Als ich mich mit den
seltsamen Heiligen der Bibelschule Brake beschäftigte, war mir klar, dass jede Kritik an den Evangelikalen diese Fundementalisten vor Wut schäumen lassen würde. Genau so kam es auch. Eigentlich hatte ich nicht vor mich überhaupt noch einmal mit diesen Leuten zu beschäftigen, aber alleine die Reaktionen machen das unbedingt notwendig.
Wichtigstes Anliegen der Evangelikalen ist der von ihnen so benannte
Missionsbefehl aus Matthäus 28, Vers 16-20:
16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.
17 Und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm; einige aber zweifelten.
18 Und Jesus trat herzu und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden.
19 Gehet nun hin und machet alle Nationen zu Jüngern, und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehret sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
Ich habe hier die Elberfelder Bibel in der Übersetzung von 1871, verwendet, die mir sprachlich am liebsten ist. Andere Übersetzungen geben aber den gleichen Inhalt wieder, was übrigens manchmal auch nicht der Fall ist. Erkennt man die Bibel als Wort Gottes an, ist dieser Befehl eindeutig.
Wenn wir diesen Jesus Christus, für dessen historische Existenz als Person es bis heute keinen wissenschaftlichen Nachweis gibt, obwohl römische Berichterstatter über viel unbedeutendere Aufständische gegen Rom geschrieben haben, mal herauslassen, dann bleibt etwas Erschreckendes übrig.
Leute die meinen an den Sohn eines Gottes zu glauben, der angeblich durch unbefleckte Empfängnis gezeugt wurde, erheben sich über alle anderen Menschen und wollen diese von ihrem Aberglauben überzeugen. Sobald sich jemand dagegen wehrt missioniert zu werden ist das Geschrei groß. Sie verlangen eine Freiheit für ihren Glauben, den sie allen anderen Menschen mit einem anderen Glauben nicht zubilligen.
Hochmütig und überheblich stellen sie ihren Glauben über jeden anderen Glauben und erwarten dass sich alle ihrem Gott und ihnen unterwerfen. Ich bin persönlich sehr dafür, dass jeder glauben darf was er will und würde für das Recht anderer auf eine Religion auch jederzeit kämpfen. Andererseits kann ich solche Fundamentalisten, die sich selbst als Inhaber der alleinigen Wahrheit sehen, auf den Tod nicht ausstehen.
Der christliche Glaube ist ein Glaube unter vielen anderen. Seine Anhänger sollen ihn ausüben können, müssen aber das Recht aller anderen auf einen anderen Glauben oder gar keinen Glauben anerkennen. Wenn sie das nicht wollen, wie es die evangelikalen Fanatiker tun, dann müssen ihre Organisationen verboten werden.
Es gibt kein Recht auf Mission nur weil ein angeblicher Sohn Gottes dies behauptet hat. Ihm ist auch nicht alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben. Seine Jünger haben allerdings genügend Gewalt ausgeübt. Sie waren immer intolerant, überheblich und haben im Namen ihres Gottes gemordet. Das war früher nur die katholische Kirche, aber schon Luther hat bei den Bauernaufständen gezeigt, dass er auf der falschen Seite stand.
Die Evangelikalen in den USA haben wesentlich an den Kriegen der Bush-Junta mitgewirkt und teilweise sind es ihre fundamentalistischen Ansätze, die den Krieg in Pakistan und Afghanistan befürworten um die verängstigten Opfer dieser Kriege leichter missionieren zu können, wie es zur Zeit im Irak schon geschieht. Mission ist immer einer Herabwürdigung des Missionierten.
Wer allerdings als Lehrer oder religiöser Führer andere zur Mission aufruft und Menschen dann in Krisengebiete schickt, wo die Mission nicht nur verboten, sondern ein Religionswechsel auch noch mit dem Tode betraft wird, ist für mich schlicht und ergreifend kriminell. Da hilft es auch nicht, sich damit herauszureden, dass sich die beiden toten Mädchen ihren Praktikumsplatz selbst ausgesucht hätten.
