Gestern gab es wieder Gottschalk. Thomas Gottschalk. Wetten das! Heute gab es einen kräftigen Verriss in der
Welt, was eigentlich völlig egal wäre, da im Fernsehen meist sowieso nur Schrott läuft und die wenigen guten Sendungen im Einheitsbrei untergehen.
Ein Esel stiehlt Gottschalk die Show auf Mallorca
Zum dritten Mal gastierte "Wetten, dass ..." auf Mallorca. Pech für Gottschalk: Kurz vor der Show sprang die einzige prominente Wettpatin ab. So musste das Publikum mit Leuten wie Otto Waalkes Vorlieb nehmen. Doch das war nicht der einzige Grund dafür, warum die Show in der Stierkampfarena entsetzlich langweilte.
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Und man übertreibt nur ein kleines bisschen, wenn man sagt, dass der Haufen, den der Esel hinterließ, auf welchem Blödelbarde Otto durch die Stierkampfarena reiten musste, weil er die Wette mit dem zypriotischen Gläserstapler verloren hatte, einem der dramaturgischen Höhepunkte dieser 182. Ausgabe von „Wetten, dass ?“ war.
Da lag er nun wie bestellt und nicht abgeholt auf dem Präsentierteller, und man fragte sie, wie lange es noch dauern würde, bis das erste Kamerateam rückwärts in den Haufen flatschen würde.
Normalerweise würde Duckhome einen solchen Quark überhaupt nicht registrieren. Allerdings gab es zu diesem Artikel einen Kommentar der die Meinung von Duckhome wohl zu hundert Prozent abbildet und der es wert ist, noch einmal ausführlich zitiert zu werden:
Heiko sagt:
Ich finde es unertraeglich, dass ich Zwangsgebuehren zahlen muss damit der deutsche "Staatsclown" Millionen verschleudert und aus den USA anreist um den Kasperle auf meine Kosten zu spielen. Ich will endlich befreit werden von diesen Zwangsgebuehren, dann kann Gottschalk von mir aus machen was er will, aber nicht mit meinem hart verdienetn Gehalt.
Wir haben angeblich kein Geld fuer Schulen und Kindergaerten, fuer Kranke und Alte, aber 8 Milliarden pro Jahr fuer diese dekadenten Spielereien. Was fuer ein kaputtes Land Deutschland doch ist.
Dieser Kommentar trifft den Nagel voll auf den Kopf. Die Damen und Herren bei ARD, ZDF und Deutschlandfunk sollen machen was sie wollen. Aber doch bitte schön nicht auf Rechnung der Allgemeinheit. Wer mitten in Weltwirtschaftskrise das Geld aus dem Fenster wirft, um in Mallorca eine schwachsinnige Show auf die Füße zu stellen, hat wirklich keinen Cent sondern Prügel verdient.
Das Gebührenerpresserfernsehen sollte sofort privatisiert werden. Wenn es keine Käufer gibt, wäre eine Insolvenz auch eine gute Lösung.
Ich bin dagegen, Jochen. Ich kenne deine Meinung zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zur GEZ, aber Privatisierung kann unmöglich die Lösung sein. Gegenvorschläge:
1. Aufhebung der Kontrolle durch die Politik. Das Gezerre um den ZDF-Chefredakteur Brender zeigt doch deutlich, wie es um die angebliche Unabhängigkeit des Rundfunks bestellt ist.
2. Verschlanken. Wir brauchen nicht zig verschiedene Kanäle. Einer oder maximal zwei tun es auch. Gottschalk und Co. können in extra Bezahlsparten verschwinden. Wer es gucken möchte, kauft ein Abo. Oder diese Spartensender sind werbefinanziert. Mir egal. Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist es nicht verboten, solche Geschäftsmodelle zu nutzen. Aus Bequemlichkeit tun es die Verantwortlichen nicht, weil sie (zurecht) geringere Gebühren fürchten.
Damit bekämen wir einen tatsächlich unabhängigen Rundfunk, für den ich gern Gebühren zahle. Und die wären auf Grund der Verschlankung auch weitaus geringer.
??
mhm... scheint mir auch nicht die beste Lösung zu sein in Anbetracht des realexistierenden Privatfernsehens.
Die GEZ gehört abgeschafft, richtig. Und dekadente Shows wie diese vielleicht auch (aber die findet ja nicht sooo oft statt).
Schlimmer sind noch die Ausgaben für zweifelhafte Sport-Übertragungsrechte...
Man kann sich über das Thema stundenlang aufregen, aber ich weiß auch nicht genau, wofür ich plädieren möchte.
Auch wenn die Qualität von ARD und ZDF zunehmend zu wünschen übrig lässt, so gibt es doch noch Arte, Phoenix, 3Sat und die dritten Programme, wo so manche Perle werbefrei auch einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird.
(so lief heute früh z.b. "WestArt" mit interessantem Thema auf WDR 3)
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Es ist eine wichtige Frage, welche Art von "Massenmedien" wir haben möchten. Wie sollen sie finanziert werden? Wer soll über die Inhalte bestimmen?
Dabei ist klar, dass die heute existenten Konzern- und Lobby-Medienstrukturen weg müssen (Propaganda und Meinungsmache in Nachrichten und Politshows sind unerträglich).
Oder wollen wir überhaupt keine Massenmedien mehr?
Abgesehen davon, dass das die Mächtigen nie zulassen würden - sind die Massenmedien doch ihre beste Propagandamaschine - ginge damit aber auch ein gewisser "Öffentlicher Raum" verloren und die mediale Kommunikation würde sich in viele "separate "Welten" zersplittern...
Das Problem sind nicht nur die Zwangsgebühren, die wir entweder loswerden oder zumindest drastisch reduziert bekommen sollten (die BBC ist da ein gutes Vorbild, wie es laufen kann), sondern auch die Verteilstruktur: ARD und ZDF bekommen am meisten vom GEZ-Kuchen, danach folgen die kleinen. Komischerweise scheint es so zu sein, das die Qualität der Beiträge umso höher ist, je weniger der Sender prozentual ab bekommt.
Ja, ARD/ZDF haben eine Infrastruktur, die sich alle Sender gemeinsam teilen, aber dann soll man das bitte auch so kennzeichnen. Persönlich möchte ich auf WDR5 nicht verzichten: Einer der wenigen Sender, die gute Informationen bringen. Mit dem DeutschlandRadio habe ich mich inzwischen auch angefreundet, und Funkhaus Europa ist ebenfalls hörenswert.
Es ist also nicht alles schlecht, aber wie gesagt kostet ausgerechnet das Schlechte dem GEZ-Zahler das meiste Geld.
Das klingt zwar auf dem ersten Blick populär, ein werbefinanziertes Fernsehen würde aber auf lange Sicht genau die Qualität des heutigen Privat-Fernsehens hervorbringen.
Deshalb BIN ICH FÜR *ZWANGSGEBÜHREN*, allerdings ausschließlich zur Finanzierung von Sendungen, die vom privaten TV nicht angeboten werden, da ihr Inhalt nicht für die "werberelevante Zielgruppe" geeignet ist.
Dazu zählt neben bestimmten Dokumentationen, Kultursendungen und Diskussionen auch der "Musikantenstadl" als Unterhaltungssendung für Ältere.
"Wetten, dass..." dagegen muss nicht staatlich finanziert werden, wie ähnlich gelagerte Unterhaltungssendungen (z. B. "Schlag den Raab") beweisen.
Deshalb kann die Forderung nur nach totaler Abschaffung des Zwangsgebührenfernsehens lauten. Das macht Fernsehen nicht besser aber um knapp 8 Milliarden billiger.