Er wird wohl einen Grund haben, warum er die Ursachen des Bienensterbens nicht untersucht haben will. Denn Untersuchungen könnten ja ergeben, dass er selbst die Verantwortung dafür zu tragen hat, da er die Erkenntnisse der deutschen Behörden und den Hilfeschrei der österreichischen ImkerInnen bewusst ignoriert.
Als die Kärntner Imkerin Frau B. am 15. April dieses Jahres so wie jeden Tag ihre Bienenstöcke aufsuchte, war der Boden übersät mit hilflos zuckenden oder bereits leblosen Bienen. Bienen, die noch am Leben waren, wiesen klassische Vergiftungssymptome auf: vorgestreckter Rüssel, Orientierungslosigkeit und aggressives Verhalten.
Diese Symptome weckten bei Frau B. Erinnerungen an Bilder vom letztjährigen Bienensterben in Deutschland. Damals hatten die deutschen Behörden sehr schnell das Pestizid Clothianidin als Verursacher identifiziert. Frau B. informierte umgehend die zuständige Behörde, die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES. Diese ließ auch prompt Proben von toten Bienen zur Untersuchung abholen. Auf das Untersuchungsergebnis wartet Frau B. jedoch noch heute (bis Redaktionsschluss).
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