< Aufklärung - Stasi, Spitzel, Merkel,Tillich, Althaus, Wulff, Beust, Carstensen und andere Merkwürdigkeiten | Weltwirtschaftskrise - versagende Rezepte, hilfloser Optimismus und die Menschen >
UBS - Das große Zittern
Es ist schon etwas eigenartig, wenn man sich das Rauschen im Schweizer Blätterwald anschaut. Natürlich ist die UBS für die Schweiz eine Schicksalsbank, aber gerade weil dass in der Schweiz bekannt ist, wurde ja bereits vor einiger Zeit damit begonnen, die Schweiz vom Schicksal der UBS abzukoppeln. Das ist auch richtig, denn die Schweizer sind nicht für die UBS verantwortlich, auch wenn nur das System Schweiz, die Taten der UBS erst möglich machte.
Heute eröffnet Richter Bundesrichter Alan Gold vor dem Distriktgericht in Miami die Gerichtsverhandlung im Fall USA gegen die UBS. Dabei soll auf Antrag der amerikanischen Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) ein Urteil darüber fallen, ob die UBS im Rahmen eines "John Doe summons Verfahren" die Namen und Kontodaten von rund 52 000 Kunden herausgeben muss.
Diese Kunden werden summarisch, ohne ihre Namen zu kennen von der USA der Steuerhinterziehung und des Steuerbetruges verdächtigt. Die UBS möchte die Daten natürlich nicht herausgeben und argumentiert auf der alten Schweizer Linie, dass ein Betrug nachgewiesen werden müsste und eine Steuerhinterziehung in der Schweiz nicht strafbar ist.
Die USA interessieren die Feinheiten des Schweizer Rechtssystems allerdings nicht sonderlich, da sie hier nur einem vorgeschobenen Grund sehen. Außerdem hat die UBS in den USA rund 30.000 Mitarbeiter von denen rund 27.000 US-Amerikaner sind. Knapp 2 Mitarbeiter pro Kunde spricht dafür, dass die Geschäfte im wesentlichen auf dem Rechtsgebiet der USA durchgeführt wurden und Schweizer Recht nur eine sekundäre Rolle spielt.
Die USB hat unter amerikanischer Gesetzgebung zusammen mit ihren Kunden gegen us-amerikanisches und im übrigen weltweites Recht verstoßen. Es ist das gleiche Spiel wie es Butch Cassidy und Sundance Kid betrieben, wenn sie nach ihren Raubzügen durch den Hole in the Wall Pass in den Big Horn Mountains in Wyoming flüchteten und somit ihren Verfolgern entgingen.
Genau wie die Schweiz, galt jenes Banditennest als sicher. Als sich allerdings die umliegenden Gesetzeshüter zusammentaten und schwer bewaffnet die Rauberhöhle stürmten, waren die schwer beleidigt, wie man denn ihr vermeintlich sicheres Reich angreifen könne. Heute hat sich die Weltgemeinschaft zusammengetan um das Räubernest Schweiz zu zerstören. Dafür werden allerdings keine echten Waffen mehr benötigt.
Richter Gold sieht auch nicht so aus, als würde er unnötig Zeit verschwenden wollen. Bis gestern Abend hatten die USA Zeit, zu den letzten Ausführungen der Schweiz und der UBS Stellung zu nehmen und sich zu erklären, wie weit sie bei der Strafverfolgung gehen wollen. Dabei machte Gold gleich die entsprechenden Vorschläge, die praktisch nur noch angekreuzt werden müssen. Er schlug vor, die UBS in den USA unter Zwangsverwaltung zu nehmen und / oder das Vermögen der UBS in den USA zu beschlagnahmen.
Den Wink mit dem Zaunpfahl, dürfte wohl jeder verstehen. Tatsächlich sind die vorgebrachten Argumente der Schweiz, dass sie die UBS in der Schweiz bestrafen würde, sollte die in den USA ihre Kundendaten preisgeben, geradezu lächerlich. Die UBS agiert in den USA unter amerikanischem Recht. Schweizer Recht ist da bedeutungslos.
Vor allem womit will die Schweiz die UBS bestrafen. Liebesentzug, Wochenendarrest für Manager. Diese Drohung ist einfach lächerlich. Fast verzweifelt versuchen die UBS und die Schweiz immer wieder darauf hinzuweisen, dass unter den 52.000 ja auch Leute sein könnten, die keine Steuerhinterziehung und keinen Steuerbetrug begangen hätten.
Sie möchte also aus drei Unschuldigen einen Schutzwall für 51.997 Schuldige stricken. Ein rührend hoffnungsloses Unterfangen. Am lustigsten ist aber Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, der wohl vollständig entgleiste, als er ernsthaft vorschlug, die UBS könne doch für die Steuerschulden der 52.000 aufkommen und damit einen Vergleichsvorschlag startete, der einem Schuldbekenntnis gleichkommt.
