Es ist ein offenes Geheimnis das ich von dem geizgeile Kaufhaus und seinem saudoofen Schwesterunternehmen nicht viel halte. Der law blog brachte mich auf eine Geschichte des Tagesspiegels, der alle meine Vorurteile über das geizigeile Kaufhaus mal wieder voll bestätigte.
Sie kamen, um den deutschen Rechtsstaat kennenzulernen. Doch für zwei der sechs kolumbianischen Politiker, die auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung derzeit Berlin besuchen, wurde es eine Erfahrung der besonderen Art: Als sie am Dienstagabend im Saturn-Markt des Europa-Centers bezahlen wollten, witterte die Verkäuferin Betrug. „Ihr Lesegerät zeigte an, dass der 500-Euro-Schein falsch war“, sagte ein Polizeisprecher.
Was dann geschah, kam den Kolumbianern wie ein Albtraum vor. „Der Sicherheitsdienst sperrte sie in eine Kammer“, erzählt Carsten Wieland. Er leitet die Konrad-Adenauer-Stiftung in Kolumbien und betreut die Delegation hier: „Man nahm ihnen ohne Erklärung die Handys ab, so dass sie mich nicht anrufen konnten. Sie mussten sich nackt ausziehen und wurden nach ihren Aussagen sogar gefilmt.“
Natürlich bedauert Saturn den Vorfall und das Otto Beisheim als Mitglied der Leibstandarte-SS Adolf Hitler, Mitbesitzer und wohl auch bestimmend in der Firmenpolitik ist, hat natürlich in diesem Zusammenhang gar nichts zu bedeuten. Es wäre sicherlich auch falsch dies mit Ausländerfeindlichkeit in Zusammenhang zu bringen. Das eine Mal als ich so blöd war bei Saturn zu kaufen, mochten mich die Mitarbeiter auch nicht und ich sehe nicht ausländisch aus. Wahrscheinlich mögen die überhaupt keine Kunden.
Viel lustiger ist die Berliner Polizei, die Ausländer mit Geld für generell verdächtig hält. Natürlich sind die auch nicht ausländerfeindlich, die kommen ja von der Berliner Polizeischule, die noch nie durch Ausländerfeindlichkeit aufgefallen ist. Aber nun wissen die Kolumbianer wenigstens, das mit unserem Rechtsstaat auch nicht viel los ist. Hoffentlich gehen die nicht auch noch in die Metro, die ja auch zum Beisheim-Imperium gehört. Sonst dürfen die gleich wieder Striptease machen.
Ja. Wir sind schon so eine Weltstadt mit Herz. Gut das dies mal der Ludwig-Erhardt-Stiftung passiert ist, die ja selbst immer den neoliberalen wirtschaftsfaschistitschen Kurs der INSM vertritt. So erfahren die nämlich, wo wir mit dem ständigen aufteilen von Rechten hinkommen. Wer nämlich Rechte für Hinz abbaut, darf sich nicht wundern wenn die Kunz auch weg sind. Ludwig Erhardt hätte das noch gewusst. Seine Nachbeter wissen es sichtlich nicht.




















Ich hab aber nicht, und es ist schon länger her, also werde ich nicht; Kaufen aber auch nicht.