Wie (dts) meldet, hat der Sprecher des Wächterrats Abbas-Ali Kadkhodaei auf dem staatlichen Fernsehsender IRIB Kanal 2, bestätigt, dass in rund 50 Städten rund drei Millionen Stimmen mehr zusammen kamen als es Wahlberechtigte gab. Gleichzeitig dementierte er Meldungen nach denen es sich um 170 Städte handelt.
Zwar würden diese Stimmen am Wahlergebnis nichts ändern, gleichwohl machen diese Manipulationen die ganze Wahl ungültig. Nach diesem Eingeständnis wird nichts anderes übrig bleiben, als Neuwahlen anzusetzen und bis dahin bleibt die Lage im Iran explosiv.
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist niemand, den man so unbedingt in sein Herz schließen würde, aber der extreme Propagandadruck der USA führen ja ständig zu sehr bewussten Übersetzungsfehlern, die seine Worte seltsamerweise immer wieder dahin verdrehen, wo die USA und Israel ihn gerne hätten.
Mittlerweile gibt es nicht nur die ständigen Kriegsdrohungen gegen den Iran, sondern auch ein fein ausgeklügeltes System an Operationen der CIA, um einen Umsturz von Innen her vorzubereiten. Nachdem die USA schon die ganze Region destabilisiert hat, muss nun noch der Iran fallen, damit sie auch dort die Öl- und Gasquellen vor allem am kaspischen Meer stehlen und deren Förderung über Georgien in die Welt verkaufen können, um ihre Schulden abzubauen.
Mittlerweile gibt es auch eine direkte Bestätigung für die Absichten der USA im Iran. Kissinger droht offen an, einen Regimewechsel - das ist nur ein milderes Wort für bewaffneten Einmarsch - durchführen zu lassen, wenn der Machtwechsel nicht durch den gerade laufenden Coup im Iran erreicht werden kann.
Kissinger threatens Regime Change in Iran if coup fails
Kissinger ist übrigens alles andere als machtlos. Er ist bis heute gut in jede Administration eingebunden und wird oft dazu benutzt um Dinge zu verkünden, die andere sich so noch nicht zu sagen trauen. Tatsächlich könnten die Manipulation bei der Wahl auch eine Taktik der CIA sein, die Ahmadinedschad in Schwierigkeiten bringen sollen.
Die Lage im Iran ist also noch immer nicht klarer geworden. Es gibt religiöse Führer, die eine Trennung von Kirche und Staat fordern, also die Theokratie auflösen wollen. Es gibt eine städtische Jugend, die mehr Freiheit von Relgion und Staat will und es gibt die Landbevölkerung die sich gegen Veränderungen wehrt. Dazu gibt es ausländische Einmischung und einen Wächterrat der immer zu einer Basis des Militärs wird, dessen Vertreter Ahmadinedschad eben auch ist.
Zur Zeit scheint fast jede Entwicklung möglich zu sein und das macht die Dinge so gefährlich. De Iran war bisher nicht nur nach Meinung von Peter Scholl-Latour das derzeit einzige stabile Land in der Region. Der Verlust dieser Stabilität gefährdet die gesamte Region.
Die USA haben in Korea, Vietnam, Afghanistan und dem Irak gezeigt, dass sie keine längeren Kriege, siegreich beenden können. Sie eignen sich eben nicht als Besatzer, weil sie dazu viel aufgeschlossener gegenüber den Besetzten sein müssten. Sie glauben noch immer das Verhalten der Deutschen nach 1945 sei typisch für die Besetzten. Dem ist aber sichtbar nicht so.
Vermutlich wird sich die USA für eine militärische Option entscheiden und wieder verlieren. Das Ergebnis wird mit Sicherheit kein demokratischer, weltoffener Iran sein, sondern ein Kriegsgebiet in dem gläubige Fanatiker gegen die USA und ihre Handlanger vorgehen, während gleichzeitig die Bevölkerung langsam dazwischen zerrieben wird.
Dass der Wächterrat Manipulationen zugegeben hat, ist ein starker demokratischer Akt, der so nicht zu erwarten gewesen wäre. Jetzt wäre es an der Zeit dem Iran die Hand zu reichen und Frieden zu machen. Allerdings sind die Chancen dafür winzig. Auch Angela Merkel schlägt ja lieber auf den Iran ein, als ein traditionell deutschfreundliches Land wenigstens mit Anstand und Achtung zu behandeln.
Allerdings ist Frau Merkel ja nur die Handlangerin Obamas. Kein besonders weiter Weg vom Schoßhündchen des Herrn Bush. Die Deutschen werden sich also wieder einmal die Informationen und die Wahrheit nur im Netz beschaffen können. Das ist schade, aber es übt. Ansonsten bleibt nur abzuwarten, was die nächsten Tage bringen.
Sie baden ihre Hände in Flüssen von Blut und sprechen davon man müsste einem Volk helfen, was meint ausrauben und zerstören.