Weit vor den Wahlen zur amerikanischen Präsidentschaft tourten die Anwärter für jenes höchste Amt im amerikanischen Staat durch die Wahlgebiete. Von Veranstaltung zu Veranstaltung standen sie vor Millionen Menschen und erklärten sich und ihre Vorstellungen von Politik im Falle des Sieges. Auch das Internet spielte bei den Präsidentschaftswahlen im Vorfeld zur Wahl eine sehr große und wichtige Rolle. Die Amerikaner hatten die Wahl darüber zu entscheiden wer George W. Bushs Nachfolger sein durfte. Ihnen fiel die Wahl nicht wirklich schwer. Für das amerikanische Volk gab es nur einen klaren Sieger und es war jener, von dem man sich einen kompletten Wandel, ein Ablassen von der Bushpolitik versprach: Barack Obama.
Auch in Deutschland steht dieses Jahr eine entscheidende Wahl vor der Tür. Eine Wahl die darüber entscheidet welchen Weg Deutschland die kommenden 4 Jahre gehen wird. Auch in Deutschland ist Wahlkampf, obgleich die Öffentlichkeit kaum etwas davon wahrnimmt. Im Grunde genommen gibt es diesen Wahlkampf eigentlich immer, nicht nur zu bevorstehenden Wahlen. Es wird traktiert, Schuld zugewiesen, geflunkert und man ist immer versucht für seine Partei das Bestmöglichste Ergebnis dabei heraus zu holen. Jeder tut es, keiner gibt es zu. Sind die Wahlen erst einmal gewonnen und Koalitionen beschlossene Sache geht es weiter wie gehabt. Die Rollen sind verteilt: Gute Partei - Schlechte Partei. In gewohnter Manier haut man sich gegenseitig die Vorwürfe um die Ohren und versucht sein Ding, seine Vorstellung von Politik, durch zu ziehen -ohne Rücksicht auf Verluste. Verluste gibt es immer, sind kaum ausschließbar. Wo gehobelt wird, fallen eben Späne.
Lassen wir nur die vergangenen Monate Revue passieren und verinnerlichen uns so manche Diskussion stellen wir am Ende fest: Es ist nicht wie Amerika. Wie auch? Wir sind nun einmal nicht Amerika, sondern Deutschland. Was hat Deutschland, im Gegensatz zu Amerika, schon zu bieten? Keine glor- und siegreichen Revolutionen, nicht mal einen vergleichsweise humanen Politiker wie Kennedy oder einen Bürgerrechtler wie Martin Luther King, außer vielleicht einen Willy Brandt; keinen Michael Jackson, keine Aretha Franklin, die es vermochten mit ihrer Musik Völker zu verbinden. Und ja, nicht zu vergessen, nicht mal einen Barack Obama können wir vorweisen. Was sollen wir Deutschen also dieses Jahr wählen?
Diese Frage scheint für manche unbeantwortbar. Doch schauen wir uns um. Gibt es nicht vielleicht doch jemanden dem wir unsere Stimme geben könnten? Gibt es nicht vielleicht doch eine Vater- oder Mutterfigur der wir Deutschland in den Schoß legen könnten? Wir wollen nicht das Deutschland geschlagen wird -wir wollen aber auch nicht, daß Deutschland in den Schlaf gesungen wird. Ist das Land doch noch verhältnismäßig jung, so wollen wir, daß diesem Kinde eine angemessene und -ja -auch kinderfreundliche Erziehung zu Teil wird. Wir wählen im September keine Partei, wir wählen Erziehungsbeauftragte welche die Aufgabe haben Deutschland nach bestem elterlichen Wissen und Gewissen beim Erwachsen werden zu unterstützen. Welchen Erziehungsstil bevorzugen Sie?
Und Deutschland sei auch noch ein "junges" Land?
Ich bitte dich! Deutschland ist gut und gerne 1000 Jahre alt, und zu bieten hat es vor allem und ganz im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Völkern einschließlich unserer amerikanischen Vettern ein Bürgertum, welches sich schon vor fast 500 Jahren(1524/25) zusammen mit der damaligen feudalen und kirchlichen Obrigkeit g e g e n die Freiheit und den Fortschritt stellte,für erbarmungslose Ausbeutung des Bauern- "Pöbels" eintrat...(M.Luther: "Wider die mörderischen Rotten der Bauern"..) ebenso gut 300 Jahre später(1848/49), ebenso ab 1870/71, ebenso zunehmend ab 1930 und um dann schließlich begeistert zum Mutterboden und Träger des bestialischen Deutschen Faschismus und a l l e r seiner Verbrechen zu werden.
