Die Linke konnte, wie die Europawahlen bewiesen haben, aus dem Zerfall der SPD keine neuen Wähler generieren und wird dies auch zur Bundestagswahl nicht können. Nach Einschätzung ihres Berliner Parteichefs, Klaus Lederer, müsste die Linke wieder zu einer "Kümmererpartei" werden, die die Alltagssorgen der Menschen wieder aufgreift.
Dabei übersieht Lederer, dass die Selbstdarsteller Gysi, Lafontaine und Ernst überhaupt nicht am Gemeinwohl aller interessiert sind. Wie alle anderen Politiker verbreiten sie nur Worthülsen und genau das verübeln ihnen die Menschen. Diese Herrschaften wollen sich nicht kümmern, sie wollen herrschen. Ähnlich wie die SPD wollten sie aus dem Parteitag an diesem Wochenende eine reine Jubelschau machen und eine ernsthafte Arbeit am Wahlprogramm der Partei nicht zulassen.
Genauso überheblich wie die Parteileitungen von SPD und CDU vergessen sie, dass gerade bei der Linken das Wahlprogramm von der Basis an den Wähler gebracht wird. Wenn der Basis ein solches Programm aber aufgezwungen wird, dann kann die Basis dieses Programm nicht ehrlich unterstützen und auch keine Menschen dafür gewinnen.
Sachsens Linke-Chefin Cornelia Ernst möchte verhindern, dass ständig auf Oskar Lafontaine eingeprügelt wird, bittet aber dieses Verhalten nicht als Kritiklosigkeit aufzufassen. Natürlich wendet sie sich auch gegen Demokratie auf dem Parteitag und will möglichst keine Diskussion über das Programm zulassen. Sie zeigt damit, dass sie als Landesvorsitzende untragbar ist.
Tatsächlich war es Oskar Lafontaine der die WASG und die PDS zusammengezwungen hat, um für sich ein breiteres Forum zu haben. Damit hat er auch die Verantwortung, der er aber wie früher schon in SPD einfach nicht gerecht wird.
Die Linke täte gut daran sich von solchen Leuten zu trennen und mit neuem besseren Personal und einem mehr am Menschen orientierten Programm aufzutreten. Ansonsten wird sie sehr schnell untergehen wenn erst einmal die Mehrheit ihrer Stammwähler aus der alten DDR tot ist. Mit den Piraten und den Guten stehen übrigens zwei Parteien in den Startlöchern, die das, was die Linke heute mangels Kompetenz und Willen nicht mehr aufgreift, aufgreifen und thematisieren wird.
Duckhome wird trotzdem dazu aufrufen bei der Bundestagswahl und den anstehenden Landtagswahlen die Linke zu wählen. Aber sie ist auch schon lange nicht mehr das kleinere Übel sondern einfach ein Übel. Aber noch ist sie der einzige Knüppel mit dem die anderen Parteien verhauen werden können, da sie sicher über fünf Prozent liegt.
Zusammenfassung:
Die Linke ist zerrüttet, ihre Führung besteht aus diktatorischen Selbstdarstellern und auch sonst alles Übel da am linken Rand.
Ganz großes Kino!
Fragt sich nur: Was soll das?
Haben Lafontaine und Gysi tatzsächlich im stillen Kämmerlein gesessen und das Wahlprogramm erdacht, wie der Text impliziert?
Während dieses Parteitages wird ein Wahlprogramm verabschiedet(!), nicht erarbeitet. Die Erarbeitung der Inhalte erfolgte in den Ortsgruppen. Also an der Basis, unabhängig voneinander. Daher auch die Änderungswünsche in den Formulierungen, während man sich beim Inhalt weitgehend einig ist.
"Damit hat er auch die Verantwortung, der er aber wie früher schon in SPD einfach nicht gerecht wird."
Wie ist das zu verstehen? Als unterschwelliger Hinweis auf die Kapitalisten-Legende vom "Wegläufer"?
Peinlich...
du hast eindeutig Recht mit dem, was du da schreibst. Ich bin zwar über den Parteitag nicht auf dem Laufenden, aber ich bin mir sicher, das wieder irgendeine interne Splittergruppe erfolgreich querschießen wird. Alles andere würde ja keinen Sinn ergeben.
