Es sollte der großen Wandel in der deutschen Kriegspolitik und der Geschichte Afghanistans werden. Sogar eine neue Taschenkarte wurde entworfen, die der Bundeswehr jetzt schnelleres Töten erlaubt.
Militärische Gewalt darf auch zur Selbstverteidigung beziehungsweise Nothilfe eingesetzt werden. VN-Mandat und Mandat des Bundestages lassen bereits jetzt alle zur Erfüllung des Mandats notwendigen Maßnahmen – einschließlich der Anwendung militärischer Gewalt – zu. Dabei ist stets der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren.
Deutsche Soldaten sind aufgrund der nationalen Weisungslage berechtigt, in Afghanistan im Rahmen des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes das volle militärische Handlungsspektrum nach Maßgabe des völkerrechtlichen Mandats (VN Resolution 1833 aus 2008), des Operationsplans sowie der militärischen Einsatzregeln (Rules of Engagement) auszuschöpfen.
Gut diese Taschenkarten, sollen die Verantwortung von den Befehlshabern auf die gemeinen Soldaten verschieben. Schließlich haben die Goldfasane und Generäle aus den Nürnberger Prozessen gelernt. Heute bekommt der Soldat eine Taschenkarte auf der kluge Juristen etwas formuliert haben, was im Zweifelsfall den Soldaten ein Kriegsgerichtsverfahren und dem Offizier einen Orden einbringt.
Aber auch das hat nicht funktioniert. Die Säuberungsaktion von Chareh Dareh fand programmgemäß statt und wurde bis zu einem "erfolgreichen" Ende durchgeführt. Die Partisanen zogen sich zurück.
Danach zogen sich auch die afghanische Armee und Bundeswehr wieder brav in ihre festen Stellungen zurück und programmgemäß kamen auch die fälscherlicherweise als Taliban bezeichneten, Partisanen aus den Völkern der Usbeken und Taschiken wieder zurück. In dieser Region konnten die Taliban, die sich aus dem Volk der Paschtunen bildeten noch nie Fuß fassen. Selbst die paschtunische Regierung von Hamid Karzai wird hier, auf dem Gebiet der ehemaligen Nordallianz zutiefst gehasst.
Wie bei allen Partisanenkriegen, ist eine reguläre Armee nicht in der Lage einen solchen Krieg ohne Kriegsverbrechen zu beenden. Säuberung funktioniert nur wenn man den Großteil der Zivilbevölkerung tötet oder zumindest soweit einschüchtert, dass diese, die Partisanen nicht mehr unterstützt. In Afghanistan ist das schwierig, weil jeder Mord an Zivilisten nur neue Partisanen und eine um so erbitterter zusammenhaltende Bevölkerung schafft. Die Leute dort sind Kämpfer. Seit ein paar hundert Jahren.
Aber sicher werden sich vor der Bundestagswahl noch ein paar Siege finden lassen, die in Wirklichkeit auch nur schön kaschierte Niederlagen sind.
Leonard Cohen - The Partisan
Bella Ciao!
Partisans
LE CHANT DES PARTISANS
Das gute an der Geschichte ist, dass sie hinterher die Guten von den Bösen trennt. Das wird sie auch in Afghanistan tun. Da die Bundeswehr auf der Seite der amerikanischen Imperialisten kämpft, wird sie sicher nicht auf der Seite des Guten sein. Sie wird den vielen moralischen Niederlagen der deutschen Armeen noch eine weitere hinzufügen.
Es muss den Menschen in Deutschland aber klar sein, dass nicht die armen Soldaten, die von einer verbrecherischen Politik und ordenslüsternden Generalen, in eine sinnlosen und völkerrechtswidrigen Krieg geschickt wurden, schuld sind, sondern das Großkapital als Auftraggeber und einziger Gewinner dieser Politik.
Der Kampf gegen den Krieg in Afghanistan und an allen anderen Orten auf dieser Welt ist ein Krieg gegen das gierige Kapital, gegen die Abzocker und Ausbeuter. Wenn der Gegner bekannt ist, lässt sich der Kampf leichter führen. Ziehen wir das Kapital zur Verantwortung.