Nachdem(1945) aber alles in die Hose ging, mutierte dieses faschistoide Deutsche Bürgertum zum begeistersten VASALLEN der (nun) weltherrschaftshungrigen amerikanischen Elite in Europa("Kalter Krieg"!), spaltete zu diesem Zweck sogar vorsätzlich das eigene "Vaterland"(Adenauer, "Westbindung", Nato..) für Jahrzehnte, machte den westlichen Teil davon zu einem gigantischen miltärischen Aufmarschraum und Atomwaffenlager für die nun (vorübergehend)neuen ausländischen Obrigkeiten...
Seit der Rückeroberung des über 40 Jahre vorübergehend seiner Macht entzogenen östlichen Teils des deutschen "Vaterlandes"(DDR) giert es wieder nach mehr EIGENSTÄNDIGER Macht auf der Weltbühne, vorerst noch in enger Kooperation mit dem neuen "Vichy" - "Partner"...westlich des Rheins..
Und dieses grandiose - in der weiten Welt fast einmalige(faulige) Deutsche Bürgertum - beherrscht mit seiner (fauligen) "Kultur" die gesamte Kultur dieses Landes, einschließlich seiner kleinen machtlosen Unterschichten(siehe nur "deutsches" Schulwesen! oder auch unsere "Gewerkschaften"..) als auch fast aller seiner akademischen, administrativen Staatsbüttel überall..., seine (Un)"Kultur" ist leider Gottes die "Kultur" Deutschlands in seiner breiten Mehrheit, eine "Kultur", die bis zu dieser Stunde dieses Land und einen großen Teil seiner Menschen beherrscht.
Wo also mit der "Erziehung" anfangen? Ich bitte dich, doch nicht etwa unter der weiter fortdauernden Macht und Diktatur dieses DEUTSCHEN BÜRGERUMS und aller seiner Helferleins aus dem "Überbau" der Gesellschaft?
Jede "Erziehung" muss seinen Anfang nehmen mit der vollständigen ENTMACHTUNG dieses ekelhaften DEUTSCHEN BÜRGERTUMS, kann im Grunde nur das WERK einer e c h t e n Revolution sein!
(Nebenbei: Die "friedliche Revolution" von 1989 in der DDR war in ihrem Wesen eher eine typisch Deutsche KONTEREVOLUTION,da sie zu einer vollständigen RESTAURATION der alten Macht- u. Besitzverhältnisse auf dem Boden der DDR führte)
Gruß Hansi
Korrigierende Grüße, Hansi
Deutsch ist keine Nationalität, sondern
ein Charakterzug. Einer der unschönsten.
Chauvinismus, Kadavergehorsam, Sadismus,-
zusammen gehalten von bürgerlicher
Muffigkeit. (Bäh)
Zum Glück sind nicht alle Deutschen deutsch.
@Rebecca Evan
Wir brauchen keine Erzieher in Deutschland,
zum erziehen ist es zu spät.
Was wir bräuchten, wären Bollwerke, an
denen sich die faschistische Welle bricht.
Feste standhafte Menschen, mit denen die
Werte des Humanismus NICHT verhandelbar
sind, die jeweils einen Teil der Zivilisation
verteidigen und bewahren, und mit Kraft
sagen können "Nein! ihr nehmt mir meine
Menschlichkeit nicht."
Aber solche Menschen sehe ich nicht.
Mag sein, daß es sie gibt,-
doch sind sie nicht an den richtigen
Plätzen.
begreifen, zu schlussfolgern und entsprechend auch zu handeln. Ausgeschlossen und meiner Einschätzung nach hoffnungslos verloren sind vor allem die (westdeutschen) Stamm- und Traditionswähler, an denen es immer wieder scheitern wird und nicht zu vergessen der Großteil der über 15 Millionen Ausländer, von denen nicht unwesentliche Teile wahlberechtigt sind. Dass insbesondere Letztere diejenigen bestätigen, die ihre Interessen vertreten, steht außer Frage (also GRÜNE, SPD, CDU, teilweise evtl. FDP oder LINKE). Das Wählerpotential aus allein diesen beiden Gruppen reicht aus, um Systemveränderungen zu verhindern.
