Als Schröder merkte, dass er alles noch schlimmer gemacht hatte, als dies die Union jemals vermocht hatte, als er merkte, dass er alle Werte der SPD und des deutschen Pazifismus, die der Arbeiterbewegung, aber auch einfach nur die Menschenrechte verraten hatte, oder ihm klar wurde, dass dies genau das Urteil der Geschichte über ihn sein würde, hatte er keine Lust mehr.
Zusammen mit Fischer entstand der Plan der vorgezogenen Neuwahlen. Entweder man gewann, weil die Deutschen so doof waren, oder man verlor, dann sollten sich doch andere um den Trümmerhaufen Deutschlands kümmern. Schröder verlor knapp und war beleidigt. Dann sage er wieder einmal Basta und ging zu zweifelhaften Schweizer Neoliberalen Medien und ins Gas. Genauer gesagt zu Gasprom.
So gut die Idee der North Stream Pipeline durch die Ostsee auch ist. Schröder der genau diese Pipeline als Kanzler sehr stark, vielleicht zu stark, gefördert hatte, hätte als anständiger Mensch nicht zu Gasprom gehen dürfen. Aber er ist ja SPD-Politiker, da durfte er dass dann wohl doch. Das Schröder von Gasprom subventioniert wird, macht Gasprom nicht schlechter. Die Deutschen haben Schröder ja auch mal gewählt, schlimmerdings sogar zweimal. Also kein Vorwurf an Gasprom. Die deutschen SPD- und Grünenwähler fassen sich an die eigene Nase.
Das Schröder die Pipeline in ihrer Realisierung eher behindert als beflügelt, war nicht anders zu erwarten. Er hat Deutschland ja auch eher zerstört, als dass er etwas Gutes für Deutschland getan hätte. Gab es da überhaupt etwas positives in der Zeit von Rot Grün. Ach ja richtig wir haben den Irak nicht angegriffen. Aber nun kommt Fischer. Der Typ von der Putztruppe.
Der macht nämlich nicht mit bei Schröders ja noch sehr vernünftigem North Stream mit dem Russland ohne Einmischung der USA beweisen könnte, dass es nicht nur lieferfähig sondern auch lieferwillig ist. Nein Fischer will Krieg und ist deshalb für
Nabucco.
Nabucco macht nur Sinn wenn man das Erdgas rund um das kaspische Meer stehlen will. Das will nur die USA, die damit ihre Schulden zumindest teilweise bezahlen kann. Aber schon die Türkei wäre ein
großer Verlierer, weil für den us-amerikanischen Plan unbedingt erforderlich ist, die kurdischen Teile der Türkei, des Irak und des Iran in einem Nationalstaat unter einer Marionettenregierung der USA zusammenzufassen.
Eine großes Gebiet, das man auch heute nur teilweise als stabil bezeichnen kann würde vollständig destabilisiert und eine Geburtsstätte dauerhafter Bürgerkriege und neuen Terrorismus werden. Aber das ist ja ein Welt für die der neue Fischer steht. Die Unterstützung von Diktaturen wie in Georgien, oder Pakistan, war ja schon immer das was er unter aktiver Friedenspolitik verstand.
Fischer und Schröder machten das wahr, was Helmut Kohl nur andeutete den Untergang der Freiheit in Deutschland, das Ende des Friedens und letztendlich das Ende Deutschlands. Man kann sie nur verachten.
Ansonstens sind sie sowohl als auch zu verurteilen.
Aber waren verkommene, "aufstiegswillige", im Grunde aber arbeitsscheue Unterschichtslumpen nicht schon immer die eifrigsten Büttel der imperialistischen deutschen "Eliten"?(Und anderer Länder)
Ob die führenden "Mehrheitssozialisten" des Deutschen Kaisers(Ebert, Noske, Zörgiebel & Co..), ein Adolf Hitler und seine braunen Spießgesellen, Freicorps- Mörder.., auch viele Gewerkschaftsfunktionäre des Kaiserreiches, der Weimarer Republik als auch der heutigen BRD, die damaligen Legiens, die heutigen "Sommers".., verkommene verlumpte "Sozialdemokraten" wie "Gerd", Clement oder "Grüne" wie der "Joschka", und , und, und....
Alle diese Figuren aus Vergangenheit und Gegenwart verdank(t)en ihren endgültigen "gesellschaftlichen Aufstieg" aus der Unterschicht oder dem Klein- bzw. einfachen "Bildungsbürgertum doch (meistens)einzig und allein der Tatsache, dass sie sich damals wie heute an die "Eliten" verkauften, sich ihnen andienten, sich zu ihren Bütteln und Vollstreckern machten.
Solche Vögel wie der "Gerd" oder der "Joschka" sind da nur Glieder in einer langen Kette solcher "Karrieren".
Und vergessen wir bei dieser Gelegenheit nicht: Gerade auch und wegen aller dieser verächtlichen Subjekte konnten Deutschlands "Eliten" als auch deren kongeniale "Partner" in anderen Ländern seit 1914 MILLIONEN von Menschen ins Unglück und einen frühen Tod stürzen.., heute (vorerst "nur"?)in soziale Not.