Wenn ich jemanden sehe der sich in Gefahr begibt, dann ist es meine Pflicht und Schuldigkeit, den anderen davon abzubringen, dass er sich selbst Schaden zufügt. Niemand mit Anstand und Pflichtgefühl fordert einen potentiellen Selbstmörder auf, doch zu springen. Man wird im Gegenteil alles tun, um ihn am Sprung zu hindern.
Ein Glaube der nur darauf abzielt, andere Glauben zu schmähen und zu unterdrücken, oder deren Anhänger abzuwerben taugt nicht sehr viel. Es ist ein Glaube für Menschenverächter. Seine Vertreter sind Seelenfänger, die ein permanente Gefahr für ein menschliches Zusammenleben darstellen.
Das ist das zentrale Thema aller Unterdrückung, egal ob es sich um den Besitz von Atomwaffen, Öl und sonstigen wichtigen Gütern handelt, oder ob es allgemein um Freiheit, Menschenrechte und Wohlstand geht.
Aber die Menschen in ihrer großen Mehrheit sind so und merken es nicht einmal selbst. Das ist Verbrechen und gleichzeitig Tragik pur.
Wenn Nächstenliebe mit diesem Machtanspruch einhergeht, der einem erlaubt, den eigenen Glauben über den des nächsten zu stellen, der darf zu Recht nicht für voll genomen werden! Poor old Jesus, was Menschen in seinem Namen und im Namen der Liebe alles fertig bringen, stellt wohl in einigen Fällen eher eine weitere Kreuzigung des eigenen "Herren" dar, als sonst etwas...
Es gibt auch deshalb etliche christliche Organisationen, die eigentlich als Solches verboten gehören. In Polen z.B. grassiert auch seit Jahren schon Pater Rydzyk durch die Weltgeschichte, der eigentlich nur davon lebt, dass in Polen es jede Menge devoter Menschen gibt, die Personen wie ihn für einen Heiligen halten. In Wirklichkeit aber ist unser Pater ein mieser Betrüger, Faschist und Antisemit, der sein ergaunertes Vermögen längst dafür einsetzt die Leute mit seiner reaktionären Propaganda zu vergiften. Er besitzt einen Sender mit einer landesweisten Erreichbarkeit und eine Zeitung, was es inzwischen echt schwer macht dem überhaupt noch aus dem Weg zu gehen. Er hat jedenfalls einen guten Teil dazu beigetragen, dass die religiöse Intoleranz im Land inzwischen so hoch ist, wie schon seit Jahrhunderten nicht mehr (früher galt Polen als Hort der Toleranz, wo viele Unterschlupf fanden, nach deren Leben woanders getrachtet wurde und dazu zählten auch viele Protestanten). Das geht so weit, dass manche kath. Priester einem Protestanten es verweigern auf dem Friedhof beerdigt zu werden, weil er kein Katholik und damit kein richtiger Christ sei.
Machen wir uns nichts vor - es tobt schon wieder ein Kulturkampf, wo man ständig latente Gewalt dafür nutzt, um zu missionieren. Unsere Anti-Islam Hetze gehört auch dazu, sie soll in uns das Bewusstsein als Christen wieder wecken, dass wir stärker für die 'christliche Sache' einstehen. Das hat auch Spuren längst hinterlassen, denn die meisten haben inzwischen ein verquertes Bild vom Islam, was mit der Realität fast nichts gemeinsam hat. Die Muslime gelten nämlich als reaktionär und unzivilisiert, also tut man ihnen einen 'Gefallen', wenn man ihnen ein wenig Moderne bringt, inkl. religiöse Missionierung. Deshalb, so gesehen sind Länder wie Jemen ein gutes Betättigungsfeld für unsere christliche Front, denn dort können sie nämlich lernen, was aus einer Gesellschaft wird, wo Religion die höchste Priorität hat und sämtliche Lebensbereiche erdrückt. Ich fürchte allerdings, dass diese Menschen zu einfach gestrickt sind, um das zu begreifen.
Soweit so gut. Dieses Recht muss es geben, denn kein Mensch könnte sich anmaßen, seine Wahrheit für alle zu erzwingen - dazu gehöert auch, wenn jemand behaupten würde, es gäbe einen Gott etc. nicht. Ich mein, wer könnte es schon wissen? Doch dann vermischt sich meine ich etwas.