Die BRD braucht eine strikte Abkehr von der Ausrichtung auf den Aufbau der Neuen Weltordnung, der globalen Diktatur. Ich frage mich, warum dieser Aspekt in sämtlichen Veröffentlichungen und Leserkommentaren so gut wie unbeachtet bleibt. Das ist das Ziel der selbsternannten globalen Elite (siehe Film "ENDGAME" auf infokrieg.tv). Wirksamer Widerstand kann hier zum einen nur über den Wahlzettel geäußert werden, weil eben dies geschaffene Tatsachen(!)
sind und bei korrekter Auszählung so hingenommen werden muss. Die logische Konsequenz kann in zweiter Linie nur
bedeuten, Parteien zu wählen, die den Erhalt der Nationalstaaten fordern bzw. was die BRD betrifft, die erstmalige
Herstellung nationaler Souveränität, was seit über 60 Jahren nach Ende des WK II immer noch nicht geschehen ist.
Dazu noch eine Bemerkung nebenbei: Es ist im Artikel immer die Rede von "Deutschland". Deutschland ist nicht die BRD und die BRD ist nicht Deutschland. Wenn man von Deutschland spricht, muss man die Gebiete jenseits Oder und Neiße
einschließen, also Pommern, Ostpreußen und Schlesien. Diese Gebiete gehören nach wie vor zu "Deutschland", werden
aber derzeit von Polen verwaltet. Wenn von der BRD die Rede ist, sind damit nur die von den aliierten Besatzern
geschaffenen (westlichen) Bundesländer gemeint. Dies nur nebenbei, bitte jetzt nicht in den Kommentaren eine
Diskussion über diese Verhältnisse anfangen, denn dies sind Tatsachen!
Es liegt einzig und allein am Wähler. Das Potential für gravierende Veränderungen auf der entscheidenden Bundesebene
ist meiner Einschätzung nach vorhanden. Er muss sich dessen nur bewusst werden und entsprechend eine bewusste
Entscheidung treffen und sich nicht immer wieder indoktrinieren lassen, was er nicht wählen darf(sollte). Genau an dieser Stelle liegt der Wendepunkt.
Steffi
Mir pers. ist egal wer unter welchem Begriff welche Gebiete als deutsch bezeichnet sieht oder sehen will. Mir geht es um Wahlberechtigte zur BTW, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion oder möglicherweise welchen Zweitwohnsitzes oder Alters.
Ich habe bewußt auf Differenzierungen dieser Art verzichtet, weil ich sie in jeder Form in diesem Artikel als solches für unzweckmäßig halte.
Rebecca
Ist es ok, wenn heute max. 20% der "Deutschen" Deutschland ihr "eigen" nennen so wie einst die Könige und Kaiser von "meinem" Königreich, "meinem" Reich sprachen?
Nachdenkliche Grüße von Hansi
Eigentlich hätte ich diese kurze Erläuterung weglassen sollen, was die Klärung des Staatsgebietes der BRD bzw.
Deutschlands betrifft. Ich wollte dies auch nur nebenbei bemerken, weil in Rebecca´s Artikel immer wieder "Deutschland" erwähnt wird. Dies sind Tatsachen, die jeder wissen muss, wenn er von der BRD oder von Deutschland spricht. Mir war aber irgendwie klar, dass diese Erwähnung sofort als Aufhänger genutzt wird für weitere Kommentare.
Deshalb habe ich ja erwähnt, dass ich dies nur "nebenbei" erwähnen möchte.
Den eigentlichen Geist von Rebecca´s Artikel habe ich schon verstanden, die Frage nach deutschem und amerikanischem Wahlverhalten und die Frage, wen man hier in der BRD eigentlich noch wählen kann. Ich denke, dass dies auch aus meinem ersten Kommentar hervorging und eine (kurze) Erklärung dazu enthielt, warum ich so denke bzw.
welche in meinen Augen eine der wenigen verbleibenden Möglichkeiten noch besteht.
Wie von mir schon angedeutet, bedürfte es einer ausführlichen, psychologischen Analyse um Wahlverhalten ansich zu erklären. Auch muss man hier selbstverständlich die verschiedenen sogenannten sozialen Schichten oder Herkünfte mit einbeziehen. Damit will ich nicht andeuten, dass Rebecca die hätte machen müssen bzw. noch machen muss. Hierzu
gibt es sicherlich genug Abhandlungen im Netz zu finden.
Die Frage ist berechtigt: Wen kann man noch wählen? Meine Antwort dazu: Es gibt Alternativen! Die viel entscheidendere Frage ist: Wie bringt man die mehrheitlich unfähige Wahlbevölkerung dazu, diese Alternativen einmal auch zu wählen?
Zum ersten Teil, unter keinen Umständen die Agenda-Täter. Alles, was auf Regierungsbeteiligung der Verantwortlichen hinausläuft ist von Übel. Im Falle dieser Gefahr also, ist es ratsam, der Union die Stimme zu geben - auch wenn man sich fast über dem Stimmzettel übergibt. Ansonsten, bei aller Kritik, die LINKEN.
Den zweiten Teil beantwortete Eugene Pottiers in der Internationale:
Es rettet uns kein höh'res Wesen
Kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun.
(Also kein Steinmeier, keine Merkel, kein Gysi, kein Lafontaine und auch keine Roth)
Uns aus dem Elend zu erlösen
müssen wir schon selber tun!
Damit ist alles gesagt, das müßten Linke, erst Recht Marxisten wissen, dem ist leider nicht so. Die Arbeiter wissen es, noch fehlt das Klassenbewußtsein, die Solidarität, noch ist die Mehrzahl lieber Untertan als freier und solidarischer Bürger. Das aber muß nicht so bleiben. 1972 z.B. standen wir jungen Arbeiter bereit zum Generalstreik. Für Willy Brandt und damit für uns. Das kann sich jederzeit wiederholen denn: "Wer seine Lage erkannt hat wie sollte der aufzuhalten sein?" (B. Brecht)
"Zum ersten Teil, unter keinen Umständen die Agenda-Täter. Alles, was auf Regierungsbeteiligung der Verantwortlichen hinausläuft ist von Übel. Im Falle dieser Gefahr also, ist es ratsam, der Union die Stimme zu geben..."
Hää? Bezahlter System-Schreiberling? Konform der aktuellen Propaganda für Schwarz-Gelb?
Die CDU IST doch Teil des Systems! Spinne ich gerade, oder was? Es spielt keine Rolle, ob ab 1998 Rot-Grün oder Schwarz-Gelb oder irgendeine andere Kombination der 4 Kernblockparteien an der Reihe gewesen wäre! Jede Kombination hätte die Lissabon-Strategie umsetzen MÜSSEN, konform des Aufbaus der Neuen Weltordnung im Machtblock EU!
Es ist einfach unbegreiflich - niemand will oder kann begreifen, welche politische Richtung mit den entsprechenden Parteien dann noch übrigbleibt...
Wie ich schon sagte: Durch diese (vermeintliche?) Unfähigkeit wird auch nach dem 27.September alles beim alten bleiben.
Damit leben, wie schon zu den Zeiten, da ich ein "Sozialfaschist", ein "Revisionist", ein "Stalinist", ein "Mauermörder", ein "Frauenfeind" oder ein "Anti-Deutscher" war. Man suche sich das Passende aus... (Nicht vollständige Auflistung aber, das würde den Rahmen sprengen.)
Mit Verlaub, lesen (und dabei denken), sollte man schon können. Es war eine Katastrophe, daß 2005 nicht die bürgerliche Mehrheit, dazu gehören selbstverständlich auch die Grünen, die Regierung stellten, sondern die Union mit den Agenda-Fetischisten. Es würde zur endgültigen Farce werden, sollte diese Konstellation, die Konstellation der Untoten um Steinmeier herum, mit der Merkel, weiterhin Bestand haben.
Sicher, die Gefahr ist gering. Damit erübgrigt sich auch die Wahrscheinlichkeit, sich überm Stimmzettel zu übergeben. Aber, wer weiß...
Machen wir uns nichts vor. Dieses Land und auch wir Arbeiter sind in den letzten Jahren unsolidarischer geworden. Was also bleibt? Es bleibt die ewige Frage, wieder mit Bertolt Brecht:
Pelagea Wlassowa an die revolutionären Arbeiter 1905:
"An wem liegt es wenn die Unterdrückung bleibt?"
Antwort:
"An uns!"
Pelagea Wlassowa:
An wem liegt es wenn sie durchbrochen wird?"
"An uns!"
