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Die öffentlich Unrechten
Knapp 8 Milliarden Euro sammeln die Gebührenerpresser von Privatleuten und Firmen ein, um der Politik und dem Großkapital über den Verblödungsstrahler möglichst viel Propagandaquatsch aufzunötigen. Neben offensichtlicher Schleichwerbung, bewusster Betrug über falsch zusammengeschnitte Interviews werden diese Gebühren im wesentlichen dazu benutzt, die Menschen mit Gottschalks Müll und der Unwahrheit zu füttern.
Augenscheinlich reicht das, den Beschäftigten der öffentlich Unrechten aber immer noch nicht aus. Mit tollen Werbeverträgen wie die Kerners und Beckmanns benutzen sie ihre vom Gebührenzahler bezahlte Reputation, um für gutes Geld Werbung zu machen oder um bei Festreden zusätzliche Einnahmen zu scheffeln wie das Tom Buhrow, Petra Gerster, Laura Dünnwald, Patricia Schäfer oder Anne Gesthuysen und andere machen.
Natürlich ist jeder ein Schuft der Arges dabei denkt, wenn Leute wie Tom Buhrow, der auf der einen Seite den seriösen Nachrichtenmann gibt und sich dann auf der anderen Seite von Siemens für einen Auftritt fürstlich sponsern lässt. Das wird die Qualität der Nachrichten wohl nicht beeinflussen. Wie denn auch. Heute lässt sich Buhrow von Siemens sponsern und morgen berichtet er dann sicher die Wahrheit und nicht nur das was Siemens gerne hätte.
Leider funktioniert das Leben nicht so idealtypisch. Niemand der sich von der Privatwirtschaft verdeckt sponsern lässt, kann über seine Sponsoren noch wertneutral berichten. Auch wenn man Käuflichkeit gar nicht voraussetzt, bleibt ein ungutes Gefühl. Wer gestern noch für jemanden gearbeitet hat, muss ja in irgendeiner Weise mit diesem Arbeitgeber übereinstimmen und dessen Weltanschauung teilen.
Wer aber die Weltanschauung der Großkonzerne teilt, kann über diese Konzerne und die Macher nicht mehr wertneutral berichten. Die eigene Haltung überträgt sich auf die gesamte Redaktion und raus kommt genau das, was wir heute im Nachrichtenbereich bei den öffentlich Rechtlichen sehen. Es wird nur noch Propaganda für den Systemerhalt ausgeliefert.
ARD und ZDF haben kräftig die Werbetrommel für die Neoliberalen und Hartz IV gerührt, haben sich in Georgien auf die Seite des Diktators gestellt und sogar ein Interview mit Putin gefälscht. Im Vernichtungskrieg der Israelis gegen die Palästinenser haben sie unkritisch die israelischen Positionen angenommen und damit das Morden unterstützt.
Jetzt stehen sie im Iran wieder auf der amerikanischen Seite und unterstützen eine zumindest fragwürdige Opposition vehement. Man kann so Nachrichten verkaufen. Vieles könnte man tatsächlich noch mit persönlicher Überzeugung begründen. Aber mal im Ernst. Gibt es irgendjemand der Leuten wie Anne Will, Maybrit Illner, Marietta Slomka und Guido Knopp das glauben kann, was die so verzapfen. Es müssten schon ziemlich unbedarfte Leute sein.
Allerdings muss man die Kirche auch im Dorf lassen. Wer wie Rainer Brüderle im Superwahljahr in der Blödzeitung öffentlich fordert, dass die Moderatoren und Journalisten ihr Honorar und ihre Auftraggeber bekannt geben müssen, aber selber natürlich mit genau diesen Leuten seinen Propagandbrei über das Land schüttet, der will einfach nur populistisch punkten. Wahlkampf ohne Hintergrund. Wir wissen ja auch noch wie begeistert Brüderle davon war, das Abgeordnete ihre Nebenverdienste angeben mussten.
Noch lustiger ist der baden-württembergische Ministerpräsidente Günther Oettinger der nach klaren Regeln ruft und Vorsicht gewahrt wissen möchte, wenn der Auftraggeber öffentlich relevant sei. Das wäre nett. Wenigstens wäre dann das Politikergesindel weit von ihren Propagandatruppen entfernt, weil sie ja öffentlich relevant sind.