Niedlich ist auch Professor Peter V . Kunz, Leiter für Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Bern, der ernsthaft damit argumentiert, dass die UBS für die USA wichtiger als Lehman Brothers sei und damit zu groß zum Sterben. Es wäre wohl ein leichtes aus einer Zwangsverwaltung heraus, über eine Strafe von 15 Milliarden US-Dollar eine Insolvenz herbeizuführen und die guten Teile von UBS in den USA zu verkaufen. Genau das hat Lehman gezeigt.
Ein weiterer in den Schweizer Medien gerne vertretener Ansatz, ist die Zeit. Man glaubt wirklich, oder gibt zumindest vor, dass die UBS gegenüber der USA einen jahrzehntelangen Rechtsstreit durchziehen könnte und vergisst dabei, dass der Zwischenvergleich, das Deferred Prosecution Agreement, vom Februar 2009, jederzeit aufgehoben werden könnte und damit neben das aktuelle Zivilverfahren ein Strafverfahren gegen die UBS kommen würde.
Es wird auch nicht verstanden, dass es den USA gar nicht um die UBS alleine geht sondern, dass es um die ausländischen Banken an sich geht, und an der UBS nur ein Exempel statuiert wird, das unter anderem auch die Deutsche Bank, die CS und viele andere noch hart treffen wird.
Aber in die allgemeinen Rechtskalauer aus Medien, Bundesregierung und UBS hinein, kommen längst besonnene Stimmen wie die von Rudolf Strahm im Tagesanzeiger der völlig zurecht fest stellt, dass die UBS eben nicht die Schweiz ist.
Ist es überhaupt im öffentlichen Interesse, dass sich der schweizerische Staat in diesem Steuerstreit vor die UBS stellt? Es ist doch heute allen bewusst: Die UBS hatte jahrelang mit System und Methode geholfen, dass amerikanische Bürger ihren Staat steuerlich prellten. Wissentlich und willentlich hat sie amerikanische Gesetze gebrochen. Dieser Sachverhalt wird von niemandem bestritten und auch von den Bankern hinter vorgehaltener Hand bestätigt. Die Grossbank hat Unrecht begangen – nun soll sie dieses Unrecht auch allein auslöffeln. Die Schweiz ist nicht die UBS!
Da ist jede spitzfindige juristische Wortklauberei um den Buchstaben des Doppelbesteuerungsabkommens und des Bankgeheimnis-Artikels moralisch und ethisch fehl am Platz. Warum ist da keine selbstbewusste Regierungsperson, die das eingesteht und öffentlich Klartext ausspricht? Es wird von der ganzen Welt nicht verstanden, auch von der internationalen Finanzpresse nicht, dass die Regierung der Schweiz diese Untaten der UBS schützt.
Nein es ist sicher nicht im Interesse der Schweizer, die UBS und andere Banken die aus der Schweiz so verfahren zu schützen. Aber es wird vom aktuellen Schweizer Finanzminister Hans Rudolf Merz, der früher ein UBS-Mann war, und dem früheren Schweizer Finanzminister Kaspar Villiger, der heute ein UBS-Mann ist, einfach so durchgezogen. Ohne Rücksicht auf die Schweiz und die Schweizer.
Artikel mit ähnlichen Themen:













Gleichzeitig wird auch noch ein unliebsamer Konkurent (Schweizer Finanzplatz) und die Glaubwürdigkeit und Seriösität einer Volkswirtschaft Zerstört!
In einer totalitären Welt darf es keine Bürgerfreundliche, lieberale Systeme geben! Der Autor fordert ja selbst, das "System SChweiz" muss zerstört werden....
Um mit Geld, Geld zu verdienen muss man nicht mit Kriminellen arbeiten. Lies doch einmal die Links die ich dir gebe. Aber selbst dazu bist du zu dämlich.
Welche Links denn?!?!?!?! Keinen Eingang zu verzeichnen!
Was für ein System der Steuerhinterzieher denn, wie gesagt LIEFERN SIE FAKTEN UND LESEN SIE MAL UNSERE VERFASSUNG bevor sie permanet ihr links-neofeudale scheisse labern!
Es gibt in der Schweiz die Fundamentale Unterscheidung zwischen Steuerbetrug (Was auch bei uns ein krimineller Akt ist) und Steuerhinterziehung (was ein Gesetzesanstoss, jedoch kein vergehen ist!).
Wenn Sie unvoreingenommen wären, hätten Sie den Ursprung der Unterscheidung kapiert!!!
In unserem Bürgerfreundlichen System ist es nämlich so, dass:
1. Die Bürger in Form von Abstimmungen den Steuerfuss in ihrer Gemeinde festlegen (Abstimmung, dass ist das, was ihr in der BananenRepublikDeutschland NICHT habt!)
