Sei es aus Unwissen, Altersdemenz oder aus Absicht. Frau Zypries beweist dieser Tage erneut, dass sie Gesetze ihrem Empfinden nach auslegt. Wusste sie vor wenigen Wochen nicht einmal was ein Browser ist (möglicherweise dachte sie ja vielleicht es sei eine Bezeichnung zur kurzfristigen Kaltwasserüberduschung), so zeigt sie nun, dass es ihrer Meinung nach im deutschen Recht keines auf eine Privatkopie gäbe. Doch zu ihrem Leidwesen widersprechen ihr da die Gesetze.
“In einem Interview im der Tageszeitung Die Welt suggeriert die Ministerin unter anderem, dass Radiomitschnitte auf Kassette und Fotokopien aus Büchern verboten wären.
Schon in meiner Jugend war das Mitschneiden von Musik aus dem Radio üblich, damals auf Tonbändern oder Kassetten. Es gibt also eine gewisse Tradition zu glauben: Man darf das. Ähnlich ist es beim Kopieren von Büchern. Es ist weder der Industrie noch der Politik gänzlich geglückt, die Botschaft zu vermitteln: Man darf das eben nicht.
Zwar fügte die Ministerin anschließend noch einschränkend hinzu "Jedenfalls nicht, wenn man es nicht nur für sich privat kopiert" - doch abgesehen davon, das der private Bereich, den sie zur Ausnahme machte, bei solchen Kopiervorgängen eindeutig der Normalfall sein dürfte, war nicht einmal diese Ergänzung rechtlich zutreffend...”
Setzten 6, Brigitte!
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"Brigitte Zypries selbst, die erst gestern eingeräumt hatte, früher Kenntnis von illegalen Musikmitschnitten erlangt, die Vorgänge aber nicht angezeigt zu haben, hat sich nun in die Debatte um den Wirbel um den Dreck eingeschaltet..."