"Die Helmholtz-Gemeinschaft liebt Superlative." So klingt es jubelnd in einem
Artikel des ehemaligen Nachrichtenmagazins und es wird auch aufgezählt was denn an der Helmholtz-Gemeinschaft so toll ist.
Sie ist mit 28.000 Mitarbeitern die größte deutsche Wissenschaftsorganisation, manche ihrer 16 Forschungszentren bedecken viele Quadratkilometer, und auch die Baukosten von 1,2 Milliarden Euro beim Teilchenbeschleuniger "Fair" in Darmstadt sind kaum zu schlagen.
Deshalb ist Jürgen Mlynek, 58, einer der wichtigsten Manager in der deutschen Wissenschaft. Der Physiker dirigiert ein regelrechtes Imperium, das zu 90 Prozent von der Bundesregierung finanziert wird und deshalb als nationale Forschungsschmiede gilt.
Wie immer beim ehemaligen Nachrichtenmagazin und jetziger Propagandaschleuder der Familie Mohn, des Bertelsmannkonzerns und der Krake Bertelsmannstiftung ist das natürlich weniger als die halbe Wahrheit. Die ganze Wahrheit heißt Asse II und der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Prof. Dr. Jürgen Mlynek trägt letztendlich die volle Verantwortung und Schuld für das was dort geschehen ist, daran ändert auch die Aussage der Bundesforschungsministerin Annette Schavan nichts, auf die er sich so
gerne beruft.
„Ich danke auch der Forschungsministerin Schavan, dass sie sich von Anfang an mit dem Thema Asse auseinandergesetzt und jetzt klare Perspektiven aufgezeigt hat.“
Die Ministerin betonte die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Helmholtz-Zentrums München, das bisher die Asse betreibt. Auch habe sich das Zentrum immer an das zuständige Regelwerk gehalten. Zudem gebe es keine Hinweise auf eine Einlagerung hochradioaktiver Abfälle.
Diese gesamte Aussage kann man getrost in die Tonne treten. Wahr ist allerdings das, was der Chef des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS),
Wolfram König, zum Thema Asse II sagte.
Das offiziell Forschungszwecken dienende Bergwerk ´war von Anfang an´ eine ´kostengünstige´ Entsorgungsanlage für den radioaktiven Abfall der Atomkraftwerke (AKW), sagte der BfS-Präsident. Aus sämtlichen in den sechziger und siebziger Jahren in Deutschland betriebenen AKW sei schwach- und mittelradioaktiver Müll in die Asse geliefert und dort eingelagert worden.
Forschung über die Eignung von Salz zur Endlagerung von Atommüll habe dagegen immer nur eine untergeordnete Rolle gespielt, erklärte König. Kostenfragen hätten damals auch dazu geführt, das marode ehemalige Salzbergwerk zu wählen statt neue Formationen unter der Erde zu erschließen.
Zudem habe das Helmholtz-Zentrum als langjähriger Betreiber die Wassereintritte über Jahre verschwiegen, führte König aus. Das Zentrum habe dann auch noch gemahlenes Salz zur Stabilisierung des einsturzgefährdeten Grubengebäudes verwendet, was der ´falsche Weg´ gewesen sei. Das BfS, das die Asse auch wegen Verstößen des Helmholtz-Zentrums gegen Strahlenschutzvorschriften seit 1. Januar nach Atomrecht betreibt, will nun die Hohlräume mit Beton stabilisieren.
Man könnte daraus als Laie sehr einfach zu dem Schluss kommen, dass die Helmholtz-Gemeinschaft zumindest im Punkt Asse eine kriminelle Vereinigung mit der Atomindustrie gebildet hat. Aber das kann ja nicht sein, da Frau Merkel und Frau Schavan, gerade die Helmholtz Leute mit 3 Milliarden zusätzlich für ihre Taten belohnen will. Das Geld kommt aus dem Konjunkturprogramm und Asse II wird, bis es leer geräumt ist die deutsche Konjunktur noch viel Geld kosten. Allerdings war es ja Angela Merkel die sich schon immer für die kriminelle und illegale Entsorgung von Atommüll eingesetzt hat.
