrieren konnte, da die finanzielle Gier von Skyguide sowohl Telefon als auch Annährungswarnung genommen hatte. Er hatte kaum eine Chance den Zusammenstoß zu verhindern und gab dann auch noch dem Flugzeug der Bashkirian Airline die Anwendung zum sinken, so das der Zusammenstoß mit der DHL-Maschine die sich ebenfalls im Sinken befand, unvermeidlich war.
Mit Telefon und funktionierenden Systemen wäre es gar nicht so weit gekommen, ein weiterer Mann hätte die Maschine nach Überlingen und das Telefon übernehmen können und Peter Nielsen wäre voll konzentriert auf seinen Schirm, niemals in dieses Problem gekommen. Schuld ist eindeutig Skyguide und die miesen Schweizer Kontrollen.
Skyguide die an redundanten Systemen und Personal gleichermaßen fahrlässig gespart hatten, taten dann alles um den Fluglotsen zu belasten und sich selbst reinzulügen. Vor allem Alain Rosier spielte bewusst und genüsslich mit den Hinterbliebenen der Opfer, um ja keinen Schadensersatz leisten zu müssen und wurde dabei von der Schweizer Regierung unterstützt, die ebenfalls kein Interesse an Aufklärung hatte.
Vitali Kalojew der seiner Familie ein pompöses Grabmal errichtet und sein Haus in eine Gedenkstätte verwandelt hatte, konnte mit der Haltung der Schweiz und Skyguides nicht leben. Er hatte erwartet, das irgendwann jemand die Verantwortung übernehmen müsse, woran die Schweiz und die Schweizer Justiz aber kein Interesse hatten, da es nicht um Aufklärung, sondern um nationale Interessen geht. Würde Skyguide schuldig gesprochen, könnte kein deutscher Minister mehr deren Einsatz über Deutschland billigen, womit der gesamte Luftverkehr über der Nordschweiz komplett zum Erliegen kommen würde, oder unter deutscher bzw. europäischer Oberaufsicht stehen müsste.
Viali Kalojew konnte für sich und mit seinen Informationen nur einen Schuldigen ermitteln. Den dänischen Fluglotsen, der aber selbst nur Opfer von Skyguide und der Schweiz war. 18 Monate nach dem Tod seiner Familie tötete Vitali Kalojew den Fluglotsen Peter Nielsen und wurde kurze Zeit später festgenommen und zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Natürlich hat die Schweiz die Gelegenheit wahrgenommen, ein politisches Urteil zu sprechen und damit die Rechte aller anderen Opferfamilien noch weiter zu beschränken.
Die Ermordung von Peter Nielsen war sicher falsch, wie es jede Tötung ist. Aber wer Alan Rosier und die Skyguide Verantwortlichen wie auch die Schweizer Behörden erlebt hat, der weiß, was so ein Hinterbliebender erleiden musste. Ähnlich hat es jetzt ja auch das Kassationsgericht gesehen.
Der 51-Jährige Viktor Kalojew hat, unter Anrechnung der Untersuchungshaft, etwa zwei Drittel der Strafe bereits verbüßt. Ob er auf freien Fuß kommt, ist noch nicht bekannt.
Ich werte den Zeitpunkt dieses Urteils auch als ein Politikum. Die Milde die es für den "Mörder" Kalojew gab, soll jetzt dazu benützt werden, um die Öffentlichkeit darauf einzuschwören, das nun auch milde mit Alan Rosier und den Leuten von Skyguide umgegangen wird. Das war aber allen Beobachtern schon lange klar. Das Resumee ist eindeutig. Die Schweiz ist nicht in der Lage Luftraum zu überwachen, ihr muss zumindest die Gelegenheit entzogen werden, ihre Fehler über deutschem Boden zu begehen.
Aber wie ich unsere Regierung kenne, habe die alle zuviele Konten in der Schweiz, um sich ernsthaft mit dem seltsamen System dort anzulegen.




















Wie bereits berichtet hat das Zürcher Obergericht der vorzeitigen Entlassung von Vitali Kalojews zugestimmt, der 2004 in Kloten einen Fluglotsen erstochen hat, weil dieser am Tod seiner Frau und zwei Kindern zumindest mitschuldig war. Jeder ein ...
Daniel Weder ist der Vorstandsvorsitzende der Schweizer Flugsicherungsbude Skyguide, die dafür verantwortlich ist, dass am 1. Juli 2002 eine Tupolew der Bashkirian Airlines mit einer DHL-Frachtmaschine vom Typ Boeing 757 kollidierte ...