Der Chor der revolutionären Arbeiter:
"Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen - und aus niemals wird HEUTE NOCH!"
Das bürgerliche Lager hat vorerst gesiegt. Gesiegt mit Unterstützung der 8-Groschen-Jungs und -Mädels aus der Sozialdemokratie. Gesiegt, weil zuwenige Betriebsräte und Gewerkschafter sich dem Lohndumping über den Zeitarbeitsstrich entgegenstellten.
Gesiegt, weil unsere Verzagtheit Gestalten wie Schröder oder Fischer, von Clement ganz zu schweigen, zuließen. Das, siehe Bertolt Brecht, muß mintnichten so bleiben.
So wird, nach dem 27. September, hoffentlich und nicht ohne Häme, Angela Merkel, dem Medienkanzler ihren Respekt erweisen:
Respekt, weil der die "Geistig moralische Wende" Helmut Kohls umsetzte.
Respekt, weil er das Tarifrecht außer Kraft setzte.
Respekt, weil er dieses Land kriegsfähig machte.
Respekt, weil er den Zeitarbeitsstrich gesellschaftsfähig machte.
Was folgt ist ein Sozialabbau nicht geahnter Güte. Und die oppositionelle Sozialdemokratie wird sich dem Copyright dieser Sauereien stellen müssen, das klassenbewußte Proletariat ebenso. Sich der Frage stellen: "Bedenkt, wenn ihr versagt....!" (B. Brecht)
Ich stelle mich der Frage. Ob als "Revisionist", "Parasit" oder "Systemschreiberling". Der Frage in Solidarität mit meinen Kollegen. Dort, wo mein PLatz als Genosse ist.
Das ist schon ein guter Anfang!
Aber warum wählen die Leute noch immer so, was sind die Motive für dieses Verhalten? Alles ganz einfach "gefestigte Demokraten"? Gar "Abschwörer" totalitärer Ideologie wegen den "Lehren der Geschichte"?
Ein Antwort durch eine quasi höhere göttliche Vernunft habe auch ich nicht auf dieses Verhalten!
Karl Marx sagte einstmals, das Sein bestimme das Bewusstsein...., vielleicht ein ganz brauchbarer Ansatz, auch das Verhalten der heutigen Wählermasse zu analysieren, zu verstehen?
Könnte es nicht so sein, dass die große Masse aller Wähler tief im Herzen ganz jenseits aller gefälligen "Kritik", medial-kompatiblen Heuchelei mit den gegenwärtigen Verhältnissen noch immer ganz zufrieden ist?
Sind auch für Arbeitnehmer Urlaub("Malle"..!) und Auto, Tariflöhne und "Gewerkschaftsbindung" nicht auch heute noch gute Argumente, CDU/CSU/SPD/FDP/GRüne zu wählen, und zwar so lange, wie man noch nicht zu dem insgeheim verachteten "Prekariat", Niedriglöhnern, Dauerarbeitslosen gehört?
Ganz zu schweigen von den Mittelschichten, Staatsdienern aller Art und den Kreisen, welche noch darüber angesiedelt sind!
Möchte sich die MASSE des deutschen WAHLVOLKES wirklich "gemein" machen mit den neuen "JUDEN" Deutschlands, den Hartz 4 Empfängern und sonstigen staatlichen Almosenempfängern, Neu-Armen?
Ich denke, Psychologie spielt auch eine Rolle, aber noch viel mehr das Interesse, in d i e s e r Gesellschaft zu bestehen, mitmachen zu können, für das Kapital ein dienstbarer Geist zu sein, von ihm oder seinem Staat zu profitieren, abstauben zu können.., ja.. etwas "darzustellen" , n i c h t zu den "Loosern" zu gehören.
Und so lange keine andere, bessere Gesellschaft in Aussicht ist, werden die Leute auch weiterhin in der Masse so wählen wie gehabt - aus reinen OPPORTUNISMUS!
Selbst die gegenwärtige Finanz- u. Wirtschaftskrise hat die breite Masse der Bürger und Wähler noch lange nicht erreicht, so dass diese Masse hofft und glaubt, doch "irgendwie" mit einem blauen Auge davonzukommen..., weshalb auch alle noch so grotesken statistischen LÜgen(ob "sinkende" Arbeitslosigkeit", "Silberstreifen am Horizont", "gute Konsumlaune", DAX- "Euphorien") zwecks Verharmlosung der aktuellen Lage von dieser Masse noch immer begierig aufgesogen werden, denn diese statistischen Lügen versprechen immerhin "Hoffnung"-- welche bekanntlich zuletzt stirbt....