Denn dieses Recht schließt ein, dass ich glauben darf dass es, um mal beim biblischen zu bleiben (wenn es natürlich auch für andere gilt), Himmel und Hölle gibt. Dann darf ich auch glauben, dass der, welcher nicht von der biblischen Erlößung weis, verloren geht. Dieser Glauben würde dann jedoch auch mein Mitgefühl und meine Nächstenliebe berühren - wenn ich das glaube, wie könnte ich dann meinem Mitmenschen dann dies vorenthalen?
Und hier wird nun gerne etwas vermixt. Ich sage: Ich könnte von keinem Menschen fordern, wenn er etwas glaubt, was seiner Ansicht nach wichtig ist für andere Menschen zu wissen, dass er dies nicht anderen weitergeben darf. Was auch immer er glauben mag.
Und, da wir oben bei Jesus waren: Wie hat er es gemacht? Er hat das, was er glaubte, vorgelebt und davon geredet. Ebenso die weiteren berichte (Apostelgeschichte) etc. - das war die Mission des Missionsbefehls. Ein Recht, welches ich jedem zugestehe!
Doch wenn wir heute von Mission reden, meinen wir fast immer "etwas aufzwingen". Dieses Recht hat niemand. Ich kann niemanden zwingen, meinen Glauben zu haben.
Doch wenn du von Mission redest, wenn es in den Nachrichten von Mission heißt, dann wird es mit dieser Art Mission meistens assoziiert - wie von obigen Kommentaren und auch von dir.
Ich kenne, auch wenn ich selbst nie damit Kontakt hatte, Menschen die an der Bibelschule Brake waren. Sie erzählen von ihrem Glauben, sie versuchen ihn zu leben. Dadurch verbreiten sie ihn. Das ist der Missionsbefehl wie wir ihn aus der Bibel kennen.
Nun wird bei den beiden Bibelschülerinnen von Mission geredet. An welche Art Mission denken wir also nun? Wie ich allen Beiträgen entnehmen kann an diese:
"Hört, ihr müsst glauben was ich euch sage!"
Diese Art Christen (jedoch auch bei jeder anderen Religion/Ideologie) gibt es leider auch - auch wenn ich solche Menschen kaum getroffen habe, eher dann bei Zeugen Jeho.. oder was es sonst noch gibt - mag aber auch daran liegen dass ich kein Freund der Kirche bin und darum nicht so viel Kontakt mit diesen habe.
Was ich sagen will: Wenn es um Mission geht, muss es nicht zwangsläufig etwas schlechtes sein, muss es nicht zwangsläufig etwas erzwungenes sein, es kann auch einfach das Recht in Anspruch nehmen sein, etwas glauben zu dürfen - und davon auch erzählen zu dürfen.
Ju.
Ganz nebenbei. Deinen Gott gibt es nicht und es hat ihn nie gegeben.
Was ich von dir persönlich halte, habe ich in der Antwort zu einem anderen Kommentar von dir gesagt. Es ist weniger als nichts. Also schleich dich. Du bist hier absolut unerwünscht.
Ganz nebenbei: Ich habe noch kaum einen Christen, auch kaum einen Moslem (und ja, ich wurde auch schon in Moscheen "missioniert") so herabwürdigend missionieren erlebt wie dich. Meinen Gott gibt es nicht und hat es nie gegeben. Wer bist du, dass du das wissen willst, nachdem du anscheinend die Eingebung darüber bekommen hast, was ich glaube, und wer bist du dass du mich für dumm dastellst, mit dem was ich glaube?
Ich würde mich freuen, wenn du noch mal meine beiträge liest - denn ich frage mich ob sie richtig rüber kamen, deine Reaktionen erstaunen mich milde gesagt doch - und würde mich freuen wenn wir dann vielleicht etwas objektiver damit umgehen können. Keks? ;)
habe Deine Kommentare gelesen. Ich liebe der-
art kritische Schreiber, weil sie doch viel
Böses aufdecken. Trotzdem glaube an den Gott
der Liebe, obwohl ich das niemanden einreden
wollte. Ich wollte es nur genauso gesagt haben
wie Du sagst, das es keinen Gott gibt.