Ich wünsche allen meinen Lesern einen schönen und friedlichen Sonntag und viel Kraft für die kommende Woche. Die Dinge werden nicht einfacher, aber immer klarer.
@"Schließlich haben die Goldfasane und Generäle aus den Nürnberger Prozessen gelernt."
Und was war die Lehre?
Wer das eigene Land zu Gunsten der Hochfinanz verrät, gewinnt - wer für sein Land einsteht, wird aufgehängt.
Wer wundert sich, daß die aktuelle Politik möglich ist nach diesen Erfahrungen?
mfg zdago
Unsere Jungs müssen da raus, der Krieg ist nicht zu gewinnen. So nicht.
Die ganze Situation gefällt mir nicht.
Das hat durchaus das Potential, sich zu einem zweiten 30jährigen Krieg entwickeln mit unabsehbaren Folgen für das Weltgefüge.
Der vielbeschworene (herbeibeschworene ?) Clash of Civilisations hat dort sein Epizentrum und die Wellen schlagen weltweit aus.
Es ist kein kleiner Krieg da unten, auch wenn das vll so wirkt. Darüber sollte man sich mal klar werden.
Ich verstehe nicht ganz worauf Jochen mit diesem Beitrag hinaus möchte...
Das es im Islamischen Raum Stämme welche untereinander kein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl haben gab und immer geben wird weis jeder.Auch der Glaube eint diese nicht!Das ist eine grosse Schwäche des Islams welche sich durch die ganze Geschichte dieser "Weltreligion" zieht.Was hat das aber mit Partisanen und Terroristen zu tun?
Für mich sind Partisanen Menschen die zu feige sind in einer regulären Armee zu kämpfen.Sie ziehen es vor selbständig nach Ihrem eigenen Gutdünken zu handeln um Ihren Vorteil daraus zu ziehen.Sicherlich gibts hier auch Ausnahmen sogenannten Freiheitskämpfer welche vom Idealisamus geprägt nur denn Kampf als solches vor Augen haben.Die meisten jedoch sind Verbrecher welche mehr schaden als nützen.Ein richtiger Freiheitskämpfer hat Ziele über denn Krieg hinaus.Partisanen haben diese aber nicht.Sie wollen nur die momentane Situation nutzen um Ihren Vorteil daraus zu ziehen.
Warum solte die Bundeswehr diese Leute also nicht angreifen?
Meinst Du im ernst Jochen das diese Leute besser als die Menschenverachtenden Taliban sind nur weil sie einem anderne Stamm angehören?
Jeder Mensch der nur an sich denkt ist ein Mensch auf denn die Welt getrosst verzichten kann.Dies gilt für Asien genauso wie für Europa und die ganze übrige Welt.
P.S.Eine Frage habe ich dann aber doch noch.Jochen,bist Du eigentlich Muslim?
Die Paschtunen sind schiitische Muslime mit meist wahabitischer Ausprägung. Also stark beeinflusst vom Iran und Saudi Arabien. Dazu kommt noch ein extremer Nationalstolz.
Die Turkmenen und Usbeken sind sunnitische Moslems, mit einem deutlich geringer ausgeprägten religiösen Eifer.
Wenn du allerdings nicht begreifen willst, dass jeder Mensch das Recht auf seine individuelle Freiheit hat, dann kannst du natürlich in deiner Naziüberheblichkeit dich über alle diese Interessen stellen. Dann ist es dir auch egal, dass die Engländer bereits mit ihrer Grenzziehung diesen Konflikt heraufbeschworen haben und die US-Propaganda nun einfach alle zu Taliban erklärt, die wir oder sie töten wollen.
Wir haben in Afghanistan nichts zu suchen. Das ist Sache der Afghanen und nicht unsere.
Mit Naziüberheblichkeit hat das nichts zu tun.Zum einen gibt es keine Nazis mehr da alle gestorben sind (alle Anderen sind reine Mitläufer die sich nun wichtig machen wollen) und zum anderen habe ich keine derartige Denkweise.
Ich störe mich nicht an anderen Lebens und Denkweisen.Auch stehe ich als Person was denn "Wert" als Menschen betrifft nicht über anderen.Niemand tut dies auch wenn einige dies gerne hätten oder denken.
Ich wolte nur festhalten das es unerheblich ist wer aus welchem Grund auch immer auf die Soldaten feuert.Der Soldat hat dafür verständlicherweise ebend kein Verständniss.Das hat dann auch weniger mit Mitgefühl zu tun als mit purem Realismus.Vor einem Krieg hätte man das alles bedenken können und auch sollen da gebe ich Dir vollkommen recht.Aber was erwartest Du von Dummköpfen die nichts können und immer nur an Dämmlichkeit kaum zu überbieten daher reden?
Ich habe in diesem Land noch nie erlebt das etwas vorher wirklich von politischer Seite durchdacht wurde bevor man dies dann mehr schlecht als recht auch umgesetzt hat.Die Erwartungen an denn Bürger werden immer weiter höher geschraubt.Der Politischen "Klasse" wird aber defakto stetig weniger abverlangt was denn Intelligenzgrad angeht.
Der Karren steckt im Dreck da gebe ich dir ebenfalls recht.So blöd es aber ist rausziehen kann man sich dort nicht mehr einfach so.Man würde sein Gesicht verlieren und niemand würde mehr an die Stärke der einzelnen Länder glauben.Genau deshalb muss man Polizisten und Millitär viel schneller ausbilden um dann mit allem Pomp und "Ehren" aus diesem Krieg auszuscheiden.Was dann passiert ist zwar absehbar und leider mit viel Blut verbunden jedoch aus meiner Sicht nicht mehr vermeidbar.Bis dahin jedoch muss man sich zur Wehr setzen auch wenn dies oftmals unmenschliche Züge hat.Denn Soldaten jedenfalls bleibt keine Wahl mehr wenn sie ersteinmal dort unten sind und das solte man nie vergessen.Ich jedenfalls tue dies nie zumal ich auch Bekannte dort unten habe...
Die politische Seite will nicht denken sondern herrschen.
Zitat:
Hermann Göring, NSDAP
Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg […] Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. […] Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.
Quelle: Interview mit Gustave Gilbert in seiner Gefängniszelle, 18. April 1946, Nürnberger Tagebuch S.270 - http://www.orbit9.de/wissen/zitate_goering_krieg.php
Ach übrigens, ich habe auch Freunde und Informanten dort unten und natürlich sind die Soldaten nicht schuld. Die Soldaten sind Opfer einer unwürdigen Politik.
Die deutschen Faschos formieren sich und die Bürger zahlen den Preis für diese Angriffskriege.
Und was war die Lehre?
Wer das eigene Land zu Gunsten der Hochfinanz verrät, gewinnt - wer für sein Land einsteht, wird aufgehängt.
Wer wundert sich, daß die aktuelle Politik möglich ist nach diesen Erfahrungen?
mfg zdago
Heute geben sie den Soldaten Taschenkarten, damit die Soldaten Schuld sind.
Die ganze Situation gefällt mir nicht.
Das hat durchaus das Potential, sich zu einem zweiten 30jährigen Krieg entwickeln mit unabsehbaren Folgen für das Weltgefüge.
Der vielbeschworene (herbeibeschworene ?) Clash of Civilisations hat dort sein Epizentrum und die Wellen schlagen weltweit aus.
Es ist kein kleiner Krieg da unten, auch wenn das vll so wirkt. Darüber sollte man sich mal klar werden.
Das es im Islamischen Raum Stämme welche untereinander kein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl haben gab und immer geben wird weis jeder.Auch der Glaube eint diese nicht!Das ist eine grosse Schwäche des Islams welche sich durch die ganze Geschichte dieser "Weltreligion" zieht.Was hat das aber mit Partisanen und Terroristen zu tun?
Für mich sind Partisanen Menschen die zu feige sind in einer regulären Armee zu kämpfen.Sie ziehen es vor selbständig nach Ihrem eigenen Gutdünken zu handeln um Ihren Vorteil daraus zu ziehen.Sicherlich gibts hier auch Ausnahmen sogenannten Freiheitskämpfer welche vom Idealisamus geprägt nur denn Kampf als solches vor Augen haben.Die meisten jedoch sind Verbrecher welche mehr schaden als nützen.Ein richtiger Freiheitskämpfer hat Ziele über denn Krieg hinaus.Partisanen haben diese aber nicht.Sie wollen nur die momentane Situation nutzen um Ihren Vorteil daraus zu ziehen.