Man könnte das Wahlverhalten der Masse der Wähler auch ganz volkstümlich erklären mit der alten Volksweisheit, dass der Spatz in der Hand mehr sei als die Taube auf dem Dach!
Gruß, Hansi
@Stefan am 01.08.2009 14:51
Zitat:
"tut mir leid, aber eine alternative zur derzeit herrschenden schwarz-rosa-gelb-grünen einheitsfront, die ja nun wirklich ein unglück für den großteil der bevölkerung ist, kann ich weit und breit nicht sehen."
"Was wir bräuchten, wären Bollwerke, an denen sich die faschistische Welle bricht. ... Aber solche Menschen sehe ich nicht."
An beide: Also, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber, dann sind Sie blind.
All dieses Gequatsche im Sinne von "Ich sehe keine Alternativen" dient wieder nur dem System. Menschen mit solcher Blindheit (sorry, aber es ist so), an denen scheitert jede Veränderung. (Angenommen, die Kommentatoren sind keine bezahlten System-Schreiberlinge, wovon ich in diesem Fall ausgehe)
@Stefan am 01.08.2009 14:51
Zitat:
"Deutsch ist keine Nationalität, sondern ein Charakterzug. Einer der unschönsten."
Also, dazu fällt mir nichts mehr ein...
Das gefällt mir, genau das Glaube ich brauchen wir, ein Klassenbewusstsein!
Worauf willst Du eigentlich hinaus Steffi, von welcher Alternative redest Du eigentlich die ganze Zeit? Du schließt CDUSPDFDPGRÜNELINKE aus, was bleibt denn da noch, doch nur die Parteien die nicht mal die 5% Hürde nehmen. Selbst wenn Du die Masse der dummbüttel-deutschen auf eine dieser Parteien einlenken könntest, würde das doch an den Machtverhältnissen nichts ändern, die Parteien bzw. Politiker würden doch sofort von der Hochfinanz wieder unterwandert und eingekauft.
Ich Glaube auf der Ebene der Politik sind Veränderung die den Einfluss der Hochfinanz brechen nicht zu verwirklichen. Alles steht und fällt mit dem Geldsystem, die Machtbasis der Elite über uns und solange wir nicht den Blick darauf richten und ihn nicht mehr abwenden sind alle Bemühungen aussichtslos!
"... die Parteien bzw. Politiker würden doch sofort von der Hochfinanz wieder unterwandert und eingekauft."
Erst wenn diese Behauptung klar widerlegt wird und das Gegenteil bewiesen wurde, DANN, erst dann ist wirklich alles verloren - aus jeder politischen Richtung.
Ich verweise nochmals auf meinen Ansatz "Aufbau der Neuen Weltordnung". Wie wollt ihr euch dagegen stemmen, was ihr ja anscheinend beabsichtigt (und was ja auch notwendig und richtig ist), wenn ihr Parteien wählen wollt, die konform diesem Aufbau gehen (müssen)?
"Wie wollt ihr euch dagegen stemmen, was ihr ja anscheinend beabsichtigt (und was ja auch notwendig und richtig ist), wenn ihr Parteien wählen wollt, die konform diesem Aufbau gehen (müssen)?"
Jede Partei die in Regierungsverantwortung kommt, geht mit der Hochfinanz und damit mit der Agenda der neuen Weltordnung konform, genau das ist der springende Punkt! Nochmal: Auf Partei-Ebene können wir keine Veränderungen der Machtverhältnisse bewirken.
Ich will damit weder eine Wahlempfehlung abgeben, noch dazu aufrufen nicht zu Wählen. Ich weise nur auf die Tatsache hin, das die Möglichkeit zur Veränderung durch Wahlen nicht gegeben ist! Da Parteien bzw. Politiker gar nicht mehr die Entscheidungsträger sind, es wird Zeit das zu erkennen.
"Auf Partei-Ebene können wir keine Veränderungen der Machtverhältnisse bewirken."
Wie denn dann? Wir leben nun mal in einem System, in dem die politische Willensbildung sich in politischen Parteien vereinigt. Was wollt ihr machen? Immer wieder neue Parteien gründen, immer wieder neue Zersplitterung?