Dieser Standpunkt ist sehr lustig, denn zeitgleich setzt du dich über alle, die missionieren. Dabei missionierst Du selbst, und zwar den Atheismus, was dir auch gestattet sei.
Solch seltsame Denkensweisen wundern mich auch nicht, wenn du Katholische und Evangelische Kirchengeschichte mit der Evangelikalen vermischst und dies als noch ganz selbstverständlich siehst.
Du backst dir deine Argumente wie es dir passt. Und wenn du keine Argumente mehr hast, sagst Du einfach, dass man verschwinden soll.
Verdammt arme Argumente. Verdammt arm.
Nebenbei:
1)Die historische Existenz Jesu zweifelt kein ernsthafter Geschichtswissenschaftler an.
2)Es beschwert sich auch keiner, dass du einen anderen Glauben hast, was bei einer 50:50 Chance der Existenz bzw. Nichtexistenz Gottes ebenso legitim wäre.
3)Eine christliche Religion ohne die Bibel als Grundlage ist nichts als Blasphemie, da man sich einen nur in den eigenen Gedanken existierenden Gott schafft. Wenn man allerdings die Bibel als Grundlage besitzt (wofür es gute Gründe gibt) ergeben sich sowohl Selbstverständnis als auch Motivation der fundamentalen Christen, die übrigens in keinster Weise mit muslimischen Fundamentalisten verglichen werden dürfen. Islamisten töten und fundamentale Christen lassen sich töten. Andere Motivation, andere Verantwortung andere Folgen.
Und, Herr Miljak, es nutzt hier niemandem, wenn Sie von irgendeiner Internetseite wahllos Bibelverse kopieren, die komplett aus dem Zusammenhang gerissen und somit falsch dargestellt sind.
"Wie lange noch will mich dieses Volk verachten?Und wie lange noch wollen sie nicht an mich glauben, trotz aller Zeichen, die ich unter ihnen getan habe? ... Der Herr ist langsam zum Zorn und groß an Gnade, er vergibt Schul und Übertretungen , obgleich er keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter hemsucht an den Kindern.."
4. Mose 14
Wenn wir wollen, vergibt uns Gott. Aber wäre Gott ein vollkommen guter Gott, wenn ihm das Schlechte egal wäre? Wenn die Menschen aber entgegen besseren Wissens das Schlechte tun, haben sie das Vergebungs- und Gnadenangebot Gottes wissentlich abgelehnt und es darf sich niemand beschweren.
Natürlich klingt es zunächst mal krass, wenn Gott sagt: " Ich will sie mit der Pest schlagen und sie ausrotten..", aber man darf dabei nie vergessen, wie Gott jeden Tag Wunder getan hat, wie er die Israeliten täglich bewahrt hat und wie scheißegal es denen war. Gottes Ziel war aber, sein Bundesvolk in das verheißene Land zu führen, was nicht möglich war, wenn das Volk die Führung nicht wollte. Also wartete er mit dem Eingang in das gelobte Land solange, bis diese "böse" Generation in hohem Alter gestorben war und führte die Nachkommen in das Land. Das ist allmächtige Gnade und Gerechtigkeit. Gott wäre bei anderem Handeln nicht gerecht.
Das ist eine Bibelauslegung, die uns weiterbringt und die Kriterien der Objektivität und Logik gerecht werden.
Ich hoffe, dass dieser "Rundumschlag" niemandem intolerant erscheint. A propos Intoleranz: ist es intolerant, andere Meinungen zu akzeptieren, aber selbst überzeugt zu sein, die Wahrheit zu kennen? Ich glaube nicht. Das Gegenteil wäre Inkonsequenz und Halbherzigkeit, die man Ihnen, Herr Hoff, wohl kaum unterstellen kann. Also denken Sie mal über Ihre Position und die Einstellung zu dieser und zu Anderen nach.