In Wahrheit gibt es gar keinen Weg eine Einflussnahme zu verhindern. Nicht bei den öffentlich Rechtlichen, nicht bei den Privaten und nicht im Print Bereich. Selbstverständlich auch nicht bei den Blogs. Als vor einiger Zeit Autos zu längeren Probefahrten zur Verfügung gestellt wurden oder über ein bloggernahes Unternehmen Werbepartner vermittelt wurden, war schnell klar, das viele meinten schon alleine dadurch sei die Freiheit der beteiligten Blogger eingeschränkt.
Tatsächlich gibt es auch auf Duckhome immer wieder aufregende Werbung, die allerdings Google selbst plaziert und auf die Duckhome keinen Einfluss ausübt, wenn man mal von den Themen absieht. Wir haben gesehen, dass die Aufarbeitung bei den öffentliche Rechtlichen aus dem eigenen Bereich, nämlich von dem TV-Medienmagazin Zapp des NDR angestoßen wurde, was ein gutes Zeichen ist.
Allerdings stellen Magazine wie Zapp eine Ausnahme dar und der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Boudgoust hat ja auch schon klar gemacht, dass in diesem Zusammenhang nicht alles, was zum Skandal gemacht wird, auch einer sei. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Zapp Leute wohl ein Problem bekommen und es weiter geht wie bisher.
Tatsächlich stört es niemand wenn ein Mitarbeiter der Privaten solche Vorträge hält. Dort geht ja jeder davon aus, dass die Berichterstattung in Sicht auf die Werbekunden so zurecht gebogen wird, wie man sie braucht. In großen Teilen des Print-Bereiches haben sich die Leute damit abgefunden, das Journalisten nur die weißen Stellen zwischen der Werbung mit Propaganda, also weiterer Werbung ausfüllen.
Den Unterschied machen die 8 Milliarden aus, die den Bürgern abgepresst werden um die öffentlich Rechtlichen zu finanzieren. Der Bürger muss den Kakao durch den er gezogen wird nicht nur bezahlen, sondern soll ihn auch noch trinken. Genau das geht nicht. Wenn Deutschland sich bürgerfinanziertes Fernsehen leistet, dann muss dieses frei von allen Beeinflussungen sein. Auch von den Beeinflussungen durch die Parteien.
Da dies aber nicht zu schaffen ist, weil Menschen nun einmal Menschen sind, bleibt nur die Überführung in private Hände. Das wird das System nicht verbessern, entlässt den Bürger aber aus der Pflicht zur Bezahlung. Dann mögen die Herrschaften sich kaufen lassen von wem sie wollen. Die Zukunft der Nachrichtenwelt, liegt eh im Internet und die Menschen erwerben schnell immer mehr Medienkompetenz um sich die Wahrheit selbst zusammen zu suchen.























Dennoch, den Rundfunk und Fernsehen komplett in private Hände zu überführen halte ich für falsch, der Charakter muss sich ändern. Was z.B. kaum einer weiss ist, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen wesentlich mehr bietet, als ARD, ZDF, die Dritten und vllt. so Sender wie Phoenix oder Arte. Viele dieser Sender (die zum Teil noch ihrem Bildungsauftrag sogar nachkommen) sind aber teilweise irgendwo verbannt oder teilweise überhaupt nicht empfangbar, was mich wiederum richtig ärgert. Wozu brauchen wir dann 20 Tausend Sender, wenn wir nur ein Bruchteil davon überhaupt empfangen können? Wozu bezahlen wir das denn?! Nichts gegen die Sender selbst, aber es hätten durchaus auch paar Sender weniger gereicht, die auch bundesweit für jedermann empfangbar sind und die auch weiterhin Bildungsfernsehen machen. Und: das öffentlich-rechtliche Radio und Fernsehen sollte aufhören mit den Privaten konkurrieren zu wollen, denn das hat auch dazu geführt, dass die Qualität des Gesendeten mächtig gelitten hat. Für diesen seichten Müll sind nicht die öffentlich-rechtlichen Sender zuständig und das sollten die Macher auch endlich begreifen. Ich schalte ja schliesslich nicht ARD ein, um mir dort irgendwelche Soaps oder Shows anzuschauen - die habe ich bei den Privaten auch (und deshalb schaue ich die Privaten seit Jahren kaum noch, da ist mir einfach das Programm zu dumm). Diese Angleichung macht nämlich letzlich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Dauer tatsächlich überflüssig, denn er erfüllt einfach nicht mehr seinen Auftrag und Zweck, für den er einst eingeführt wurde.