Mai 2009:
Eine Gruppe von 17 Studenten aus Berlin und Spanien trafen sich in einem Café um sich über den bevorstehenden Bildungsstreik auszutauschen. Bevor der letzte Teilnehmer eintraf rückte eine Gruppe von etwa 100 Polizisten auf. Die Beamten verboten den Studenten das telefonieren sowie das fotografieren, nahmen sämtliche Personalien auf und durchsuchten alle Anwesenden. Ein Mitarbeiter des Cafés bestätigt die Vorgänge.
Die Studenten, so der Mitarbeiter, saßen vor dem Café und tranken etwas. Einer hätte zwar eine rote Fahne dabei gehabt, aber das war es dann auch schon. Von politischen Aussagen, oder Transparenten, war weder zu hören, noch zu sehen. Etwa 10 Minuten später seien die Beamten angerückt und nahmen die Studenten zu Ausweiskontrolle mit.
Die Pressestelle der Polizei lässt vermelden, dass man von einer "nicht angemeldeten Versammlung" ausgegangen sei. Im Rahmen dessen hätten sie die Ausweiskontrolle durchgeführt und Platzverweise erteilt. 1 Taschenmesser, 1 Fahne und 2 Sturmhauben sollen sichergestellt worden sein.
Das Team der Bildungsstreiks erklärt dazu: "Wir verurteilen diesen Angriff auf politisch engagierte Studierende und auf die Pressefreiheit aus Schärfste", die Vorgänge waren "in höchstem Maße unverhältnismäßig".
Ebenfalls verurteilte die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) diese Aktion. "Die Begründung, es habe sich um eine unangemeldete Versammlung gehandelt, ist einfach nur absurd", so der stellvertretende Landesbezirksleiter von Ver.di, Andreas Köhn. Er macht deutlich: "Situationen wie diese erwartet man eigentlich in südamerikanischen Polizeistaaten."
Innensenator Ehrhart Körting (SPD) spricht von der Korrektheit des Einsatzes und wirft vor das "im Nachhinein kontruiert" wurde, es hätte sich um ein Pressegespräch gehandelt. "Sturmhauben werden bei einer Versammlung als Vermummungsmaterial gewertet", so die Erklärung eines Polizeisprechers.
Ob die Sturmhauben zur Verwendung beim Benutzen eines motorisierten Zweirades vorgesehen waren, ist nicht bekannt. "So wird aus dem Motorradfahreraccessoir plötzlich ein verdächtiger Gegenstand.", so Gereon Asmuth (taz).
Dies ist nur eine Meldung von vielen. Trotz der vorhersehbaren Tragweite dieser staatlichen Repressionen sitzt die Mehrheit der Deutschen Bürger noch immer in ihren Wohnzimmersesseln. Deutschland, lieb Vaterland magst ruhig sein. Doch hoffen wir, s'ist nur die Ruhe vor dem Sturm.
Betrachten Sie diesen Artikel als eine Art Reisewarnung.
Mehr Informationen:
Erst ausfüllen, dann Kaffee trinken
Sturmhauben machen verdächtig
Mit Stofffetzen in den Knast - Gereon Asmuth
was bedenklich stimmt: es ist nicht nur so, daß die mehrheit das anders sieht. u noch schlimmer - ein großteil steht sogar hinter der politik dieses regimes, bzw. heißt etliche dieser praktiken gut.
Deshalb versickern unsere Steuergelder in den Überwachungsstaat.
Das versickern der Steuergelder hat aber bald ein Ende........
es kommt Dicke,....Bundeswehr im Inneren, von so einem Irren.
der damaligen Gefahr.
Es wird auch keinesfalls aufgehört. Nachvollziehbar, wenn Russland uns irgendwann besucht, da der Westen Salamistück für Salamistück weiter vorgeht.
Das ist natürlich ein exestenielles problem , mit dem unsere Politiker unfassbar verantwortungslos umgehen.
aber womit eigentlich nicht?
Übrigens kann dies ruhig umfangreicher in den Blogs angeprangert werden. Die Übergriffe gegen die eigenen Völker und die Völker in der welt sind schlimm genug. nur RU kann uns richtig den Hintern aufreißen .
Und das könnte durchaus von einer bestimmten Ebene aus als Notwehr gesehen werden.
Macht natürlich nicht wirklich Sinn, wenn dann nämlich alles für alle zerstört ist. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen.