Weltwirtschaftskrise - Die großen und die kleinen Lügen
Der Ehrenpreis für dämlichste Lüge gebührt Peter Harry Carstensen (CDU), der mehr schlecht als recht versucht den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein zu geben. Er hat es tatsächlich geschafft den Kieler Parlamentspräsidenten vorzuschwindeln, dass die Spitzen der die Landesreegierungen tragenden Fraktionen die absurde Bonizahlung an Dirk Jens Nonnenmacher den Chef der HSH Nordbank genehmigt hätten. Haben sie aber nicht, wie der Fraktionschef der CDU, Johann Wadephul und der Fraktionschef der SPD Ralf Stegner beide bestätigen.
Aber Peter Harry Carstensen ist nicht bösartig in seinen Lügen, er ist nur dämlich. Er hat nämlich einfach das Schreiben, das Ole von Beust für Hamburg verfasst hatte, abgeschrieben und dabei vergessen das er eben nicht mit den Fraktionen gesprochen hatte. Dummerweise hat er auf die schon verkorkste Sache noch einen oben drauf gesetzt, indem er die Koalition mangels Vertrauens aufkündigte, weil Stegner sich absolut nicht an etwas erinnern konnte, was auch nie stattgefunden hat.
Für die Weltwirtschaftskrise und für Deutschland ist es ziemlich unerheblich, wer Schleswig-Holstein schlecht regiert. Carstensen ist nur eine schlechte Kopie von Uwe Barschel und schon warten alle gespannt auf eine Ehrenwort Pressekonferenz. Allerdings bekommt Carstensen dann ein Einreiseverbot für die Schweiz. Die haben von derartigen Politikern und den mit ihnen verbundenen Problemen die Nase voll.
Die HSH Nordbank wird allerdings weiter ein Thema bleiben. Der ehemalige Wirtschaftsminister Schleswig-Holsteins, Werner Marnette, hat gegenüber der Wirtschaftswoche geäußert, dass er damit rechnet, dass die HSH bereits in diesem Jahr noch neues Kapital braucht. Auch von den Garantien des Bankenrettungsfonds SoFFin sind schon fast zwei Drittel verheizt, sodass Ole von Beust und Peter Harry Carstensen schon bald wieder in die Taschen des Steuerzahlers greifen müssen. Diesmal sollen es wohl 4 Milliarden werden, es könnte aber auch sein das die gesamten 10 Milliarden aus der Garantie der beiden Bundesländer sofort fällig werden.
Die USA hat am Freitag mal wieder 4 Banken zugemacht und wird diese schöne Tradition auch bis zum Jahresende noch weiter fortsetzen. Die US-Bank CIT Group hofft noch, dass ihre Gläubiger ihr noch Zeit geben, Obama und die FED haben aber schon abgewinkt, sodass der Crash wohl unvermeidlich ist. Rund eine Million kleiner und mittelständischer Unternehmen wird über die CIT finanziert. Viele davon dürften dieses Zusammenbruch wohl ebenfalls nicht überleben.
Die Kreditkartenkrise nimmt auch immer schneller Fahrt auf. Bei der Bank of Amerika sind jetzt schon 31 Milliarden Dollar Ausfälle zu verzeichnen, die Citigroup meldet 13 Milliarden und auch die angeblichen Gewinner wie JPMorgan und Goldman Sachs verlieren in diesem Segment erheblich. Sie sanieren sich aber durch hohe Gewinne im Kapitalmarktgeschäft und basteln dabei fleißig an der nächsten Blase.
Oliver Stock hat in seinem Artikel "Die Rückkehr der Jongleure" ein klares Bild von der großen Gefahr gezeichnet.
Deswegen haben sich Banken wie Goldman dem Investment-Banking zugewandt. Dort kann ein ganz kleines Team ganz große Summen bewegen. Die Gewinne sind genauso gewaltig wie die Verluste. Eigentlich sind Hedge-Fonds auf solche Geschäfte spezialisiert und tragen damit zum Funktionieren der Märkte bei. Hedge-Fonds-Manager und ihre Investoren wissen über das Risiko ziemlich gut Bescheid. Sie handeln auf eigene Rechnung und eigene Gefahr.
In dem Augenblick allerdings, in dem eine Bank wie ein Hedge- Fonds handelt, gerät vieles durcheinander. Kunden, die ihr Geld zur Bank tragen, damit es sicher weitergereicht wird und Zinsen bringt, können ihr böses Erwachen erleben. Denn dass ihre Bank mit ihren Einlagen wie ein Hedge-Fonds-Manager umgeht, ist ihnen nicht bewusst. Es wird ihnen auch nie jemand reinen Wein einschenken, denn Intransparenz gehört zum Geschäftsmodell einer Bank.
Doch es kommt noch schlimmer: Diejenigen, die innerhalb einer Bank spekulieren, sind im Gegensatz zu selbstständigen Hedge-Fonds-Managern nur Angestellte mit einem mehr oder weniger festen Gehalt. Erleiden sie mit ihren Investitionen Schiffbruch, so haften sie dafür nicht persönlich. Es gibt Wissenschaftler, die deswegen von "Spielgeld" reden und damit das Vermögen der Kunden meinen, mit dem der angestellte Hedge-Fonds-Manager einer Bank hantiert. "Money for nothing, checks for free!" hat der IWF eine Studie über die Ursachen der Subprime-Krise betitelt.
Im gleichen Artikel wird auch noch erwähnt, dass Goldman rund 700 Millionen Dollar auf gewerbliche Hypothekenkredite abschreiben muss. Dazu ist anzumerken, dass dies der ganzen Branche so geht und sich die Verluste wohl noch deutlich ausweiten werden, weil selbst in Bestlagen kaum noch Verkäufe möglich sind. Da ist alleine in New York auch die Deutsche Bank noch mit 700 Millionen in Gefahr.
Neben den Gewerbeimmobilien steigen noch immer die Zuwächse bei den Zwangsversteigerungen von Wohnimmobilien. USA weit haben die Zwangsversteigerungen um 15 Prozent zugenommen und nur ein Experte wie Stefan Kooths vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist in der Lage dieser Entwicklung etwas Positives abzugewinnen.
"In Kalifornien werden die Karten neu gemischt", erklärt Stefan Kooths, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) http://www.diw.de, im Gespräch mit pressetext. Die Hauspreissteigerungen waren in dem Staat vor dem Einbruch der Immobilienpreise besonders stark ausgeprägt. "Dass sich die Bevölkerung die Kreditraten von den ehemals hohen Hauspreisen nicht mehr leisten kann, ist keine Überraschung", meint der Experte. Derzeit finde in dem Staat eine Vermögensumverteilung statt. So seien die Zwangsversteigerungen kein Verlust für die Volkswirtschaft, da die Objekte zu günstigen Konditionen weiterversteigert werden. Kalifornien habe jedoch in erster Linie ein Einnahmenproblem. "Es war abzusehen, dass staatliche Leistungen gekürzt werden müssen", betont Kooths gegenüber pressetext. Wenngleich Kalifornien nach wie vor leistungsfähig sei, habe der Staat ein Problem, seine Einnahmen zu generieren.
Äh. Ja. Hmm. Das ist eben das DIW in Höchstform. Das ist nicht lächerlich, dass ist tragisch. Der Verein gehört übrigens zur Leibnitz Gemeinschaft, die im wesentlichen den Hass der einzelnen Bevölkerungsteile aufeinander schürt und genau so übrig ist wie die Helmholtz-Bande. Stefan Kooths kann sich getrost sein Lehrgeld wieder zurück holen. Seine Vermögensumverteilung ist Blödsinn und die volkswirtschaftlichen Schäden reichen bis nach Europa.
400 Milliarden Dollar, also ungefähr den gesamten Bundeshaushalt haben 2008, die 50 Konzerne mit den größten Defiziten, an Verlust gemacht. Das ist natürlich auch volkswirtschaftlich nicht relevant. Das ist so ähnlich wie die Kreditkrise die es ja auch angeblich nicht gibt. Die Banken lügen dass sie die Kredite um 6,9 Prozent erweitert hätten und sie lügen dabei schlau, weil es nämlich scheinbar die Wahrheit ist.
In Wirklichkeit ist es natürlich eine Lüge. Sie haben nämlich bei den Krediten kräftig umgeschaufelt. Kredite an Investmentfonds, Versicherungen oder Finanzleasinggesellschaften stiegen um 33,8 Milliarden, während die Kredite an die Realwirtschaft um 2,7 Milliarden zurück gingen und auch weiterhin rasant zurückgefahren werden.
Gleichzeitig wollen die Bankster noch weitergehende Erleichterungen bei der Bilanzierung. Sie wollen den Schrott einfach höher bewerten können und somit eine bessere Kapitaldecke vortäuschen. Interessant daran ist nicht, das weitergehende Lügen in der Bilanz erlaubt werden sollen, sondern das Peer Steinbrück dieses Gesetz bis 2015 begrenzen will. Er scheint also davon auszugehen, dass diese Krise mindestens bis 2015 dauern wird. Endlich eine Sache bei der man ihm zustimmen kann.
In Saudi Arabien sind die Familienunternehmen der Saad Familie und der Gosaibi Familie ins Trudeln gekommen. Man spricht von 16 Milliarden Dollar die nicht gedeckt werden können. Diese Nachricht führt fast automatisch dazu, dass auch andere Kredite an Gruppen im arabischen Raum auf den Prüfstand müssen. Besonders besorgniserregend ist dabei, das schon jetzt 70 Prozent aller Kredite in diesem Raum ein Laufzeit von unter 12 Monaten haben.
Langfristige Investitionen mit kurzfristigen Krediten zu finanzieren ist aber unmöglich in einer weltweiten Rezession. Es steht also zu befürchten, dass noch viele Pleiten folgen werden, was das Anlegervertrauen erheblich erschüttern dürfte.
Unter Vertrauensverlust leiden auch die amerikanischen Staatspapiere. Private Anleger haben seit Oktober letzten Jahres 217 Milliarden Dollar abgezogen. Das öffentliche Anleger für 48 Milliarden zusätzliche Papiere kauften, hilft da nicht wirklich. Bei der Rekordverschuldung der USA müssten allerdings viele neue Käufer für derartige Papierchen gefunden werden.
Dies ist nicht in Sicht, deshalb wird die FED wohl die Papiere mit anderen bedruckten kleinen Papierchen (US-Dollar) kaufen und damit versucht die USA sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Für kluge Anwender ist es Zeit der Dollarlüge den Rücken zu kehren.
Die Obama Administration scheint zumindest eines begriffen zu haben. Ohne höhere Steuern geht gar nichts mehr. Dass jetzt ausgerechnet von Obamas Truppe eine Reichensteuer eingeführt werden soll, kann da schon als Treppenwitz der Geschichte erfasst werden, wenn man sich Merkels und Westerwelles Steuerlügen anhört. Aber letztendlich wird natürlich auch Obama die Reichen reicher und die Armen noch ärmer machen.
Mit den von den Reichen abhängigen Politikern lässt sich eben keine Politik gegen die Reichen machen.
Tags für diesen Artikel: abschreibung, ackermann, aufschwung, banken, betrug, buchhaltung, konjunktur, profit, weltwirtschaftskrise
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ob man da wirklich Vergleiche ziehen sollte?
Barschel wurde ermordet, und an Hand er Vertuscheung bis in die damalige deutsche Regierung kann man nur vermuten, daß er eben an einigen "wichtigen" Aktionen nicht teilhaben wollte - was immer es war.
Soweit ich weiß, kann man Hr. Carstens nicht vorwerfen,daß er den Hochfinanz-Eliten einen Grund geliefert hat, ihn zu exekutieren.
mfg zdago
Ich weiß nicht ob Barschel ermordet wurde. Aber wenn dann eher von seinen Freunden als von seinen Feinden.
Na ja - sie wissen doch:
Gegner - Feind - Todfeind - politischer Freund
- aber wer immer es war - die deutsche Regierung war an der Vertuschung beteiligt. Sonst hätte die Aktion nicht so ablaufen können.
mfg zdago
Das weiß der Unionswähler, deswegen wählt er sie. Anders im Fall SPD. Hier wird Anstand erwartet, erwartet von Menschen, die heute noch eine Minderheit darstellen. Daß sich dieses ändern kann, daß es Aufgabe einer Arbeiterpartei ist dafür zu kämpfen, das wird seit den Zeiten als "in der Stnde der Not" die Sozialdemokraten den Internationalismus verrieten, immer wieder zuverlässig vergessen.
Der Wähler, dem dieser Unanstand liegt mag dumm sein, er durchschaut aber die Kopie und wählt letztendlich das Original, welches seine dumpfen Triebe befriedigt. Eine Erfahrung, die Helmut Schmidt machte, eine Erfahrung, die erst Recht den Medienkanzler betraf.
So kann der infamste Lügner dieses Landes, Roland Koch, unbeschadet Frau Ypsilanti die "Lüge" unterstellen, seine Wähler, die sich mit den "jüdischen Vermächtnissen" identifizieren, schlagen sich grinsend auf die Schenkel und plappern nach.
Und wenn der selbsternannte "Arbeiterführer" und ebenso selbsternannte Erbe Johannes Raus' sich mit dem personifizierten Unanstand Roland Kochs gemein macht, die Oppositionsführerin in NRW "Frau Kraftilanti" nennt, dann liegt es an der NRW-SPD dieses als Ehrentitel zu verstehen. Als Ehrentitel und mit Frau Kraftilanti den Wahlkampf im nächsten Jahr zu eröffnen.
Aber, das gute alte Bebelwort, "wenn mich die Feinde loben, dann habe ich etwas falsch gemacht", wird immer wieder zuverlässig vergessen. Von Friedrich Ebert, der kein "vaterlandsloser Geselle" sein wollte über Willy Brandt, der gekränkt reagierte auf den "norwegischen Offizier" mit dem ihn Adenauer denunzierte bis hin zum Medienkanzler, der von vorne herein ein Laufbursche Piechs war, ist es nicht weit. Über den jetzigen Kanzlerkandidaten auch nur ein Wort zu verlieren erübrigt sich.