2. Der Bürger seine Einkünfte und Vermögensbestandteile in Form der Steuererklärung dem Steueramt mitteilt.
3. Der Staat dem Bürger vertraut (Dürfte Ihnen als Deutscher halt fremd sein), dass er alles ordnungsgemäss deklariert hat.
Da der Bürger noch als Mensch angesehen wird, ist auch klar, dass jeder mal fehler macht. Falls ich vergesse, ein Konto oder Einkünfte zu deklarieren, ist dies eine "Steuerhinterziehung". Diese kann ich als Bürger selbst "anzeigen", bekomme eine kleine Busse (habe ja einen Fehler gemacht) und muss Nachsteuern bezahlen. Das selbe in Grün, wenn der Staat den Fehler feststellt!
Steuerbetrug ist eine bewusste falsch deklaration der Vermögens- und Einkommensverhältnisse und ist auch bei uns eine Straftat !!! Die Busse (oder Gefängniss!) beläuft sich in der Regel auf ca. 35% des Deliktbetrages plus Steuernachzahlungen inkl. Zinseszins!
Es ist schon paradox, dass jemand aus einer Verwaltungsdiktatur, dessen Völkerrechtlicher Status mehr als nur umstritten ist, einem DEMOKRATISCHEN Staat vorschreiben will, wie er sich und seine Organisationsform zu Handhaben hat!
KEIN Schweizer unterstützt den Steuerbetrug und die Kriminellen - im Gegenteil! Wie schon mehrfach erwähnt LESEN SIE VERDAMMT NOCHMALS MAL UNSER GELDWÄSCHE GESETZ bevor sie mit populistischer Scheisse hausieren gehen!
Da 98% der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung (da sind auch Deutsche darunter!)ihre Steuern redlich bezahlen, haben diese ein dementsprechendes "Gereichtigkeitsempfinden" was dies anbelangt. Die 2% die ihre Steuern nicht redlich entrichten werden meist durch denunzierungen entlavt. Das dürfte Ihnen als linker Berliner sympatisch sein! :-)
Aus diesem Grund wehren WIR BÜrger uns auch gegen die Pauschalbesteuerung "reicher" Ausländer - mit Demokratischen mitteln über Abstimmungen oder Volksiniativen. Das funktioniert, in der Wohngemeinde von eurem Theo Müller wurde diese schon abgeschaft, Herr Müller darf in Zukunft auch 2% Vermögenssteuer bezahlen wie jeder Schweizer auch - und bleibt trotzdem! Was sagt dass über ihr Tollhaus "made in USA" ennet dem Rhein aus?!?!?!
Also Herr Hoff, wie ich schon öfters gefordert habe, liefern Sie Fakten und keine verklärte SU / DDR Propaganda - dafür ist Frau Merkler /Herr Steinbrück zuständig!
Mit der gebührenden Achtung
ihr Dummschwätzer
Mehr als Links und meine Meinung kann ich nämlich nicht geben.
Ohne, dass mich das persönlich überhaupt beunruhigen könnte, lasst mal schön die Kirche im Dorf.
Beste Grüße mal wieder, grins, kicher. L.
Ganz anders die wunderschönen meist subtropischen britischen Kronkolonien. Sie laden nicht nur den Urlauber zum verweilen ein. Auch so manches inoffizielle Kapital dürfte über diese Inseln seinen Weg nach London finden. Das Finanzvolumen übersteigt das der Schweiz um ein vielfaches. Es wird behauptet diese Finanzströme sind nicht zu Kontrollieren. Es werden ab einer bestimmten Größenordnung nur alle Augen zugedrückt.
Hole in the Wall ist nun einmal die Schweiz. Der Rest fällt danach von selbst.
Dabei geht es nicht einmal um Geld. Um was es wirklich geht, ist die Kontrolle. Die Rattenlinien des Kapitals verlaufen über die Kronkolonien via London zurück in die USA und Europa. Die Schweiz ist, was die Kontrolle betrifft, ein Störfaktor. Ansonsten ist es ein Rattennest wie die anderen sogenannten Steuerparadiese auch.
Finde es auch merkwürdig, dass die USA ihre hauseigenen Steuerparadiese (Delaware oder Bahamas) nicht erstmal dicht machen.
Von der Schweiz ist bekannt, dass die weltweit tätig sind und daher vermute ich eigentlich eher, dass den USA die weltweiten Investmenttätigkeiten der Schweiz nicht passen, die würden die USA vermutlich lieber selber kontrollieren. Ob die UBS dem Iran seine Atomanreicherungsanlagen finanziert oder sowas?
Nicht dass ich dieses Steuerparadies in den Alpen unterstützte, nur halte ich die Intention der USA keineswegs für moralisch.