Auch der Helmholtz Boss Mlynek sieht keinen Grund zur Scham und findet kein Wort der Entschuldigung gegenüber den Deutschen und den direkt bedrohten Menschen. Dafür aber erklärt er deutlich wofür er das Geld, dass der Steuerzahler bezahlen muss, verwenden will.
Auch das heiße Eisen Kerntechnik will der Helmholtz-Präsident anpacken: "Dass die Helmholtz-Gemeinschaft jährlich nur noch 30 Millionen Euro für Kernforschung ausgeben kann, erscheint mir angesichts der Sicherheitsbedürfnisse in Deutschland und des globalen Interesses an Kernenergie viel zu wenig." Am Beispiel Kerntechnik zeige sich, was passiere, wenn die kommerzielle Anwendung einer Technologie verboten werde. "Dann geht es mit der Forschung bergab, das muss man auch bei der Diskussion um die Grüne Gentechnik beachten", so Mlynek. Wer meine, er könne die Anwendung verbieten und die Forschung beibehalten, irre.
Dass die Verantwortungslosen - man mag sie gar nicht mehr Wissenschaftler nennen - der Helmholtz-Bande überhaupt noch mit so gefährlichen Dingen wie Kernenergie beschäftigt werden, zeigt, dass es in Deutschland keine Kontrolle gegenüber den sogenannten Wissenschaften gibt. Natürlich ist er auch für grüne Gentechnik. Vermutlich glaubt er, dass jedes Problem beherrschbar sei und genau dass macht ihn so gefährlich. Außerhalb von Wissenschaft nennt man einen solchen Glauben, nämlich Größenwahn.
Es lohnt sich auch nicht seinen Rücktritt zu fordern. Ihm würde nur ein neuer verantwortungsloser Geselle folgen. Das einzig was man tun kann, ist die Forschungsgesellschaften mit ihrem unguten Elitedenken einfach aufzulösen. Die Mittel sollten sofort an die Universitäten zurückfließen, die dann in freier Entscheidung sich verbünden oder auch alleine arbeiten können. Helmholtz-Gemeinschaft und Leibnitz Gesellschaft haben gezeigt, dass sie dem Menschen deutlich mehr schaden, als sie ihm nutzen. Deshalb ist Auflösung dass einzige erstrebenswerte Ziel. Ein Umbau dürfte unmöglich sein.
Natürlich berichtet das ehemalige Nachrichtensystem nicht über solche Verquickungen. Mohn/Bertelsmann, die Bertelsmann-Stiftung und das CHE sind ja gegründet worden um unsere Wissenschaft und Lehre leicht vermarktbar zu machen und haben mit den Studiengebühren ja bereits den ersten Schritt erreicht.
Eine Milliarde an Studiengebühren zahlen die Studierenden bereits. Die Mittel fließen einfach in den normalen Hochschulbetrieb ein und ermöglichen dadurch, dass Institute die zu Helmholtz oder Leibnitz gehören noch mehr Geld verballern können um den Interessen der Deutschen zu schaden, oder sogar ihr Leben zu bedrohen.
Dadurch das viele Studienwillige aus finanziellen Gründen nicht studieren können und das die anderen Studierenden bezahlen, wird ein falscher Elitegedanke finanziert. Dieses falsche Denken soll nun auch auf die Sekundarstufe II übertragen werden, wo auch Schulgebühren im kommen sind. Es zeigt sich wieder einmal die hässliche Fratze des verantwortungslosen Neoliberalismus. Wenn Deutschland diesen Gegner nicht schlägt, gibt es für Deutschland, vor allem aber für die Deutschen keine Zukunft mehr.