Warum solte die Bundeswehr diese Leute also nicht angreifen?
Meinst Du im ernst Jochen das diese Leute besser als die Menschenverachtenden Taliban sind nur weil sie einem anderne Stamm angehören?
Jeder Mensch der nur an sich denkt ist ein Mensch auf denn die Welt getrosst verzichten kann.Dies gilt für Asien genauso wie für Europa und die ganze übrige Welt.
P.S.Eine Frage habe ich dann aber doch noch.Jochen,bist Du eigentlich Muslim?
Die Turkmenen und Usbeken sind sunnitische Moslems, mit einem deutlich geringer ausgeprägten religiösen Eifer.
Wenn du allerdings nicht begreifen willst, dass jeder Mensch das Recht auf seine individuelle Freiheit hat, dann kannst du natürlich in deiner Naziüberheblichkeit dich über alle diese Interessen stellen. Dann ist es dir auch egal, dass die Engländer bereits mit ihrer Grenzziehung diesen Konflikt heraufbeschworen haben und die US-Propaganda nun einfach alle zu Taliban erklärt, die wir oder sie töten wollen.
Wir haben in Afghanistan nichts zu suchen. Das ist Sache der Afghanen und nicht unsere.
Ach, ja. Ich glaube an gar keinen Gott.
Ich störe mich nicht an anderen Lebens und Denkweisen.Auch stehe ich als Person was denn "Wert" als Menschen betrifft nicht über anderen.Niemand tut dies auch wenn einige dies gerne hätten oder denken.
Ich wolte nur festhalten das es unerheblich ist wer aus welchem Grund auch immer auf die Soldaten feuert.Der Soldat hat dafür verständlicherweise ebend kein Verständniss.Das hat dann auch weniger mit Mitgefühl zu tun als mit purem Realismus.Vor einem Krieg hätte man das alles bedenken können und auch sollen da gebe ich Dir vollkommen recht.Aber was erwartest Du von Dummköpfen die nichts können und immer nur an Dämmlichkeit kaum zu überbieten daher reden?
Ich habe in diesem Land noch nie erlebt das etwas vorher wirklich von politischer Seite durchdacht wurde bevor man dies dann mehr schlecht als recht auch umgesetzt hat.Die Erwartungen an denn Bürger werden immer weiter höher geschraubt.Der Politischen "Klasse" wird aber defakto stetig weniger abverlangt was denn Intelligenzgrad angeht.
Der Karren steckt im Dreck da gebe ich dir ebenfalls recht.So blöd es aber ist rausziehen kann man sich dort nicht mehr einfach so.Man würde sein Gesicht verlieren und niemand würde mehr an die Stärke der einzelnen Länder glauben.Genau deshalb muss man Polizisten und Millitär viel schneller ausbilden um dann mit allem Pomp und "Ehren" aus diesem Krieg auszuscheiden.Was dann passiert ist zwar absehbar und leider mit viel Blut verbunden jedoch aus meiner Sicht nicht mehr vermeidbar.Bis dahin jedoch muss man sich zur Wehr setzen auch wenn dies oftmals unmenschliche Züge hat.Denn Soldaten jedenfalls bleibt keine Wahl mehr wenn sie ersteinmal dort unten sind und das solte man nie vergessen.Ich jedenfalls tue dies nie zumal ich auch Bekannte dort unten habe...
Zitat:
Hermann Göring, NSDAP
Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg […] Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. […] Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.
Quelle: Interview mit Gustave Gilbert in seiner Gefängniszelle, 18. April 1946, Nürnberger Tagebuch S.270 - http://www.orbit9.de/wissen/zitate_goering_krieg.php
Ach übrigens, ich habe auch Freunde und Informanten dort unten und natürlich sind die Soldaten nicht schuld. Die Soldaten sind Opfer einer unwürdigen Politik.