Ich hoffe echt, das die Piraten als 6. Kraft diesmal auch in den Bundestag einziehen. Dann ständen die etablierten Parteien vor einem Dilemma, da sicher ist, das diese Partei nicht gekauft ist - und sich auch nicht kaufen läßt.
Das Armutszeugnis, das die LINKE derzeit abliefert, ist grauenvoll. So sehr ich Lafontaine auch mag, dieses Mal übertreibt er.
Ich bin mich übrigens schon am umschauen, wo sich die Piraten in DA treffen. In ihrem Verteiler bin ich schon gemeldet, aber ihren Treff ausfindig zu machen, erweist sich als schwieriger als den der LINKEn in DA zu finden! Mal schauen, ich werde wohl demnächst wieder das Parteibuch wechseln, da mir Narren lieber sind, wenn sie nicht mit Streichhölzern spielen können ...
MfG
Seit etwa 2 Jahren lese/schaue/höre ich mir alle Reden von Oskar und Gregor (auch Bartsch oder Ramelow) an, die ich mehr oder weniger zufällig finde.
Ich kann an den Forderungen dieser Leute nichts Verkehrtes finden, außer dass sie mir nicht weit genug gehen und in der Öffentlichkeit nicht offensiv und konsequent genug vertreten werden.
Anders gesagt: Wenn das umgesetzt würde, was diese Leute fordern, wären wir um Lichtjahre weiter.
Also bitte mal ganz konkret sagen, was an den Forderungen der LINKEN so falsch ist, dass es regelmäßig zu solch abwertenden Kommentaren führt, wie dem vorstehenden.
Die regierende Linke hier in Berlin zeigt genau dieses Bild. Die Menschen sind ihr egal. Hauptsache sie haben die Pöstchen. Es gibt keine Position die diese Linke hier verteidigen würde. Sie lassen alles mit sich machen und machen freundlich mit, egal was sie den Menschen antun.
Um es kurz zu machen. Die Forderungen der Linken sind Lügen. Worthülsen die sobald sie gefallen sind, schon wieder nicht mehr wahr sind. Sie sind wie die SPD. Ein Haufen verkommener Lügner die, die Menschen bei der ersten Gelegenheit verraten werden.
Wenn wir keine neuen Formen finden, ist das Entstehen noch der x-ten Partei mit "guten" Absichten ein x-ter Gruss des Murmeltiers.
Die Parteien waren mal eine neue Erfindung, um neue Dinge neu zu gestalten. Wir müssen umdenken, neu erfinden, NEUES erfinden. Das Alte hat ausgedient, hat sich als unbrauchbar erwiesen, hat seine UNBRAUCHBARKEIT BEwiesen.
Das Neue wird auf keinen Fall in Parteienform auftreten können. Solange wir aber Politik in derartigen Zwangsjacken denken, haben wir schon verloren, bevor wir überhaupt anfangen.
Meine Meinung
Die Kritik an den LV "der Linken" in Berlin hat eine breite Basis innerhalb der Partei und die schärfste Kritik gegen Oskar L. kommt, oh Wunder, aus eben diesem LV.
Meiner Meinung nach wird die Piratenpartei heillos überschätzt und trotz einiger prominenter Übertritte (Tauss) wird sie recht bald wieder unter "ferner liefen" auftauchen.
Uns bleibt eigentlich nur die Linke um gegen den neoliberalen Zeitgeist zu steuern.
Man kann nicht 'Die Linke' als unglaubwürdig beschreiben und im gleichen Atemzug als kleineres Wahlübel bezeichnen.
Mit dieser Meinung ist J.H. kompatibel mit BLÖD&Co. und den anderen Mainstreammedien und tut uns keinen Gefallen.
Ein unentschlossener Wähler wird nach lesen des Textes höchsten zum Nichtwähler aber nicht zum Wähler von 'Die Linke'.
http://infokrieg.nine.ch/forum/showthread.php?t=9170
bei allem Respekt!
Ich wünsche mir, du würdest mehr auf solche Beiträge eingehen:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/780690?inPopup=true#
als das Parteigeplänkel zu kristisieren.
WO ist in dem o. g. Beitrag zu sehen, WIE die Steuern finanziert werden sollen?
