Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte auf Duckhome.de durch Heinrich Hannover am 22. Mai 2009
Erschienen auf Heinrich-Hannover.de
Die Liste von Heinrich Hannovers Mandanten spiegelt ein Stück bundesdeutsche Geschichte wider:
Die Verfahren gegen Günter Wallraff, Ulrike Meinhof, Peter-Paul Zahl u.a. sowie das Wiederaufnahmeverfahren für Carl von Ossietzky und der Prozeß gegen Hans Modrow haben im ganzen Land Aufsehen erregt.
Hannovers Fälle, die ihn zu einem unbequemen Strafverteidiger machten, zeigten immer wieder, daß mit dem Rechtsstaat, der nach dem Unrechtssystem der Nazis - aber oft noch mit seinen Juristen - in Deutschland entstanden war mitnichten alles zum besten bestellt war. Wann immer die radikalen Kritiker der Bundesrepublik vor Gericht kamen, stand Heinrich Hannover als Anwalt zur Seite. Die Intimkenntnisse des Justizapparats macht seine Erinnerungen zu einem packenden Polit-Krimi, der eine Innenansicht unseres Staates liefert.
Die Intimkenntnisse des Justizapparats macht seine Erinnerungen zu einem packenden Polit-Krimi, der eine Innenansicht unseres Staates liefert.
Auch im zweiten Band legt Heinrich Hannover den Finger auf die Wunden der deutschen Justiz und beschreibt auf einzigartige Weise, woran die Bundesrepublik noch nach den gesellschaftlichen Veränderungen von 1968 krankte. Die Bundesrepublik hatte mit den Terroristen der ersten und zweiten Generation (Verfahren, die sich zum Teil bis in die achtziger Jahre zogen) längst ihre Schuldigen benannt, aber Heinrich Hannover liefert uns anhand seiner spannendsten Fälle eine andere Sicht der Dinge und zeigt uns, daß sich auch in späteren Jahrzehnten der Staat stets gegen seine Kritiker zur Wehr setzte und daß in seinem Justizapparat oft noch die "furchtbaren Juristen" des Natzionalsozialismus das Sagen hatten. Deren Rechtssprechung traf gleichermaßen Grüne, Kriegsdienstverweigerer, Atomwaffengegner in Mutlangen, Opfer von Lauschangriffen und friedliche Demonstranten.
Als aus den beiden deutschen Staaten eine Bundesrepublik geworden war, verteidigte Heinrich Hannover Angeklagte in Prozessen wegen deutsch-deutschen Landesverrats und Hans Modrow, dem man Wahlfälschung vorgeworfen hatte. Doch auch Ereignisse, die im öffentlichen Bewußtsein als "verjährt" galten, rollte Heinrich Hannover wieder auf: der Mord an Ernst Thälmann wurde zur Anklage gebracht, das Verfahren gegen Carl von Ossietzky wegen Landesverrats erlebte eine Wiederaufnahme. Heinrich Hannovers Erinnerungen sind erlebte Geschichte aus erster Hand-und dabei spannend wie ein Krimi.
Leseprobe und Bestellmöglichkeit
Vielleicht haben Sie auch schon ein paar Interviews mit den Nebelkerzen unserer Bundesrepublikanischen Grundgesetzesabschaffer zu den Landtagswahlen sehen können. Vielleicht haben Sie aber auch gestern Abend Anne Will gesehen und hatten plötzlich so ein b ...