-Die Wirklichkeit wird nicht deshalb unwahr, nur weil wir sie nicht glauben können-
vor ca. 5 Jahren war ich ähnlich gestimmt wie Sie. Ich habe im Internet Blogs verfasst, die in sich schlüssig waren, genauso wie Ihr Artikel es ist. Argumentativ konnte man gegen diese Artikel wenig sagen. Ich habe von vielen Seiten Zustimmung erhalten und die Mehrheit der Antworten auf meine Artikel waren positiv. Besonders gegen Christen ließ sich einfach argumentieren. Die Glauben ja an etwas was man nicht sehen kann und es war sehr schön mit ihnen zu streiten, weil sie von ihrer Meinung so überzeugt sind. Ich habe auch oft wo ich sie getroffen habe mit ihnen gestritten und ihnen versucht zu sagen das das an was sie glauben Schwachsinn ist und jeder Logik entbehrt. Die drei Stoßrichtungen mit denen ich am meisten punkten konnte waren Angriffe auf sie selbst und ihre Scheinheiligkeit, auf die Bibel und ihre angebliche Unfehlbarkeit und auf diesen komischen Jesus, den ich nie verstanden habe. Rückblickend gesagt war ich auf einer Mission (gegen Christen).
Dann hatte ich aber ein einschneidendes Erlebnis. Ich bin diesem Jesus, von dem die Christen mir immer erzählt haben begegnet. Es war unglaublich. Er war überall. In jeder Zeitung, im Internet und sogar in der Bibel, die ich vorher intensiv durchgelesen hatte um sie gegen ihn zu verwenden. Auf einmal hat er zu mir gesprochen und mir erzählt, dass er mich liebt. Genauso deutlich wie als wenn ich mit Ihnen oder meiner Frau rede. Mein Leben hat sich seitdem total verändert. Wo ich früher traurig und negativ war und mein Selbstwertgefühl aus der Anerkennung anderer gezogen habe hat sich eine dicke fette Portion Liebe von ihm breitgemacht. Seitdem bin ich mit ihm unterwegs und werde weiter von ihm erzählen (ist auch so was wie Mission).
Danke, dass Sie diesen Artikel veröffentlichen und Menschen dadurch von der Liebe Gottes berührt werden!
Daniel L.
Eine Ergänzung möchte ich noch anbringen:
Die Bibel enthält nicht nur den Missionsbefehl, sie diskriminiert auch offen andere Glaubensrichtungen, Lebensweisen und Einstellungen. Das wird häufig außer Acht gelassen und noch häufiger geleugnet. Stellenweise wird sogar Gewalt gegen Andersdenkende gerechtfertigt. Ein paar Beispiele:
2. Mose Kap. 22:
(V17) "Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen"
(V19) "Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN allein, der sei verbannt"
Kap.24:
(V10-16) "Es ging aber aus eines israelitischen Weibes Sohn [...] und lästerte den Namen des HERRN und fluchte. [...] Und der HERR redete mit Mose und sprach: Führe den Flucher hinaus vor das Lager und laß alle, die es gehört haben, ihre Hände auf sein Haupt legen und laß ihn die ganze Gemeinde steinigen. [...] Welcher des HERRN Namen lästert, der soll des Todes sterben"
4. Mose Kap. 31
(V14-17) "Und Mose ward zornig über die Hauptleute des Heeres [...] und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen? [...] So erwürget nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die Männer erkannt und beigelegen haben"
Römerbrief, Kap. 1
(V28-31) "Und gleichwie sie [= diejenigen, die nicht an Gott glauben, Anm.] nicht geachtet haben, daß sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig"
Fakt ist: Das Alte Testament ist voll mit Gewalt gegen andere Religionen, ausdrücklich auf Anordnung Gottes hin. Im neuen Testament wird immer wieder erwähnt, dass nur der Glaube an den christlichen/jüdischen Gott zur Seligkeit führt und kein anderer. Und die Offenbarung des Johannes ist wieder ein Blutbad par excellence, in dem die "Ungläubigen" dahingerafft werden.
Von der Tatsache ganz zu schweigen, daß den Ungläubigen (= nicht Christus-/Gottgläubigen) immerwährend die Hölle und die Ewige Verdammnis angedroht wird.
Harald Neuber 25.06.2009
Nach Morden im Jemen: Deutsche Bibelschule leugnet Missionsauftrag ihrer Schülerinnen. Doch das Dementi ist wenig glaubwürdig
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30603/1.html