Auch daran sollte beim Anblick gewisser Politik-Fratzen immer erinnert, gedacht werden!
Gruß Hansi
Das ist dann die Stunde der "Parteisoldaten". Der Parteisoldat, von den Genossen geachtet aber nicht geliebt. Geachtet wegen seiner Fähigkeiten, geachtet wegen seines Fleißes. Ungeliebt weil ihm der Bezug "zur Sache" fehlt. Der Sache, "die so einfach aber schwer zu machen ist" (F.J. Degenhard), die Sache, die da heißt Solidarität.
Der Parteisoldat, der damals der Bluthund sein wollte, das aus sadistischer Überzeugung und aus tiefer Verachtung vor seiner Klasse auch war, der will heute unbedingt das Arschloch sein.
Nicht das Bürgertum ist verantwortlich, in Haftung wird das Prekariat genommen. In Haftung für die Demütigungen und Kränkungen. In Haftung für die Enge, in Haftung, daß man nie alleine war, in Haftung für die Kulturlosigkeit und den schlechten Geruch. Attribute, die noch vor 40 Jahren die Quartiere der Arbeiter kennzeichneten, heute Synonym für die Unterschicht sind.
Erinnert man sich an Schröders Zeit als Ministerpräsident in Niedersachsen, erinnert man sich, mit welchen Demutsgesten er Ferdinand Piech begegnete wenn dieser ihm die Pracht und Herrlichkeit des Kapitals beim Besuch des Opernballs vorführte, hat man auch nicht vergessen, wie seine damalige "Hillu" ein Familienbild exhibitionierte, welches schon vor 20 Jahren obsolet war, dann weiß man, der Typ hat die Enge und den Mief der Unterschicht nie überwunden.
Sauwohl fühlte sich der Typ im Millieu des Kleinbürgertums. Überzeugend, weil authentisch, der (Schmuddel)Medienkanzler. Der Medienkanzler, der jedes Stereotyp des Kleinbürgertums bediente, oder, deutlicher, dem Faschismus kleiner Leute das Wort redete.
Da bleiben Werte wie Kultur oder Solidarität auf der Strecke. So wie der ewige Kleinbürger Schröder sich willig von Piech vorführen ließ, so führte er das Prekariat vor. Und nicht aus irgendeinem Sachzwang heraus, einem Sachzwang, der in den geplünderten Sozialkassen und der horrenden Staatsverschuldung, verusacht durch die Kohl-Regierung, seine Ursache hat, sondern aus der Überzeugung des traumatisierten Kleinbürgers, kam es zu den Hartz-Gesetzen. Den Hartz-Gesetzen, ebenso schmierig wie der Namensgeber.
Die Höhe der Hartz-Bezüge sind diskutabel. Nicht diskutabel sind die Schikanen, die Denunziationen und die vermeintliche Rechtlosigkeit der Leistungsbezieher. Vermeintlich, weil die Ergüsse eines ewigen Kleinbürgers und seiner Helfershelfer selbst in einer Klassenjustiz nicht immer von Bestand sind.
Schröder wurde Kanzler vor allem, weil das Volk den Dicken nicht mehr ertragen konnte. Er wurde aber auch Kanzler mit den Stimmen klassenbewußter und deshalb solidarischer Arbeiter. Den Unterschied begreift ein Kleinbürger nicht. Er begreift vor allem nicht, daß, erfreulicherweise, der Stimmenanteil des geistigen Prekariats, welches durch Clement gewonnen wurde, den des solidarischen Staatsbürgers nicht aufwiegen kann.
Und doch, es bleibt da eine Spur von Respekt. Respekt vor der SPD Otto Wels', die sich im Gegensatz zu den Vertretern bürgerlicher Eliten dem Reichsermächtigungsgesetz widersetzten. Respekt vor dem Widerstand und den Blutzoll ungezählter Sozialdemokraten. Und vor allem auch Respekt vor Willy Brandt. Willy Brandt, der erste Bundeskanzler, der nicht NS-belastet war. Willy Brandt, der, neben Gustav Heinemann, der einzige Nachkriegsstaatsmann von Belang war, der international geachtet war. Willy Brandt, für den wir Arbeiter 1972 bereit zum Generalstreik waren.
Eine solidarische Mehrheit gab es 1998 nicht, wie schon erwähnt, das Volk hatte den Dicken über. Pflicht einer Arbeiterpartei aber ist es, dafür zu kämpfen und überzeugen. Das geht nicht mit einem Schröder-Verschnitt. Das geht erst Recht nicht mit einer (scheinbar) "linken" Koalition. Mögen also die nächsten 16 Jahre Opposition aus der SPD wieder eine Arbeiterpartei machen, ansonsten wird sie die eine sozialdemokratische Partei sein, die überflüssig wird.
Ach ja, die Gratifikationen des Kapitals an Schröder oder Clement - hoffentlich werden Steinbrück und Müntefering nicht vergessen - sind uninteressant. Da gehören sie hin, der eine als ewiger Handlanger, der andere auf den Zeitarbeitsstrich.