Die offizielle Politik und auch die Energieerzeuger tun immer so, als wären sie für erneuerbare Energien oder bessere Ausnutzung von fossilen Brennstoffen. Das sind natürlich nur Lippenbekenntnisse. Die Energiefrage ist natürlich für die Energieerzeuger eine Frage des eigenen Geschäfts und für die Politik eine Frage der Macht. Dezentrale Energieerzeugung bedeutet, dass die Energieerzeuger Gewinne und letztendlich ihr Geschäft verlieren und für die Politik besteht die gleiche Gefahr, weil Bürger die energieautark werden, sich auch ansonsten für Freiheit einsetzen werden und damit die bisherige Politikkaste übrig machen.
Allerdings können sich weder Energieerzeuger noch die verkommenen Politiker leisten, diese offensichtliche Wahrheit auch laut zu äußern. Deshalb müssen sie der privaten Energieerzeugung möglichst viele gesetzliche und normative Steine in den Weg legen, um sie praktisch unmöglich zu machen. Nur so kann das aktuelle Weltbild erhalten werden.
Der Trick zur Machterhaltung besteht darin, einen "zentralen Zählerplatz" zu definieren. An diesem zentralen Zählerplatz müssen die Zähler des Energielieferanten und die Zähler von Photovoltaik oder hauseigenen Minikraftwerken zusammengeführt werden. Natürlich ist dies immer der Platz, an dem die Zähler der Energieunternehmen hängen. Das hört sich harmlos an, bedeutet aber immense Zusatzinvestitionen und macht in vielen Fällen solche Energiegewinnung unwirtschaftlich.
Normalerweise haben die Anlagen für private Energieerzeugung ihre Zähler in den jeweiligen Endgeräten oder direkt daneben. Das störte auch niemanden, weil es wirklich egal ist, ob ein Ableser nun zwei Schritte mehr machen muss oder nicht. Aber so konnte man die private Energieerzeugung natürlich nicht behindern. Deshalb benutzte man das "Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE", um mal eben schnell die Regeln zu ändern und den "zentralen Zählerplatz" einzuführen.
Das bedeutet, dass in vielen Fällen nachträglich bis zu 2.000 Euro Mehrkosten entstehen und dass die Planung vieler Anlagen schon sinnlos geworden ist, weil niemand gerne zusätzliche Leitungen quer durch sein Haus führt, nur um die Gauner aus der Energiewirtschaft zu stützen. Dummerweise ist eine Anweisung des VDE allerdings in unserer Bananenrepublik Gesetz.
Das ist ja nicht verwunderlich. In den Ministerien schreiben die Lobbyisten die Gesetze, der Arbeitsminister nimmt direkt die Gesetzestextes von Mohn/Bertelsmann, um die Arbeiter zu versklaven, und da darf natürlich auch die Energiewirtschaft ihre Gesetze so machen, wie sie sie braucht.
Allerdings sind die Herrschaften hier wie in Asse II einen Schritt zu weit gegangen. Denn auch nach unseren heutigen Gesetzen ist eine derartige Vorgehensweise kriminell und würde, wenn wir denn eine Justiz hätten, die diesen Namen verdient, auch verfolgt werden. Im Moment nützt das also wenig. Aber heute ist nicht alle Tage und für Deutschland werden schon bald bessere Tage kommen und dann kann man diese Herren vor Gericht stellen und sie mit ihrem Vermögen und Haft bezahlen lassen.
Bis dahin gilt nur Zähne zusammenbeißen und die Extrakosten hinnehmen. Langfristig wird Energie so teuer, dass es sich auf jeden Fall lohnt. Wer jetzt den Kopf beugt, macht nur die Energiehyänen glücklich. Ach ja. Die Organisation VDE gehört selbstverständlich aufgelöst. Wer gegen die Interessen der Menschen handelt, darf nicht weiter existieren.
Wann wird das sein, in Deutschland wahrscheinlich nie. Die "Eliten" werden weiter ihr Spiel spielen, keiner wird sie je dafür zur Rechenschaft ziehen.
Eine Energieversorgung mit kleinen Erzeugern will man nicht, da wird man dann auf Länder in Europa zeigen wo neue Atomkraftwerke gebaut werden oder wo es geplant ist. Auch in Deutschland wird es nach dem schwarz-gelben Wahlsieg im September eher Planungen für neue Atomkraftwerke geben als eine dezentrale Energieversorgung mit kleinen Versorgern. Schließlich ist ja "umweltfreundlicher billiger Strom dank Atom" so schön.