Zersplitterung nützt doch nur dem System! EINIGKEIT macht stark. Bestehende Strukturen ausbauen, besser vernetzen. Es müssen Parteien unterstützt werden, deren Strukturen zumindest in Teilen der BRD schon fest verankert sind. Was nützt es, immer wieder neue Zersplitterung zu erzeugen? VORHANDENE Strukturen müssen ausgebaut werden, das muss das Ziel der Stunde sein!
Zitat:
"Jede Partei die in Regierungsverantwortung kommt, geht mit der Hochfinanz und damit mit der Agenda der neuen Weltordnung konform, genau das ist der springende Punkt!"
"Ich weise nur auf die Tatsache hin, das die Möglichkeit zur Veränderung durch Wahlen nicht gegeben ist!"
Das sind für mich Befürchtungen/unbewiesene Behauptungen. Ich bleibe dabei: Widerstand kann in der BRD unter den derzeitigen Verhältnissen nur über den Wahlzettel geäußert werden. Die BRD-Bonzenkaste ist nur durch Tatsachen zu beeindrucken, sprich: Den Kreuzen auf dem Wahlzettel.
Und: Es gibt Alternativen - und diese haben eine Chance verdient.
[...]
Aber solche Menschen sehe ich nicht.
Mag sein, daß es sie gibt,-
doch sind sie nicht an den richtigen
Plätzen.
Zitatende-------------
Sehr interessante Diskussion hier!
Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten Steffi, aber das was Sie hier schreiben hört sich sehr nach "abgehoben" i.S.v. losgelöst von jeglicher Realität an.
Ich kann Stefan nur zustimmen: wir haben die Menschen nicht für die schöne neue Welt, die sich so manche hier und anderswo zusammenreimen. DAS ist das eigentliche Problem.
Das Leben lehrt einen nichts anderes, als daß dieses Volk ganz offensichtlich zu zwei Dritteln (pardon) Deppen besteht, die jegliche Hoffnung auf eine bessere Welt allein schon durch ihre Existenz im Keim ersticken!
Beispiele gefällig: Blick zurück auf die erste Hälfte des 20. Jahrhundert, schauen Sie sich das heutige Fernsehprogramm an, schauen Sie sich unsere Umwelt an respektive die Zerstörung selbiger... und auf die Parteienlandschaft wurde ja schon hingewiesen.
DAS ist das Problem: zwei Drittel Deppen (Mitläufer, Feiglinge, Jasager, Opportunisten, Nichtverantwortlich-Seinwollende) bestimmen das Leben von einem Drittel Menschen, die verantworlich denken und handeln.
DAS ist die eigentliche Dramatik. Daß ein Drittel das ausbaden muß, was zwei Drittel anrichten!
"Widerstand kann in der BRD unter den derzeitigen Verhältnissen nur über den Wahlzettel geäußert werden."
Solange Du das glaubst, geht für die bestehenden Machtverhältnisse von Dir keine Gefahr aus!
Was ist Deutschland, außer die neben Italien größte Kulturnation Europas seit dem Ende der Antike, mit unschätzbaren und unzähligen Errungenschaften und Leistungen für die Menschheit, und einem Volk, dem es seit 1945 aberzogen wurde sich darauf zu berufen, dem keine Anerkennung für die Sühnung seiner dunklen Vergangenheit zu Teil wird und das deswegen keine gesunde Volkseele besitzt?
Was sind die USA, außer ein Staatenbund auf geraubtem Boden, geschaffen vom Abschaum Europas unter Ausbeutung und Tötung von Millionen von Sklaven, deren Nachfahren heute das einzige eigenständige, nicht in der alten Welt verwurzelte, kulturelle Rückrat dieses Landes bilden, und einem Volk, das keines ist, samt bemitleidenswerter, aber hochgefährlicher Unkultur?
Bitte um ehrliche Antwort.
Beste Grüße
Herr Schulte-Vogelheim, ich überreiche Ihnen hiermit feierlich eine Godwin-Punkt, bitte unter folgendem Link abholen: http://www.ecrans.fr/local/cache-vignettes/L450xH252/arton1717-1e7ec.jpg
Sie haben diese Diskussion damit erfolgreich beendet, Gratulation.
Das nächste Mal klappt´s aber wieder mit richtigen Argumenten, wie wär´s?