Die Medien schiessen sich GEGEN dieLinke ein, und Deine Beiträge könnten MEHR zur Aufkärung bewirken, als gegen solche zu wettern.
Denk mal drüber nach.
Freundliche Grüße.
Stefan
Ganz im Unterschied zu Gysi und Lafontaine.
Warum wohl wird Lafontaine (inzwischen der erfogreichste und dienstälteste Politiker Deutschlands) von den bürgerlichen Medien überall so angefeindet und angegriffen, wenn er "sowieso wieder wegläuft"? Wovor haben sie Angst? Das er dieser Legende nicht entspricht und "da bleibt, wenn es ernst wird"?
Gibt es eine andere Erklärung für diese allgegenwärtige Hetze?
Die allgemeine Hetze gegen die Linke liegt nicht in der Stärke ihrer Frontmänner, sondern in der Angst der Etablierten, das ein neuer Sozialismus Fuß fassen könnte, nachdem die neoliberale Idee des Raubtierkapitalismus so komplett versagt hat.
Was für eine überzeugende Argumentation! Ich bin schwer beeindruckt!
Das nächste Mal bitte noch Lafontaines "Prunk-Villa" mit einfügen...
Ich konnte allerdings bisher kein Beispiel dafür finden, das sich Lafontaine jemals für SEINE Politik "aus der Verantwortung gestohlen" hat.
Also können wir feststellen: Wer in der Schröder-Regierung bis 2005 "durchgehalten" hat, hat sich verantwortungsvoll verhalten. Von W. Clement über Kriegstreiber Scharping bis zum Geheimdienstminister Steinmeier. Mutig und verantwortungsvoll haben sie Vollbeschäftigung geschaffen, den Weltfrieden herbeigeführt und ihre Partei "SPD" kann ihre Wahlerfolge kaum noch zählen.
Worüber machen wir uns eigentlich Sorgen?
So wie mir geht es vielen mit ihm und Gysi.
ich glaube du verkennst die Macht eines Finanzministers...
wenn jemand die verbrecherischen Machenschaften seiner Partei nicht mitverantworten kann und will und deshalb von seinen Ämtern zurücktritt und auch noch die Partei verläst, nennst du das *weglaufen*...?
ich nenne das Charakter...
entschuldige, aber das hört sich nach einem kleinen Kind an, den die Mutter im Stich gelassen hat und bis heute nicht verzeihen kann...
zu der Zeit war die ganze Führungsriege der Partei schon mit dem neoliberalen Virus verseucht und ein kleiner Oskar hätte unmöglich seine notwendige Politik durchsetzen können...
das weist du aber wohl besser als ich, sonst empfehle ich dir mal sein Buch. in meinen Augen ist er einer der ganz seltenen Spezies, der nicht nur Ahnung von seinem Job hat und weis worüber er redet und auch mit allen seinen Weissagungen recht behalten hat.
oder bezichtigst du auch die Hunderttausende von Parteiaustritten der Fahnenflucht...?
Aber sprich du ihn doch ruhig heilig. Er wird die Linke auch verraten und zwar sehr schnell.
so weit würde ich bei Lafontaine dann aber doch nicht gehen. Immerhin kenne ich ihn persönlich und weiß, was ich von ihm zu halten habe.
Ok, er hat sich damals bei der Schröder-Troika falsch verhalten, aber er blieb sich treu. Nur ASPD-Mitglieder sprechen da von "weglaufen".
Lafontaine hat in 2 Büchern sehr genau darüber berichtet, warum er damals das Handtuch warf - nicht er hat die ASPD verraten, die Partei wurde zuerst von Schröder verraten und dann später noch einmal vom Müntefering.
Auch wenn ich die internen Streits bei den LINKEn nicht ausstehen kann - und die dort anscheinend als Richtungsstreits mit zum normalen politischen Tagesgeschäft gehören - ist mir klar, das die LINKE nur solange Format gewinnen und halten kann, wenn sie aufhört, in Berlin das zu tun, was die ASPD von ihr fordert. Also still-halten und Männchen-machen!
Intern sieht es nicht einmal bei der hessischen LINKEn besonders rosig aus, aber wir haben hier einige, die wirklich etwas bewegen wollen - und dafür von ASPD und CDU als extremistisch oder radikal eingestuft werden.
MfG